Apotheken aus aller Welt, 685: Leipzig, Deutschland

Danke an Leserin Beate, die mich grad mit mehreren Apotheken beglückt, die ich nacheinander bringen will.

ich lese ihren Blog schon seit geraumer Zeit eher passiv mit. Ich bin weder Apotheken-Mitarbeiter noch Mediziner und eher selten Apotheken-Kunde. Ich finde die Themen aber trotzdem (oder vielleicht gerade deshalb?) interessant.
Vor einiger Zeit habe ich nun begonnen, auch Apotheken zu fotografieren, die mir aus irgendeinem Grund aufgefallen sind. Hiervon möchte ich Ihnen nun einige zukommen lassen:
Leipzig: Die Grassi-Apotheke am Grassi-Platz gegenüber von Grassi-Museum… auffallende Namensgleichheit. :-)
2015_02_Leipzig

Dialoge aus der Apotheke / 1

DialogeausApo3

Viel zu häufig:

K: Ist die Apothekerin hier?

PA: Wenn Sie wollen, gehe ich sie holen.

K: Ja. Könnten Sie sie fragen, ob das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird?

Erstens: ist die Apotheke offen, dann ist eine Apothekerin (oder ein Apotheker) anwesend. Ansonsten dürfte die Apotheke aus gesetzlichen Gründen nicht mal offen haben.

Zweitens: Auskünfte darüber, wie das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird können alle erteilen: von der Apothekerin über die Pharmaassistentin bis zur Drogistin (wenn sie in der Apotheke arbeitet). Das gehört nicht zu den Sachen, für die es zwingend die Apothekerin braucht. Dasselbe gilt für Preisauskünfte; ob man das Apothekenheft haben kann; oder Muster … für letzteres sind die Pharmassistentinnen und Drogistinnen tatsächlich noch viel besser geeignet.

3 Jahre Pille in grün

lachnebenwirkungen

Ältere Damen, die eine rotweiße Kapsel vorzeigen und «die gleiche in Grün» möchten oder Mütter, die Hustenbonbons mit Fieberzäpfchen verwechseln: Apotheker sind für ihre Kunden eine Mischung aus medizinischem Notdienst, wandelndem Lexikon und seelischem Mülleimer. Die Pharmama steht seit vielen Jahren hinterm Tresen und hat schon unzählige skurrile, witzige und auch sehr seltsame Geschichten in ihrer Apotheke erlebt; davon erzählt sie nun in ihrem Buch.

rowohlt Verlag

 

 

Heute vor 3 Jahren kam mein Buch „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ in den Handel … und ich kann sagen: ich bin immer noch sehr zufrieden damit. Es verkauft sich regelmässig – auch wenn es kein Spiegel-Bestseller wurde, so bekomme ich doch (immer noch) sehr gute Kritiken und es ist gelegentlich wieder auf einer Amazon-Bestsellerliste. Lesetipp also für alle Blogleser und -Besucher … und auch für die mit interessierten Freunden, die noch etwas zum schenken suchen!

Haben Sie diese Pille auch in grün? ist im Buchhandel erhältlich und bei Amazon.

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Vertreterbesuch in der Apotheke (Sampler)

Ich gebe zu, ich habe es nicht so mit den Vertretern der Pharmafirmen (oder Vertretern überhaupt). Die Qualität ihrer „Besuche“ in der Apotheke sind auch sehr unterschiedlich. Einerseits bin ich froh um die Informationen über neue Medikamente, Generika oder OTC-Produkte, die sie bringen, andererseits muss man ihre Ausagen und auch die schönen Hochglanzbroschüren mit „einem Körnchen Salz“ nehmen – also kritisch hinterfragen.

Andererseits gibt es solche, die ganz offenbar Druck von oben bekommen, ihre Produkte (in dem Fall vor allem OTC, also die freiverkäuflichen) an den Mann oder die Frau zu bringen. Und manche versuchen dann fast alles.

Ein paar Vertreter mag ich aber: diejenigen, die sich anmelden, so dass man sich Zeit nehmen kann, die das Wissen haben und einem die wichtigen Informationen geben (und mehr liefern können, wenn man nachfragt), die Muster bringen, die man auch brauchen kann und die nicht zu sehr „drücken“.

Vertreterbesuch – wie geht das im Normalfall vor sich

Was bist Du? – Da „Vertreter“ ja nicht wirklich die Berufsbezeichnung ist heute

Nur für die Bestellung da: noch mehr nervige Vertreter

Kein Vertreterbesuch – auch die Apothekerin darf mal zu Mittag essen.

Nervige Vertreter: das schlechteste „Exemplar“ das mir bisher untergekommen ist

.. und das hatte eine Fortsetzung!

Nervige Vertreter zum Dritten – Methoden, die bei mir nicht ankommen

Nicht mein Job – wenn man mal etwas von der Firma braucht

Geht doch – mit leider ein wenig Druck.

Ein Beispiel dafür, was einem der Vertreter so erzählt: Ein wirkliches Problem

Defekte Produkte und Reaktionen – der Pharmafirmen können sehr unterschiedlich sein.

Weil das indirekt hier auch hingehört: Damit schlagen sich Mitarbeiter der Pharmafirmen auch herum: Lieferunfähig (hat manchmal seltsame Gründe)

Von Vertretern bekommt man Medikamentenmuster

und früher gelegentlich „Goodies“ wie diese nette Sammlung eines Arztes zeigt.

Mein Essen zahle ich selbst ist eine Gegenreaktion der Ärzte – gegen die (auch unbewusste) Beeinflussung durch Vertretergeschenke.