
Es ist Towel Day! Schickt mir Eure Handtuch-Fotos!
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Es ist Towel Day! Schickt mir Eure Handtuch-Fotos!
Apotheker sind genau so wenig unfehlbar wie Ärzte. Auch wenn wir alles tun um Fehler zu vermeiden … kommt es gelegentlich vor, dass etwas nicht so läuft, wie es soll. Das kann verschiedene Ursachen haben, die man nach so etwas finden und nach Möglichkeit eliminieren sollte. Nicht immer liegt das Problem intern. Lehrreich sind die Fehler dafür so gut wie immer.
Fehler passieren: Fehlermanagement – Was tun bei?
Vom Richtigen Umgang mit Fehlern – wie sag ich’s dem Patienten?
Warum es Apotheker braucht. (Oder: weil Ärzte auch nur Menschen sind)
Fehler, Fehler. FEHLER! Es war die Dosierungsetikette
Fehlerkorrektur -bei der Pille danach
Ein Verpackungsfehler und 113 schwangere Frauen – aus den USA
Wessen Fehler ist das? Falsch auf- und falsch angeschrieben und dann so genommen
Jeder Fehler zählt – ein apothekenrelevantes Beispiel von der Seite
Arzneimittel für Kinder – ein Beispiel von einer anderen CRIS Seite für Ärzte
Ich weiss nur, dass ich nicht alles weiss.
Ich glaube nicht, dass wir das waren: nicht immer liegt der Fehler bei uns
Ich verlange Wiedergutmachung … ein Fall aus der Drogerie
Alles – dann bekommt er auch „alles“ und darf es behalten.
Bitte spearat verpacken (sonst drohen Fehler?)
Über Sorgfaltspficht und Fahrlässigkeit in der Apotheke – ein ganz tragischer Fall aus Deutschland.
Nach Anweisung des Arztes – zum inhalieren. Mit was?
Immer aufmerksam bleiben – und nicht einfach ungefragt etwas abgeben, auch nicht, wenn es verschrieben wurde
Rückruf .. ruf … ruf – noch ein externen Fehler, den die Apotheke teils ausbaden darf
Zufallsfund – noch vor Abgabe festgestellt
Das gehört da nicht rein – Sammlung von Produkten mit Fehlern
Dosierungen – sind nachzukontrollieren. Vor allem bei schlecht geschriebenen Rezepten
Schadenersatzforderungen an Apotheker – offenbar im Kommen in England
Kann ich das dem Arzt verrechnen? Wenn er etwas falsches aufschreibt und das abgegeben wird?
Für Verluste wird nicht gehaftet
Umtausch – nicht einfach so.
Der Kunde hat nicht immer Recht – deshalb haben wir in der Apotheke auch Patienten.
Falsch getestet … Apothekentest für Wechselwirkungen. Nicht ganz korrekt so.
Es gibt noch Hoffnung – und wie gut es ist, wenn Patienten mitdenken.

„Kann ich nicht den Antibiotikasirup, den meine Tochter im Winter bekommen hat noch geben? … Aber er wurde im Kühlschrank gelagert!“
Bitte nicht.
Mal abgesehen, dass nicht sicher ist, dass das wieder dasselbe Problem ist (und wenn es eine Infektion ist, muss abgeklärt werden, welches Antibiotikum da geeignet ist).
Antibiotikasirupe müssen vor Anwendung zubereitet werden. Danach sind sie nur begrenzt haltbar – auch im Kühlschrank sind das meist nur ein paar Tage.
Und dann frage ich mich meist: sollte der nicht aufgebraucht sein? Es kommt schon vor, dass man nicht alles braucht, aber da es wichtig ist, den lange genug zu nehmen …
Wer hier sparen will, tut das am falschen Ende.
Zunehmend in den Medien: das Zika Virus. Und es ist auch wirklich ein zunehmendes Problem.
Das Zika-Virus ist seit Mitte letzten Jahrhunderts bekannt und eine Infektion des durch Mücken übertragenen Virus macht meist nur leichte Symptome: ein bisschen Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl, eventuell Gelenkschmerzen oder leichter Ausschlag während ein paar Tagen. Neu ist, dass er offenbar dafür verantwortlich ist, dass Kinder von Schwangeren, die während der Schwangerschaft angesteckt wurden mit Mikroenzephalie geboren werden (das ist eine massive Unterentwicklung des Gehirns, das Kind ist behindert für den Rest des Lebens). Ausserdem vermutet man einen Zusammenhang mit dem Guillain Barre Syndrom – das ist eine Autoimmunerkrankung, wo Nerven vom eigenen Körper angegriffen werden, daraus folgen Lähmungen der Gliedmassen bis Atemlähmung. Zikavirus Infektionen sind deshalb seit März in der Schweiz meldepflichtig (ans BAG durch Arzt und Labor).
Problematisch ist, dass inzwischen in ziemlich vielen Ländern eine aktive Zikavirus-Übertragung stattfindet:

Quelle: www.cdc.gov/zika/geo) – (Stand April 16, Ausbreitung kann sich rasch ändern)
Karibik: Aruba, Barbados. Bonaire, Curacao, Dominikanische Republik, Guadeluoe, Haiti, Jamaika, Kuba, Martinique, Puerto Rico, St. Martin, St. Vincent und die Grenadinen, St. Marteen, Trinidad und Tobago, St. Thomas, Amerikanische Jungferninseln.
Zentralamerika: EL Salvador, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Mexico, Nicaragua, Panama, Neu: Belize
Südamerika: Brasilien, Bolivien, Ecuador, Franz. Guayana, Guayana, Kolumbien, Paraguay, Suriname, Venezuela
Asien, Ozeanien: Samoa, US Samoa, Tonga, Mashallinseln, Neukaledonien, Kosrae (Micronesien) Fidschi,
Afrika: Kap Verde
Daneben gibt es Berichte von einzelnen Auftreten in Vietnam, Laos, Thailand, Malediven, Fidschi, Philippinen, Salomonen, Indonesien sowie vor 2015 Ausbrüche aus Afrika, SE Asien, den Pazifischen Inseln, Bangladesch und Papua Neu Guinea.
Wie man sieht, sind da viele Tourismus-Länder darunter … und jetzt im Sommer findet die Olympiade 2016 in Rio statt … das auch mitten im Endemiegebiet liegt.
Das bedeutet, dass ziemlich viele Personen zurückkommen werden, die sich mit dem Virus angesteckt haben (könnten). Eine Impfung gibt es noch nicht, aber man kann auf den Virus testen.
Wann soll getestet werden?
– Patienten MIT Symptomen nach Aufenthalt in Epidemie/Endemiegebiet (s. Karte)
– Personen OHNE Symptome: NUR bei schwangeren Frauen mit ZIKV-Exposition.
(dazu fällt neben dem Aufenthalt im betroffenen Gebiet auch sexueller Kontakt mit einem Mann, der sich bis 4 Wochen vorher in einem betroffenen Gebiet aufgehalten hat)
Dazu nimmt man Blut und testet im Serum und eventuell im Urin- ev. Wiederholt, da man noch nicht weiss, wie empfindlich der Test dafür anspricht und es ev. falsch negativ sein kann.
Bei schwangeren Frauen empfehlen sie ausserdem eine engmaschige Überwachung mit Ultraschalluntersuchung, damit eine Mikroenzephalie bald erkannt wird.
Besser ist die Prävention:
– Alle Reisenden: sollten bei Reisen über den anhaltenden Ausbruch informiert sein. Optimaler Mückenschutz den ganzen Tag lang (die Mücken stechen nicht nur in der Dämmerung) mittels DEET und langer, ev. imprägnierter Kleidung. Nachts Mückennetze und klimatisierte Räume.
– Frauen: Schwangere und Frauen, die eine Schwangerschaft planen sollten nicht in Endemiegebiete reisen. (In Gebiete mit sporadischer Übertragung wird noch nicht abgeraten, aber: Vorsichtsmassnahmen treffen). Nach der Rückkehr sollte man mindestens drei Menstruationszyklen (also mehr als 2 Monate) warten, bevor man schwanger wird: Schutz mittels Kondom. (das gilt auch für Frauen, die nach der Rückkehr Symptome zeigen)
– Männer: Der Zikavirus kann über Sperma übertragen werden. Wie lange ist momentan nicht bekannt. Deshalb soll nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zwingend ein Kondom benutzt werden. Falls die Partnerin schwanger ist sogar während der gesamten Schwangerschaft. Falls sie es werden will: Kondom benutzen mindestens 3 Monate nach dem Aufenthalt, wenn man keine Symptome zeigte; mindestens 6 Monate wenn man Symptome einer Infektion zeigte.
– Patienten mit Immunerkrankungen und/oder schweren chronischen Erkrankungen sollen sich vor der Reise vom Arzt / Reisemediziner beraten lassen.
Zusammenfassend: Bis jetzt ist zwar der Zusammenhang zwischen Zika-Virus-Infektion und Mikroenzephalie bei den Babies nachgewiesen, wie hoch das Risiko dafür jedoch ist, ist unbekannt. Panik ist noch nicht angebracht, aber Vorsichtsmassnahmen sind bei Reisen in Endemiegebiete nötig: Schwangere sollten nicht dorthin reisen. Guter Mückenschutz den ganzen Tag lang verwenden. Kondome verwenden zum Verhüten und um eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch zu verhindern – und das lange genug. Tests auf den Zika-Virus sind nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll.
Quelle: tropimed / WHO

Weshalb das Handtuch? Am 25. Mai ist Towel Day – an dem Tag zeigen die Fans von Douglas Adams (Autor von so genialen Büchern wie „per Anhalter durch die Galaxis„)
Aber mal ehrlich, so ein Handtuch ist ober-super-praktisch und kann fast überall und für alles eingesetzt werden und dann ist noch das:
More importantly, a towel has immense psychological value. For some reason, if a strag (strag: non-hitch hiker) discovers that a hitchhiker has his towel with him, he will automatically assume that he is also in possession of a toothbrush, face flannel, soap, tin of biscuits, flask, compass, map, ball of string, gnat spray, wet weather gear, space suit etc., etc. Furthermore, the strag will then happily lend the hitch hiker any of these or a dozen other items that the hitch hiker might accidentally have „lost.“ What the strag will think is that any man who can hitch the length and breadth of the galaxy, rough it, slum it, struggle against terrible odds, win through, and still knows where his towel is, is clearly a man to be reckoned with.
— Douglas Adams, The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy
An manchen Tagen kommt es mir vor, als ob die Leute denken, dass ich Medikamente nicht abgebe, sondern vermiete. Die Überraschung, wenn ich sage, dass ich das nicht zurücknehmen kann, darf und werde.
Die eine Patientin ruft mir an, weil die Krankenkasse bei ihr ein Medikament nicht übernommen hat. Sie ist bei der Intras versichert und muss in der Apotheke selber zahlen und die Rechnung einschicken. Sie hatte dort bis anhin anscheinend auch eine Zusatzversicherung, aber …
„Die haben mir das Medikament, das über die Zusatzversicherung geht, nicht zurückerstattet. Sie haben irgendetwas gesagt von nicht bezahlten Prämien und deshalb hätte ich momentan keine Zusatzversicherung. Kann ich das Medikament zurückbringen und Sie geben mir das Geld dafür wieder?“
Umm, nein? Das haben sie vor 3 Monaten bezogen. (Ein Wunder, ist es noch nicht aufgebraucht).
Ich kann Medikamente nur zum entsorgen zurücknehmen. Ich kann das auch nicht weiter verwerten – es gibt keine Garantien, wie das in der Zwischenzeit gelagert wurde. Ich erkläre ihr das.
„Oh. Und wie ist das mit der Krankenkasse? Könnten sie das nicht direkt abrechnen?“
Nein, sie haben die Intras, die hat keinen Vertrag mit den Apotheken gemacht …
(und eine Forderungsabtretung mache ich unter den Voraussetzungen auch nicht: Wenn sie die Prämien nicht (rechtzeitig) zahlt, bekommen wir nämlich von der Krankenkasse das Geld auch nicht zurück für die ausgegebenen Medikamente … die erklären dann einfach den Vertrag mit uns als nichtig, weil sie (die Patientin) ihren Verpflichtungen (Prämien zahlen) nicht nachgekommen ist.
Oder dann die andere Patientin mit der Unverträglichkeit auf Durogesic Pflaster. Sie wollte trotzdem wieder eines – ich habe ihr geraten, wenn es denn Pflaster sein muss, es mal mit dem Generikum von Mepha zu versuchen. Das ist (im Gegensatz zum Generikum von der Sandoz) kein Co-Marketing Präparat (also genau dasselbe) – so dass sie noch Chancen hat, dass das ein anderes Klebemittel hat auf das sie nicht reagiert.
Die Kundin war einverstanden, laut ihr sei das auch nicht so schlimm mit der Allergie (es „jucke“ einfach ein bisschen, sie hätte auch das Durogesic genommen.
Am selben Tag, als sie das Fentanyl abholen kommt, bestellt sie (für die Ferien) noch 2 Packungen dazu. Wir raten ihr dringend ab: immerhin hat sie das noch nicht ausprobiert und Betäubungsmittel zu retournieren ist ein Alptraum und geht (wie die anderen Medikamente) sowieso nicht mehr, sobald es einmal die Apotheke verlassen hat … aber sie besteht darauf.
Dann kommt sie 2 Wochen nicht mehr, nach denen ihr Mann die 2 Packungen zurück bringt und uns erklärt, dass sie auch auf diese Pflaster allergisch ist und sie nicht nehmen kann, wir sie also zurücknehmen müssen.
Nein– sorry, aber das bleibt jetzt auf der Abrechnung. Und die Pflaster landen separiert in den Betäubungsmittel-Retouren.
Und was soll ich von dem Herrn halten, dem wir mühsamst etwas besorgen mussten (Kein Medikament in dem Fall, nur ein Nahrungsergänzungsmittel), das unser Grossist nicht hatte und das dann auch noch momentan nicht lieferbar war. Wir haben ihn darauf hingewiesen – und dass das deshalb etwas dauern kann. Er wollte unbedingt, dass wir es ihm trotzdem organisieren.
Endlich bekommen wir das, nach fast einem Monat … und dann will er es nicht mehr, weil er woanders ein Muster davon bekommen hat und die nicht mal 10 Franken bei uns sind ihm zu viel.
Jahaa – wegen Leuten wie Ihnen verlangen wir im Normalfall eine Vorauszahlung der Produkte (Wieso zum Geier hat man das in seinem Fall nicht???). Jetzt bleiben wir nämlich drauf sitzen.
Ugh.