Ein Blick zurück – 2015

Bevor WordPress wieder seinen Jahresrückblick veröffentlicht, was mit dem Blog so gelaufen ist, kommt hier ein etwas persönlicherer Jahresrückblick.

Es war ein … irgendwie kurzes Jahr. Fast bin ich schon erschreckt ist es schon zu Ende.

vaderJunior ist wieder ein Jahr älter geworden – er hat es gut überstanden, von einem (an-)gebrochenen Arm im Frühling und einem verstauchtem Fuss in Herbst abgesehen … beides „Sport“-Unfälle, ersteres beim Schlitteln, zweites beim Herumrennen. Man kann sie nicht in Watte packen, richtig? Die Folge waren jeweils 2 Wochen Stützen und Dispens vom Turnunterricht. Als ob sie nicht schon wenig genug Turnen hätten. Wenn jemand in der Schule ausfällt oder bei speziellen Aktivitäten fallen eigentlich immer die Turnstunden aus. Er hat mit dem neuen Schuljahr neue Lehrer bekommen. 2 an der Zahl und männlich. Den Unterschied merkt man sehr, insbesondere an markant weniger Hausaufgaben – letztes Schuljahr hatten wir jeden (jeden!) Tag Aufgaben. Wir, denn Junior hat sehr Mühe da dran zu bleiben und braucht ziemlich Unterstützung. Dafür jetzt: kaum noch welche, dafür haben sie mit Französisch angefangen (seltsames Unterrichtsmaterial by the way) … und in mir die unterschwellige Angst, dass sie mit dem Stoff nicht wirklich vorwärts- oder durch-kommen. Vielleicht ist das nur der Unterschied zu vorher, aber … ja, es beunruhigt mich etwas. Neben der Schule hat Junior das Krokodil und den Eisbär erreicht und er will weiterhin schwimmen und Kurse nehmen, was mich als ehemalige Wasserratte und Rettungsschwimmer sehr freut.

tansania

In den Ferien waren wir alle auch – zuletzt in Tansania. Afrika ist immer schön, wenn es auch etwas chaotischer war als sonst. Nochmal will ich auf jeden Fall nicht 1 Tag festhängen, auch wenn sie in Amsterdam gut für uns geschaut haben.

thailand

In den nächsten Ferien (in Thailand) habe ich übrigens meine Eltern überzeugen können (Juhu!) dass sie eine Woche mit uns zusammen verbringen. Unterwegs sind sie dann sowieso, aber ich freue mich wahnsinnig darauf, ihnen Khao Lak zu zeigen, wo wir schon ein paar Mal waren.

Der Blog … er hatte viele Besuche: fast 1.5 Millionen und macht mir weiterhin viel Freude. Was ich hier nicht geschrieben habe, aber was eine grössere Überraschung war: mein Arbeitgeber weiss inzwischen, dass ich blogge und … … sie finden es gut! Da fiel mir doch ein kleinerer Stein vom Herz. Dennoch ändert sich hier nichts: falls ihr mich kennt, bitte ich das auch weiterhin für Euch zu behalten. Ich werde auch weiter anonym bloggen, für mich (ich bin – man glaubt es kaum- etwas scheu) und für die Patienten (auch weiterhin die Geschichten so weit anonymisiert, dass sie nicht zuzuordnen sind für Aussenstehende).

Der Blog „bringt“ mir viel. Da wären die über 6000 Kommentare allein in dem Jahr von Euch – immer wieder interessant und auch ich lerne dadurch noch dazu. Die Kommentare lasse ich momentan immer noch auf „moderiert“: also dass zumindest der erste Kommentar, den jemand schreibt von mir freigegeben werden muss. Das habe ich eingeführt, nachdem ich Ende letzten Jahres ziemlich bedroht wurde (nachzulesen hier). Von dem Typen habe ich übrigens nichts mehr gehört, was gut ist für ihn. Ein bisschen weiter und ich hätte ihn angezeigt, Blog-anonymität hin oder her.

Dann nicht zu vergessen die Fotos von Apotheken aus aller Welt, die mich für meine Sammlung hier von Euch aus aller Welt erreichen. Ich hinke damit immer etwas hinterher mit bringen, aber die kommen! Ich habe übrigens inzwischen ein Schlagwort dafür, so dass sich jetzt alle Apotheken unter ApothekenausallerWelt finden lassen.

Da war die Wichtelaktion, die mit … gemischten Gefühlen empfangen worden ist und zu teils lautstarkem Protest geführt hat. Die gilt übrigens immer noch: Wer mir etwas vom Wunschzettel zukommen lässt, der bekommt dafür eines meiner „Einmal täglich“ Cartoon Bücher mit persönlicher Widmung / Zeichnung zugeschickt. Ein paar haben davon Gebrauch gemacht – und wenn sie nur halb so glücklich damit waren, wie ich, war das ein Erfolg.

Seit Spätsommer bringe ich gesponserte Posts auf dem Blog, nur gelegentlich und gekennzeichnet.

sponsoredbannerschmalObwohl ich immer wieder Anfragen bekomme: Online-Apotheken, Online-Ärzte-Apotheken (wie Dr.Ed und Co.) und was direkt mit der Apotheke in Konkurrenz steht … derartiges wird es hier nicht geben. Die Werbe-Einnahmen kommen mir und der Familie zu gut … ein Nachtessen mehr in den nächsten Ferien J – 15% der Einnahmen gingen (und werden gehen) als Spende an diverse Hilfsorganisationen, das letzte Mal die Ärzte ohne Grenzen und Apotheker ohne Grenzen.

Dann lernt man interessante Leute kennen via den Blog – Dr. Friederike Bischof, ehemalige Ärztin, die nicht nur den spannenden Gastbeitrag „Rundumversorgt“ beigetragen hat, sondern die als Hobby Kochbücher schreibt wie Kochtipps für Geniesser, die man wirklich gut zur Fest-vorbereitung brauchen kann.

Von einem deutschen Kollegen im „Unruhestand“ habe ich sein Buch bekommen, das er über seine Apotheker-Zeit vor allem für sich selber geschrieben hat. Eigentlich schade, denn das war wirklich lesenswert und interessant: wer hätte gedacht, wie sehr sich das Studium auch nach über 30 Jahren ähnelt? Danke dafür U.D.! (Darf ich Deinen Namen nennen?). Vielleicht darf ich den einen oder anderen Auszug hier auch bringen.

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Was gab’s noch? Ich habe Canva entdeckt,

eine Seite und Tipp, mit dem man gratis online tolle Grafiken und Bilder

für den Blog (und Facebook etc.) erstellen kann.

Ich habe Instagram wieder entdeckt – da kann ich diese Bilder auch gleich anwenden … Auf facebook wurde eines dieser Bilder von PTAheute verlinkt – was mir innert kürzester Zeit einen Zuwachs von 150 Fans gebracht hat.Das war nett 🙂 Nicht so nett fand ich, was apotheke adhoc gemacht hat, als sie von meiner Slideshare:

von Mitte Juli die Inhalte, die ich sorgfältig und mit viel Liebe zusammengestellt habe, übernommen haben, mit neuen Bildern versehen und ohne Angabe oder Danke woher die Idee (und mehr) kam Anfang August auf ihrer Seite gebracht haben. Grummel.

In der Apotheke bleibt es spannend. Wir bekommen einen Mann ins (bisher durchwegs weibliche) Team – und das in der Drogerie. Das gibt sicher noch interessante neue Blogbeiträge 🙂

Daneben bin ich am überlegen, ob ich einen Pharmama-Krimi schreiben will. In und um die Apotheke natürlich und mit einer geballten Ladung Humor (darf man das in einem Krimi?). Ich bin erst in der Vorbereitungsphase, auch wenn ich einige Ideen dazu habe … vielleicht habt ihr Vorschläge?

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 28/12/2015 in Apotheke und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 17 Kommentare.

  1. Pharmama-Krimi: Find‘ ich gut! Und Krimis mit Humor gibt es viel zu wenige. (Nein, die Serie „Hubert und Staller“ im deutschen Fernsehen ist nur bedingt lustig.) Meiner „kleinen“ Schwester zuliebe, könntest du möglichst viele Tote einbauen? Krimis mit nur einer Leiche findet sie langweilig. Und: Wenn ich jetzt vorbestelle, bekomme ich dann ein signiertes Exemplar? freundlichlächel

    Sohn und Turnunterricht: Was beklagst du dich, wenn Turnstunden ausfallen? Er bewegt sich ja anscheinend genug. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, und meine Freunde und ich hatten wahrlich genug „Auslauf“, aber den Schulsport habe ich gehasst. Zu festen Zeiten und nach festen Regeln, das ist doch kein kindgerechter Sport. Lieber nachmittags Fußball aufm Bolzplatz nach unseren Regeln (und mit gelegentlichen Raufereien). Ach ja, und illegale Fahrradwettrennen auf öffentlichen Straßen. (Später sind wir dann auf Motorsport umgestiegen, das fand die Polizei dann nicht mehr so lustig.)

    Canva: Muss ich mal ausprobieren, danke für den Tipp. Ist vielleicht was für „wenn’s mal schnell gehen“ soll und es sich nicht rentiert Photoshop anzuschmeißen.

    Bilderklau: Geht gar nicht; ich find’s aber gut, dass du denen nicht gleich ’ne Abmahnung geschickt hast, sondern dich „nur“ ärgerst. Eins hätte ich aber nicht gemacht: Die hier namentlich zu erwähnen. So verhilfst du denen möglicherweise noch zu Klicks. Ich hätte die nur „eine andere Seite“ genannt.

    So, genug gelabert. Danke für dein schönes Blog und die vielen lustigen, nachdenklichen, informativen Beiträge. Bitte mach weiter so, und nimm dir 2016 Zeit für den Krimi!

    Gruß aus Bayern

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    • mehr Ideen-klau als Bilderklau. Die wissen schon, wie sie sich auf der rechtlichen Seite halten. Moralisch finde ich es einfach sch…

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      • Entgegen der Aussage von Alwin ist eine Abmahnung nichts verwerfliches. Letztendlich verpflichtet sich der Gegenüber nur, dass er das Fehlverhalten nicht wiederholt.

        Eine bekannte pharmazeutische Zeitschrift hatte vor Jahren einen Artikel eines Autors veröffentlicht. Dabei hatte man eindeutig eine Grafik aus einem von mir vorher publizierten Artikel verwendet und diese layouttechnisch etwas aufbereitet. Das Ganze wurde ohne jede Nennung einer Quelle veröffentlicht. Es war aber klar erkennbar, dass meine Grafik die Quelle der Abbildung war. Ich hatte damals eine Abmahnung geschrieben und sowohl Verlag als auch Autor verpflichtet, diesen Abdruck nicht mehr zu wiederholen.
        Es kam heraus, dass auch der Verlag davon ausging, dass die abgedruckte Abbildung ein Werk des Autors gewesen wäre. Für die Publikation des Artikels hatte der Autor Geld erhalten. Dementsprechend hatte man sich bei mir über einen Brief sehr ausführlich entschuldigt und in der folgenden Ausgabe eine kurze Entschuldigung abgedruckt – mit korrekter Nennung der Quelle.

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        • Entgegen der Aussage von Alwin ist eine Abmahnung nichts verwerfliches.

          Ich habe nicht gesagt dass eine Abmahnung etwas Verwerfliches sei. Ich habe lediglich Respekt vor Leuten, die sich die Abmahnerei verkneifen, weil es doch im Endeffekt nichts bringt. Der Kollege, den du abmahnst, hat im Zweifelsfall ja sowieso kein Geld, und der einzige, der an einem Abmahnprozess verdient, ist dein Anwalt.

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  2. einen Pharmama-Krimi mit viel Humor fänd ich klasse 🙂

    vielen Dank für ein weiteres Jahr spannende, lustige, lehrreiche…. Lektüre und alles Gute fürs 2016 an Dich und Deine Lieben.

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  3. turtle of doom

    Oh ja, natürlich einen Pharmakrimi!

    Eine Blutlache, weil das Rezept des bösen Arztes zu einem Papierschnitt führte. Eine Kundin mit Ketamin-Dauerrezept berichtet etwas vom Pink Panther. Die die noch nicht reparierte Kristallkugel flackerte auf, und zeigte etwas Rosarotes.

    Pharmama ermittelt und findet völlig unerwartete Hilfe vom völlig unerwarteten Patienten, der tatsächlich jedes Medikament richtig einnimmt…

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    • „Ich verstehe, Sie sind angegriffen worden“, sagte der Kommissar.
      „Ja“, sagte McLane, „mit einer Pistole“.
      „Von senkrecht oben, so wie’s aussieht“, murmelte Pharmama, während sie einen Damentampon in den .22-Kaliber-Durchschuss im Fuß des Patienten schob.
      „So, das hält ’ne Weile. Und jetzt ab mit ihm ins Krankenhaus.“
      „Ich … ich bin unschuldig!“ schrie Mc Lane. „Ich brauche ein Schmerzmittel!“
      „Das können wir machen“, sagte Pharmama ruhig, „aber in die Blutbahn geht gerade nicht, das läuft ja gleich wieder raus. Ein Zäpfchen wäre …“ — sie zog sich ihre Gummihandschuhe an — “ … möglich. Es könnte aber …“ — sie befeuchtete ihre Handschuhe großzügig mit Glycerol — “ … etwas größer ausfallen.“
      „Herr Kommissar! Herr Kommissar!“ schrie McLane, „Ich gestehe! Ich gestehe alles! Bringen Sie mich weg von dieser Frau!“

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    • noch ein paar Ideen, turtle, kann ich brauchen!

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  4. Radfahrerin

    Der Krimi schreibt sich ja fast von alleine 😉

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  5. Oho! Da fiele mir viel zu ein:
    – Geiselnahme in der Apotheke
    – Pharmama (sorry!) hat Nachtnotdienst und wird gezwungen, einen Gangster auf der Flucht zu „notoperieren“
    – In der Apotheke bricht ein Mann tot zusammen, in seiner Hand ein leeres Tablettenröllchen Arnica …
    – Pharmama kommt einem Medikamenteskandal auf die Schliche und soll von der Pharmafia aus dem Weg geräumt werden
    – Pharmama erhält mysteriöse Drohbriefe, nachdem sie angefangen hat, unterm Ladentisch Stützstrümpfe mit Stickereien und Spitze zu verkaufen
    – Ein Patient stirbt, nachdem er das Medikament X genommen hat. Es stellt sich heraus, dass die Tabletten, die ihm nachweislich Pharmama gegeben hat, eine ganz andere Wirkung hatten und Pharmama wird verhaftet, kann aber fliehen, indem sie vortäuscht, ihre Periode zu haben, und ermittelt auf eigene Faust
    – Eine neue Azubine wird eingestellt, mit der etwas faul ist. Pharmama geht der Sache nach und erfährt, dass Blonie die Nichte des Inhabers einer Billligapothekenkette ist …

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