Entchen! Pucker Ducks Lippenbalsam

Pirmin von trendscouts.ch musste bei ihrem neusten Produkt direkt an mich denken und hat mich angefragt, ob er mir ein paar Muster schicken darf.

Er durfte. Und ich durfte sie ausprobieren!

Schaut Euch das an:

Sind die nicht süss?

Und sie sind nicht nur zum anschauen. Tatsächlich sind das „Puckerducks“ und sie enthalten Lippenbalsam. Unten, gut verschlossen mit einem Deckel. Jede der Entchen enthält eine andere Geschmacksrichtung:

Die goldene zum Beispiel Toffee. Dann haben wir noch Vanille (in der silbernen Diva), Plum (in der Prinzessin), Erdbeere (in der Herzchenente) und Blueberry (blauen Sternchenente).

Sehr lecker – so sehr, dass sie wohl draufschreiben müssen „Not to be eaten“ …

Die Entchen sind für Tasche / Handtasche gedacht. Sie sind etwas breiter als Lippenstifte, aber noch klein genug, dass sie nicht zu sehr auftragen. Ausserdem schöne Deko zum irgendwo auf den Schreibtisch stellen.

Optisch wohl eher für jüngere Frauen gemacht – auch mit den Geschmacksrichtungen und dem ganz leichten glitzern, den der Lipgloss hat – ich denke aber, das kommt gut an, bei den Leuten. Wir haben in der Drogerie letztes Jahr Lippenbalsam in Schlüsselanhängern gehabt (in einer ähnlichen Grösse), die ausgestellt wirklich gut gelaufen sind. Wer die Puckerducks jetzt haben will, kann auf der Trendscouts Seite nachschauen, oder sie dort auch bestellen.

Junior hat seinen Favoriten schon gefunden, einen habe ich für mich in die Handtasche gesteckt und jetzt habe ich genug, noch ein paar Freunde zu beglücken. Danke vielmals Pirmin!

Jetzt fehlt eigentlich nur noch das orange mit dem grünen Apothekerkreuz drauf :-)

Religion und die Arbeit in einer Apotheke

… sollte man nicht vermischen.
Religious symbols from the top nine organised ...

Mir ist letzhin eingefallen, wie diese eine Mit-Apothekerin mir einmal deutlich rüberbringen wollte, dass sie Christin ist. Das schaut man hier jetzt vielleicht als nichts besonderes an, die Apothekerin kam aber aus einem anderen Land, deren Hauptreligion der Islam war. Ok. Ich habe das einfach so zur Kenntnis genommen, denn für mich ist die Religion von jemandem nicht unbedingt ein wichtiges Thema – und im Geschäft gar nicht – ich glaube nicht mal, dass das Thema im Bewerbungsgespräch oder bis zu diesem Moment überhaupt aufgekommen ist.

Solange jemand seine Arbeit in der Apotheke erledigt, interessieren mich die religiösen Ansichten dieser Person nur am Rande.

Erst wenn die Religion die Arbeit in der Apotheke anfängt zu beeinflussen … und das geht gar nicht:

Wenn die Christin sich aus religiösen Gründen weigert, Verhütungsmittel oder die Pille danach abzugeben.

Wenn der Muslim sich 5 x täglich mitten während der Arbeitszeit zum Gebet einen Teppich auspackt und auf ihm, nach Osten gerichtet 30 Minütige Arbeits-Pausen einlegt,

Wenn die Jüdin ab Freitag Mittag 12 Uhr nicht mehr in der Apotheke arbeiten kann, weil sie den Sabath – an dem sie auch nicht arbeiten kann – vorbereiten muss. (Das geht vielleicht in einer grossen Apotheke noch, nicht aber in einer so kleinen, wie unseren – das ist reichlich ungerecht anderen gegenüber, die dann immer einspringen müssen).

Wenn die Wicca jedes Vitaminpräparat vor der Abgabe speziell auspendeln muss und keine Scanner benutzen will,

Wenn der Satanist auf halbmonatlichen Opferungen eines schwarzen Hahns im Lager besteht …

Ok, die letzten Dinge sind *etwas* an den Haaren herbeigezogen, aber … man sieht glaub, worauf ich hinauswill.

Also: Mir ist es Schnurz, was für eine Religion Du hast – solange Du Deine Arbeit  erledigst. Danke!

Da fehlt doch was …

Normalerweise nehmen wir keine Medikamente retour. Wir dürfen nicht. Wir haben keine Ahnung, was mit ihnen passiert, sobald sie die Apotheke verlassen (ok, hoffentlich nehmen sie die Leute richtig ein, aber…), Lagerbedingungen sind einzuhalten … und Du selber würdest wahrscheinlich auch kein Medikament haben wollen, das jemand schon bei sich zu Hause hatte und wieder zurückgebracht hat.

Aber … es gibt Ausnahmen.

Zum Beispiel, wenn die Tochter für die Mutter, die nicht mehr aus dem Haus kommt, das Rezept bringt und nicht weiss, ob sie jetzt von den Dafalgan 1g die Tabletten oder die Brausetabletten will. Auf dem Rezept steht nur „Dafalgan 1g grosse OP“. Sie entscheidet sich für die Tabletten und es ist natürlich nicht das Richtige.

Also bringt die Tochter sie gleich am nächsten Morgen wieder zurück.

In dem Fall tausche ich ihr die Tabletten in Brausetabletten um –nur, dass es von diesen keine grossen Packungen gibt (100 Stck) sondern nur 20er Packungen. Aber nehmen wir doch 5 x 20, sind wir auf der gleichen Menge.

Erschwerend kommt dazu, dass die Mutter eine Krankenkasse hat, bei der sie selber zahlen muss, die Brausetabletten sind doch etwas teurer als die Tabletten – aber all das lässt sich ja lösen.

Bevor ich aber die Packung zurücknehme, muss ich sie prüfen.

Sieht sie aussen noch ordentlich aus? Ja.

Innen: ist sie vollständig? Auf den ersten Blick ja, es sind keine Tabletten aus den Blistern herausgedrückt, die Packungsbeilage ist vorhanden, aber … es scheint mir etwas viel Platz in der Packung. Zählen wir mal die Blister …

Pharmama: „Da sind nur 8 Blister zu je 10 Tabletten drin. Es müssten aber 10 Blister sein.“

Tochter: „Was? … das gibt’s ja nicht. Zeigen Sie mal. … Oh … jaaa. Das ist … das ist jetzt peinlich. Entschuldigen Sie, ich gehe und frage sie mal, legen Sie mir das auf die Seite.“

Nach einer halben Stunde ist sie zurück, ziemlich … verärgert auf die Mutter und legt mir die fehlenden 2 Blister hin.

Frau: „Das tut mir wirklich leid, ich weiss nicht, wass sie sich dabei gedacht hat…“

Kein Problem.

Ich überprüfe noch rasch den Rest (die Chargennummer und Verfalldaten müssen von allen Blistern dieselben sein, wie die aussen auf der Packung) – stimmt .. und tausche die Packung in Brausetabletten um.

Die Frau entschuldigt sich nochmals, ihr ist das arg peinlich.

Sie kann ja nix dafür, aber … was hat ihre Mutter sich dabei gedacht?