Dialoge aus der Apotheke / 1

DialogeausApo3

Viel zu häufig:

K: Ist die Apothekerin hier?

PA: Wenn Sie wollen, gehe ich sie holen.

K: Ja. Könnten Sie sie fragen, ob das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird?

Erstens: ist die Apotheke offen, dann ist eine Apothekerin (oder ein Apotheker) anwesend. Ansonsten dürfte die Apotheke aus gesetzlichen Gründen nicht mal offen haben.

Zweitens: Auskünfte darüber, wie das Medikament von der Krankenkasse übernommen wird können alle erteilen: von der Apothekerin über die Pharmaassistentin bis zur Drogistin (wenn sie in der Apotheke arbeitet). Das gehört nicht zu den Sachen, für die es zwingend die Apothekerin braucht. Dasselbe gilt für Preisauskünfte; ob man das Apothekenheft haben kann; oder Muster … für letzteres sind die Pharmassistentinnen und Drogistinnen tatsächlich noch viel besser geeignet.

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 04/09/2016 in Apotheke und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 15 Kommentare.

  1. Aber…. aber…. man MUSS doch mit dem Chef reden, das Fußvolk ist definitiv nicht gut genug!

    Irgendwie interessiert es mich nie, welchen „Rang“ oder welche Ausbildung die Leute haben, mit denen ich als Kunde in Kontakt komme. Wenn etwas nicht in deren Kompetenzbereich fällt, werden die mich schon weiterleiten.

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  2. Ich frage mich in welchen Fällen es überhaupt sinnvoll ist nach der Apothekerin zu fragen? Wenn ich eine Frage stelle, die mein Gegenüber nicht beantworten kann wird er das doch wohl mitteilen und selber die Person hinzuziehen, die es könnte? Und wenn die Frage beantwortet werden kann brauchts die Apothekerin doch nicht?

    Mir würden höchstens Beschwerden oder so einfallen?

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    • .. und ich frage mich, wozu es überhaupt Apotheker (m/w) gibt. Einem Studium wird doch viel zu viel Bedeutung beigemessen 😉
      #Ironiemodus AUS

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      • Ich finde Apotheker sehr wichtig. Nur wenn ich in der Apotheke eine Frage stelle ist mir in erster Linie egal wer vor mir steht. Ich gehe davon aus dass die Person ihr Wissen und die Grenzen ihres Wissens besser einschätzen kann als ich. Ich weiß nicht was genau die PTA/Drogistin/Apotheker*in im einzelenen lernt. Aber ich gehe davon aus, dass meine Frage entweder beantwortet wird oder eben die Person hinzugezogen wird, die die Frage beantworten kann.

        Deswegen würde ich vor meiner Frage eben nicht nach einem Apotheker fragen 😉 so meine ich das.

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  3. Immerhin wurde nach der Apothekerin gefragt, und nicht die Apothekerin, ob der Apotheker da ist. ^^

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    • Oh ja, das ist auch sehr beliebt. Allerdings heisst das dann „Ist der Chef da?“. Grundsätzlich gelten alle alle männlichen Personen, die in einem weissen Kittel in der Apotheke gesichtet wurden, automatisch als Chef. Ist doch klar, wenn sonst nur weibliches Personal anwesend ist. Dann muss der Mann der Chef sein. 😉

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      • Genauso wie bei uns (im Rettungsdienst, nicht an der Uni xD) die männlichen Kollegen immer mit „Herr Doktor“ angeredet werden und ich (und die anderen weiblichen Retter) mit „Schwester“.

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  4. Bin keine Apothekerin, aber auch „Chefin“ und kenne das ganz genau so. Kunde hat es HOCHwichtig, sagt meiner Sekretärin (trotz freundlichen Nachfragens) noch nicht mal den Grund seines Anrufes, nur die Chefin selbst kann ihn zurückrufen. Wenn ich das dann tue, kommt in 99,9% auch eine Banalität, die jeder andere Mitarbeiter hätte klären können, mit einen Blick in den PC oder weil es eine absolute Standardfrage ist.
    Einmal rutschte mir die Frage raus: „Warum wollten Sie für dieses Angelegenheit (, die mit einem einfachen Satz beantwortet war, der auch dem Vertrag zu entnehmen gewesen wäre) denn mich sprechen und haben nicht meine Mitarbeiterin gefragt?“ Die Antwort war verblüffend: „Ach, ich mir gar keine Gedanken gemacht.“ Ach sollll DAS erklärt aber wirklich vieles.

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  5. Mein Favorit:
    Ein Stammkunde fragt die Pharma-Assistentin explizit nach der Apothekerin. Als ich nach vorne komme, fragt der Kunde nach einem blutstillenden Stift, wenn man sich beim Rassieren schneidet… stöhn
    Da ich den Kunden kenne und er öfters solche Spielchen macht, sagte ich ganz freundlich: “ Oh, das ist ein Kosmetisches Produkt – da muss ich schnell jemanden fragen, der sich damit auskennt!“ und wende mich an die Pharma-Assistentin von vorher…
    Der Kunde machte ein Gesicht für Götter!

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  1. Pingback: „Und Sie sind …?“ | rescue blog

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