Nichts Falsch zu machen – oder?

kleiner Gastbeitrag von PTA Barbara – von der wir auch das Foto einer Apotheke heute nachmittag bekommen haben:
Wir haben eine Kundin, von der wir wissen, dass sie etwas dement ist. Sie hat ein Kundenkonto bei uns, so können wir kontrollieren, dass sie nicht zu viele Tabletten kauft/ einnimmt auf Grund Ihrer Demenz.
Sie kommt regelmäßig und holt sich Schmerzsalben, mal auch Kopfschmerztabletten oder so. Unter anderm kauft sie regelmäßig ein Shampoo. Bei dem Shampoo dachten wir bis vor kurzem, dass man eigentlich nichts falsch machen kann …
…. Nur vor kurzem war der Sohn der Dame bei ihr zu Besuch und stellte fest, dass seine Mutter das Shampoo Teelöffel-weise einnimmt!
Autsch.
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18 Antworten auf „Nichts Falsch zu machen – oder?

    1. Das ist sicher so – Erfahrungsgemäss dauert es aber oft länger, bis die Erkenntnis (und die Entscheidung) darüber durch ist. Man will es selber nicht wahrhaben, die Angehörigen wollen es nicht wahrhaben … man verliert ja viel Selbständigkeit, das geht manchmal schleichend
      … irgendwann ist es dann eben so weit. Angenehm ist das für keinen der Beteiligten.

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    2. Sie wäre sicher betreut besser aufgehoben. Manchmal reicht auch etwas häusliche Pflege und Haushaltsunterstützung, aber oft geht es irgendwann schnell bergab.
      Besonders die Personen, die körperlich noch fit sind, schaffen aber erstaunliche Verdeckungsstrategien. Das tägliche ritualisierte Leben funktioniert dann noch überraschend gut, wie z.B. zur Apotheke oder in den Supermarkt zu gehen. Meine Oma hat sich dann eine zeitlang fast nur von Magnum-Eis und Mineralwasser ernährt, weil sie nicht mehr für sich kochen konnten.
      Die Angehörigen merken irgendwann, dass Oma oder Opa etwas tüddelig sind, aber das ist ja normal in dem Alter, nicht wahr? Altenheim? Um Himmels willen, die geht doch noch täglich in den Supermarkt! Der Knall kommt erst dann, wenn nachts die Nachbarn rausgeklingelt werden oder Klamotten aus dem Fenster fliegen.

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    1. Das wäre ziemlich schlecht – das Problem bei Seife ist ja genau das, wenn man es (versehentlich) einnimmt: Dass es Blasen bildet und man die dann in die Lunge bekommen kann.
      Übrigens: Wer kennt das Antidot (das Gegengift) bei Seifeneinnahme?

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  1. Auch auf die Gefahr jetzt gesteinigt zu werden.
    Ich würde als Apotheke meine Hände in Unschuld waschen und nicht protokollieren wann sie Haarshampoo kauft.
    Wenn sie so verwirrt ist das sie solche ungesunden Dinge tut dann sollte man ganz dringend über einen Wohnraum mit 24 Präsenzkräften nachdenken.

    Und ich würde glaube ich auch explodieren wenn mir die Apotheke demnächst bei Salbe Lotion oder meinetwegen auch Shampoos vorrechnet das ich zu viel davon kaufe und vielleicht ja auch irgendwas „dummes“ damit mache.

    Und ja mir schwillt auch der Hals wenn der Apotheker (stand so auf dem Schild) mir eine 50er Packung Ibu 400 die er doch selbst im Angebot hat (!) erst nach 20 Minuten verkauft weil ich ihm verspreche nicht alle auf einmal zu nehmen. Heute so erst erlebt. und nein ich sehe nicht Dement aus.

    Vielleicht sollte man einfach zwei Schalter einführen „Hier werden sie beraten und wir mischen uns ein“ und „Hier dürfen sie kaufen was sie wollen aber wir sind aus der Haftung raus“ meintwegen auch gegen Unterschrift…

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      1. Gut ich entschuldige mich, aber ich hoffe auf ein wenig Verständnis das es nervt jedes Mal wieder über die Nebenwirkungen eines üblichen Medikamentes belehrt zu werden selbst wenn man gleich am Anfang sagt „ich fülle meine Vorräte auf, ich kenne das Medikament“

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        1. Hab du doch auch Verständnis für die Apotheker und die Angstellten. Erstens müssen sie dich aufklären, ob sie wollen oder nicht und zweitens sieht man alleine hier im Blog fast täglich, wie bitter nötig diese Aufklärung ist. Man sieht niemandem an der Nasenspitze an, ob er sich, wie du vielleicht, mit dem Medikament auskennt oder ob er nicht weiß, daß ein Zuviel oder eine falsche Anwendung direkt schwere Folgeschäden macht.

          Die machen das nicht um dich zu ärgern :)

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        2. Was Blogolade schreibt, ist ein wichtiger Punkt.
          Der Großteil der Apotheker(innen) möchte seinen Beruf ausüben, ganz abgesehen von der Beratungspflicht. Wir sind keine Verkäufer, sondern immer noch Heilberufler, und das meist gerne.
          Gerade unter denen, die „das Medikament kennen“, finden sich Leute, die eine Beratung eingentlich dringend benötigen, weil sie Arzneimittel missbrauchen (täglich Schmerzmittel, Anti-Durchfallmittel, Nasensprays…).

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