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Quicky (29)

Kunde: „Welche Kopfschmerztabletten nimmt man am besten bei viel zu viel Alk und anderen Drogen gestern?“

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Frage- und Antwort-Spiel

Ich hatte einen Physiklehrer, der häufiger mit den Leuten spielte, indem er ihre Fragen wörtlich nahm. Mit der Zeit merkte man das natürlich und fing im Normalfall an, die Fragen auch korrekt zu stellen, denn oft genug macht man das heute falsch, ohne dass das einem bewusst ist.

Beispiel:

Auf die Frage: „Wissen Sie, wieviel Uhr es ist?“ Oder gar: „Haben Sie die Uhrzeit?“ hat er immer mit „Ja.“ (und fertig) geantwortet. Immerhin hat man da nicht gefragt wieviel Uhr es gerade ist.

Dasselbe mit: „Kann ich auf die Toilette?“ (während der Unterrichtsstunde.) Da kam statt der Antwort dann oft die Gegenfrage: „Keine Ahnung. Kannst Du?“

Ausserdem hatte er die Angewohnheit, wenn jemand niesen musste „Hunds-cheib“ zu sagen statt „Gesundheit“ – in den meisten Fällen antwortet die Person dann mit „Danke“, da das nicht erwartet und (deshalb) nicht richtig gehört wurde … aber darum geht es jetzt nicht.

Ich kann mir nur vorstellen, wie er in der Apotheke jemanden beraten würde.

Patient: „Kann ich mit diesem Medikament etwas trinken?“

Er: „Können Sie sicher, immerhin soll man das mit Wasser nehmen und wenn Sie gar nichts trinken, verdursten Sie ja innert etwa 3 Tagen.“

Patient: „Ich meine: Kann ich Alkohol trinken?“

Er: „Sie können sicher – ich meine, wenn Sie Wasser trinken können und andere Flüssigkeiten, bekommen Sie wahrscheinlich auch Alkohol runter.“

Patient: „Nein. Was ich meine ist: Ist es eine gute Idee, dieses Medikament zusammen mit Alkohol einzunehmen?“

Er: „Was? Nein! Auf gar keinen Fall.“

Das habe ich nicht gesagt.

Wenn Sie mir eine Frage stellen, aber Ihnen meine Antwort nicht gefällt und Sie einfach weiter auf mich einreden, als ob ich dann irgendwann einfach auf einmal das sagen würde, was Sie hören wollen …

Passiert viel zu häufig.

Und irgendwie immer im Zusammenhang mit Alkohol.

Nein. Wenn ich Ihnen sage, dass Sie das Schlafmittel nicht zusammen mit Alkohol nehmen sollen, dann ist das so. Auch nicht, wenn Sie dann anfangen das umzuformulieren: „Sie sagen also, das geht, auch wenn ich vorher nur etwas getrunken habe?“

Nein! Das sage ich nicht.

Voll zu.

Was macht man mit der Patientin, die so betrunken in die Apotheke kommt, dass sie kaum laufen kann?

Das Problem scheint zu Hause bekannt, denn sie hatte die beiden Male, als das so war einen Verwandten dabei.

Am Anfang wusste ich gar nicht, was da los ist. Sie war freundlich genug, wollte ein Pflaster für ihre Wunde am Finger und dazu ein Rezept einlösen. Aber … sie wirkte nicht ganz ansprechbar. Um es direkt zu sagen: die Frau hat gelallt beim reden, einmal musste ich sie festhalten, weil sie sonst umgefallen wäre. Darauf sie bis zum Beratungsraum laufen zu lassen für das Pflaster, das ich ihr rasch wechseln musste, habe ich verzichtet aus Angst, dass sie mir sonst stürzt. Ich habe das Pflaster grad an der Theke gewechselt.

Echt übel!

Mein erster Gedanke, als ich sie so gesehen und bedient habe, war, ob das vielleicht eine üble Nebenwirkung oder Wechselwirkung ist? Aber sie und ihr Begleiter haben sich die ganze Zeit verhalten, als sei das nichts besonderes …

Ein rascher Check ihres Patienten-Dossiers mit den (hier) bisher abgegebenen Medikamenten zeigt, dass das wohl doch nicht eine Wechselwirkung zwischen einem vielleicht neuen mit einem alten Medikament ist und auch nicht zwischen zwei alten …

Nur wenn man Alkohol zu ihren regelmässigen Medikamenten nimmt, dann verstärkt das deren zentraldämpfenden Nebenwirkungen … gegenseitig. Das muss einfahren.

Es war dann nicht wirklich möglich so etwas wie ein Beratungsgespräch mit ihr zu führen. Ich habe alles sehr sorgfältig angeschrieben und die Begleitung involviert, in der Hoffnung, dass das dann richtig genommen / gemacht wird.

Am nächsten Tag kam sie dann bei meiner Kollegin noch einmal (mit anderer Begleitung), weil sie das Pflaster noch einmal gewechselt haben wollte – Das, obwohl ich ihr am Vortag eigentlich erklärt habe, dass sie das zu Hause auch gut selber kann: es war wirklich nur eine kleine Wunde am Finger, das ausser Pflasterwechsel mit Desinfektion nicht mehr brauchte.

Meine Kollegin hatte die gleichen Probleme mit ihr. Sie war wieder kaum ansprechbar. Immerhin hatte sie den Vorteil, dass die Pharmaassistentin ihr sagen konnte, dass das schon mal so war – und warum wahrscheinlich.

Auch sie hat ziemlich deutlich darauf hingewiesen, was für eine schlechte Idee es ist, mit ihren Medikamenten Alkohol (und sei es auch nur wenig) zu trinken.

Mehr können wir nicht wirklich machen – oder?

Auch wenn ich mich frage, ob der Arzt das wohl weiss. Einfach so kann ich ihm das nicht stecken.

So siehst Du aus, wenn Du betrunken bist …

Die Seite habe ich beim Surfen gefunden. Leider kann ich den Film selber nicht einbetten – denn es ist mehr als ein Film, er ist interaktiv.

Ruf die Seite auf (aber nur, wenn Du eine einigermassen schnelle Internetverbindung hast). Warte bis der Film ganz geladen ist. Wenn er läuft, bewege den Mauszeiger über den Teil des Films, den Du sehen möchtest. Der Film selber zeigt, wie der/die Betrunkene denkt, dass er/sie aussieht. Der Ausschnitt unter dem Mauszeiger zeigt, wie er/sie für die Umgebung wirklich aussieht.

Es gibt verschiedene Szenen eines Abends im Ausgang jeweils eines Mannes und einer Frau. Vorsicht … manche Szenen sind etwas … intensiv.

Sehen?: Klick hier: This is how you look like when you’re drunk

Super gemacht!

Ah, grad noch gesehen: für die mit langsamerer Verbindung gibt es auf youtube beide gleichzeitig zu sehen … allerdings finde ich obige Methode interessanter.

Trinken sie?

Ein jüngerer Mann kommt in die Apotheke und verlangt die Apothekerin zu sprechen. Er ist höchst beunruhigt.

Mann: „Könnte es sein, dass ich einen Herzinfarkt habe? Mein Herz rast, ich habe so ein Druckgefühl in der Brust.“

Pharmama – schaut ihn an. Seine Hände zittern und er ist sehr nervös. Er ist etwas jung, aber, das muss nichts heissen. „Haben Sie Schmerzen?“

Mann: „Nein, das nicht. Aber mein Herz klopft ziemlich stark.“

Pharmama -hmm, mal schauen ob er sonst Risikofaktoren hat. „Hatte jemand in ihrer Familie schon einmal Herzprobleme?“

Mann: „Nein.“

Pharmama: „Haben Sie hohen Blutdruck?“

Mann: „Nein“.

Pharmama: „Wie sieht es aus mit Rauchen oder Alkohol?“

Mann (entrüstet) „Ich trinke keinen Alkohol! Ich bin Muslim!“

Pharmama: „Okay …“ (anderer Gedanke) „- aber was haben sie heute schon getrunken?“

Mann (überlegt): „Etwa 6 Tassen Kaffee, 3 Cola und 2 Red Bull seit der Party heute Nacht …“

Oha! Da hätten wir einen Grund für seine Symptome: Coffeinvergiftung irgendwer?

Alkohol auf Rezept

Im Blog-Post Ethanol-Mepha habe ich erwähnt, dass ich noch nie ein Rezept für Alkohol gesehen habe. Das heisst natürlich nicht, dass es das nicht doch gibt … oder zumindest gab:

Das hier ist ein Rezept für Whisky – einzunehmen 1 Löffel 3 x täglich. Ausgestellt wurde das Rezept in Amerika zur Zeit der Prohibition, 1928 – als Alkohol für den öffentlichen Gebrauch verboten war. Er war aber noch erhältlich für „medizinische Zwecke“ mit einem ärztlichen Rezept. Zu der Zeit wurden Apotheken in Cartoons darum auch oft mit Barbetrieben verglichen …

Die Rezepte waren spezielle Rezepte, ausgestellt vom „U.S. Treasury Department Bureau of Prohibition“ – mit 2fach Durchschlägen. Das Rezept war nach dem Ausstellen nur während 2 Tagen gültig, die Personalien der Bezugsperson mussten kontrolliert werden und die Kopien mussten aufbewahrt werden, falls die Behörde später Einsicht verlangt. Das erinnert alles sehr an unsere Betäubungsmittelrezepte heute. Quelle

Sturzbetrunken

Sturzbetrunken im wahrsten Sinn des Wortes war der Mann, der bei uns vor ein paar Tagen etwas gekauft hat. Am Anfang war ich nicht sicher, ob er nicht ein anderes Problem hat: er war sehr unsicher auf den Beinen. Es hätte auch ein neurologisches Problem sein können. Beim Bedienen musste ich ihn 2 x festhalten, weil er sonst einfach langsam umgekippt wäre.

Nach dem Bezahlen frage ich ihn nochmal, ob er Hilfe braucht … „Neinnn, geht schhhonn!“ meint er, macht drei Schritte … und fällt längelang hin!

Nachdem wir ihm wieder aufgeholfen haben klopft er sich kurz ab und schwankt dann aus dem Laden.

Ehrlich: dem gegenüber bin ich etwas hilflos. Kann / soll ich ihm helfen? Wie denn? Indem wir ihn und die Sachen heimbringen?

 

Hier sind noch ein paar betrunkene Leute mehr … eins haben sie alle gemeinsam: der Boden scheint auf sie eine grössere Anziehungskraft auszuüben …

Was war es?

Erinnert sich noch jemand an den Kunden, der sich beklagt hat, dass er einen Auto-Unfall gemacht hat, nachdem er (hier vorwurfsvolle Stimme einfügen) ein Medikament von uns genommen hat  … ach ja, und Alkohol dazu getrunken hatte ?

Der Kunde war wieder da.

Jetzt wollte er es genau wissen: „Was für ein Medikament war das?“
Weil wir aufgrund seiner Aussagen unsicher sind, um was für ein Medikament es sich eigentlich handelte, gehen wir nochmal alle Bezüge von ihm vor dem Unfall durch und nehmen sogar die Packungen heraus, damit er sie sich ansehen kann.
Keine ist es. Nicht mal die Verdächtigen Codein oder Sirdalud.

Auf einmal fällt ihm der Name ein: „Zolpidem!“ Wir zeigen ihm eine Schachtel davon und er bestätigt das.

Nur … das hatte er nie von uns.

Genau da erinnert er sich daran, dass er das Medikament (übrigens ein Schlafmittel) vom Arzt direkt bekommen hat …

Tja.

Und jetzt tut mir der Arzt ein wenig leid, denn das ist sicher der nächste, den er besucht.

Medikamente, Alkohol und Fahrtüchtigkeit

Ein Kunde kam vor ein paar Tagen in die Apotheke und erzählt diese Geschichte:
Er hatte einen Auto-Unfall vor 4 Monaten … und zwar hat er morgens eine Tablette, die er von uns bekommen hat geschluckt – Name unbekannt, es sei aber eine grüne Packung gewesen- dann habe er nach 6 Stunden 2 Bier getrunken und bei der anschliessenden Rückfahrt mit dem Auto einen Unfall mit Totalschaden gemacht.
Von uns will er jetzt wissen, wann er das Medikament bezogen hat.
Was er uns hinhält ist eine leere Packung Codein Knoll Tabletten.

Ja. Hmmm.
Klar kann ich ihm einen Auszug machen – nur denke ich, wenn ich seine bisher bezogenen Medikamente anschaue, dass das Problem weniger bei den Codein Knoll (Hustentabletten), als bei den Sirdalud Kapseln (Muskelrelaxans mit Tizanidin) liegt. Die machen erstens mehr müde und zweitens steht da ausdrücklich in der Packungsbeilage drin, dass in Kombination mit Alkohol die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt ist. Ausserdem: das wäre im Gegensatz zu den Codein eine (leicht) grüne Packung.

Aber: Stimmt seine Geschichte auch? Denn die Medikamente – sowohl das Codein als auch die Sirdalud wurden einige Monate vor dem Unfall bezogen! Gut, vielleicht hatte er nach der Behandlung ein paar übrig und als er wieder Husten oder Muskelschmerzen bekommen hat gedacht, er nimmt einfach von den Tabletten, die er zuhause hat.

Noch ein Problem: das Codein würde in einem Drogen-Test als Opiat angeben – vielleicht versucht er auch nur da etwas zu erklären. Die Menge spielt da keine Rolle, im Gegensatz zum Alkohol existieren keine Grenzwerte.

Die Versicherung kann übrigens bei einem Unfall wegen Grobfahrlässigkeit – also auch bei Drogen und Alkohol am Steuer -die Leistungen kürzen, so zahlt also Beispielsweise die Vollkaskoversicherung den Schaden am Fahrzeug nur teilweise oder gar nicht. … Und die Haftpflichtversicherung fordert in so einem Fall einen Teil der Kosten zurück.

Eine sehr gute Seite zum Thema Alkohol und Drogen / Medikamente am Steuer findet sich hier: http://www.fachstelle-asn.ch/de/fiaz.php

auf der Seite steht auch:

Da es bei Medikamenten eben keine Grenzwerte gibt und geben kann, gilt die Eigenverantwortlichkeit. Die Apotheker und Ärzte wissen um verkehrssichere Alternativpräparate, sie müssen aber spezifisch danach befragt werden. Dabei darf nicht vergessen werden, dass auch rezeptfreie Medikamente die Fahrfähigkeit negativ beeinflussen können. Deswegen sollte die Packungsbeilage sorgfältig gelesen und die vorgeschriebene Einnahmedosis nicht überschritten werden.

Nun, wir sagen es den Patienten im Normalfall, wenn wir etwas abgeben, was die Fahrtüchtigkeit sehr beeinträchtigt. Aber … trotzdem … 😦

Problematische Medikamente sind übrigens:
Schmerzmittel, Hustenmittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Antiallergika, Psychopharmaka, Muskelrelaxantien, ausserdem Mittel gegen Bluthochdruck (v.a. bei der Einstellung), Diabetes (wegen Unterzuckerungsgefahr), Augentropfen (wenn sie die Sehstärke herabsetzen) …

Andererseits ist es oft ebenso problematisch die Medikamente nicht zu nehmen.

Darum: bitte vor dem Autofahren schauen, ob bei den Medikamenten etwas steht und auf jeden Fall auf die Kombination mit Alkohol verzichten!

Betrunkener Apothekenbesuch

Die betrunkene Frau kommt gegen Abend in die Apotheke und will ihre Medikamente abholen.
Sie sagt: „Ich muss auch wissen, was das Zeuch alles is.“
Ich frage nach ihrem Namen und suche nach ihren Sachen. Nichts bei den Bestellungen.
Ich schaue im Computer, nichts unter diesem Namen.
Ich frage sie, ob der Arzt das Rezept hat faxen sollen, bekomme aber keine kohärente Antwort.
Sie fragt, ob wir die Versicherung haben – und ich sage, ich habe sie überhaupt nicht im Computer – wann sie uns das Rezept gegeben habe.
Sie sagt: „Oh, nein, ich habe es der Kreuz-Apotheke gegeben“
Pharmama: „Und wir hier sind die … Apotheke. Die andere ist an der Kreuz-Strasse“
Sie: „Oh, danke!“

Und schwankt nach draussen.

Bitte sagt mir, dass nächstens Vollmond ist oder so etwas.

Alkohol und Medikamente

Teil 4 der Reihe: Wechselwirkungen zwischen Nahrungs-/Genussmitteln und Medikamenten:

Dass man Medikamente nicht mit Alkohol zusammen nehmen soll, ist bekannt. Auf der sicheren Seite trinkt man am besten gar keinen Alkohol. Wobei: 1 Glas Wein pro Tag liegt bei den meisten Medikamenten trotzdem drin. Aber nicht mehr! Zur Sicherheit fragt man besser nach.

Alkohol dämpft das ZNS (Zentralnervensystem) und verstärkt alle ZNS aktiven Medikamente. Außerdem können alkoholische Getränke den Abbau von Medikamenten hemmen: während der Körper dabei ist, den Alkohol abzubauen, bleiben andere Wirkstoffe länger im Körper und wirken stärker / länger.

Wirkverstärkung / Wirkungsverlängerung bei:

  • Antidepressiva
  • Beruhigungsmittel, Tranquillizer
  • Barbiturate (Antiepileptika)
  • Schlafmittel: Chloralhydrat, Benzodiazepine …
  • Neuroleptika (Mittel gegen Psychosen)
  • Diabetes Medikamente wie Metformin (hier ist auch eine Wirkverminderung möglich)
  • Insulin

Ausserdem: Alkohol macht eine Gefässerweiterung, darum kann es in Kombination zu Blutdruckabfall bis Kreislaufkollaps kommen bei:

  • Blutdruckmitteln
  • Mittel gegen Herz-Rhythmusstörungen
  • Durchblutungsfördernde Mittel

Medikamente, die in Kombination mit Alkohol den Magen, sowie den Darm reizen können:

  • Schmerzmittel
  • Kaliumsalze
  • Eisenpräparate

Medikamente, deren Wirkung durch chronischen Alkoholkonsum vermindert werden können:

  • Beruhigungsmittel
  • Schlafmittel
  • Blutgerinnungshemmende Medikamente

Und dann gibt es noch ein paar Medikamente, die sich überhaupt nicht mit Alkohol vertragen. Bei diesen kann einem schon bei einem Glas Bier oder Wein übel werden:

  • Disulfiram (Antabus) – hier nutzt man den Effekt auch zum Alkoholentzug
  • Das Antibiotikum Metronidazol (Flagyl, Arilin, Metrolag)
  • Das Antibiotikum Trimethorprim (wie in Bactrim, Cotrim, Nopil, Cotrimoxazol)

Yoga und betrunkene Leute

Yoga und Betrunkene scheinen etwas gemeinsam zu haben … jedenfalls scheinen sie oft in dieselben Posen zu fallen 🙂

Das Bild rechts erinnert mich an den letzten Samariterkurs, bei dem der leitende Sanitäter erklärte (und mit Foto zeigte) in was für einer Stellung sie einen Mann aufgefunden haben, nachdem ein Notruf der einging, dass da ein Toter liege. Der Kopf war dabei unter dem Körper, er selber aber auf den Knien … eben so wie im Bild oben. Es stellte sich dann heraus, dass er nicht tot war, nur stockbesoffen. Er ist auf dem Bänkchen eingeschlafen und langsam nach vorne gekippt, bis er in der Endposition liegen blieb.

Viel mehr Bilder von Yogamachenden Betrunkenen finden sich hier.

Apropos betrunken: auch ich geniesse wie die meisten gelegentlich ein Glas Wein oder anderes alkoholisches, aber man sollte sich dabei bewusst sein, dass Alkohol ein Nerven- und Zellgift ist. Was man spürt, wenn „einem der Alkohol in den Kopf steigt“ ist eigentlich nichts anderes als die ersten Vergiftungserscheinungen.

Nur ein Bier …

Apothekerin: „Das ist ihr Antibiotikum, Flagyl. Nehmen Sie 2 x täglich 1 Tablette zum Essen, bis die Packung fertig ist. Trinken sie während der Behandlung keinen Alkohol.“

Kunde: „Ich kann aber immer noch ein Bier zum Nachtessen haben, richtig?“

Apothekerin: „Nein. Wenn sie dieses Antibiotikum nehmen, dürfen sie keinen Alkohol trinken, sonst wird ihnen schlecht.“

Kunde: „Aber es ist nur ein Bier. Das kann doch nicht schlecht sein.“

Apothekerin: „Auch ein Bier ist Alkohol und doch: in dem Fall ist das schlecht.“

Kunde: „Ach kommen sie. EIN Bier. Das ist doch fast gar nichts.“

Apothekerin (langsam wird sie ungeduldig): „Es ist Alkohol. Sie dürfen keinen Alkohol trinken mit diesem Medikament.“

Kunde: „Ok, Ich gehe jetzt nach Hause und ruhe mich aus. Und dann trinke ich ein Bier.“

Apothekerin: „Wenn Sie unbedingt nachher kotzen wollen. Alkohol ist ganz schlecht für sie jetzt.“

Kunde: „Aber …“
Apothekerin: „Sie werden von mir NICHT hören, dass sie damit Alkohol trinken dürfen. Auch nicht Bier.“

Nicht alle Antibiotika sind so, aber es gibt ein paar. Und wenn es einem so deutlich gesagt wird, sollte man es befolgen.

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