Kein Baby-Aspirin mehr

In die Apotheke kommt eine ältere Frau und verlangt: „Aspirin“.

Als ich ihr eine Packung Aspirin bringe, sagt sie: „Nein, nicht die 500er. Haben Sie keine Aspirin 100?“

Pharmama: „Das wäre dann Aspirin cardio – die sind rezeptpflichtig.“

Frau: „Sicher? Wieso denn das? Bisher habe ich die 100er immer ohne Rezept bekommen.“

Pharmama: „Das ist gut möglich, bis vor etwa einem halben Jahr gab es ‚Aspirin 100’ tatsächlich ohne Rezept. Die haben sie inzwischen aber aus dem Handel genommen.“

Frau: „Aber wieso?“

Pharmama: „Darf ich mal gegenfragen? Wofür nehmen Sie denn die Aspirin? Wohl kaum gegen Kopfschmerzen in der Dosierung, oder?“

Frau: „Nein, ich nehme sie für das Herz. Einmal täglich, das ist zur Vorbeugung.“

Pharmama: „Sehen Sie, das dachte ich mir. Sie nehmen das Aspirin also als Prohylaxe von Herzproblemen. Aspirin wird in der niedrigen Dosierung wegen der Blutverdünnenden Wirkung genommen. Damit ist aber nicht zu spassen. Zuviel Blutverdünnung und sie bekommen Blutungen – zum Teil auch an Orten, wo sie das nicht sehen, zum Beispiel im Magen. Darum gehört diese Art der Anwendung auch zum Arzt unter Kontrolle. Und darum ist das rezeptpflichtig.“

Frau: „Oh … daran habe ich noch nie gedacht. Aber … warum gab es dann das Baby-Aspirin?“

Pharmama: „Ehrlich … das ist mir auch nicht ganz klar. Vor allem, weil man Aspirin nicht an Babies – und auch nicht an Kinder und Jugendliche geben soll, da die Möglichkeit besteht, dass diese ein Reye Syndrom entwickeln. Das ist eine schwere Nebenwirkung -vor allem im Zusammenhang mit viralen Erkrankungen-, mit Bewusstseinsstörungen, Leberfunktionsstörungen, die lebensbedrohlich ist.“

Frau: „Aber das Aspirin 500 gibt es weiter ohne Rezept…“

Pharmama: „Ja. Das ist allerdings in der Dosierung gegen Schmerzen, bei Erwachsenen … und auch dann nur für ein paar Tage gedacht.“

Frau: „Dann geben sie mir so eine Packung. Und … ich gehe und lasse mir vom Arzt das Aspirin cardio verschreiben. Danke vielmals für die Info!“

Was mir einmal mehr zeigt, wie unbekannt selbst etwas so bekanntes wie Aspirin in der Öffentlichkeit eigentlich ist.

Gegengefragt

Mann in der Apotheke: „Ich weiss, sie sind NUR eine Apothekerin, aber kann ich ihnen eine Frage stellen?“

Pharmama: „Sind sie sicher, dass Sie das möchten? Schliesslich bin ich NUR eine Apothekerin?“

(Hmpf).

Und jetzt stellen wir den Stolz wieder beiseite und helfen, so gut wir können.

Ungeduldige Leute

Die Frau, die gerade die Apotheke verlassen hat, weil sie offenbar zu lange warten musste, steht jetzt direkt vor der Apotheke, mit dem Natel* in der Hand und telefoniert.

In die Apotheke.

Um zu schauen, ob ich endlich nicht mehr am Telefon bin!

Grrr. Das war für eine wichtige Nachfrage beim Arzt wegen einem Rezept.

Das was Sie jetzt machen ist meine Zeit verschwenden!

*für Nicht-Schweizer: Natel =  Handy

Das Suspensorium

Eine wenig bekannte Tatsache:

Das erste Suspensorium wurde im Hockey 1874 benutzt und der erste Helm 1974.

Das bedeutet, es hat 100 Jahre gedauert, bis die Männer realisiert haben, dass auch ihr Hirn wichtig ist.

*duck und weg*

Das ist mir letzthin eingefallen, als ein Kunde bei uns ein Suspensorium kaufen wollte. Das ist hierzulande ein eher seltener Wunsch – im Gegensatz zu Amerika, wo man die Dinger im Sport obligatorisch schon in der Schule trägt. Wenn man ein Mann ist, natürlich.

Ich musste mich also erst kundig machen, wo ich das herbekomme. Dabei fand ich dann auch heraus, dass es die Dinger in verschiedenen Grössen gibt. Der Kunde wusste seine Grösse nicht – und die Unterhosengrösse reicht als Angabe für die Art Tiefschutz, die ich bestellen kann nicht. Um das richtig anzupassen müsste man … die Hodenlänge messen.

Obwohl der Kunde mir sein absolutes Vertrauen ausdrückte, dass ich das machen könne – habe ich ihm geraten, vielleicht erst in einem Sanitäts- oder vielleicht Sportgeschäft nachzuschauen, ob er seinen Tiefschutz dort einfacher bekommen kann.

Es hat Grenzen, was ich anmesse ….

Quicky (18)

Kundin in der Apotheke:

„Haben sie nicht etwas gegen schmerzende Füsse? Ich habe da ein Hähnchenauge, das mir weh macht.“

(Sie hat natürlich ein Hühnerauge … sexistisch, nicht?)

Quickys: kurz – manchmal nicht ganz schmerzfrei, häufig mindestens zweideutig … hier mehr davon:

Quicky (17)
Quicky (16)
Quicky (15)
Quicky (14)
Quicky (13)
Quicky (12)
Quicky (11)
Quicky (10)
Quicky (9)
Quicky (8)
Quicky (7)
Quicky (6)
Quicky (5)
Quicky (4)
Quicky (3)
Quicky (2)
Quicky (1)

Theorie und Praxis

Theorie: Zeig den Kunden, wie sie auf OTC Produkte (die freiverkäuflichen Sachen) sparen können, wenn sie Generika nehmen.

Realität: Verkauf den Kunden nach was sie gefragt haben oder sie diskutieren 5 Minuten lang mit dir und kaufen dann trotzdem das Original.

(Heute bin ich frustriert. Sorry).