PPP 2021 – Hinweis 2

Hinweis 2

Liebe Rätselgemeinde,
ich hoffe, Ihr habt den gestrigen Auffahrtstag gut überstanden. Manche von Euch können heute einen Brückentag geniessen, andere müssen heute wieder schaffen. Aber vielleicht habt Ihr trotzdem Zeit für den nächsten Hinweis: Bild 2
Habt Ihr schon eine Idee? Oder tappt Ihr noch im Dunkeln?
Nochmal der dringende Rat: es geht nicht darum, dass Ihr pharmama(at)gmail.com erklärt, wer auf dem Foto zu sehen ist (das sollte unschwer herauszufinden sein). Auch dieses Bild ist wiederum nur einer von insgesamt 12 Hinweisen auf die Gesamtlösung des Rätsels, nur auf diese kommt es an. Und wer heute diese Lösung einschickt, ist am Ende mit 11 Losen in der Lostrommel vertreten.

Bis morgen dann,
Euer
?Riddler?

Urheber: Blaues Sofa, Lizenz: CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de (keine Änderungen)

PPP 2021 – Hinweis 1

Hinweis 1:
Liebe Rätselfreundinnen, es ist wieder einmal soweit. Wir stehen in den Startlöchern für den ersten Hinweis, und hier ist er auch schon: (siehe Bild!) Keine Ahnung, worum es geht? Oder wohin es führen könnte? Kein Problem, es kommen noch genug weitere Hinweise. Wichtig: Das, was auf dem Bild zu sehen ist, ist nicht die Lösung des Rätsels. Das Bild ist vielmehr einer von 12 Hinweisen auf die Gesamtlösung, die Ihr in den kommenden Tagen miteinander verbinden müsst, um der Lösung des Pfingsträtsels näherzukommen. Wer es dennoch schafft, bereits heute die korrekte Lösung an pharmama08(at)gmail.com zu schicken, nimmt mit 12 Losen an der Verlosung der Preise teil. Aber denkt daran, dass jeder von Euch nur eine Lösung einschicken kann.
Morgen geht es weiter. Euch allen noch einen schönen Feiertag!
Euer
?Riddler?

Urheber: Conrad Nutschan Lizenz: CC BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

PPP 2021, die Einleitung zum Pfingsträtsel

Liebe Rätselfreund*innen!

Schon wieder ist ein Jahr um, und es wird wieder einmal Zeit für «Pharmamas Pfingst- Preisrätsel». Diesmal sogar in einer XXL-Ausgabe über 12 Tage! Die Inspiration für dieses Rätsel habe ich mir im von mir sehr geschätzten Astronomie- Blog «Astrodicticum simplex» von Dr. Florian Freistetter bei «ScienceBlogs.de» geholt ( https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/ ). Florian veranstaltet dort bereits seit 2010 jedes Jahr im Dezember ein Adventskalender-Rätsel (und mittlerweile auch ein entsprechendes Sommerrätsel) mit jeweils 24 Hinweisen, die die Leserinnen Stück für Stück einer Gesamtlösung näherbringen. 24 Hinweise erschienen mir hier allerdings ein bisschen viel, also habe ich das diesjährige PPP aus 12 Hinweisen gebaut; der erste erscheint am morgigen Auffahrtstag, der letzte am Pfingstmontag.

Die Lösung hat irgendetwas mit Pharmazie zu tun. Das kann ein pharmazeutischer Wirkstoff sein, ein pharmazeutisches Verfahren oder Gerät, ein pharmazeutischer Fachbegriff oder auch der Name einer/s bekannten Pharmazeutin.

Was es auch sein mag, Ihr sollt es erraten. Dafür bekommt Ihr Tag für Tag jeweils einen Hinweis, der in irgendeiner Weise mit der Lösung zu tun hat. Am Anfang werden Euch die Hinweise noch recht kryptisch und wenig zielführend vorkommen, im Verlauf sollte sich dann aber das Puzzle immer besser zusammenfügen, bis Ihr bei der korrekten Lösung angekommen seid. Und diese Lösung sollt Ihr dann an pharmama08(at)gmail.com schicken.

Aber aufgepasst: wie schon in den vergangenen beiden Jahren könnt Ihr auch diesmal nur eine Lösung einschicken. Alle weiteren Einsendungen einer Person werden ignoriert. (Und bitte widersteht der Versuchung, mit multiplen eMail-Accounts mehrere Lösungen einzuschicken; die Preise sind wie immer nur Kleinigkeiten und sicherlich keine Schummelei wert.)

Wichtig: es geht nicht darum, dass Ihr erratet, was auf dem jeweiligen Bild bzw. im jeweiligen Hinweis zu sehen ist. Das ist nicht die gesuchte Lösung (und wird im Allgemeinen sowieso schnell zu ermitteln sein). Die gesuchte Lösung ergibt sich vielmehr aus dem Zusammenspiel der verschiedenen Hinweise. So könnte beispielsweise ein Bild einer Tablette Paracetamol auf die Darreichungsform Tablette, den Vorgang der Tablettierung, aber genauso auch auf den Erfinder der Substanz Harmon Northrop Morse oder das Konzept der Analgesie hinweisen. Eurer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Und gerade am Anfang werdet Ihr mehr als einmal um die Ecke denken müssen. Selbstverständlich könnt Ihr auch diesmal gerne wieder in den Kommentaren über das Rätsel diskutieren – aber bitte vermeidet es, dort konkrete Lösungsversuche zu tätigen. Dadurch, dass hier jeder mitlesen kann, mindert das nicht nur Eure eigenen Chancen bei der Verlosung, sondern nimmt auch den anderen Rätselnden möglicherweise den Spass am Raten.

Je früher Ihr eine korrekte Lösung einsendet, umso grösser sind Eure Chancen bei der Verlosung der Preise. Wer das Rätsel bereits am 1. Tag gelöst hat, nimmt mit 12 Losen an der Verlosung teil, bei einer Lösung an Tag 2 sind es noch 11 Lose usw., bis zum 12. und am letzten Rätseltag, wo Euch die richtige Lösung immerhin noch 1 Los in der Lostrommel garantiert. Ausserdem gibt es einen Sonderpreis für die/denjenige*n, die/der als erstes die korrekte Lösung einschickt.

So, das waren erst einmal die Regeln – ich hoffe, es bestehen keine Unklarheiten mehr.
Morgen geht es los mit dem ersten Hinweis. Euch allen viel Spass beim Rätseln,

Euer
?Riddler

10 Typen von Pandemietreibern

Ein Gast-Text von „Die Apothekerin“ – Originalseite hier auf facebook. Total nachvollziehbar, sicher nicht nur für Apothekenmitarbeiter.

10 Typen von Pandemietreibern – denn genau das sind sie, manche mit voller Absicht, die meisten aber eher aus Schludrigkeit, Bequemlichkeit oder Unwissenheit. Viele davon sind mir in der Apotheke schon begegnet, manche auch im Alltag. Die überwältigende Mehrheit findet sich aber in sozialen Netzwerken. Dort sind sie laut, hartnäckig und zur Zeit omnipräsent. Ich hoffe ich kann das ein oder andere Schmunzeln erzeugen in einer Zeit, in der viele sich ausgelaugt und ermüdet fühlen, in der Abstand und Einschränkung zur Normalität geworden sind, weil sie nötig sind um Leben zu bewahren. Die Zahlen sinken, die Immunisierung in der Bevölkerung steigt. Haltet durch! Und wenn ihr euch über Pandemietreiber ärgert, so wie ich mich oft über sie ärgere, dann denkt auch immer daran, dass die nicht die Mehrheit sind, sie sind nur, vorallem im Netz, sehr laut oder sie wissen es manchmal anscheinend wirklich nicht besser. Anmerkung: Wann immer ich in der männlichen Form geschrieben habe ist auch die weibliche gemeint.

1. Der Ich-bin-die-Ausnahme-Typ
Mir begegnet dieser Typus meist in Form von Senioren. Sie leugnen nicht, dass eine Infektionskrankheit mit schlimmen bis schlimmsten Folgen um sich greift. Sie finden die Maßnahmen dagegen auch völlig in Ordnung. Sie tragen ihre Masken meist korrekt. Dass die jungen Leute mit Homeoffice, Homeschooling, mangelnder Kinderbetreuung, Kurzarbeit, Existenzängsten, enormer Arbeitsbelastung in den systemrelevanten Berufen usw. zu kämpfen haben tut ihnen leid, aber sie selbst wollen doch nicht auf „alles“ verzichten, schließlich haben sie doch kein Corona. „Zu meinem/r Nähkreis/Kaffeekränzchen/Geburtstagsfeier/etc. kommt doch keiner, der Corona hat!“ ist das Mantra. Nur „ausnahmsweise“ wird sich heimlich getroffen. Die Vorhänge kann man ja zuziehen, Rollos runter lassen. Über die Monate wird aus der einen Ausnahme eine Routine aus regelmäßigen, semiheimlichen Treffen im größeren Kreis. Ein Geheimnis ist das längst nicht mehr. Der Apothekerin gegenüber deutet man da gern mal kichernd etwas an. Da kommt doch keiner mit Corona hin, bis dann doch einer kommt und ein Cluster entsteht. Mein Trost bei dieser Gruppe ist, dass die Betreffenden mittlerweile zu großen Teilen geimpft sind und auch Schnelltests werden mittlerweile recht gern von ihnen beansprucht.

2. Der Verschwörungsmythenswitcher
Er kam letzten Februar in die Apotheke und erzählte mir, dass eine schlimme Pandemie auf uns zurollt, dass die Chinesen ein Virus entwickelt haben, das ganz Europa und die USA niederraffen wird. Es sei dort, in Wuhan, aus einem Labor ausgeschleppt worden und nun seien dort ungeplant die eigenen Leute krank. Trotzdem werden die Chinesen ihren Plan weiter verfolgen und es bei uns aussetzen. Vielleicht war der Ausbruch in Wuhan sogar Absicht, damit ihr Plan nicht so auffällt. Unsere Regierung stünde mit den Chinesen im Bunde und spielt deshalb den Ernst der Lage runter. Damals trug er schon FFP2 Maske aus dem Baumarkt, Nitrilhandschuh, hatte Desinfektionsmittel dabei und beteuerte nur noch aus dem Haus zu gehen, wenn es unbedingt nötig sei (er kam oft zu uns). Prompt mit Einsetzen der ersten Pandemieeindämmungsmaßnahmen kam der Sinneswandel. Nun beteuerte er, dass unsere Regierung Teil einer Weltverschwörung sei zur Schwächung der deutschen Wirtschaft (er sprach wirklich nur von der deutschen Wirtschaft), dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zu Sauerstoffmangel im Hirn führen würde und dass Corona doch nur ein Erkältungsvirus sei. Das könne man alles im Internet nachlesen. Natürlich stirbt auch keiner an Corona, sondern mit Corona und die Totenscheine seien alle gefälscht. Als der erste Impfstoff gegen Covid19 zugelassen wurde, beteuerte er sich nie und nimmer damit impfen zu lassen, denn dann würde seine DNA verändert und ein Nanochip eingepflanzt mit dem Bill Gates ihn kontrollieten möchte. Mittlerweile würde er sich nur noch mit „Biontekk“ impfen lassen, aber er bekäme ja gar keinen Termin, weil die da oben das nicht wollen, dass er geimpft ist und wenn er nachfragt, wird ihm ja nur „Aschdrasennekka“ angeboten und damit wollen die ihn ja nun umbringen. Das Besondere an diesem Typus von VTler ist nicht, dass er an Verschwörungsmythen glaubt, sondern, dass sie einer Art Mode unterliegen und sich schneller ändern, als die umgehenden Challanges auf TikTok.

3. Der Attestquarzer
Er oder riecht nach Qualm, als ob er gerade einer 70er Jahre Polittalkshow entsprungen ist. Er hat gerade noch schnell zwei bis viele Kippen weginhaliert, direkt vor der Glastür der Apotheke. Er sieht eigentlich ganz fit aus, ist mittleren Alters und müffelt nach Aschenbecher. Er trägt keine Maske und wedelt auf Anfrage sofort mit einem Attest, das bescheinigt, dass das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bereits nach Nanosekunden bei ihm Atemnot auslösen würde. Ein ungleich dickerer Zigarettenfilter scheint als Inhalationsbarriere aber kein Problem darzustellen.

4. Der Maskenrunterzieher
Ich staune schon darüber, wie viele Menschen offenbar mit Maske nicht reden können und diese jedes Mal runterziehen und dann nach gesprochenem Satz wieder hochziehen. Noch erstaunlich sind Menschen die mit Maske auch schlecht hören und sie jedes mal runterziehen mit der Silbe:“Hä?“ Die größte Faszination bei gleichzeitigem Entsetzen lösen bei mir aber jene aus, die zum Niesen und Husten reflexartig ihre Maske runterziehen und dann wieder aufsetzen.

5. Der Unwissende
Diese Person kommt in die Apotheke und braucht nur etwas gegen Halsweh und gegen Reizhusten und gegen Kopf- und Gliederschmerzen, dann vielleicht noch ein Nasenspray, dass den Geruchssinn wieder zurückbringt und dann noch was gegen Durchfall. Während eine Kollegin schon alle Türen weit öffnet und eine andere die Sprühdesinfektion holt, weist man freundlich darauf hin, dass die Maske auch über der Nase zu tragen ist und dass unverzüglich ein Abstrich zwecks Covid19-Diagnostik erfolgen sollte. Die betreffende Person fällt derweilen aus allen Wolken: „Ach das sind Symptome von Corona? Das habe ich ja noch nie gehört!“

6. Der Besserwisser
Er trägt seine Maske bewusst falsch, denn die nützt eh nichts, aber er kennt die Geheimwaffe gegen Corona. Es ist im März Paracetamol, im April Ibuprofen, im Mai Cistrosentee, dann der Sommer, im Oktober sind es Cistrosenkapseln, im November hochdosiertes Vitamin D, im Dezember hochdosiertes Vitamin C, im Januar Chlorhexamed forte, im Februar Gargarisma, im März Betaisodonalösunggurgellösung, im April Algovir und im Mai Budesonid („Wie, dazu brauche ich ein Rezept?“). Das will die Pharmaindustrie aber geheim halten (also die, die das alles herstellen), das weiß er aus der Zeitung (Was für ein Geheimnis!).

7. Der unterdrückte Freiheitskämpfer
Er widersetzt sich der herrschenden Diktatur! Er kämpft an gegen eine Bundesregierung, die ihn freundlich darum bittet, doch mal eine Weile vernüftig zu handeln und auf ein bisschen Kontakte zu verzichten. Er sagt mutig seine Meinung in einem Land in dem das auch wirklich jeder darf, egal wie blöde sie ist. Er heult rum, wenn andere ebenfalls von diesem Recht Gebrauch machen und ihre Gegenmeinung kundtun. Er riskiert sein Leben, indem er in diesem totalitären Staat auf genehmigte Demonstrationen geht und sich trotzdem nicht an Abstands- und Maskenregeln hält.

8. Der Whatabouttist
Auch bei diesem Thema gibt es sie, die Leute, die angesichts einer globalen Pandemie fragen, wann denn mal einer an die Kinder, die Senioren, die Obdachlosen, die Krebskranken, die Kriegsgebeutelten, die Künstler oder sonstwen denkt. Selbst hilft derjenige zwar keiner der genannten Personengruppen und eigentlich hat er sich auch noch nie großartig für jemand anderen, als sich selbst intressiert, aber es klingt doch viel schöner, wenn man das eigene Rumgemotze hinter anderen verstecken kann. Diesen Menschen kann man sehr gut begegnen, indem man sie auf passende Hilfsangebote hinweist.

9. Der Drängler
Schon vor der Pandemie war der heiße Atem dieses Fremden im Nacken in Warteschlangen der Horror. Schon vor der Pandiemie hielten sie keinen Diskretionsabstand, um die Gespräche anderer belauschen zu können und sie fuhren einem im Supermarkt mit ihren Einkaufswagen in die Hacken, als ob die Kassiererin dann auf magische Weise schneller arbeiten würde (die scannen ihre Waren ja schon fast mit Schallgeschwindigkeit). Sie tun all das immernoch, aber im Freien ohne Maske und drinnen mit Maske unter der Nase.

10. Die Unverwundbaren
Sie meinen die Natur regelt nur gerade das Überbevölkerungsproblem. Die Welt würde nur sich selbst reinigen. Wer alt ist, ein „schlechtes Immunsystem“ hat oder Vorerkrankungen, den trifft es dann eben. Alle anderen würden doch problemlos überleben. Sie kommen scheinbar nicht auf die Idee, dass sie es selbst sein könnten oder einer ihrer Nahestehenden. Sie sind so naiv, wie sie widerlich sind.

Antikörpertest auf Covid aus der Apotheke

Die 20 Minuten hat vor ein paar Tagen getitelt: „Millionen sind schon genesen: Politik will mit gratis Antikörper-Tests schneller lockern“ … und ich finde das, naja, nicht ganz treffend. Man vermutet zwar, dass schon einige mehr Covid durchgemacht haben, als bekannt ist, aber die im Artikel angegebene Zahl von 1/3 der Bevölkerung empfinde ich als zu hoch. Dann schreiben sie, dass laut BAG „möglich ist, dass diese Tests Antikörper anzeigen, obwohl keine vorhanden sind. Die getesteten Personen wiegen sich dann in falscher Sicherheit.“ und dass die Politik (wie die SVP) darauf drängt, dass Antikörpertests mehr (und gratis) eingesetzt werden, damit schneller Lockerungen möglich sind. Darin ist einiges nicht ganz zutreffend.

Als Apotheke, die Anktikörpertests auf Covid anbietet, möchte ich hier einen Überblick über die aktuelle Situation mit den Antikörpertetst geben.

Wer soll / kann einene Antikörpertest Coronavirus machen? Der Test ist für alle Personen geeignet, die wissen möchten, ob sie sich in den letzten Monaten mit dem neuen Coronavirus (Sars-CoV-2) angesteckt haben und nun Antikörper gebildet haben. pharmaSuisse empfiehlt die Durchführung ab einem Alter von 16 Jahren. Gerade wer typische Krankheitssymptome bemerkt hat oder in Kontakt mit einer infizierten Person stand, erhält bei einem positivem Resultat Gewissheit, ob eine Ansteckung stattgefunden hat und Antikörper gegen das Coronavirus gebildet wurden.

Wann kann man den Antikörpertest Coronaviurs machen? Der Test kann frühestens 3 Wochen nach Auftreten von akuten Symptomen gemäss BAG-Beprobungskriterien oder 30 Tage nach Kontakt mit einer infizierten Person durchgeführt werden.

Wann kann man den Antikörpertest nicht machen? Wenn man akut Symptome hat! Oder es zu wenig lange her ist seit einer möglichen Infektion.

Weshalb ein Antikörpertest in der Apotheke? Es werden im Internet Testkits angeboten, wo die Blutentnahme durch einen selber zu Hause erfolgt und das Blut dann an ein Labor eingeschickt wird. Das Ergebnis bekommt man 7-10 Tage danach. Beim Antikörpertest in der Apotheke erfolgt die Blutentnahme durch eine Fachperson, der Versand gesichert und der Test in einem von Swissmedic bewilligten Labor in einem speziell entwickelten mehrstufigen Verfahren. Dies gewährleistet ein aussagekräftiges Ergebnis auch bei Personen ohne typische Covid-19-Symptome (niedrige Vortestwahrscheinlichkeit). Als Patient erhält man das Ergebnis schnell: nach etwa 4 Tagen direkt vom Labor. Zusätzlich zum Resultat (positiv/negativ) enthält der Befund eine Angabe der Wahrscheinlichkeit, mit der ein positives Resultat eine vergangene COVID-19-Infektion anzeigt resp. mit der nicht nachweisbare Antikörper eine solche ausschliessen. Die Datenverarbeitung erfolgt nach den Vorgaben der Gesetzgebung Elektronisches Patientendossier (EPDG) und den kantonalen Datenschutzgesetzen.

Was weist der Antikörpertest Coronavirus nach? Ziel ist eine aussagekräftigere Testung, auch bei Personen ohne typische Covid-19-Symptome (niedrige Vortestwahrscheinlichkeit). Er beinhaltet folgende Schritte mit dem Kapillarblut: Schritt 1: Bestimmung der Gesamtimmunglobuline gegen das Nucleocapsid-Protein (Elecsys®, ECLIA-Test). Schritt 2 (bei positivem oder unklarem Resultat): Bestimmung selektiver Antikörper gegen das Spike-Protein (Euroimmun, ELISA-Test); zuerst Test auf IgG, falls negativ Test auf IgA (IgG kann negativ sein, obwohl eine IgA-Immunantwort nachweisbar ist). Also mit weniger Fachausdrücken: Man testet erst allgemein ob Antikörper auf ein Kapselprotein das das Coronavirus hat vorhanden sind. Falls das so ist (oder das Resultat unklar ist), werden spezifische Antikörper gegen das Spike-Protein der Virushülle mittels noch genauerem Test gesucht, erst die IgG (langanhaltende) und falls die negativ sind auch noch auf igA. Das Ergebnis ist zu 99% zuverlässig! Testresultate können für die Statistik anonymisiert und gesammelt durchs Labor an das BAG gemeldet werden.

Was bedeutet ein positives oder negatives Resultat? Ein positives Resultat eines Antikörpertests Coronavirus bedeutet, dass in der Vergangenheit eine Infektion mit SARS-CoV-2 stattgefunden hat und das Immunsystem spezifische Antikörper dagegen gebildet hat, die im Blut gemessen werden können. Ein negatives Resultat bedeutet nicht unbedingt, dass kein Kontakt mit dem Virus stattgefunden hat. Besonders bei Ansteckungen ohne Symptome sind oftmals bereits nach wenigen Monaten keine Antikörper mehr nachweisbar. Weitere Informationen zu den Resultaten findet man im «Informationsblatt für Kunden». In beiden Fällen ist eine künftige Ansteckung nicht ausgeschlossen und die Schutzmassnahmen wie z.B. Händehygiene und Abstand halten müssen unbedingt weiterhin befolgt werden.

Kann man damit auch testen, ob die Impfung angeschlagen hat / genug Antikörper gebildet wurden? Der aktuelle Test macht das nicht. Die Antikörper auf die man testet, werden als Reaktion auf die Erkrankung gebildet – die Antikörper, die man als Reaktion auf die Impfung bildet sind anders. Der Test könnte in Zukunft aber adaptiert werden, dass er das auch anzeigen kann.

Wie lange nach einer vermuteten Infektion oder Kontakt mit positiver Person macht der Test Sinn? Angegeben wird nur ein Minimalabstand nach vermuteter Infektion, aber sonst wird keine konkrete Zeitphase angegeben, weil das wissenschaftlich noch nicht geklärt ist. Man rechnet momentan mit etwa 3-5 Monaten, wobei gewisse Studien auch eine längere Nachweisfrist belegen konnten. Aber wenn man (wie bei mir) vor über 6 Monaten so eine Phase hatte, wo ein PCR Test in der Zeit auch noch negativ gewesen war, macht der Test wenig Sinn.

Was kostet der Test? Oder gibt es den auch gratis? Da der Antikörpertest von der BAG als „falsche Sicherheit“ angesehen wird, wird er von der Krankenkasse nicht übernommen. Die Kosten trägt die getestete Person selber. Im Internet gibt es Angebote von um die 100 Franken pro Test, in den Apotheken kostet der Test um die 75 Franken.

Wie geht der Test in der Apotheke? Testende Apotheken in der Schweiz finden sich auf der Seite https://www.ihre-apotheke.ch/de/2113/Corona-Tests.htm. Achtung: Unbedingt den richtigen Test aussuchen: Die Antikörpertests (auf der Seite sind alle aufgeführt). Für die Antikörpertests braucht es meist keine Voranmeldung. Gegen Wochenende sind sie eher schlecht machbar (wegen dem nötigen zeitnahen Postversand der Proben). Im Beratungsraum wird erst ein Triagefragebogen ausgefüllt und der Patient informiert. Es braucht die Krankenkassenkarte (zum Nachweis der Identität und eingeben in die Verbindungsapp zum Labor) und ein Smartphone (um den Bestätigungscode des Labors per SMS zu empfangen). Die Personendaten werden aufgenommen – mit der email an die das Resultat geschickt wird. Die Blutentnahme erfolgt am Finger. Für den Test braucht es 250 microliter, was etwa 5-10 Tropfen Blut entspricht. Inzwischen kann ich das mit einmal stechen, aber das ist schon einiges mehr als ein Blutzuckertest benötigt. Das Probenröhrchen wird mit den Patientendaten gekoppelt. In der Apotheke wird der Test bezahlt. Das Proberöhrchen wird bis zum Versand im Kühlschrank gelagert. Etwa 4 Tage nach dem Test erhält man das Ergebnis via E-Mail mit einem Link auf ein gesichertes Internetportal. Darauf ist das Resultat während 30 Tagen via personalisiertem Link und Freischaltcode per SMS einsehbar. Die Apotheke hat übrigens keine Einsicht auf das Ergebnis – ausser die Testperson gibt das ausdrücklich für sie frei. Deshalb weiss ich auch bei denen, die wir getestet haben nicht, wie das Ergebnis war – und offenbar wurden auch alle Fragen dabei beantwortet.

Habt ihr schon einen Antikörpertest gemacht und: war das Ergebnis wie erwartet?

Ich habe ihn aus Interesse gemacht (und zum üben), da ich letztes Jahr im April eine Phase hatte, die Covid hätte sein können. Der PCR Test damals fiel negativ aus. Der Antikörpertest jetzt war auch negativ – möglicherweise ist es aber auch zu lange her gewesen. Man sieht: auch so ein Test ist nicht der Schluss der Weisheit. Eine gewisse Unsicherheit bleibt.