Schlagende Argumente

Gestern mittag war ich mit Junior bei der Logopädin. Die sollte abklären, ob Juniors Probleme mit „Sch“ und „R“ etwas Training benötigen.

Um zu sehen, wie er sprachlich steht, hat sie diverse Tests mit ihm gemacht – hauptsächlich ging es mit Bildern, die er beschreiben musste. Das ging alles ganz wunderbar, bis sie zu einem Bild mit einer Pfanne kam.

Logopädin: „Was ist das?“

Junior: „Eine Pfanne!“

Logopädin: „Und weisst Du auch, was man damit macht?“

Junior: „Schlagen! …. äh, kochen.“

entsetzter Blick der Logopädin zu mir. Ich grinse betroffen – das hätte ich ja erwarten können. Dazu kann ich nur sagen: Disney ist schuld!

Ich habe dann versucht ihr das zu erklären: In die Ferien habe ich auf dem ipad einen Film mitgenommen, den wir ein paar Mal geschaut haben: Rapunzel. Und darin …

Ja – eben. Pfannen sind praktisch. Das ist hängengeblieben. Offenbar hat sie den Film bisher nicht gesehen.

Wahrscheinlich denkt sie jetzt, ich haue zuhause meinen Mann …

Dieses süsse Ding ist ein Chamäleon und heisst Pascal. Meine Lieblingsfigur im Film :-)

Ich. bin. sauer!

Wieso?

Es war bisher schon schwierig genug herauszufinden, ob ein Medikament Lactose enthält oder nicht. Jetzt …

In der Schweiz ist es (aus welchem Grund auch immer?!?) nicht Vorschrift, dass die Hilfsstoffe, die in Tabletten / Kapseln / Lösungen etc. drin sind angegeben sein müssen. Das im Gegensatz zu der EU und so ziemlich allen anderen Ländern.

Das bedeutet: Auf der Packung und in der Packungsbeilage steht bei den Medikamenten nur geheimnisvoll:

„Excipiens pro compresso“ oder „Excipiens ad Xml solutio“

… was nichts weiter bedeutet als: „Was es so braucht an Hilfsstoffen, um eine Tablette / Lösung zu machen“

Na Danke!

Da steht nicht drin, was das denn so Hilfsstoffe sind. Keine Info über Lactose oder Gluten-Gehalt. Auf unseren Lebensmitteln steht mehr drauf in Punkto „Allergikerinfo“.

Das einzige, was man auf der Packung noch sehen kann ist, ob es Alkohol drin hat.

Nun gut. Bisher gab es noch mühsam die Möglichkeit im Internet in einer Liste nachzuschauen, ob ein Medikament KEIN Lactose drin hat: Das war http://www.groggpharma.ch/cms/front_content.php?idcat=7 – kein Grund mehr da nachzusehen, die Seite ist down.

Eine Suche auf der Hauptseite ergibt irgendwo diese kleine Notiz als Antwort:

Laktosefreie Medikamente:
Aus rechtlichen Gründen können wir die Liste mit den laktosefreien Medikamenten nicht mehr publizieren.

WiiIIIeEeSoOoooo?

Die einzige Quelle, die übersichtlich und zugänglich war ist weg.

Wenn jetzt jemand fragt, ob ein Medikament Lactose drin hat oder ob es eine lactosefreie Alternative gibt … das wird enorm schwierig. Im Prinzip bleibt mir nichts, als da den Firmen direkt anzurufen. Einzeln. Oder die Handzettel, die manche Firmen mit Überblick über ihre Medikamente verteilen zu sammeln. Auch nicht wirklich gut.

Kennt jemand sonst noch eine Variante?

Emptyful

Oh, das ist Kunst, die mir gefällt.

Im Stadtzentrum von Winnipeg (Kanada) steht diese Stahlskulptur – ein Erlenmeyerkolben, gleichzeitig voll und leer. Mit Wasservorhang unten und Wassernebel oben und das alles von Farben wechselnden LEDs beleuchtet bietet das ein ziemliches Schauspiel.

Foto: Gabe Daly

mehr Fotos und Info über das Projekt hier: Link

 

Gratuliere?

Junge Frau an der Kasse der Apotheke: „He, kann ich diesen Schwangerschaftstest ohne die Schachtel haben?“

Pharmama: „Ja, klar. Nach dem Kauf können Sie ihn rausnehmen. Ich entsorge die Schachtel für Sie.“

Frau: „Oh gut. Mein Freund wartet zuhause – ich will das aber vorher  testen.“

Pharmama: „Im Kaufhaus nebenan hat es eine öffentliche Toilette. Dort können Sie das sicher machen.“

Frau: „Ja …ich weiss. Er hätte gerne ein Baby, aber er weiss noch nichts davon.“

Pharmama: *nuschel*:„Mmmmnnin Ordnung….“ (ich verkaufe den Test)

Sie nimmt den Test aus der Schachtel

Pharmama: „Möchten sie die Anleitung mitnehmen?“

Frau: „Nein, ich habe schon auf genug von diesen Dingern draufgepieselt. Wo ist die Toilette genau?“

mehr Schwangerschaftstests: