Drohungen

Das Milieu meldet sich zurück. Nein, eigentlich will ich hier nicht das ganze Drogenmilieu verunglimpfen, denn die Erfahrung in meiner Apotheke zeigt mir, dass es da auch sehr viele anständige Menschen drin gibt, die wohl abhängig sind, aber die Umgangsformen nicht vergessen haben und auch freundlich und zuverlässig sein können.

Der Fall hier eher nicht.

Nachdem er bei mir hier im Blog (und auch auf DocCheck) in öffentlichen Kommentaren mehrmals versucht hat an Adressen und Zulieferer für seine bevorzugten Suchtmittel zu kommen, habe ich die Kommentare gelöscht, die darin erwähnten Orte und Namen entfernt und einen davon als Post veröffentlicht.

Den will er jetzt weghaben.

Dafür drohte er mir in den letzten Tagen mehrmals per mail, dass er gerichtlich gegen mich vorgeht, mich verklagt, mir die Polizei in der Apotheke vorbei schickt …

Ausserdem droht er selber einen Blog zu erstellen, um mich zu verunglimpfen…

Dass er, weil er Beziehungen bis ganz nach oben habe, mich auch ohne Folgen für ihn hacken kann und wird und den Blog hier alles lahmlegen, löschen …

Dass er die Apotheken, von denen er bisher (angeblich) seine Mittel ohne Rezept bekommen hat, hier im Blog an den Pranger stellen und überhaupt verpfeifen will …

Er beleidigt mich und bedroht meine Familie … er wisse, wo sie wohne. (Nein, weiss er nicht, der Blog läuft über eine ganz andere Adresse).

Er schreibt noch einiges mehr, vieles davon so wirr, dass kaum zu entziffern ist, was er meint. Irgendwo erwähnt er auch, dass er mir 2kg Kokain unterschieben will … in der Apotheke … und dann die Polizei rufen …

Bei letzterem weiss ich nicht, ob ich laut lachen soll – ich habe gelegentlich schon legalerweise Cocain in der Apotheke, allerdings reines, im 10g Bereich zum Herstellen von Augentropfen.

 

Aber die ganzen Drohungen sind sehr unschön und ich überlege nur noch, ob ich ihn gleich bei KOBIK anzeigen will, oder ob ich warte, bis er auch nur eine seiner vielen Drohungen wahr macht?

Bis auf weiteres habe ich die Kommentare auf „moderiert“ geschaltet, um ihm nicht noch mehr Plattform für Verunglimpfungen zu geben.

Falls der Blog demnächst mal nicht erreichbar sein sollte, wisst ihr weshalb.

24 Antworten auf „Drohungen

  1. Schade so etwas. Aber durchschaubar komplett leere Drohungen. Wenn er doch so machtvoll mit tollen Kontakten gesegnet ist und mal eben 2kg Kokain zur Verfügung hat, dann müsste er nicht jämmerlich hinter seinen Drogen (Arzneimittel kann man ja nicht mehr sagen) herhecheln. Sehr typisch für Abhängige so ein Verhalten.
    Ich hoffe trotzdem, der Sturm legt sich schnell. Eine Anzeige kann trotzdem nicht schaden, dann wir die Luft schnell dünn.

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    1. Jetzt wäre nur noch etwas mehr als eine email-Adresse und die dazugehörige IP gut … den Namen den er als Absender nennt ist nämlich genauso fake. Aber … vielleicht will mir hier jemand dabei helfen?

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      1. Mit einer IP Adresse kannst du als Privatperson aber leider in 99% der Fälle gar nichts anfangen (außer er hat echt unter dieser Zuhause eine öffentliche Webseite oder Domain laufen die man irgendwie verknüpfen kann mit ihm)

        Die Chance läuft fast gegen Null.

        Entgegen weitläufiger Meinung kann man diese nicht mal 100% auf eine Stadt zurückverfolgen. Geschweige denn einen Anschluss.

        Das kann nur der Provider selbst, und dieser gibt, zumindest in Deutschland, Daten nur auf richterlichen Beschluss heraus. Wird in der Schweiz wohl ähnlich sein.

        Bei solchen Drohungen hilft nur eins, alle Mails ausdrucken (mit Mailheader) und ab zur Polizei Anzeige erstatten.

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        1. Die Schweiz hat europaweit eine der längsten Speicherfristen für IP-Adressen. Wir haben die in Deutschland oft lamentierte Vorratsdatenspeicherung schon längst.

          Ich glaube, von Gesetzes wegen müssen sie drei oder sechs Monate lang gespeichert werden… man kann sich im Internet natürlich auch anonymisieren.

          Aber du hast dann noch andere Hinweise…

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  2. Hallo Pharmama
    schwierige Frage, da er dir und deiner Familie ganz klar droht, würde ich Anzeige erstatten!
    Sowas geht doch gar nicht!!
    Ich hoffe das ganze Problem, lässt sich bald gut bekämpfen!

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  3. Bitte? Hallo? Wo leben wir? Ich bin entsetzt, zu was Süchtige in der Lage sind, wenn sie nicht an ihre Mittel kommen. Das tut mir leid für Dich. Also ich würd einen solchen A….. anzeigen! Definitiv! Drohungen gehen gar nicht, einfach nur NEIN!!! Toi toi toi:-)

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    1. Danke dir. Ich weiss nicht, ob es ihm aktuell darum geht, Mittel zu beschaffen, oder seine Reputation zu retten … wobei ich ihm denselben „Schutz“ wie anderen im Blog erwähnten Personen zugestanden habe, indem ich Kontaktdaten und Adressen entfernt habe. Die er selber in seinen Kommentaren veröffentlicht hat …

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  4. Hab mich schon gewundert, warum man nicht mehr kommentieren kann. Ab sofort laufe ich daher unter neuem Benutzernamen (der alte war schon vergeben). :-)

    Was Deine Frage zwecks der Anzeige betrifft: Ich würde den Kerl anzeigen – ganz klar. Eine Anzeige bedeutet nur, dass Du der Polizei einen Hinweis gibst, dass da was im Busch ist. Das hat noch nichts mit Strafverfolgung, Prozess oder dergleichen zu tun. Man kann das auch online machen (füg Computerausdrucke, IP-Adresse, etc. bei). So eine Anzeige geht schnell und formlos. So lange Du selbst bei der Wahrheit bleibst, hast Du nachteilige Folgen nicht zu befürchten.

    Der Typ droht Dir, will Dich verleumden und droht Dir, Dir Kokain unterzuschieben. Das würde mir ausreichen, da der Polizei mal einen Hinweis (=Anzeige) zu geben. Falls die Polizei da von sich aus aktiv werden sollte und bei dem Typ mal persönlich vorbeisieht (die Anschrift dürfte sie aufgrund der Drohungen gegen Deine Familie ermitteln können), dann hat sich das Problem auch gleich erledigt. Würde nicht abwarten, bis er Dir wirklich mal Drogen unterschiebt. Falls der das wirklich wahr machen sollte, hast Du gegenüber der Polizei ein Glaubwürdigkeitsproblem.

    Übrigens: Wenn Du mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs bist und der Polizei via Telefon schnell meldest, dass da ein Kissen oder ein anderes Fremdstück auf der Fahrbahn liegt (und sie das mal wegräumen sollen), ist das auch eine Anzeige.

    Was Du wahrscheinlich eher meinst, ist ein Strafantrag (Voraussetzung für einen Prozess). Davon sind wir noch ein wenig weg.

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    1. An den Einstellungen muss ich noch etwas drehen. Ich will ja auch nicht, dass meine lieben Kommentatoren da ausgebremst werden.
      Danke für den Hinweis zur Unterscheidung. Richtig. Ich kenne mich da nicht ganz so aus, aber so „Anzeigen“ habe ich schon einige gemacht. Als (jetzt ehemalige) Angehörige der Feuerwehr habe ich auch einen ziemlich guten Draht zu denen.
      Das mit dem Drogen unterschieben … dazu müsste er wissen, wo meine Apotheke ist. Dann müsste er die Drogen organisieren. Dann sie mir (dort?) irgendwie unterschieben. Ich glaube ich habe noch nirgends erwähnt, dass wir Kameras haben in der Apotheke? :-) Und dann habe ich hier ein paar emails, in denen er seine Absicht kund tut. Die behalte ich natürlich auf. Es wäre noch interessant zu sehen, wie das mit der Glaubwürdigkeit dann aussieht.

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      1. Die Glaubwürdigkeit einer approbierten Apothekerin dürfte deutlich über der eines Junkies liegen. Und bei den 2 kg Kokain sehe ich nicht nur das Problem der Organisation, der Nichtkenntniss des Orts Deiner Apotheke und der Tatsache, dass ihr Kameras habt, sondern schlicht auch einfach die finanzielle Problematik. Hab gehört, dass das Zeugs am Bahnhof etwas teurer ist als über den gemeinen Pharmagroßhandel. :-)

        Anzeige würde ich stellen. Aufgrund der IP-Adresse bekommt die Polizei schon die Adresse heraus (in D wird die bei den Telekomunikationsanbietern nach ein bis drei Monaten wieder gelöscht). Die Reaktion der Polizei dürfte die sein, dass bei ihm dann mal zwei Jungs in Grün vorbeisehen, sich mal von Angesicht zu Angesicht mit ihm unterhalten und ihm nahelegen, solche Sachen bleiben zu lassen. :-)

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  5. Ich stand mal am Bahnhof, am Info-Schalter. Ein Mann ist vor mir dran, der aber nur reden möchte. Gekrümmter Rücken, rotes Gesicht, noch rötere Nase – so stelle ich mir einen schweren Alkoholiker vor.

    Da ich nicht in Eile war, liess ich den einfach mit der SBB-Angestellten reden. Bis dann noch ein weiterer Kunde sich hinter mich anstellte, und die SBB-Frau ihn wegwies. Dies gefiel ihm ganz und gar nicht.

    „Ich komme dann mit der Armeepistole und mache euch kaputt!“

    Nunja, Kriegsgebrüll dient auch dazu, sich selbst Mut zuzusprechen, wo eigentlich keiner vorhanden ist.

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    1. mit der Armeepistole auch noch? Ich hab mal gehört, wie das endet, wenn man seine Munition nicht originalverpackt vorweisen kann. Das lohnt sich nicht. Nicht mal zum drohen.

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  6. ich reihe mich mal ein in die lange Schlange derer, die dir zur Anzeige raten. Auch wenn es heiße Luft ist, was er da faselt, er bedroht dich und deine Familie. Und wer weiß, was er tatsächlich weiß? Und wo er es noch versucht hat. Warten bis es tatsächlich knallt, war noch nie ne gute Lösung ;) Bleib stark!
    Viele Grüße
    Elawen

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  7. Tut mir sehr leid, dass Dir so etwas passiert. Ich habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen aber sehe oben, dass Dir einige zur Anzeige raten. Dem schliesse ich mich an. Lieber zu früh als zu spät… mit so einem Typen würde ich absolut kein Risiko eingehen.

    Ich hoffe, die Situation beruhigt sich bald wieder.

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  8. Hallo Pharmama:

    Ich rate Dir auch zur Anzeige. Die Äußerungen von Ihm die Du schilderst klingen nach leerem Gewäsch.

    Aber: Ich habe selber (außerhalb des Internets) die Erfahrung gemacht, dass man eine Straftat erst mal für so „harmlos“ hält das man auf die Anzeige verzichtet. Später kam dann der dicke Rattenschwanz.

    Das einzige was dann noch half war die Anzeige. Hätte ich sie sofort erstattet hätte ich mir eventuell viel Ärger erstattet.

    Mein Tipp: Suche alle Daten zusammen an die Du problemlos ran kommst. Drucke sie aus. Schildere der Polizei den Fall so wie du ihn erlebt hast. Sage, dass Du auf jeden Fall Anzeige erstatten möchtest. Frage nach für wie gefährlich die Polizei den Fall einschätzt. Und erstatte die Anzeige.

    Vorteile: Du erfährst von der Polizei ob sie nach ihrer Erfahrung damit rechnet, dass von ihm noch konkret was kommt. Falls das der Fall ist wird die Polizei bereits gegen ihn vorgehen. Wenn die Polizei ihn für harmlos hält und davon ausgeht, dass die Chancen gering sind ihn zu überführen passiert eben nichts weiter. So oder so hast Du aber bereits den Beleg, dass Du Strafanzeige gestellt hast.

    Sollte dann jemals noch wirklich was passieren (du wirst fünfzigtausend Franken reicher indem Du ein Paar Kilo Koks findest ;) ) musst Du nur noch auf die bereits erstattete Anzeige zurückgreifen und kannst belegen, dass Du Dir die Geschichte nicht aus den Fingern saugst.

    So oder so, die Polizei wird besser wissen wie ernst so ein Typ zu nehmen ist, und Du sicherst Dich mit der Anzeige bereits ab.

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  9. Ich würde schon alleine deswegen Anzeige erstatten, weil man die Versendezeit eines E-Mails ziemlich einfach fälschen kann, wodurch deine E-Mails nicht annähernd die Beweiskraft hätten nachdem etwas passiert ist. Wenn du jedoch bereits jetzt handelst hat ja die Polizei die E-Mails schon gesehen und damit wäre der Sendezeitpunkt bestätigt.

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  10. Das anonymisieren mit Tor & Co. geht zwar, ist aber nicht so ganz trivial wie es gerne hingestellt wird. Ganz schnell legt man doch ungewollt die eine oder andere technische Spur. Aber das ist nicht Dein Problem. Das Gleiche gilt für die Anonymität Deiner Apotheke und Person. Wer das unbedingt möchte, hat gar keine so schlechten Chancen, immerhin gibst Du immer mal wieder ein paar Details preis. Sicherlich wäre der Aufwand groß, aber absolut sicher bist Du auch nicht.
    Nicht nur deswegen: Eine klares Ja zur Anzeige.

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