Blog-Archive

Kinder, Kinder. (Und Eltern) -Sampler

Mit Babies, Kindern und deren Eltern haben wir in der Apotheke häufig zu tun. Hier eine kleine Übersicht über Beiträge dazu auf dem Blog:

Ich glaube nicht, das ist nötig (Intimwaschmittel)

Baby ..was? (das auch nicht)

Zur Frage warum französische Kinder kaum ADHS haben.

… ihr wisst schon: Aufmerksamkeits-Defizinits-Hyperirgendwas

Nichts für Kinder (Nicht nur Medikamente)

Arzneimittel für Kinder (oder eben nicht)

Gratuliere! Es ist ein Kind

Kindergift (Nein, darin geht es nicht um Abortionsmittel)

So sollte man damit umgehen: Kind + Medikament = Vorsicht!

Kinder und Fieber

Überraschungskinder

über Kindersichere Verschlüsse

Kinderdosierung (bei Augentropfen?)

Muss das wirklich sein? Ja – ich rufe den Arzt an wenn Dosierungen ungewöhnlich sind.

Geht etwas um? Immer.

Bitte nie mit dem Arzt drohen.

Die Apotheke: kein Spielzimmer

Dazu gehört auch: Babysitter Kaufhaus.

Was einem über Babies nicht gesagt wird

heisse Suppe (ein Baby-Notfall)

noch ein Notfall (nicht ganz so tragisch)

Schreck-lich (Abschreckend)

Mundraub – im wahrsten Sinne

Immer aufmerksam bleiben „fast“ richtig gibt es nicht in der Apotheke.

Drastische Massnahmen bei einem Baby mit Blähungen

OMG – die Vicks-Zäpfchen-Saga

Allergielos (und Ahnungslos)

Nein, das wird nichts wichtiges rausziehen

So aber nicht – Babynahrung-bestellung

 

Ist mein Kind Allergie-gefährdet?

sponsoredbannerschmalallergie
Das im Bild ist Junior, nachdem er von der Schule nach Hause geschickt worden ist, weil er auf einmal diesen roten, leicht erhabenen und stark juckenden Ausschlag entwickelt hat.

Zum Glück war ich zu Hause – nach dem ersten erschreckten Blick (denn so etwas habe ich bei ihm noch nie gesehen) habe ich ihm Fenistil gegeben und ihn erst mal unter die Dusche gestellt und ihm etwas neues angezogen.

Das ging dann erstaunlich schnell weg, hinterliess mich aber mit der Frage, was das wohl war?

Da Junior gegen die Kinderkrankheiten geimpft ist konnte ich das schon mal ziemlich ausschliessen. Allergie wäre eine Möglichkeit, oder nur eine akute Urtikaria – auf Deutsch Nesselsucht.

Allergie fand ich aber unwahrscheinlich in seinem Fall. Lasst mich erläutern, weshalb.

Eine Allergie nennt man es, wenn das Immunsystem unverhältnismässig (anders) auf etwas reagiert, mit dem man Kontakt hat: sei das durch Essen, Trinken, einatmen, einnehmen, spritzen oder gestochen werden. Dann bekommt man auf einmal, auch wenn man das vorher nicht hatte eine Reaktion wie Jucken, brennende Augen, laufende Nase, Durchfall, Hautreaktionen etc. Bei erneutem Kontakt kommt es wieder zur selben Reaktion.

Man kann zwar jederzeit allergisch werden – und heute nehmen Allergien stark zu – aber man weiss auch, dass Allergien einen genetischen Faktor haben … das bedeutet, wenn die Eltern eine Allergie haben, dann besteht auch ein erhöhtes Risiko, dass die Kinder das haben. Bei uns sind wir tatsächlich allergie-frei … bis auf eine Wespenstichallergie von meinem Kuschelbär. Das Fenistil habe ich eigentlich nur zu Hause, weil ich das in der Reiseapotheke gerne dabei habe – nur für den Fall, dass. Dann … habe ich auch 6 Monate gestillt, auch damit Junior die besten Voraussetzungen hat nichts zu bekommen – und bis jetzt war das auch so.

Meine Vermutung zu dem (einmaligen) Fall ist also: keine Allergie, sondern Urticaria, ausgelöst durch … was? Ich verdächtige entweder schlecht gewaschene Peperoni, die er als Znüni dabei hatte oder das neue T-Shirt, das neu und offenbar noch nicht vor dem Tragen gewaschen wurde. Vielleicht war es auch einfach Schulstress.

Jedenfalls bin ich froh, wenn er nicht allergisch ist. Weltweit sind Allergien im kommen. Heuschnupfen haben schon 12% (mehr in Industrieländern?). Astma 10%, Kontaktallergien (wie Nickel..) 9%, Nahrungsmittelallergien 5%, Neurodermitis 4% und gegen Insektengift sind 4% allergisch (Quelle: Statista 2016).

Schon bei Säuglingen sind zwischen 20-30% der Kinder von Allergien betroffen.

Wer wissen will, wie das Risiko beim eigenen Kind ist, kann das anhand des Allergie-Tools von Aptamil rasch abschätzen. Das besteht aus wenigen, einfachen Fragen zu Allergien in der Familie.

Bei uns kam erwartungsgemäss das:

Es besteht ein geringes Allergierisiko

Sie müssen keine besonderen Ernährungsmassnahmen ergreifen, um Ihr Kind vor Allergien zu schützen. Muttermilch ist und bleibt auch bei geringem Allergierisiko die beste Ernährung für Ihr Kind.

Aber auch wenn das Risiko da als erhöht oder hoch angezeigt wird. Das ist kein Grund zum Verzweifeln.

Als Eltern kann man vorbeugend etwas tun, um das Risiko des Kindes eine Allergie zu bekommen zu senken.

Dazu gehört eine ausgewogene, gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit und dass man nach Möglichkeit stillt, mindestens 6 Monate. Ist das nicht möglich, dann sollte man anhand des Risikos statt einer normalen Babymilch eine HA Milch auswählen.

Eine HA Milch ist eine „hypo-allergene“ Milch. In ihr wurden die Milchproteine zerkleinert, so dass sie vom Organismus des Babies nicht mehr als so fremd erkannt werden. Dadurch helfen sie das Risiko von Allergien zu verkleinern.

Aptamil hat neben den normalen Babymilchen auch diese im Angebot:

aptamil_ha2

Es gibt sie als Anfangsmilchen: Aptamil HA Pre und HA1. Als Folgemilch für allergiegefährdete Säuglinge im Zusammenhang mit Beikost: Aptamil HA 2 ab 6 Monaten, Aptamil HA 3 ab 9 Monaten.

Speziell fand ich noch dies: Die hypoallergenen Milchprodukte von Aptamil enthalten eine Mischung von GOS und FOS (Galactooligosacchariden und Fructo-Oligosacchariden). Anhand verschiedener Studien wurde nachgewiesen, dass Kinder mit einer allergischen Veranlagung, die mit einer GOS/FOS angereicherten hypoallergenen Milch ernährt werden, zweimal weniger Gefahr laufen, an einem Ekzem zu erkranken als Kinder, die mit einer normalen HA-Milch ernährt werden.

Nach Einführen der Beikost (zwischen Beginn des 5. und Ende des 7. Monats) ist eine Weiterführung der HA-Milchen nicht nötig. Wichtig ist, dass die Beikost schrittweise eingeführt wird (etwa 1 neues Nahrungsmittel pro Woche) und reine Kuhmilch sollte man erst nach etwa 1 Jahr geben. Letzteres gilt übrigens auch für nicht-allergiegefährdete Babies.

Ich bin froh, dass es unserem gut geht – und hoffe, dass möglichst viele von dem hier profitieren können.

I partnered with the brand to write this article but every word is mine

Nichts geht mehr – wenn das Baby nicht mehr macht

sponsoredbannerschmal

Es kommt häufig vor beim Umstellen der Nahrung zum Beispiel auf Beikost oder wenn man anfängt Breie zu geben, aber es kann auch das vollgestillte Baby treffen: Verstopfung.

Grundsätzlich gilt, dass alles zwischen 3 Mal täglich und 3 Mal wöchentlich normal ist. Es ist sogar nicht schlimm, wenn mal über eine Woche nichts läuft … vorausgesetzt, das Kind verhält sich normal, isst, trinkt und kann pinkeln und zeigt keine Anzeichen von Schmerzen oder Krämpfen.

Man kann also warten. Für die ganz nervösen Eltern gibt es aber trotzdem ein paar Sachen, die man machen kann. Das fängt an bei Bäuchleinmassage im Uhrzeigersinn, krampflösende Tees wie Fenchel, geht weiter über Zäpfchen mit Glycerin oder Mini-Einläufe und dann zur Vorbeugung Sirupe die verdauungsfördernd wirken. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass das vielleicht auch für die Kleinen nicht ganz so angenehm ist. Aber – zugegebenermassen habe ich selber bei Junior einmal auch zu dieser Massnahme gegriffen, nachdem er eine Woche nichts gemacht hat. Eigentlich erstaunlich, wie man sich als Mutter der Stuhlgewohnheiten oder überhaupt der Stuhlgänge des Kindes bewusst ist. Natürlich – man darf ständig die Windeln wechseln, die nassen und die anders vollen … und das wird fast zur Routine. Aber wer achtet da schon bewusst drauf, was drin ist? Mehr als man denkt, würde ich sagen. Mir ist es aufgefallen. Und dann habe ich darauf gewartet. Und es kam nichts. Tag 5 nicht, Tag 6 nicht … Okay, es ging ihm daneben immer noch bestens, er hat gespielt, gelacht, gegessen und getrunken, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, da sollte doch langsam … Also habe ich mir gesagt, wenn am 7 Tag immer noch nichts ist, dann … wird nachgeholfen. Das habe ich dann auch mit einem Glycerin-Zäpfchen. Das hat den „Stau“ dann behoben, da musste ich danach nichts anderes mehr machen. Einen Plan dafür hatte ich natürlich auch schon: wenn wiederkehrend Probleme auftreten, kann man den Stuhl mit Zusätzen zur Milch weicher machen. Bei Verstopfung wäre das Hirse. Oder man gibt von diesen Zuckerlösungen, die im Darm Wasser an sich ziehen wie Duphalac oder Importal. Aber eigentlich bin ich nicht dafür, dass man da zuviel macht.

Als Apothekerin sehe ich das noch gelegentlich, vor allem bei älteren Leuten. Sie scheinen manchmal wirklich zu fixiert darauf zu sein, dass sie regelmässig auf die Toilette können. Und jede Abweichung von der Norm muss diskutiert und behandelt werden. Das wirklich unangenehme ist dabei, dass sie da schnell in eine Abhängigkeit vom Abführmittel rutschen und dann gar nicht mehr können ohne. Bei Babies und Kindern hat man das Problem der Abhängigkeit nicht – man wendet da auch nicht die Mittel an wie bei den Erwachsenen, aber wie ich gemerkt habe … es ist ein feiner Grad zwischen aufmerksam sein, was das angeht und darauf fixiert sein. Gerade beim ersten Kind, wo man noch unsicher ist hilft es wenn man fragen kann.

Wir in der Apotheke sind für Fragen auch dieser Art da. Daneben kann die moderne Frau von heute aber auch Hilfe im Internet bei Experten und anderen Müttern holen. Wie im Aptaclub.

juniorfoodsponsored post – I partnered with the brand to write this article, but all words are mine

Das Beste für das Baby – und Milchen

Das Beste für das Baby ist Stillen. Und zwar ausschliesslich bis etwa 6 Monate und zusätzlich mit anderer Nahrung bis etwa 2 Jahren. Aber … häufig klappt das aus irgendeinem Grund nicht. Ich weiss das, weil ich auch gekämpft habe. Mit Schlupfwarzen ist das nicht so einfach, ich brauchte Hilfsmittel, immer wieder hatte ich auch wirklich schmerzhaften Milchstau. Bei der Arbeit musste ich mich zurückziehen um abzupumpen, was doch recht Zeitintensiv ist. Ich habe es geschafft, bis 6 Monate – mit Müh’ und Not. Dann wollte Junior nicht mehr und ich bin (halb froh) auch auf eine Babymilch umgestiegen. Das kann man in der Schweiz (und auch Deutschland) zum Glück bedenkenlos und ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, oder das Gefühl, das Baby bekommt nicht alles, was es braucht.

Qualitätsmässig können wir hier sicher sein, dass etwas wie der Melamin-Skandal in China nie passieren wird. Deshalb kaufen heute Touristen aus asiatischen Ländern tatsächlich noch gerne ihre Milchen bei uns. Das ist ein beliebtes Mitbringsel.

Aptamil ist bei uns eine der gebräuchlichsten Marken. Die Firma (Milupa von Danone) ist bekannt dafür, dass sie zuverlässig und auch fortschrittlich ist. Die Babymilchen sind nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengesetzt – Aptamil waren auch die ersten, die Prebiotika in ihren Milchen einsetzten: das sind Stoffe, die die Vermehrung der guten Darmbakterien fördern und sie waren auch die ersten, die den Milchen LCP zusetzten: das sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf die Gehirnentwicklung und das Sehvermögen auswirken. Im neusten Produkt im Aptamil Profutura haben sie zusätzlich Lactose als Hauptkohlenhydrat – wie auch in der Muttermilch. Wie gesagt: die Milchen werden immer wieder neu angepasst nach den neusten Erkenntnissen und unterstehen ständigen Kontrollen der Ausgangsprodukte.

Grundsätzlich kann man die Anfangsmilchen (Pre oder 1) durchgehend nehmen, bis man keine Milch mehr geben will. Man muss nicht zwingend nach 4 oder 6 Monaten steigern auf die Folgemilchen. Man kann … zum Beispiel, wenn man das Gefühl hat, das Baby könnte etwas mehr vertragen, oder wenn die Abstände zwischen den Mahlzeiten sehr kurz sind und etwas „sämigeres“ gewünscht wird. Die Good night milk soll – weil sie noch dicker ist – länger anhalten und für ein besseres Durchschlafen sorgen. Schmecken tut das auch ganz anständig – zumindest was die normalen Milchen angeht. Die HA-Milchen, die ich bisher probieren durfte sind oft eher … bitter, was an der zusätzlichen Hydrolisierung der Milchproteine liegt. Grundsätzlich: je kleiner (hypo-allergener) desto mehr Bäh. Gut, Babies „kennen“ das noch nicht anders, also wird das trotzdem häufig gut genommen. Ausserdem gibt es noch eine ganze Reihe von Spezial-Milchen, für Probleme wie das „Görpseln“, Reflux, Koliken, Erbrechen, Verstopfung, Durchfall und Verdauungsprobleme allgemein. Alle ersichtlich hier: http://www.aptaclub.ch/de/produkte

Das ganze Thema rund ums Stillen und Babymilch gibt immer wieder Fragen auf. Aptamil bietet da interessanterweise da eine Seite und eine Telefonnummer an, wo man sich als Schweizer Mutter melden kann und Fragen rund um die Ernährung des Babies kostenfrei von Müttern und Fachpersonen beantwortet bekommt: Aptaclub.ch . Auf ihrer Facebook-Seite findet man weitere Informationen.

Und das gibt einem doch auch ein gewisses Mass an Sicherheit und gutem Gefühl.

milk

sponsored post – I partnered with the brand to write this article but every word is mine

sponsoredbannerschmal

Gute Idee für Eltern mit fliegenden Kleinkindern

Das finde ich mal eine süsse Idee🙂
Fliegen mit kleinen Kindern ist nicht lustig. Weder für die Eltern, noch die Umwelt. So eine Vor-Entschuldigung wäre doch was:

„Hallo, wir sind Zwillinge auf unserem ersten Flug und wir sind erst 14 Wochen alt.Wir versuchen uns von der besten Seite zu zeigen, aber wir wollen uns im Voraus entschuldigen, falls wir unsere Nerven verlieren, uns erschrecken, oder unsere Ohren schmerzen. Unsere Mama und Papa (aka unsere tragbare Milch-Maschine und unser Windel-Wechsler) haben Ohrenstöpsel zur Verfügung, falls sie welche brauchen. Wir sitzen alle auf 20E und 20F – wenn sie kommen wollen und ein Paar holen. Wir hoffen, Sie haben einen grossartigen Flug!“

Gelernt ist gelernt (2)

Vaseline ist kein guter Ersatz für KY Gel. – Schau nicht allzu überrascht, wenn deine Partnerin dir erklärt, dass sie schwanger ist, obwohl ihr ein Kondom benutzt habt.

Erinnern Sie sich daran, dass ich sie gewarnt habe ja nicht die Grapefruit Diät zu starten, wenn die Medikamente, die sie nehmen Nifedipin, Sortis, Zoloft und Valium sind?

Es ist keine sehr gute Idee, Isopropyl-Alkohol auf eine Windeldermatitis zu geben. Wenn Sie schon desinfizieren möchten, nehmen sie etwas sanfteres. (Aua!)

Wenn man Unterhaut-Fettgewebe, Muskel oder Knochen sehen kann … dann ist es KEIN Kratzer.

Sehr starke, stechende Schmerzen sollten das Zeichen für sie sein, dass sie einen Arzt aufsuchen – nicht, dass sie den Dritten Tag in Folge Ibuprofen oder Naproxen nehmen.

Mehr?

Drastische Massnahmen

Mann in der Apotheke: „Ich hätte gerne einen Frauenkatheter.“
Das ist nicht gerade etwas, was wir hier dauernd brauchen, also frage ich erst mal „Für wen brauchen sie den denn?“
Mann: „Für unser 3 Wochen altes Baby.“
Pharmama: „Für Ihr Baby? Was hat es denn?“
Mann: „Es hat Bauchkrämpfe und meine Frau hat im Internet gelesen, dass das hilft.“
Pharmama: „Ah – und wissen sie denn, wie man das in dem Fall anwendet? Denn ich weiss das nicht.“
Mann: „Naja, da stand irgendetwas von einführen …“

Offenbar hat er gelesen, dass bei starken Blähungen und damit verbundenen Bauchkrämpfen es helfen kann, wenn man sozusagen „das Gas ablässt“ indem man den Katheter in den Enddarm einführt.

Mann: „Ich habe auch dem Kinderarzt telefoniert, der meinte, das können wir versuchen….“

Ich habe ihn dann noch mal genau ausgefragt, was denn die Beschwerden sind und ob sie schon etwas versucht haben – denn bevor ich zu so Methoden wie der obigen greife und ein Instrument in den Körper des Kindes einführe (schon Zäpfchen finden viele nicht gerade lustig) würde ich zuerst anderes versuchen.
Es stellt sich heraus, dass sie noch nichts probiert haben.

Na denn, versuchen sie es erst mal damit: achten sie darauf, dass die Mutter nichts blähendes isst (Zwiebeln, Kohl, Bohnen etc…), nach den Mahlzeiten immer gut aufstossen lassen und wenn Blähungen / Bauchkrämpfe auftreten hilft der richtige Griff (Leopardengriff), leichte Bäuchleinmassagen (z.B. mit Weleda Baby Bäuchleinöl), etwas Fencheltee oder Flatulex Tropfen mit Muttermilch gegeben. Und erst wenn all das nichts gebracht hat – dann können sie zurückkommen und ich bestelle den Katheter.

Urks. Ich verstehe, wenn man bereit ist solche Methoden zu versuchen, wenn nichts anderes hilft. Aber als Erst-Aktion? Neeee.

Bild: Junior im Leopardengriff. Kaum zu glauben, dass er mal sooo klein war🙂

Die doppelte Pumpe

… gehört von einer „Nachbarapotheke“.

Eine Frau wird nach der Geburt ihres Kindes aus dem Spital entlassen. Sie bekommt vom Spital eine Milchpumpe mit, … die aber im Auto vergessen wird.

Ein paar Tage darauf mietet sie in der Apotheke eine neue Milchpumpe der gleichen Marke, weil sie ja eine braucht.

4 Monate später.
Sie finden die erste Milchpumpe im Auto wieder (Hoppla). Sie bringen sie ins Spital zurück.

Jetzt will sie bei der Rückgabe der Pumpe in der Apotheke die Miete für die 2. Milchpumpe nicht zahlen. Schliesslich habe sie nur eine gebraucht und nicht zwei (und zwei Mieten zahlt die Krankenkasse nicht). Es folgt ein Riesenaufstand der Kundin in der Apotheke, aber der Apotheker bleibt hart.

Und ich finde das richtig: Immerhin hat sie sie verwendet – und dass sie zwei hatte, ist auf ihre eigene Schusseligkeit zurückzuführen und nicht die Schuld der Apotheke oder des Spitals.

Was denkt ihr?

Allergielos

Neulich bei der Dossiererstellung:

Apothekerin: „Hat das Baby irgendwelche Allergien?“
Mutter: „Keine Ahnung. Der Arzt hat nichts gesagt.“

ich werte das mal als „Nein.“

Lassen sie mich das wiederholen (7)

Sie wollen also Fenistil Tropfen für ihr knapp halbjähriges Kind, aber nicht, weil es eine Allergie hat und auch nicht, weil es Juckreiz hat wegen Windpocken, sondern weil sie gehört haben, dass es als Nebenwirkung müde macht und sie ‚auch etwas Ruhe brauchen können’ und sie wollen auch vorher nicht einfachere Sachen wie Orangenblütentee ausprobieren, weil sie jetzt gleich etwas wollen das ‚wirkt’ ….

Okeee ….

(Und was machen sie in ein paar Monaten, wenn es aktiver wird? Bekommt es dann Benzodiazepine?)

mehr aus dieser Reihe

noch ein Notfall

„Oh, Gottseidank haben sie noch offen! … Haben sie die Nuggi von Avent ? Ich brauche unbedingt genau die. Mein Baby nimmt keinen anderen und vorhin haben wir den letzten verloren!“

Oder: Das Wochenende ist gerettet.

Baby … was?

Drogistin zur Kundin in der Babyfoodabteilung: „Hallo, kann ich ihnen helfen?“

Kundin: „Verkaufen sie Baby Mayonnaise?“

Drogistin: „…Nein. Ernsthaft, ich glaube nicht, dass es das überhaupt gibt.“

Kundin: „Nicht??“

Es gibt ja inzwischen sehr viel im Bereich Babynahrung. Ich meine nicht nur die Anfangsmilchen und die Fertigbreis (die sehr praktisch sind). Da gibt es Spezialgetränke, Kinderbiscuits, Kinderjoghurt, Kinderpasta. Die Spezialgetränke bestehen hauptsächlich aus Mischungen von Tees (Fenchel, Fruchttee oder Rooibos) mit etwas Apfelsaft oder anderem Fruchtsaft. Das kann man auch sehr einfach selber machen. Die Biscuits sind oft sehr süss, da kann man auch diese Leibnitz Kekse nehmen. Die Joghurt … sind einfach kleinere Portionen als die Erwachsenenjoghurts und die Pasta (wie Plasmon) – sehr beliebt bei italienischstämmigen Eltern – ist einfach etwas kleiner. Im Prinzip sind das alles Dinge, wo man auch gut die normalen Esswaren nehmen kann.

Aber Baby-Mayonnaise? Nö. Da würde ich auch nicht die normale nehmen. Zu oder für was braucht ein Baby schon Mayo?

Boom!

mitteilung eines vaters zur verstopfung seines säuglings:
„wir mussten ihm alle zwei bis drei tage diese
Nitroglycerin-Zäpfchen geben.“

Gefunden beim kinderdoc

Für Laien: Glycerin Zäpfchen gibts zum Abführen. Nitroglycerin (wie im Sprengstoff Dynamit) braucht man zwar medizinisch auch, aber eher zum erweitern der Gefässe bei Angina Pectoris Anfällen (Herzproblemen) in Form von Mundsprays oder Kaukapseln.

Nichts wichtiges …

Besorgte Mutter am Telefon: „Hallo? Ich habe gerade so ein Nasen-Ballon-Ding für mein Baby gekauft, weil es so erkältet ist.“

Drogistin:Ein Nasenpümpchen, ja – und?.“

Besorgte Mutter: „Ja. Wird es auch nichts Wichtiges rausziehen?“

Nein, das Gehirn bleibt drin. Aber ich finde die Mütter, die das wollen, sollten es zuerst an sich selbst ausprobieren – es ist schon ein *etwas* seltsames Gefühl. Bei meinem Junior habe ich das nie gebraucht: Salzlösung in Portionen hat längstens ausgereicht.

%d Bloggern gefällt das: