Wieso auch nicht?

Antibiotikasirup

„Kann ich nicht den Antibiotikasirup, den meine Tochter im Winter bekommen hat noch geben? … Aber er wurde im Kühlschrank gelagert!“

Bitte nicht.

Mal abgesehen, dass nicht sicher ist, dass das wieder dasselbe Problem ist (und wenn es eine Infektion ist, muss abgeklärt werden, welches Antibiotikum da geeignet ist).

Antibiotikasirupe müssen vor Anwendung zubereitet werden. Danach sind sie nur begrenzt haltbar – auch im Kühlschrank sind das meist nur ein paar Tage.

Und dann frage ich mich meist: sollte der nicht aufgebraucht sein? Es kommt schon vor, dass man nicht alles braucht, aber da es wichtig ist, den lange genug zu nehmen …

Wer hier sparen will, tut das am falschen Ende.

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 23/05/2016 in Apotheke und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 9 Kommentare.

  1. Gottseidank fragen die Eltern wenigstens und geben den nicht einfach so…

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  2. Was könnte eigentlich passieren, wenn man ein abgelaufenes Antibiotikum zu sich nimmt?

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    • Von mikrobiologischer Seite aus: Ungefähr das Gleiche was passieren würde, wenn Du die Milch trinken würdest, die Du vor einem halben Jahr geöffnet hast.

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    • was McCloud schreibt … denn das Antibiotikum ist nicht auf alle Bakterien wirksam. Das konserviert das nicht.
      Es könnte ausserdem nicht mal mehr gegen die Bakterien wirksam sein, wogegen es ursprünglich war – weil der Wirkstoff nicht stabil ist und abgebaut wurde
      Ausserdem könnten die Abbaustoffe des Wirkstoffes selber ziemlich ungesund sein.
      Ich würde das nicht mehr nehmen. Wirklich nicht.

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  3. aucheinemama

    Besonders beliebt hier der Tausch zwischen Eltern. grusel Ich bin auch schon gefragt worden, ob ich noch antibiotische Augentropfen von der letzten Bindehautentzündung meines Sohnes übrig hätte, die fragende Mutter wollte nicht freitags zum Kinderarzt fahren müssen.
    Äh, nein?!
    Mal abgesehen davon, dass gar nicht immer ein Antibiotikum dabei nötig ist, experimentiere ich doch nicht an den Augen meiner Kinder mit den Medikamenten anderer Leute rum. Über Keimübertragungen und Co will ich gar nicht nachdenken.
    Ich hatte die Flasche (ja, tatsächlich nicht ganz leer, trotz ausreichend langer Anwendung) ohnehin schon entsorgt, hätte sie aber auch nicht weiter gegeben. Manchmal kann ich mich nur wundern, auf was für Ideen manche Eltern so kommen.

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    • Oh ja – und wenn sich ein Bakterium bei der (nicht ganz einfachen Applikation an Kinds Auge) auf die Flasche (oder sogar in die Flasche) verirrt hat … dann steckt man das Kind halt mit dem an … ist ja nicht klar, ob das derselbe Keim ist, den es jetzt hat.

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  4. Habe schon erlebt dass die Ordinationsgehilfen Antibiotika (Wundermittel Augmentin!) verschreiben wenn Grippesaison ist und die Wartezeit mehrere Stunden beträgt… Sodass manche PatientInnen gar nicht zur Ärztin/zum Arzt gelangen (müssen). Wieviel da unnötig an AB verschrieben werden…

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