Apotheken in aller Welt, 234: Colmar, Frankreich

Julia war wieder sehr fleissig für mich und hat gleich ein paar Apothekenbilder geschickt.

Die erste Portion kommt aus dem Elsass, genauer gesagt dem Örtchen Colmar.

Und das zeigt mir einmal mehr, welch hübsche Orte (und Apotheken) Frankreich hat. Da freue ich mich um so mehr auf die Herbstferien, die wir in Frankreich verbringen wollen. Am Kanal Nivernaise hoffe ich auf ganz viele so idyllische Orte.

Pausenunterhaltung (2)

Heute nur ein paar Witze um und über die Apotheke, die ich gesammelt habe:

Fragt der Apotheker den Patienten: „Was tun sie gegen ihre Erkältung?“
Der Patient: „Ich trinke täglich acht Gläschen Rum.“
Der Apotheker ganz entsetzt: „Das genügt doch nicht!“
Der Patient: „Mehr bringe ich aber nicht runter!“

Apotheker: „Sie haben aber eine fürchterliche Bronchitis! Waren Sie beim Arzt?“
Patient: „Nein, die ist von ganz allein gekommen.“

Apotheker zum Kunden: „Bitte schön, hier sind ihre Schlaftabletten. Die reichen bestimmt einen Monat!“
Patient:  „Oje, so lange wollte ich eigentlich nicht schlafen!“

„Ich möchte gern ein Bandwurmmittel,“ sagte der Mann in der Apotheke.

“Soll es für einen Erwachsenen sein?“ fragt der Apotheker.
Mann: „Woher soll ich wissen, wie alt mein Bandwurm ist?“

Die Dame kommt ehrfürchtig-aufgeregt zum Apotheker, fragt mit verschwörerischem Unterton: „Herr Apotheker, stimmt es, dass Warzen verschwinden, wenn man eine schwarze Katze bei Vollmond an einer Friedhofsmauer begräbt?“
Der Apotheker kratzt sich den Bart und murmelt: „Hmmm… Najjaaaa… warum nicht… wenn die Warze auf der Katze war!“

Ein Mann verlangt in der Apotheke ein Mittel gegen Schluckauf.
Der Apotheker gibt ihm eine Ohrfeige: „Entschuldigen Sie bitte, mein Herr, aber bei den meisten Patienten hilft das … Sehen Sie, Ihr Schluckauf ist schon weg.“
Mann: „Aber ich hatte doch gar keinen. Das Mittel soll für meine Frau sein.“

Der Pfarrer eines kleinen Dorfes geht zum Arzt. Der untersucht ihn und stellt fest, dass der Pfarrer eine Geschlechtskrankheit hat. Der Pastor ist tief bestürzt. Der Arzt beruhigt ihn und meint, er verschreibe ihm ein Mittelchen. Wenn er das nehme, wäre alles schnell wieder in Ordnung. Damit es nicht so auffällt, was er dem Pastor verschreibe, würde er notieren, dass dies ein Mittel gegen zu fettes Essen sei.
Der Pfarrer ist glücklich und geht in die Apotheke, um das Rezept einzulösen. Der Apotheker kehrt kurz darauf mit dem Medikament wieder zurück und legt noch ein Päckchen Kondome obenauf. Darauf fragt der Pastor ganz entsetzt, was denn das solle. Da lächelt ihn der Apotheker an: „Wenn Sie das nächste Mal wieder fett essen, dann ziehen Sie das einfach über den Löffel!“

In der Apotheke: „Sind die Zäpfchen schon wieder teurer geworden?“
Apotheker: „Nein, Sie bekommen sie noch zum Einführungspreis!“

Kommt ein Mann in die Apotheke: ‚Guten Tag, ich hätte gerne eine Dose Hodenfarbe.‘ 
Apotheker: ‚Wie bitte?‘ 
Mann: ‚Eine Dose Hodenfarbe!‘
Apotheker: ‚Wie kommen Sie denn darauf?‘
Mann: ‚Tja, mein Arzt hat mich untersucht, mit dem Finger gewackelt und gesagt: Herr Meier, Sie haben zuviel Cholesterin im Blut, da müssen wir die Eier ab sofort streichen….‘

Ein Mann will nach Feierabend noch ein Medikament holen. Als er an die
 Apotheke kommt, ist die Tür aber leider schon geschlossen. 
Er geht ums Haus, sieht dort ein erleuchtetes Fenster und, als er auf Ze
henspitzen hineinschaut, den Apotheker und die Apothekerin, beschäftigt
mit ehelichen Pflichten.
 Das lindert die Zahnschmerzen des Mannes leider nur wenig, und er geht
 wieder zum Eingang und drückt auf die Notglocke.
 Einige Zeit später kommt der Apotheker, etwas unordentlich angezogen, und
 sagt: „Sie müssen entschuldigen, ich habe gerade ein kleines Nickerchen
gemacht.“

“Ja, ja – ich hab’s durch das Nensterchen gesehen.“

Kommt ein Mann in die Apotheke und sagt: „Ich hätte gerne eine Packung Acetylsalicylsäure.“
Darauf der Apotheker: „Sie meinen Aspirin?“
Der Mann: „Ja, genau, ich kann mir bloß dieses blöde Wort nie merken!“

Ein Mann betritt eine Apotheke und verlangt nach einem Präparat gegen den Durchfall.
Die Apothekerin verkauft ihm etwas. Als der Mann die Apotheke verlassen hat, stellt die Apothekerin entsetzt fest, daß sie dem Mann statt eines Mittels gegen Durchfall ein Beruhigungsmittel verkauft hat.
Am nächsten Tag betritt der Mann wieder die Apotheke. Die Apothekerin erkennt den Mann sofort und entschuldigt sich ausdrücklich für das Mißgeschick, welches ihr passiert sei.
„Ach, das nicht so schlimm,“ antwortet der Mann, „ich mach‘ mir zwar immer noch in die Hosen, aber es regt mich jetzt nicht mehr auf !“

Schwangerschaftstest (11)

Man holt mich zu der Frau, die noch ein paar tiefergehende Fragen zu ihrem Schwangerschaftstest hat.

Frau: „Ich musste vor ein paar Tagen Antibiotika nehmen, wegen einer Blasenentzündung, könnte das den Test beeinflussen?“

Pharmama: „Nein, die sind sehr spezifisch.“

Frau: „Was ist mit Blut im Urin?“

Pharmama: „Auch nicht. Der Test zeigt mittels Antikörpern ein Hormon an, das wirklich praktisch nur in der Schwangerschaft gebildet wird. Das ist wie ein Schlüssel, der nur auf ein ganz bestimmtes Schloss passt.“

Frau: „Wie ist das mit Hormonen, die man zur Verhütung braucht?“

Pharmama: „Das sind andere Hormone.“

Frau: „Ich frage weil ich einen Test gemacht habe und der war leicht positiv.“

Pharmama: „Dann … ist es schon sehr wahrscheinlich, dass Sie auch schwanger sind.“

Die Frau überlegt.

Frau: „Ich habe Evra Pflaster benutzt, bis Anfang März. Könnte es sein, dass darum meine Periode jetzt verschoben ist, nachdem ich aufgehört habe?

(Jetzt ist Ende Mai)

Pharmama: „Naja, es könnte sein, dass es eine gewisse Zeit braucht, bis sich der Zyklus wieder eingependelt hat … wie lange ist denn ihr Zyklus normalerweise?“

Frau: „Was meinen sie?“

Pharmama: „Nun, manche Frauen haben einen kurzen Zyklus, von 23 Tagen, andere einen über 30 Tage … wie war er denn, bevor sie die Pflaster angewendet haben? Wissen Sie das noch?“

Frau: „Ich denke um die 27 Tage …“

Pharmama: „Okay … und wie lange sind sie jetzt drüber?“ (Man kann unseren Schwangerschaftstest etwa 3 Tage vor dem erwarteten Termin der Periode machen.)

Frau: „Hmm, mal sehen. Haben sie vielleicht einen Kalender?“

Ich zeige ihr den Kalender auf dem iphone.

Pharmama: „Wann war denn ihre letzte Periode?“

Sie blättert zurück und zeigt auf den 2. April.

Pharmama: „April? Sind sie sicher?“

Sie und ich schauen etwas verdutzt auf das iphone

Frau: „Ja ….“

Pharmama: „Das … ist jetzt über 7 Wochen her …“

Mir kommt der Gedanke, dass sie den Schwangerschaftstest kaum mehr braucht …

„Und wenn wir von 28 Tagen ausgehen, sind sie jetzt fast … 3 Wochen drüber … So lange  – das können kaum Zyklusschwankungen sein …“

Sie schaut den Schwangerschaftstest an …

Pharmama: „Ich denke, Sie sollten so bald wie möglich Kontakt mit dem Frauenarzt aufnehmen. Ja … das sollten Sie auf jeden Fall.“

Mehr Erfahrungen mit Schwangerschaftstests hier:

Vintage: Capsicum Pflaster

Dieses Schätzchen fand via Medikamentenretoure seinen Weg in die Apotheke einer Kollegin und von dort (als Bild) hierher: Danke!

Unglaublich! Von wann genau das wohl ist? Dass es schon ziemlich alt ist, sieht man an verschiedenem:

1. eine Hausspezialität – von etwas, von dem es heute eine Menge Spezialitäten gibt.

2. Die IKS-Vignette vorne unten auf der Packung … heute ist das die swissmedic mit der Listung.

3. Die Telefonnummer: 6 stellig? wie süss! heute haben wir 10-stellige Telefonnummern

4. Die Preisauszeichnung (unteres Bild) – samt selbstaufgestempelter Chargennummer.

Übrigens: Die Goldene Apotheke hatten wir hier schon im Blog!

Wiederholen sie alles von meinem Dauerrezept! Alles? Alles!

„Wiederholen sie alles von meinem Dauerrezept!“ – das hört man noch gelegentlich.

Ich mag das nicht. Nicht die Dauerrezepte – die finde ich bis zu einem gewissen Punkt sehr sinnvoll, vor allem, wenn man wirklich regelmässig das selbe hat (Blutdruckmittel, Schilddrüsenmedikamente…), die Werte stabil sind und man zumindest ein, zwei Mal im Jahr beim Arzt vorbei geht. Ich mag einfach Anfragen wie die obige nicht, weil es oft zeigt, dass die Leute, die das sagen, wenig bis keine Ahnung haben, was genau sie da nehmen.

„Wiederholen Sie mir mein Mittel gegen Blutdruck“ – oder: „Alles gegen den Zucker!“, zeigt mir zumindest, dass Sie Sich als Patient um sich kümmern.

Da hatte ich auch schon den Fall, wo für eine Patientin Pradif auf dem Dauerrezept stand.

Pradif? Das ist Tamsulosin, ein Alpha-Rezeptoren-Blocker und er wird eingesetzt gegen Benigne Prostatahyperplasie.

Was macht das auf dem Rezept für eine Frau?

Ich ging der Sache nach und bemerkte, dass es der Frau im Spital auf dem Austrittsrezept verschrieben worden war.

Danach war sie bei ihrem Hausarzt, der das 1:1 übernommen hat. – Möglicherweise hat es die Praxisassistentin auch nur abgeschrieben von ihrem Medikamentenplan vom Spital und der Arzt hat seine Unterschrift darunter gesetzt. Und seitdem nahm sie das. Seit etwa 2 Monaten.

Sie braucht das nicht. Oder sicher nicht mehr. Möglicherweise hat sie das im Spital bekommen, weil man das (off label use) nach Nierensteinzertrümmerungen benutzt, um die Steintrümmer besser auszuscheiden. Normalerweise nimmt man da anderes (Doxazosin oder Alfuzosin), aber … das ist Entscheidung des Arztes.

Der kontrollierenden Apothekerin ist das nicht aufgefallen. Und da es eine 30er Packung war (und eine hat sie ja noch auf dem Spitalrezept gehabt …)… eben. Seit 2 Monaten. Ich habe mir dann erlaubt den Arzt anzurufen und nachzufragen, ob sie das wirklich weiter nehmen muss. Der war … nicht sehr erfreut über meine Intervention, hat aber das Mittel trotzdem vom Medikamentenplan gestrichen.

Die Patientin selber wusste übrigens nicht, warum sie das Mittel bekommen hat.