V apteke. Zapiski farmatsevta o riskah i pobochnyh deystviyah

В аптеке. Записки фармацевта о рисках и побочных действиях

Kannst Du nicht lesen? Ich auch nicht – aber: das ist mein Buch in Russisch! „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ wurde ins Russische übersetzt. Ich musste das natürlich haben und habe es Mitte Dezember bestellt. Jetzt ist es angekommen. Den ganzen Briefmarken nach frisch aus Russland. Google translate sagt mir, dass sie den Titel geändert haben zu: „Aus der Apotheke – Risiken und Nebenwirkungen einer Apothekerin.“

Ja, weil ich ja so gefährlich bin :-P

Lustig: für das Titelbild haben sie sich von mir inspirieren lassen:

Das war mein 2018

Die Zeit zwischen den Jahren ist immer auch Rück- und Ausblick-Zeit. Eine Gelegenheit inne zu halten und Fazit zu ziehen. 2018 war … ein interessantes Jahr. Es ist viel passiert, es war gut, es war schlecht, es hatte von allem ein bisschen. Nicht alles bekommt man hier auf dem Blog mit – aber so einiges vielleicht doch.

Ich bin 45 Jahre alt geworden. Jaja, Alt, ich weiss – und über das Alter redet man ja nicht. Also will ich nix mehr darüber hören.

Vor 25 Jahren hatte ich die Matura – und dieses Jahr deshalb ein Treffen der ehemaligen Schüler von damals.

Vor 20 Jahren habe ich das Diplom als Apothekerin gemacht – und dieses Jahr haben wir das in einem grossen Treffen gefeiert.

Vor 15 Jahren habe ich die Verwaltung der Apotheke übernommen.

Vor 13 Jahren haben Kuschelbär und ich geheiratet. Aber ein unglückliches Jahr war 2018 deshalb nicht :-)

Vor 12 Jahren bin ich Mama geworden. Damit gehört „Junior“ jetzt auch schon zu den Grossen. Nix mehr Kleinkind und auch nix mehr mit vielen Vergünstigungen (zum Beispiel in den Ferien). Momentan ist alles dran wie sein weiterer schulischer Weg aussieht – Effektiv zeigt sich im Januar wie die Lehrer entschieden haben. Viel Mitspracherecht hat man da nicht.

Vor 10 Jahren habe ich angefangen als Pharmama zu bloggen.

Vor 5 Jahren ist ein Buch von mir bei einem Verlag veröffentlicht worden. „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ – Inzwischen in der 4. Auflage (!). Darauf bin ich immer noch stolz, auch wenn man an manchen Kritiken sehen kann, dass das manche als Patientenbashing ansehen … als was es wirklich nicht gedacht ist.

Und dieses Jahr selber? In der Apotheke läuft es. Und wie. Die Arbeitsbelastung hat zugenommen – in einem Mass, dass es sich auch durch Teilzeitarbeit kaum mehr kompensieren lässt, oder anders gesagt: ich bin danach häufig so kaputt, dass ich kaum mehr etwas daneben machen kann. Das Bloggen leidet etwas darunter (habt ihr sicher gemerkt). Für die Familie ist das auch nicht so toll. Fazit ist: wir brauchen mehr Personal in der Apotheke. Dieses Jahr sollte sich das (damit) etwas beruhigen. Hoffe ich. Neben mehr Patienten haben wir ausserdem mehr Kompetenzen erhalten, oder anders gesagt: wir bieten mehr Dienstleistungen an in der Apotheke. Das bedingt natürlich auch wieder, dass man sich weiterbildet. Regelmässig. Wer denkt, er sei nach Schule und Uni fertig mit lernen, denkt falsch (und sollte auf gar keinen Fall Apotheker werden).

Januar 2018 hatte ich ein Bloggertreffen mit anderen „Medizin-Bloggern“ in Berlin. Das erste grosse – und es war toll. SO toll, dass wir das 2019 wiederholen – in Hamburg.

Neben dem Blog habe ich auch vermehrt Artikel für Zeitschriften geschrieben: Erst ein Artikel, dann als Offizinicus (Kolumne) im OTX-World. Zur Weiterbildung und Unterhaltung wieder im Bulletin der Astreaapotheke. Für Pharmapro habe ich ausserdem Artikel geschrieben rund um HR (Personalmanagement). Und für die Jubiläumszeitschrift der Pharmasuisse (des schweizer Apothekerverbandes) durfte ich ebenfalls einen Artikel beitragen.

Zwei Mal durften wir Ferien machen. Einmal in Thailand Badeferien und die in Südafrika konnte man hier verfolgen. Ferien sind toll – und die Zeit, die ich mit der Familie und (weit) weg von Apotheke richtig geniesse. Auch wenn ich im Frühling einen ziemlichen Schreck hatte mit dem Hundebiss und den anschliessenden Tollwutimpfungen. Ich lebe noch – und habe es wegen Tollwutimpfmangel trotzdem noch immer nicht geschafft, den Rest der Familie vorimpfen zu lassen, damit sie das im Falle nicht durchmachen müssen.

Es ist also einiges passiert und ich habe einiges gemacht – und trotzdem… das Gefühl, dass das Jahr richtiggehend vorübergerannt ist. Wir haben schon 2019. Irgendwie … fasse ich das noch nicht richtig.

Ich gehe mit Elan ins neue Jahr. Ich möchte jeden Tag nutzen können, mehr Augenmerk auf Familie und das Jetzt legen. Mich weniger stressen (lassen).

Es wird weitergehen hier … nur vielleicht etwas … langsamer.

Basteln mit Junior – Lippenpomadestifte

Etwas wirklich einfaches zum machen – man muss nur die Zutaten haben. Am schwierigsten aufzutreiben waren die leeren Lippenpommaden-stift-dosen, vor allem weil diejenigen, die ich erst bestellt habe zu lange gebraucht haben. Do-It-Yourself Shops haben die hier offenbar auch nicht, aber bei unserem eigenen Apotheken-Laborbedarf-Lieferanten wurde ich dann noch rechtzeitig fündig.

Benötigtes Material: pro 10-12 Lippenstifttuben

  • 2 Teelöffel Kokosnussöl
  • 1 Teelöffel Kakaobutter
  • 1 Teelöffel Mandelöl (oder Arganöl)
  • 2 Teelöffel Bienenwachs
  • Melissenöl oder Pfefferminzöl 5-10 Tropfen

IMG_0182

Die Lippenstifttuben zum füllen vorbereiten: öffenen und aufrecht hinstellen, dass sie nicht umfallen können.

Herstellung: In einer Tasse im heissen Wasserbad die Fette und das Wachs zusammenschmelzen, bis alles aufgelöst ist.

Das ätherische Öl dazugeben. Wir haben echtes Melissenöl genommen, nicht nur weil das sehr erfrischend ist, es hat auch eine gewisse antivirale Wirkung, weshalb es zum vorbeugen von Fieberbläschen gut ist. Das Zeug ist allerdings erstaunlich teuer, kommt in einem Mini-Fläschchen mit einem Mini-mini-Tropfer. Hier gibt Junior grad die 5 Tropfen dazu. Bei nicht so reinem Öl muss man mehr zugeben: 10 Tropfen.

IMG_0185

Dann geht es ans giessen, was man ziemlich zügig machen muss, da ansonsten die Mischung schon im Trichter aushärtet. Man füllt die Tuben bis möglichst ganz oben, am Schluss kann man nicht ganz volle noch etwas nachfüllen. Wird die Mischung in der Tasse fest, kann man sie einfach nochmals wärmen.

Die Lippenstifttuben stellt man ins Kühle über Nacht, damit sie ganz aushärten können. Danach bastelt man Etiketten und klebt sie auf die Tuben. Hier das Endprodukt: zart-Schmelzende (aber nicht zu weiche) feine Schoko-Melisse Lippenpommadenstifte. Schokolade wegen dem Kakaobutter, das einerseits zur guten Konsistenz beiträgt und andererseits einen deutlichen Eigengeschmack hat.

IMG_0188

Sind wirklich gut geworden!

Post Catch 22

Ich habe ein neues Telefon (für mich immer noch etwas spezielles, das ist das 5. Smartphone das ich habe, das 6. Natel und das 7. Telefon überhaupt). Mein altes wird aber nicht weggeworfen, die Idee ist, dass Junior jetzt das übernimmt, als sein erstes eigenes Telefon – zusammen mit einem (kleinen) Vertrag. Ich will hier auch keine Diskussion über Sinn und Unsinn anstossen, ob ein (bald) 12 Jähriger wirklich ein Telefon braucht. Hier und heute finde ich, dass er bereit dafür ist und brauchen kann er es auch.

Für mein neues Telefon und die Änderung des alten auf Junior sind wir im Swisscom Shop gewesen, wo der Angestellte so ziemlich alles erledigt hat. Die neue SIM-Karte bekommt Junior zugeschickt. Sobald ich sie habe, kann ich das alte Smartphone einrichten.

Samstag kam die Nachricht in den Briefkasten, dass sie eingeschrieben bei der Post abzuholen sei. Eigentlich wäre ich ja Samstag morgen tatsächlich zu Hause gewesen, geklingelt hat der Pöstler nicht dafür.

Gestern ging mein Mann auf die Post mit dem Abholschein. Da er aber nicht der auf dem Brief angegebene Empfänger ist, wollte man es ihm nicht geben. Obwohl er nachweisen konnte, dass er der Papa ist und eigene ID gezeigt hat und alle Daten (inklusive Geburtsdatum wusste). Sie bräuchten Juniors ID – am besten käme er selber vorbei.

Heute geht meine Mann mit Juniors ID vorbei …. und sie wollen es ihm immer noch nicht geben. Das ginge nur an Junior selber. Aber Halt! Nein, das geht auch nicht an Junior selber, denn … der muss den Empfang des eingeschriebenen Briefes bestätigen. Per Unterschrift. Und Junior ist minderjährig – da DARF er laut Post nicht unterschreiben. Und wir dürfen das auch nicht für ihn. Selbst mit allen Ausweisen nicht.

Also bekommen wir die SIM-Karte nicht, obwohl sie auf der Post bereit liegt.

Sie schieben das übrigens als „Fehler“ der Swisscom zu, die die SIM-Karte an mich hätte adressieren sollen. Telefonisch lässt sich das auch mit der Swisscom nicht lösen – wir müssen nochmals im Shop vorbei. Dort sollte man uns eine neue Karte geben können. Oder an mich schicken.

Der Post gesagt, dass sie die Karte im eingeschriebenen Brief zurück schicken sollen.

Ja, Danke für die Info, aber auch dafür brauchen wir eine Unterschrift.

Von Junior.

?!

Ferienlager für Kinder in der Schweiz

erlebnis-fahrten

Als Idee hier, weil ich letzte Woche gehört habe, er könnte noch etwas Werbung gebrauchen: Erlebnislager für Kinder in der Schweiz.

Andere Eltern mit Kinder im selben Alter wie unserem Junior suchen vielleicht auch noch nach etwas für ihr Kind … und so ein Erlebnislager ist mal etwas anderes als die reinen Sportlager (Fussball-, Skifahren- etc.) oder die von den Kirchen ausgerichteten Lager – mein Junior war auch schon zwei Mal in solchen. Als evangelisch getauftes Kind in einem Lager der katholischen Kirche (notabene von einer Mama, die inzwischen aus eben der Kirche ausgetreten ist). Das geht … führt aber doch gelegentlich zu … ah … Diskussionbedarf. Ein Erlebnislager ist dafür eine gute Alternative.

Mir gefällt ja das Prinzip: möglichst viel raus in die Natur, zusammen etwas unternehmen und erleben – und die ruhige Zeit zusammen dann auch nutzen um das zu reflektieren und zu lernen.

Auf Erlebnis-fahrten.ch finden sich einige Lager rund ums Jahr für Kinder zwischen 8 bis 14 Jahren (Altersangaben bei den einzelnen Lagern beachten). Vom „Erlebnis Winter“ über „Vier Elemente – Abenteuer Feuer, Wasser, Erde, Luft“, „Lamalager“, „Segellager“ und „Erlebnis Mittelalter“.

Der Lagerleiter hat eine Vielzahl an Kursen und Weiterbildungen als Erlebnispädagoge, diverse Zusatzausbildungen zum Trainer in verschiedenen Sportarten – er hat sich erst letztes Jahr selbständig gemacht. Angesichts der Tatsache, dass Schulferien gerade für arbeitende Eltern eine zusätzliche Belastung darstellen, was die Betreuung des Kindes angeht (das man ja auch nicht einfach irgendwo abschieben will) und dass die Lehrer immer weniger „Lagerfreudig“ sind – denke ich, das hat echt Potential.

P.S.: es hat noch freie Plätze …

Disclaimer: Ich wurde nicht bezahlt für diesen Beitrag, noch erhalte ich Vergütungen in irgendwelcher Art. Ich durfte Cyril letzhin kennenlernen und fand das Projekt unterstützenswert – und vielleicht auch interessant für andere Eltern hier.

Gehen Eure Kinder auch in Lager? Wenn Nein: weshalb nicht?