Demenz und Gedächtnisprobleme in der Apotheke (Sampler)

Im Alter leider immer häufiger auftretend: Gedächtnisprobleme und Demenz. Tatsächlich hat einer unserer Dozenten einmal gemeint, dass wir eine annähernd 50% „Chance“ hätten im Alter eine Demenzerkrankung zu bekommen. Alzheimer ist nur eine davon. Allen gemeinsam ist ein Verlust der Verstandesfähigkeit, Verschlechterung des Gedächtnisses … und damit zunehmend Probleme im Alltag selbständig zurechtzukommen.

Das sind beunruhigende Aussichten … und wegen der Häufigkeit, mit der das auftritt, haben wir in der Apotheke häufig einen (unschönen) Logenplatz, bei dem wir mitbekommen, wie es bei manchen Patienten und Kunden abwärts geht und wie andere damit zu kämpfen haben.

Die betroffenen Personen selber reagieren sehr unterschiedlich auf diese Entwicklung. Es kann sein, dass das fast unbemerkt von der betroffenen Person fortschreitet, aber wenn man beginnt, das zu bemerken reagieren die Leute (laut eigener Erfahrung) häufig erst mal damit, die „Schuld“ dafür bei der Umgebung zu suchen, weil etwas nicht mehr so ist / oder so geht wie bisher. Während andere durchgehend freundlich bleiben  – selbst bei zunehmender Verwirrung, machen einige Persönlichkeitsveränderungen durch und werde aggressiv gegenüber Umgebung und teils eigenem Partner.

Hier auf dem Blog habe ich schon über so Begegnungen geschrieben. Einmal querbeet:

Es gäbe ja Mittel für das Gedächtnis

Rätselaufgabe in der Apotheke

Geduldsprobe mit Beruhigungsmitteln

Weshalb haben Sie mir das verkauft? – Oder: Das habe ich ja schon zu Hause, das sollten Sie doch wissen!

Aber auch wenn man die Übersicht hat, was bezogen wird, heisst das nicht, dass da nichts falsch zu machen ist.

Schleichend fängt es an. Irgendwann aber wird es für die Umgebung deutlich.

Es geht hier nicht ums Recht-haben. Aber jetzt mache ich mir etwas Sorgen.

Unbeabsichtigte Überdosierung: kann auch dadurch passieren, wenn man vergisst, dass man es schon genommen hat.

Verantwortungsabgabe, nicht ganz freiwillig –Dosette sind eine Möglichkeit der Unterstützung aus der Apotheke.

Habe ich auch alles? Ja. Habe ich wirklich alles. Ja?

Nicht mehr so nett – und alles neue Leute?

Im diesem Fall war die Demenz zumindest teils aktiv selbergemacht: Alkoholismus. Das macht es nicht einfacher, hier Hausverbot zu erteilen.

Was tun? Wenn es jemanden Bekannten trifft.

Das Leben ist manchmal wirklich unfair.

und (am Rande passend): Intelligente Werbung

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 22/09/2016 in Apotheke und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. Danke für diese Zusammenstellung, die ich gern verbloggt habe. Der Beitrag bringt mich auf die Frage, was aus „Tante“ Mia wurde.

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    • Schwieriges Thema. Aber nachdem ich mich versichert habe, dass sie nicht alleine dasteht (sie hat jemanden vom Amt, der für sie schauen sollte) und den informiert habe … habe ich nichts mehr gehört. Gar nichts. Ich vermute, dass ihr Wunsch dann erfüllt wurde.

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  1. Pingback: Demenz und Gedächtnisprobleme in der Apotheke | Alzheimerblog's Blog

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