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Pharmama in der astrea apotheke

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Seit Januar darf ich für den Fachteil der astrea-apotheke schreiben. Das ist eine sehr sympathische Apothekenzeitschrift … Neu also auch mit meinem Entchen! Im Bild die aktuelle Ausgabe – mehr folgt. #apotheke #astreaapotheke #entchen #fragpharmama

astreaapotheke

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Das beste Medikament

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Es existiert mindestens eine Liste der „wichtigsten“ Medikamente (Penicillin ist da drauf und Impfstoff), historisch wichtige Errungenschaften (von WebMd); aber ansonsten finde ich das schwer festzulegen, was für mich das „beste“ Medikament überhaupt ist. Lieblingsmedikament ist vielleicht nicht gut ausgedrückt, denn ich denke die meisten würden gerne darauf verzichten, etwas nehmen zu müssen. Dennoch: Ich persönlich bin als Migränepatient sehr froh um Mefenaminsäure (Ponstan etc.) und auch Ibuprofen als Schmerzmittel und auch für Junior. Oder beim Zahnarzt die Spritze mit Lokalanästhetikum – man leidet damit doch wesentlich weniger 🙂

und jetzt Ihr: Was ist Dein Lieblingsmedikament – oder dasjenige, das ihr nicht missen wollt?

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Ich will gefallen – Placebo (Sampler)

Nachdem das gestern ein paar Diskussionen losgetreten hat mit dem Placebo – dachte ich, ich könnte eine Zusammenstellung machen, was ich hier auf dem Blog schon über Placebo geschrieben habe.

Die Macht der Placebo: Erklärungen um Placebo und Placeboeffekt.

Ich werde gefallen – wann und wie setzen Ärzte Placebos ein?

Placebos braucht man vor allem um neue Medikamente zu testen. Im Beitrag Trau keiner Statistik steht, auf was man bei den Studien achten sollte.

In Ich: Versuchskaninchen steht, was ich an Studien mitgemacht habe – und ob ich ein Placebo hatte?

Demonstrierter Placeboeffekt. Es wirkt!

Placebo gewünscht gegen Haarausfall.

Dialoge aus der Apotheke / 13 – sicher psychisch.

Als der Arzt Placebo auf Rezept verordnet hat.

Rückruf … ruf … ruf …. – und was danach draus entstanden ist: Ein Verpackungsfehler und 113 schwangere Frauen – es gibt Pillenpackungen mit Placebotabletten

Mehr Magie in der Medizin forderte Von Hirschhausen.

Der Nocebo Effekt ist praktisch der böse Bruder des Placebo Effektes.

Mit der falschen Anwendung kann eine eventuelle Wirkung auch nur auf dem Placebo-Effekt beruhen.

Genau das richtige für ihr Problem! Hoffentlich.

Kleben ist das neue „Schmieren und Salben“ wobei mir das letztens bei den Rückenschmerzen tatsächlich geholfen hat.

Würden Apotheker Generika kaufen? (Und was hat das mit dem Placebo-Effekt zu tun?)

Dann kaufen Sie es doch einfach! (Wofür berate ich eigentlich?)

Wieso sind manche Tabletten bunt? Weil das die Wirkung unterstützen kann – aber nicht nur.

Tag der seltsamen Kundenwünsche. Placebo-Globuli?!

Ich will ein Antibiotikum! … und weshalb das bei den meisten Erkältungen eine Placebo-Gabe ist.

Das kann ja nichts nützen. Nocebo-Effekt des Medikamentenpreises?

Beratung für … nix? Placebo-Mittel gibt’s auch im Kaufhaus.

Ich hoffe, das hat Euch gefallen 🙂

Falls ihr noch Ideen für weitere Sampler habt: melden!

 

Auf nach 2017!

rutsch

Zeit ist ja auch nur eine Dimension …

In dem Sinne: wie seid Ihr gerutscht und vor allem: Was wünscht Ihr für 2017?

Ich wünsche mir für uns selber dass es weiter so (gut) geht, wie bisher. Ich bin Dankbar dafür. Für den Mann von S. volle Remission und für die junge Familie alles Beste. Und für alle wünsche mir mehr Verständnis und Empathie. Go world!

Von Werbung und Spenden

Weihnachtszeit ist immer auch die Zeit dankbar zu sein für das was wir haben und sich bewusst zu machen, dass es nicht alle so gut haben.

Ein kleines bisschen möchte ich deshalb weitergeben in Form von Spenden und dank der Werbung auf dem Blog (einer der Artikel ist noch ausstehend) bekommt deshalb diesmal die Aktion Medeor 90 Euro und die Organisation Save the children 100 Franken.

Wie schon die letzten Male: wer eine Organisation besonders unterstützenswert findet, darf sie in den Kommentaren posten. Eventuell beglücke ich die beim nächsten Mal.

Besucht aponette!

Sie bloggt jetzt selber auf aponettesplauderei. Geht sie mal besuchen!

Es freut mich immer, wenn ich andere bloggende Apotheker finde – in dem Fall aus Deutschland, wo es doch etwas anders läuft als hier. Ihr kennt sie vielleicht schon aus den Kommentaren hier. Auf ihrem frischen Blog finden sich schon einige Beiträge – und auch eine Idee für ein selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk, das sich auch jetzt noch super umsetzen lässt: Senf! Bringt mich direkt auf Ideen …

Apotheken aus aller Welt, Zwischenstand (3)

Es hat sich doch noch etwas getan seit dem letzen Zwischenstand im März 2014 wie man auch auf der Weltkarte sehen kann:

weltkarteapo3

Dabei musste ich leider die Karte wechseln, da die Seite, mit denen ich es die letzten beiden Male gemacht habe, nicht mehr funktioniert. Dieses Mal habe ich es damit erstellt: Amcharts.com. Die Jpg-Relikte entstehen leider beim hochladen auf WordPress.

Wie man aber sieht hat sich die Karte schon gut gefüllt. Am auffälligsten ist sicher Grönland (auch wenn die „Apotheke“ dort in einen Supermarkt integriert ist) und in Afrika sind ein paar Länder dazugekommen.

Natürlich nehme ich auch weiterhin Apotheken von Ländern (und Orten), die schon gebracht wurden in der Serie Apotheken aus aller Welt – aber speziell freue ich mich von Apotheken von Orten und Ländern, die noch nicht gebracht wurden. Davon gibt es noch einige:

Europa: Bulgarien, Belarus, Zypern, Moldavien, Montenegro, Mazedonien, Vatican City, Isle of Man, Andorra, San Marino.

Nord/Zentralamerika: Bahamas, Dominikanische Republik, Honduras, Jamaica, Puerto Rico, Aruba, Barbados, St. Barthelemy, Grenada, St. Kitts and Nevis, St. Lucia, Martinique, Trurks und Caicos Inseln, British Virgin Inseln, Anguilla, Bermuda, Dominica, St. Pierre and Miquelon, Cayman Inseln, St, Martin, Montserrat, Sint Marteen, Trinidad und Tobado, St. Vincent and the Grenadines, US Virgin Inseln, Bonaire.

Südamerika: Falkland Inseln, Französisch Guinea, Guyana, Paraguay, Uruguay, Surinam, South Georgia and South Sandwich Inseln

Afrika: Angola, Burkina Faso, Burundi, Benin, Botswana, Zentralafrikanische Republik, Republik of Kongo, Elfenbeinküste, Djibouti, Algeria, Eritrea, Gabon, Ghana, Gambia, Guinea, Equatorial-Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Lesotho, Lybien, Mauritius, Mali, Mauritanien, Malawi, Mozambique, Niger, Reunion, Ruanda, Sudan, Sierra Leone, Senegal, Somalia, Süd-Sudan, Swaziland, Chad, Togo, Tunesien, Uganda, Zambia, Western Sahara, Comoros, Saint Helena, Sao Tome and Principe, Mayotte, Kapverde, Seychellen

Asien: Arabische Emirate, Bangladesh, Brunei, Bhutan, Irak, Iran, Krgyzstan, Nordkorea, Kuwait, Kazakhstan, Lao People’s Democratic Republic, Libanon, Macau, Mongolei, Pakistan, Saudi Arabien, Syrien, Tajikistan, Timor-Leste, Turkmenistan, Uzbekistan, Yemen, Malediven, Bahrain

Ozeanien: die vielen kleinen Inseln: Christmas Islands, Fiji, Guam, Marshall Inseln, Neu Kaledonien, Norfolk Inseln, Nauru, Niue, Papua Neu Guinea, Solomon Inseln, Tonga, Vanatu, Tuvalu, Samoa, Französisch Polinesien, Cook Inseln …

Also: Falls ihr zufällig dort hin reist, oder vielleicht schon da gewesen seid und eine Apotheke auf einem Foto findet: schickt es mir! (mail siehe Kontaktseite oder grüner Umschlag in der Seitenleiste hier)

Weg von feedburner

Eine Mitteilung in bloginterner Sache: Weil ich weg von feedburner will, stelle ich ein paar Sachen um (oder ab).

Wer dem blog via mail von feedburner folgt, den wechsle ich auf den wordpress-internen email-Dienst. Ihr bekommt deshalb von wordpress ein mail wegen der Anmeldung. Eventuell braucht das von Euch eine Bestätigung – dann geht es aber weiter, wie bisher. Die mails via feedburner werden danach abgestellt. (Das betrifft nur mal gerade 9 Leute und ein paar wo die Anmeldung dort nicht vollendet wurde – der Rest von Euch sollte okay sein 🙂

Wer dem Blog via feed /  Feedleser folgt, sollte überprüfen, ob er das via diese Adresse macht: https://pharmama.ch/feed/ – das ist ok!    Wer die alte Adresse benutzt: http://feeds.feedburner.com/pharmamasblog sollte das wechseln. Ich weiss nicht, wie lange es feedburner noch geben wird … ganz abschalten werde ich das aber nicht.

Eigentlich ist das mit feedburner schade. Als ich 2008 angefangen habe zu bloggen, war das die beste Variante für den feed – inklusive Teilen-Option und die Möglichkeit zu sehen, wieviele Folger man so hat und sie mitzuzügeln, wenn die Blogadresse änderte. Dann hat google (dem gehört der Service nämlich inzwischen) angefangen 2012 Optionen wegzunehmen und auch keine Unterstützung mehr zu bieten.

Trotzdem ging es weiter, bis 2014 die Zahlen, die ihr „wiglet“ anzeigte in freien Fall gingen. Erst die Reichweite, dann die Followerzahlen.

feedburnerstats

siehe Bild: Subscriber (Follower) sind grün, Reach (Reichweite) ist blau

Keine Ahnung ob das daran liegt, dass viele Feedreader nicht mehr die richtigen Zahlen an feedburner zurückmelden, oder ob Leser von Anfang an den wordpress-Reader benutzt haben … von über 700 in 2013 ging das auf unter 300 in 2014 (ziemlich frustrierend- siehe Bild) – daraufhin habe ich ihr FeedCount-widget vom Blog entfernt. Zwischen April 2013 bis Januar 2014 habe ich auf Overblog gebloggt, was aber laufend Probleme mit dem Kommentarsystem hatte, deshalb bin ich wieder auf wordpress zurück. Irgendwie denke ich aber nicht, dass das damit zusammenhängt und Ende 2014 habe ich hier auch nichts gewechselt. Vielleicht feedburner selber? Aber von denen hört man ja gar nichts mehr.

Benutzt ihr feedburner (noch)? Kennt ihr das überhaupt?

Jedenfalls : Danke für’s folgen (so oder so)!

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Von Zahlen, Bots und Fake-followern …

In der 20 Minuten heute (ja, ich weiss schon, nicht gerade die Vorzeigeliteratur) ist ein Artikel über Blogger (speziell Fashionblogger) – und ihre Fans auf verschiedenen Netzwerken. Für professionelle Blogger ist die Anzahl Fans und damit die Reichweite wichtiges Kriterium beim Einholen neuer Aufträge und Kooperationen mit Firmen. Da sollte es wenig verwundern, wenn manche da … nachhelfen. Zum Beispiel indem sie Fans und Follower kaufen. Angeblich kosten 1000 Fans aus so „Click Farms“ gerade mal 15 Franken. Direkt ein Schnäppchen, wenn man denkt, was Facebook selber für Werbeanzeigen verlangt.

Das nachzuweisen ist nicht ganz einfach, aber es gibt Hinweise, die verdächtig sind: Wenn eine Vielzahl der Fans nicht aus Europa kommen, sondern aus Asien, Indien, Mexico … Weil man das nicht auf einen Blick sieht, gibt es im Netz ein Tool, das die Länder-Verteilung der Fans auf Facebook aufzeigen kann.

Ich habe es mit meiner Seite dort mal ausprobiert und dies herausbekommen:

facebookfans

Das sieht doch ziemlich … authentisch aus.

Ziemlich ähnlich auch wie die Besuche auf dem Blog selber (Daten vom 4. Oktober):

wpleser

Da könnte man fast stolz drauf werden … immerhin sehe ich mich nicht als professioneller Blogger – und auch mit dem Cave, dass manche den Blog nicht hier lesen, sondern im Feedreader oder per mail und die deshalb nicht erfasst werden – das finde ich beeindruckend. Man kommt aber wieder auf den Boden, wenn man derartiges liest: (Von einer Tech-Seite, wo sich jemand über mangelnde Kommentare auf dem Blog beklagte):

Kommentare werden von Menschen geschrieben. Leider sind 80 bis 95 % der vermeintlichen Leser nur Bots, die sich als Menschen tarnen. Und die schreiben keine Kommentare.

Ah – das wäre frustrierend: fast alles nur Bots? Also künstlich erzeugte Besuche und kaum echte Leser? Das will und kann ich kaum glauben.

Könntet ihr mal „Hallo“ oder „Piep“ sagen?

Optische Anpassungen

pharmamas-blog-kopie

Wie gefällt Euch der neue Header für Facebook / Twitter / Youtube und Google+?

Ich hatte etwas Spass mit dem Computer heute. Passend zum Thema: Apothekerin im Weltraum … da hört Dich niemand schreien …

Das war wohl nix – wenn Kooperationen platzen

Eigentlich mache ich noch gerne mit anderen etwas zusammen. Auch im Zusammenhang mit dem Blog, nur gestaltet sich das … wegen dem doch eher speziellen Thema, nicht ganz so einfach.

Ich rede hier nicht von den üblichen Anfragen für Werbung für andere Seiten, Shops, Produkte oder Apps – wer einen Blog hat, weiss wie unverschämt die sein können (nicht müssen). Es gibt Firmen, die wollen Aufmerksamkeit durch diese Werbung und Links und das möglichst ohne Hinweis darauf, dass man dafür bezahlt hat … einige wollen das natürlich auch ohne zu bezahlen und bieten dafür „wertvolle“ Backlinks von eigenen Seiten. Wenn es passt, mache ich hier gelegentlich Werbung, aber … ich suche mir die Seiten dafür genau aus. Es sollte Themenbezug haben … und möglichst einen Mehrwert für die Leser bieten. Deshalb schreibe ich die Artikel auch selber.

Derartiges geht zum Beispiel gar nicht:

Unsere Firma sucht nach dem Blogger, der uns einen Artikel mit dem Rückverweis schreiben kann. Das Produkt ist Medikament für Erektionsstörungen. Weitere Informationen auf: (Online-Medikamentenversand-aus-Tschechien-mit-prominenter-Werbung-für-Viagra-ohne-Rezept) Wir möchten uns nach einigen weiteren Informationen erkundigen. Zuerst: Wie lange würde das Artikelschreiben dauern? Dann wie viel würde es kosten? Können Sie uns auch etwas über Ihren Blog sagen zum Beispiel über die Besucherzahl?

Das habe ich kurz gemacht auch in der Antwort:

Sie fragen eine Apothekerin, ob sie auf ihrem Blog Werbung macht dafür sonst rezeptpflichtige Medikamente bei zweifelhaften Stellen im Internet zu bestellen?? Ganz falsche Adresse.

Auch nicht wirklich erfreut bin ich über die Kosmetikfirma, die ungefragt einfach Produkte schickt.

Es handelt sich hierbei um ein Produkt in Originalgrösse von (Kosmetikfirma) und es geht eigentlich viel mehr um eine neue Kampagne von (Kosmetikfirma), auf die wir aufmerksam machen möchten.  Aus diesem Grund verschicken wir eine kleine Überraschung an ausgewählte Medien …

Das ganze natürlich in der Hoffnung, dass die erfreuten Empfänger des Produktes über Kampagne und Produkt in ihrem Blog positiv berichten. Ich bin gespannt, wieviele derartige Posts ich in der nächsten Zeit sehen werde.

Aber ich schweife ab. Wir waren bei den Kooperationen.

Fragt eine bekannte Zeitschrift an:

Gerne würden wir einen Test bei rund 10 verschiedenen Apotheken in der Schweiz machen. Dafür wäre es wunderbar, im Vorfeld mit einer Apothekerin zu sprechen, die genaue Angaben geben kann, wie das Gespräch ablaufen sollte und welche Richtlinien dabei beachtet werden müssen. (Und vielleicht auch noch, wie bei Ihnen im Blog, noch einige Anekdoten erzählen kann.)

Angaben kann ich machen, Anekdoten gibt’s hier auch … Ich habe geantwortet:

Wenn Sie wollen, beantworte ich gerne ihre Fragen. Meine Voraussetzung ist einfach, dass der Test fair abläuft – also nicht in Apothekenbashing ausartet, so wie es in Deutschland bei den Medien leider öfter der Fall ist. Mit Tests an sich habe ich kein Problem … werden wir doch schon diverse Male pro Jahr getestet: 3 x per Telefon, 2 x Mystery Shopping (OTC) und 1 x Mystery Patient (Rezept) – so wie auch im Vertrag zur Qualitätssicherung LOA festgehalten. Wenn das entsprechend abläuft, ist das bestens 🙂

Das war vor einem Monat, seitdem ist Funkstille. Offensichtlich waren die Voraussetzungen nicht gegeben … Nun, die Pille-danach-Tests werden sie auch ohne mich hinbekommen. Wie fair dann darüber berichtet wird, werden wir sehen.

Gemischte Gefühle hatte ich bei dem hier

Ich arbeite für das Online-Nachrichtenportal () aus Deutschland. Ich habe eben Ihren Blog bestaunt, besonders die Reihe „Apotheken in aller Welt“. Wir berichten derzeit  () auf ähnliche Art und Weise. Bisher haben wir außergewöhnliche Apotheken in Barcelona, London, Südtirol und auf Mallorca vorgestellt. Meine Frage: Könnten Sie sich eine Kooperation vorstellen? Über ein vertiefendes Gespräch würde ich mich sehr freuen!

Ich habe geantwortet:

Ja, ich sehe, dass sie () seit diesem Sommer auch Apotheken bringen – ich bringe seit Juni 2010 meine Reihe „Apotheken aus aller Welt“ mit Fotos, die ich von meinen Lesern eingesendet bekomme. Ein paar wirklich hübsche Prachtstücke hat es darunter. Allerdings muss ich sagen sehe ich hier nicht unbedingt eine Zusammenarbeit, auch wenn sie (für einmal) meinen Blog als Quelle nennen würden. Bitte entschuldigen Sie, aber ich bin (immer noch) etwas säuerlich, nachdem () schon mehrmals Ideen von meinem Blog genommen und danach nur minim abgeändert gebracht hat. Das letzte (grosse) Mal bei dem hier: https://pharmama.ch/2015/07/21/wer-hats-erfunden-ein-apotheker/  … und auf adhoc: http://www.apotheke-adhoc.de/mediathek/erfindungen-apotheker-cola-chloroform-cumulus/
Ich bin sicher, Sie sehen die Ähnlichkeit.

Ansonsten: falls Sie hier bei den Apotheken aus aller Welt eine Zusammenarbeit sehen, bin ich gespannt auf Vorschläge.

Ja. Auch keine Antwort darauf. Ich bin wohl zu direkt.

Andererseits gibt es wirklich Kooperationen, die zu Stande kommen. Ehrlich: man kann mit mir reden.

Kennt Ihr so Anfragen von Euren Blogs auch? Was war die „beste“ bisher?

Pharmama in den Medien (9) – Astrea

In der Oktober-Ausgabe der schweizer Apothekenzeitung Astrea findet man einen ganzseitigen Artikel von und über mich:

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Wer ihn lesen möchte, schaue in der Apotheke vorbei für das Originalheft oder lese es online in der Oktober-Ausgabe der Astrea … ziemlich weit hinten zu finden (Seite 21/25)

Alles über Coffein (oder: was ihr nie so genau wissen wolltet)

Sash vom Blog gestern Nacht im Taxi ist an mich gelangt mit dieser Anfrage:

Wisst Ihr Apotheker_innen irgendwas über Koffein, was sonst niemand weiß?

Ich arbeite seit nun fast 8 Jahren in der Nachtschicht und da das natürlich auch so seine Tücken mit dem Schlafrhythmus hat, nehme ich regelmäßig Koffein zu mir. Da ich Kaffee aber eigentlich als Urlaubsgetränk mag und nicht so schnell an der Tanke, nehme ich stattdessen Koffeintabletten mit. Muss man auch nicht so oft aufs Klo, daran denken die meisten gar nicht. 😉

Ich habe drei Apotheken in Reichweite, hole mir die Tabletten mal hier und da, sicher in einer gewissen Regelmäßigkeit, aber keinesfalls irgendwie „verdächtig oft“. Zumal die Apotheker und Apothekerinnen hier offenbar selten lange arbeiten. Aber gut, weswegen ich frage:

So ziemlich jedes Mal, wenn ich eine Packung hole, setzen die Apotheker einen mehr als ernsten Blick auf und warnen mich eindringlich (!), ja nicht mehr als eine 200mg-Tablette alle 24 Stunden zu nehmen. Und bitte nicht falsch verstehen: Dass man Koffein überdosieren kann, weiß ich wohl. Nun ist es aber zum einen so, dass selbst die Packungsbeilage von zwei Tabletten pro Tag spricht, die aufgezählten Nebenwirkungen erstaunlich harmlos auf jemanden wirken, der schon mal andere Beipackzettel gelesen hat – und die Warnungen wirklich immer grotesker werden. Letzte Woche meinte ein Apotheker ernsthaft „Aber nich, dass Se irgendwann umfallen.“

Nun bin ich als Leser deines Blogs ja sensibilisiert und verstehe das mit der Beratungspflicht, mir  geht’s also nicht drum, dass es mich stört. Aber ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis, der sich mit weniger als 1g Koffein durch den Tag wuselt, nur halt mit Kaffee. Und dass das langfristig vielleicht gesundheitlich suboptimal ist … kann sein, ich kenne da nun auch nicht alle Studien.

Soweit ich gesehen hab, ist Koffein in den Tabletten wirklich der einzig medizinische Wirkstoff und die Aufnahme erfolgt ja im Prinzip ebenso analog zu der von Kaffee: Also gibt es irgendeinen Grund, dass hier im Umkreis wirklich alle Apotheker und Apothekerinnen immer einen mitleidigen Blick ob meines baldigen Ablebens aufsetzen?

Na, dann will ich mal 🙂 Apothekerwissen über Coffein / Koffein :

Coffein ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Stimulantien, der das zentrale Nervensystem, die Atmung und den Herzkreislauf anregt und leistungsfördernd wirkt. Die Effekte beruhen auf dem Antagonismus an Adenosin-Rezeptoren. Coffein ist ein Naturstoff, der unter anderem im Kaffee, Kakao und im Schwarztee enthalten ist. Es wird hauptsächlich als Genussmittel gegen Müdigkeit eingenommen. Medizinisch wird Coffein zur Therapie der Frühgeborenenapnoe und in Kombination mit Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen verabreicht. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Unruhe, Reizbarkeit, Nervosität, Schlafstörungen, ein schneller Puls, Herzrhythmusstörungen und vermehrtes Wasserlassen. Coffein kann zu einer leichten Abhängigkeit führen. Quelle: Pharmawiki

Das war auch schon ziemlich das wichtigste darüber. In der Schweiz haben wir tatsächlich keine Coffeintabletten im Handel (ich dachte erst keine rezeptfreien, aber: nein: gar keine). Deshalb musste ich mich erst mal schlau machen.

Natürlich kenne ich Coffein auch. Obwohl man es ohne Rezept bekommt und es ja auch in Nahrungs- oder besser Genussmitteln enthalten ist, kann es Wechselwirkungen mit Medikamenten machen: siehe hier https://pharmama.ch/2010/06/03/kaffee-coffein-und-medikamente/

Interessant ist dabei dass das ausgenützt wird: in Kombination mit Schmerzmitteln wirkt Coffein selber schmerzstillend: Also 50mg Coffein hat eine relative analgetische Wirkungsstärke von 1.3 bis 1.7 wenn man gleichzeitig Acetylsalicylsäure oder Paracetamol einnimmt.

Es erhöht aber auch die Abhängigkeitsgefahr von Substanzen: Schmerzmittel und Schnupfenmittel. Ephedrin im Speziellen, das ja auch von Bodybuildern eingesetzt wird, weil es die „Fettverbrennung“ steigern soll.

Wenn man schon Probleme hat wie Leberschäden, Herzrhythmusstörungen, Schilddrüsenproblemen und Angstsyndrom sollte man es wegen möglicher Verstärkung dieser Beschwerden nicht nehmen.

Dann hast Du ja nicht nur Nachtschicht, als Taxifahrer fährst Du ja viel Auto. Coffein gehört zu den Medikamenten, die … nicht unbedingt ideal sind beim Autofahren. Natürlich, es ist ein Stimulanz und man (Du) benutzt es zum wachhalten. Das ist so: Koffein macht zwar kurzfristig wacher, aber das funktioniert wirklich nur kurze Zeit. Zur Übermüdung kommt dann nach Wirkungsverlust noch dazu: Überschätzung, Gereiztheit. Die Leistung fällt auf ein noch niedrigeres Niveau als vorher. Das heisst: Koffein kann die Fahrtüchtigkeit tatsächlich auch einschränken. guckst Du hier: https://pharmama.ch/2015/09/07/nicht-mit-allen-medikamenten-ist-gut-auto-fahren/ und https://pharmama.ch/2015/08/07/wachbleiben-1/

Wegen der Dosierung:  50 mg Koffein wirken bei naiven (ungewohnten) Gebrauchern schon gegen Müdigkeitserscheinungen und 100 mg wirken leistungssteigernd.

Bei Überdosierung (ab 600mg?) kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen, zu Tremor (Zittern), Unruhe, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, schnellem Puls, Verwirrung und Angstzuständen.

Beschrieben habe ich selber mal so einen Fall, der im Spital gelandet ist hier: https://pharmama.ch/2012/02/04/trinken-sie/

Und dann natürlich noch das: Koffein kann selber bei regelmäßiger Zufuhr zu einer geringfügigen Abhängigkeit führen. Was es sicher macht ist ein Gewöhnungseffekt. Wer regelmässig Kaffe trinkt (oder Koffeintabletten zu sich nimmt), bei dem wirkt das nicht mehr gleich gut, wie bei demjenigen, der das nicht oft macht. Und wer das nach regelmässigem Gebrauch plötzlich absetzt kann Entzugserscheinungen bekommen wie Unruhe, Kopfschmerzen.

So finde ich, dass man auch mit den in Deutschland freiverkäuflichen Tabletten etwas aufpassen. 1 dieser Tabletten enthält 200mg.

Zur Relation: 1 Tasse Kaffee (oder ein kleiner Espresso) hat 40mg – das heisst mit einer Tabletten nimmst Du den Coffeingehalt von 5 Kaffees oder 5 Espressos ein. Damit das stimmt, was Du über Deine Freunde sagst (mit 1g Coffein pro Tag) , müssten sie also täglich 25 Tassen Kaffee oder Espresso oder 12 Dosen Red Bull trinken …

Die Apotheker haben also nicht ganz unrecht, wenn sie sich so auf die „Gefahren“ von Coffeintabletten hinweisen … oder? Und wenn Du willst dass das Coffein weiterhin so wirkt, wie bisher, gilt hier weniger ist mehr. Wahrscheinlich ist es so, dass Dein „regelmässiger“ Bezug trotz dem Besuch verschiedener Apotheken aufgefallen ist. Das ist gut möglich, vor allem, wenn sie (wie wir hier mit Codein) bei den Sachen mit Abhängigkeitspotential ein Auge auf die Bezüge(r) haben. Aber vielleicht bist Du auch einfach eine so auffällige Persönlichkeit … und sie wollen dich gerne noch länger als Kunden behalten 🙂

Pharmama in den Medien (8)

Manchmal ist es so in der Blogger-Welt: Da schreibt man einen Artikel über etwas, das einen bewegt hat … und der findet Anklang. So sehr, dass er schliesslich ausserhalb des Blogs landet – in den Printmedien.

So geschehen gerade eben mit dem Blogpost Isotretinoin-Rezepte und Frauen im gebärfähigen Alter.

Erst hat sich Medinside dafür interessiert, den Blogpost (so) auf ihrer Seite zu bringen, dann bekam ich eine Anfrage eines Journalisten, der das gelesen und vertiefte Informationen darüber wollte.

Und jetzt bin ich deswegen in der NZZ am Sonntag erwähnt:

isotretinoinnzz

Quelle: © NZZ am Sonntag; 28.08.2016; Ausgabe-Nr. 35; Seite 12

Interessant fand ich dabei, die Einschätzung des schweizerischen Apothekerverbandes, die die Häufigkeit dieser Rezepte (Isotretinoin als Grosspackung oder Dauerrezept bei Frauen) bei jeder dritten Verordnung schätzen – ich habe 4 von 10 geschätzt, also sind wir nicht so weit entfernt … und da spielen sicher gewisse regionale Unterschiede noch mit.

Und spannend: wie der Ärzteverband FMH reagiert:

Eine gründliche Aufklärung vor Therapiebeginn sowie die entsprechenden Untersuchungen werden durchgeführt und schriftlich festgehalten, ebenso monatliche Kontrollen im Therapieverlauf.

… wie sie die Kontrollen allerdings machen, wenn sie die Patientin nicht monatlich sehen (man erinnere sich: Grosspackungen und Dauerrezepte, da geht die nicht mehr unbedingt zum Arzt, bei uns zahlt man ja für jeden Besuch und gerade Termine beim Hautarzt brauchen manchmal 2-3 Monate, bis man einen hat), weiss ich nicht.

Auch schön: zudem sei die Abgabe von 100er Packungen nicht illegal. „Sonst wären sie verboten und somit nicht auf dem Markt erhältlich.“.

… ja – aber es gibt ja nicht nur Frauen, die 100er Packungen sind für Männer und vielleicht noch für Dosierungen gedacht, die nicht mit einer Kapsel alleine erreicht werden können, zum Beispiel wenn der Arzt 30mg verordnen will. (Es gibt 5mg, 10mg, 20mg und teils 40mg Dosierungen).

Ich finde es gut, wenn das Thema etwas bekannter wird. Ich hätte da noch ein paar ähnliche, die ich noch bringen muss. Clozapin-Verschreibungen zum Beispiel.

 

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