Endlich draussen!

Letzte Woche waren wir alle Nachmittags auf dem Spielplatz. Während Junior herumraste und neue Freunde suchte, unterhielten sich mein Kuschelbär und ich auf einer Sitzbank. Einer hölzernen Sitzbank. Bis zu dem Moment, wo mein Kuschelbär sich seitlich verschob – und sich einen Sprießen holte. Direkt in den Oberschenkel.

Zuhause holte ich mit der Pinzette erst mal einen kleineren Sprießen aus der Haut (2mm) dann suchte ich dort, wo es ihm am meisten weh tat. Dort war kaum etwas zu sehen, aber mein Kuschelbär beharrte darauf, dass da etwas sein musste. Also machte ich, was ich in der Apotheke niemandem empfehlen würde … ich schnitt (mangels Skalpell) mit dem Vorderteil einer dicken Kanüle die Haut auf und ein. Dort fand ich nach viel Mühe, nachdesinfizieren und Blut wegwischen ziemlich tief in der Haut noch 2 weitere Sprießen, beide etwa 3mm lang. Aber mein Kuschelbär war überzeugt, da wäre immer noch etwas drin – es steche, wenn er drauf fasse. Noch tiefer getraute ich mich nicht zu schneiden, also pappten wir Zugsalbe drauf und banden es ein. Täglich wechselte ich den Verband und beobachtete die Stelle – wenn da wirklich noch etwas drin ist (speziell Holz), besteht nämlich eine gute Chance auf eine dicke Entzündung und Infektion.

Die Wunde sah immer ziemlich gut aus, aber fühlte sich … fest an, fast hart. Heraus kam nichts. Ich fürchtete es war zu tief unten und wir würden doch noch zum Arzt müssen, das Ganze aufschneiden.

Dann heute kommt aus dem Schnitt etwas Eiter. Ich drückte vorsichtig und sah auf einmal etwas dunkles – der Sprießen? Mit der Pinzette bekam ich ihn zu fassen und zog. Und zog … und zog ein über 2cm langes Holzstück heraus.

Ich hoffe sehr, das war es jetzt. Kuschelbär meint „Ja“, jetzt sei es viel besser.

.. und damit ist er fast eine ganze Woche lang herumgelaufen! Brrr.

Handtuch-Tag-Fotos

Hier die Fotos vom Towel day. Besten Dank an Jana (praktisch ausgerüstet für eine Wasserschlacht), Thomas (aus Zürich), Daniel (von Biel nach Zürich und weiter nach Pfäffikon), Natalie (aus der Uni in Basel), kopfchaos (zuhause?), Marion, Sasha (aus Bern mit passendem T-Shirt), nicoretta (auf dem Rückflug von Japan) und mir in der Apotheke … zugegebenermassen habe ich das Towel danach aber auf die Seite gelegt, aber unterwegs hatte ich es immer an.

      

Wer noch Bilder anzufügen hat, darf sie immer noch schicken!!

Wenn es Ihnen in der Apotheke langweilig werden sollte

Ok, ich verstehe gut, dass ein Ausflug in die Apotheke nicht zum Wunschprogramm des Tages gehört. Zudem kommt man oft noch von einer wohl stundenlangen Warterei im Vorzimmer des Arztes oder aus dem Spital und ist entsprechend gestresst.

Hier ein paar (nicht ganz ernst gemeinte) Anregungen, wie Du den Besuch in der Apotheke etwas lustiger gestalten kannst.

  1. Stell Fragen, die nichts mit dem Thema zu tun haben. … Wenn der Apotheker fragt: „Haben sie noch Fragen?“, frag etwas total abstruses wie: „Wie heissen die 7 Bundesräte noch mal?“
  1. Frag ob die aktuelle Aktion der Drogerie für Vitamine auch für das Medikament auf Rezept gilt, oder ob „man da etwas am Preis machen könne“
  1. Verlange eine direkte Beratung nur durch den Apotheker und erzähle ihm dann (mit ernstem Gesicht) eine völlig abwegige Geschichte über deine traumatische Kindheit „Als ich 5 war, sind alle meine Eltern väterlicherseits in einem Autounfall ums Leben gekommen“ oder „Ich habe Alpträume von Sockentragenden Hühnern, könnte das ein Zeichen von unterdrückten Kindheitserinnerungen sein?“ Der Blick auf dem Gesicht des Apothekers dürfte unbezahlbar sein.
  1. Tanze. Wenn Du Tabletten in Dosen oder Granulat gekauft hast, benutze sie auf dem Weg nach draussen als Rhythmusinstrument. Das funktioniert am besten, wenn man dazu noch singt. Ich empfehle „Jump the line“ von Harry Belafonte. Du weißt schon, der Song am Ende des Films Beetlejuice? „Shake, shake, shake Senora“ … oder vielleicht auch „La Cucaracha“

 

Happy towel day!

Douglas Adams hat ein paar (viel zu wenige!) wunderbare Bücher geschrieben und seine Art Humor … spricht zu mir, als würde jemand mir ins Ohr flüstern.

A common mistake that people make when trying to design something completely foolproof is to underestimate the ingenuity of complete fools.
― Douglas Adams,  Mostly Harmless

Auf seine Art war Douglas Adams gleichzeitig Tourist und Reiseführer, was sich in seinem Buch „Last Chance to see“ fast noch besser zeigt als im Hitchhikers Guide. Er hatte einfach eine andere Art, die Dinge zu sehen. Frisch und unverfälscht, gelegentlich fast naiv.

And then, just when you think that you have experienced all the wonders that this world has to offer, you round a peak and suddenly think you’re doing the whole thing over again, but this time on drugs.
― Douglas Adams, Last Chance to See

In dem Fall: Happy towel day! Möge die Welt für Euch auch so überraschendes und schönes bereit halten! Wir sind ja auch nur Besucher hier.

… und wenn ich mitmacht am Towel day (und vielleicht ein Foto habt?) Melden!