Apotheken aus aller Welt, 698: Grasse, Frankreich

Danke an Steffi für diese feine Apotheke aus der Parfümstadt Grasse!

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Das habe ich nicht gesagt.

Wenn Sie mir eine Frage stellen, aber Ihnen meine Antwort nicht gefällt und Sie einfach weiter auf mich einreden, als ob ich dann irgendwann einfach auf einmal das sagen würde, was Sie hören wollen …

Passiert viel zu häufig.

Und irgendwie immer im Zusammenhang mit Alkohol.

Nein. Wenn ich Ihnen sage, dass Sie das Schlafmittel nicht zusammen mit Alkohol nehmen sollen, dann ist das so. Auch nicht, wenn Sie dann anfangen das umzuformulieren: „Sie sagen also, das geht, auch wenn ich vorher nur etwas getrunken habe?“

Nein! Das sage ich nicht.

Apotheken aus aller Welt, 697: Bern, Schweiz

Im März haben wir uns Bern angeschaut und natürlich wieder mal ein paar ganz besonders schöne Apotheken gefunden.  Die eine oder andere gibts sicher schon auf Deinem Blog.
Schau einfach mal.
Danke Steffi – die sind tatsächlich alle brandneu für mich🙂 Und die anderen beiden füge ich bei den schon gebrachten an.
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Dialoge aus der Apotheke / 4

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Patient: „Kann ich diese beiden Medikamente zusammen einnehmen?“

Apothekerin: „Lassen Sie mich zur Sicherheit nachschauen … … Ja. Das geht.“

Patient: „Oh gut – das mache ich nämlich schon seit 2 Monaten.“

Interessanterweise kommt das (bei uns) meist von Patienten, die die Medikamente nicht von uns haben – entweder von einer anderen Apotheke oder vom Arzt oder gar aus dem Internet.

Gut – wenn sie beide Medikamente von uns hätten, dann wäre das bei der Abgabe schon abgeklärt: wir führen ja Computerdossiers über die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente und man kann (zum Beispiel wenn er/sie eine Kundenkarte hat) da auch freiverkäufliche Sachen darüber nehmen und sieht dann auch beim Multimineralpräparat, dass das sich jetzt nicht mit dem neuen Antibiotikum verträgt.

Auch gut (finde ich), dass überhaupt gefragt wird … wenn es denn nicht meist nach der Tatsache ist – so wie oben.

Apotheken aus aller Welt, 696: Guangzhou, China

aus Guangzhou in Südchina habe ich Ihnen diese beiden Apothekenbilder mitgebracht.

Leider habe ich es meiner eigenen Schusseligkeit zu verdanken, dass ich die Apotheke im Shaolin Tempel nicht fotografierte. Ich sah das Hinweisschild wohl, indes mir fehlte der Geistesblitz.

Naja – vielleicht nächstes Mal? Danke, Dr. Pé!

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Bin ich denn die Krankenkassenangestellte?

„Sie müssen mir einen Vorbezug machen, mein Baby zahnt!“

Ja. Wow. Das machen Babies so. Die meisten sogar ohne Probleme, ein paar speicheln und kauen auf allem was sie in den Mund bekommen können herum und noch ein paar bekommen Rötungen, reagieren mit Unruhe und eventuell Fieber.

Wenn das Fieber ein Problem ist oder es wirklich Schmerzen haben sollte, habe ich etwas – Paracetamolzäpfchen kosten nicht mal 3 Franken die Packung.

Aber dafür … rufe ich nicht den Arzt an (kostet 80 Rappen), verlange dass er ein Rezept ausstellt (kurze Telefonische Beanspruchung: das verrechnet er der Mutter oder der Krankenkasse dann mit mindestens CHF 8.60), uns das per Fax schickt (80 Rappen), ich gebe das alles bei uns im Computer ein, UND muss das wahrscheinlich auch noch selber mit der Krankenkasse abrechnen (Arbeitszeit, einschicken etc.). Nur damit die Krankenkasse das dann – weil der selber zu bezahlende Anteil (die Franchise) nicht erreicht ist- wieder der Patientin in Rechnung stellt (auch wieder Arbeitsaufwand, diesmal von der Krankenkassenangestellten und Porto).

Aber Fieber war nicht mal das Problem – sie wollte dringend homöopathische Zahnungskügeli.

Okay – das zahlt die Krankenkasse gar nicht. Rezept oder nicht Rezept. Noch ein Grund weniger, dass ich dafür den Arzt anrufe und eines verlange. Auch wenn das mit 12 Franken teurer ist. Eine Krankenkasse ist eine Versicherung und keine Bank – und ich bin keine Angestellte der Krankenkasse sondern eine medizinische Fachperson.

Und wenn ich denke, wie lange das gebraucht hat, der anspruchsvollen Mutter das zu erklären, weshalb sie das selber kaufen kann (und muss, wenn sie es will), dass auch im Gesundheitssystem nichts „gratis“ ist und der Aufwand hier in keinem Verhältnis steht zu dem was rauskommt (Am Ende bezahlt sie es dann ja trotzdem selber) …  Puh.

Ein schönes Wochenende Euch, liebe Leser! Nützt Eure Frei-Zeit sinnvoll, wenn ihr nicht arbeiten müsst.

Apotheken aus aller Welt, 695: Beer, England

Danke an wortschnittchen für diesen Fund:

für Ihre Foto-Sammlung „Apotheken aus aller Welt“ sende ich Ihnen ein Bild aus meinem schon etwas länger zurück liegenden England-Urlaub. Es stammt aus dem hübschen Küstenort in Devonshire namens Beer. Beer trägt somit dort stark zur Heilung bei.

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Demenz und Gedächtnisprobleme in der Apotheke (Sampler)

Im Alter leider immer häufiger auftretend: Gedächtnisprobleme und Demenz. Tatsächlich hat einer unserer Dozenten einmal gemeint, dass wir eine annähernd 50% „Chance“ hätten im Alter eine Demenzerkrankung zu bekommen. Alzheimer ist nur eine davon. Allen gemeinsam ist ein Verlust der Verstandesfähigkeit, Verschlechterung des Gedächtnisses … und damit zunehmend Probleme im Alltag selbständig zurechtzukommen.

Das sind beunruhigende Aussichten … und wegen der Häufigkeit, mit der das auftritt, haben wir in der Apotheke häufig einen (unschönen) Logenplatz, bei dem wir mitbekommen, wie es bei manchen Patienten und Kunden abwärts geht und wie andere damit zu kämpfen haben.

Die betroffenen Personen selber reagieren sehr unterschiedlich auf diese Entwicklung. Es kann sein, dass das fast unbemerkt von der betroffenen Person fortschreitet, aber wenn man beginnt, das zu bemerken reagieren die Leute (laut eigener Erfahrung) häufig erst mal damit, die „Schuld“ dafür bei der Umgebung zu suchen, weil etwas nicht mehr so ist / oder so geht wie bisher. Während andere durchgehend freundlich bleiben  – selbst bei zunehmender Verwirrung, machen einige Persönlichkeitsveränderungen durch und werde aggressiv gegenüber Umgebung und teils eigenem Partner.

Hier auf dem Blog habe ich schon über so Begegnungen geschrieben. Einmal querbeet:

Es gäbe ja Mittel für das Gedächtnis

Rätselaufgabe in der Apotheke

Geduldsprobe mit Beruhigungsmitteln

Weshalb haben Sie mir das verkauft? – Oder: Das habe ich ja schon zu Hause, das sollten Sie doch wissen!

Aber auch wenn man die Übersicht hat, was bezogen wird, heisst das nicht, dass da nichts falsch zu machen ist.

Schleichend fängt es an. Irgendwann aber wird es für die Umgebung deutlich.

Es geht hier nicht ums Recht-haben. Aber jetzt mache ich mir etwas Sorgen.

Unbeabsichtigte Überdosierung: kann auch dadurch passieren, wenn man vergisst, dass man es schon genommen hat.

Verantwortungsabgabe, nicht ganz freiwillig –Dosette sind eine Möglichkeit der Unterstützung aus der Apotheke.

Habe ich auch alles? Ja. Habe ich wirklich alles. Ja?

Nicht mehr so nett – und alles neue Leute?

Im diesem Fall war die Demenz zumindest teils aktiv selbergemacht: Alkoholismus. Das macht es nicht einfacher, hier Hausverbot zu erteilen.

Was tun? Wenn es jemanden Bekannten trifft.

Das Leben ist manchmal wirklich unfair.

und (am Rande passend): Intelligente Werbung

Ich freu mich schon auf die ganzen „Aluminium ist böse“ Diskussionen

Das Thema hatten wir hier schon einmal: Aluminium in Deos. Nach dem Artikel in der 20 Minuten – und sicher auch in anderen Zeitschriften, wird das bestimmt Reaktionen geben: Aluminium in Deos kann definitiv zu Krebs führen.

Ah ja. Da hat die PR-Agentur, die die Vorlage dafür geliefert hat ja ganze Arbeit geleistet. Vielleicht sollte man aber nicht nur einen Blick in den mitgelieferten Pressetext werfen, sondern auch noch in die Studie selber. Aus dem Abstract:

long-term exposure to concentrations of aluminium—in the form of aluminium chloride (AlCl3)—in the range of those measured in the human breast, transform normal murine mammary gland (NMuMG) epithelial cells in vitro as revealed by the soft agar assay. Subcutaneous injections into three different mouse strains with decreasing immunodeficiency, namely, NOD SCID gamma (NSG), NOD SCID or nude mice, revealed that untreated NMuMG cells form tumors and metastasize, to a limited extent, in the highly immunodeficient and natural killer (NK) cell deficient NSG strain, but not in the less permissive and NK cell competent NOD SCID or nude strains. In contrast, NMuMG cells transformed in vitro by AlCl3 form large tumors and metastasize in all three mouse models.

Also: Man hat Brust-Zellen von Mäusen gezüchtet in Vitro, auf Agar-Platten. Dann hat man die über lange Zeit (6 – 8 Monate) direkt Aluminiumchlorid-Konzentrationen von 100 μM ausgesetzt. Konzentrationen, die laut Abstract auch schon in menschlicher Brust gemessen wurden … Für mich ist aber in der Studie schwierig herauszufinden, was sie da als „normal range“ deklarieren? Bei bisherigen Studien wurden jedenfalls keine Unterschiede der Konzentrationen im Gewebe bei Frauen mit Brustkrebs und ohne Brustkrebs gefunden – was eigentlich gegen einen Zusammenhang spricht. Aber zurück zur Studie: Diese Zellen wurden dann, nachdem man in ihnen Veränderungen des Erbgutes festgestellt hat (also Mutationen) in 3 spezifische Mäusezuchtlinien gespritzt, die unterschiedliche Immundefizite aufweisen. Sowohl bei den Mäusen denen unbehandelten Brust-Zellen gespritzt wurde, als auch bei den mit AlCl3 behandelten Mäusen traten Tumore auf. Bei den unbehandelten Zellen aber nur in einer der drei Zuchtlinien (der mit der höchsten Form der Immunschwäche). Bei den behandelten Brust-Zellen in allen 3 Zuchtlinien.

Zugegeben, das ist beunruhigend, auch wenn man sich folgendes vor Augen führt:

  • solche Zell-zuchten bestehen aus Zellen, die sich praktisch unendlich teilen können und unsterblich sind … fast selber schon Krebs-artig. Die Veränderungen im Erbgut traten nach 14-16 Wochen kontinuierlicher Exposition und etwa 42 Zellteilungen (poulation doublings) auf. Wir sehen also wirklich erstmals Mutationen bei speziellen Mäuse-Zellen wenn sie ständig in Aluminiumlösung liegen. Dass Aluminium auf Zellen mutagen wirken kann konnte bisher nicht nachgewiesen werden – bei Bakterien hat man es schon versucht und nicht geschafft. Beim Mensch haben sie in bisherigen Studien keinen Zusammenhang finden können zwischen Aluminiumexposition in Deos und Brustkrebs.
  • Dann haben sie für den Test  jeder Maus 5 Millionen mutierte Zellen subcutan gespritzt (sehr viel) – und es waren 5 Mäuse pro Zuchtlinie je für Kontrolle und Verum. Das ist sehr wenig, Fast zu wenig, als das man das wirklich Studie nennen darf.

So ziehen denn auch die Studienmacher diesen Schluss:

Für aussagekräftige Beweise des Karzinogenen Potentials von Aluminium braucht es epidemiologische Studien in Menschen und in vivo Experimente wo das Aluminium direkt auf die Haut der Mäuse aufgetragen wird. …

Das ist weit von der Aussage der Boulevard-Zeitungen entfernt, die schreien (und schreiben), dass Aluminiumhaltige Deos definitiv Krebs verursachen! Aber schon der Pressetext der PR Agentur ist sehr … voreingenommen.

Apotheken aus aller Welt, 693: Porto, Portugal

Von Tim kommen diese Apotheken: Danke!

Ich war die letzten beiden Wochen in Porto (Portugal) im Urlaub und habe auch eine Apotheke für Sie. Anlässlich zu Ostern war die Apotheke leider geschlossen, aber man erkennt den festlichen Anlass an den vielen Ostereiern…

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Lehrmittel

Das unten ist ein (kleiner) Auszug aus einer Matheprüfung, die Junior letztens versiebt hat.

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Beim durchgehen mit ihm musste ich allerdings zugeben: Frage B (oben) kann ich auch nicht lösen. Und bei noch genauerem hinsehen des Frageblattes frage ich mich ernsthaft: Ist das die Art Lehrmittel, mit der er lernen muss? Sowas finde ich nicht wirklich akzeptabel.

Apotheken aus aller Welt, 692: Curacao

Steffi aus München schickt diese Apotheke in Curacao von ihrer Kreuzfahrt – die lieben ja bunte Apotheken in Curacao🙂

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Fragen, die ich (so) nicht beantworten kann

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Kann ich nicht beantworten:

Alles was anfängt mit:

Wann wird mein Arzt …?

(Fragen Sie Ihren Arzt. Ich kann nicht in ihn hineinsehen und es ist ihr Arzt, nicht meiner).

Warum hat mein Arzt …?

(Nochmals: Fragen Sie Ihren Arzt. Ich habe Ideen, weshalb das sein könnte, aber wirklich wissen tu ich es nicht.)

Wieviel zahlt mir die Versicherung …?

(Kommt drauf an: Wie sind Sie versichert? Wie hoch ist Ihre Franchise (der Teil, den Sie erst mal selber zahlen müssen?) Wieviel von dem haben Sie dieses Jahr schon aufgebraucht? Ich kann Ihnen sagen, wieviel das Medikament kostet, nicht unbedingt alles, was die Versicherung daran übernimmt)

Ist es günstiger in …?

(Umm- vielleicht, vielleicht auch nicht. Fragen Sie dort nach und vergessen Sie nicht mit einzubeziehen, dass da noch andere Kosten dazukommen: Arbeitszeit das nachzuschauen, Weggeld, Porto, wasauchimmer. Ich kann Ihnen nur sagen, was es hier kostet.)

Hat eine andere Apotheke …?

(Ich kann nicht in den Lagerbestand anderer Apotheken hineinschauen. Da muss ich genau so anfragen, wie Sie.)

Dialoge aus der Apotheke / 3

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Nein. Einfach: Nein.

Apo: „Entschuldigung, aber ich kann Ihr Rezept für Ritalin so nicht ausführen.“

Pat: „Was? Weshalb nicht?“

Apo: „Der Arzt hat vergessen zu unterschreiben.“

Pat: „Haben Sie mir einen Stift?“

Nochmals: ein Rezept ist eine Urkunde. Sie darf nicht einfach so verändert (und auch nicht ergänzt) werden. Die Unterschrift des Arztes ist ausserdem zwingend auf dem Rezept notwendig.  Bei so etwas oben, würde ich direkt beim Arzt ein neues Rezept (per Post bitte) verlangen und es nicht zurückgeben – ansonsten versucht der Schlaumeier das doch noch selber anzubringen.

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