Digital? Können wir.

Irgendwie scheinen mancherorts die Apotheken noch ein etwas „verstaubtes“ Image zu haben – das ist hier aber garantiert nicht mehr so! Ohne Computer geht fast gar nichts – das fängt bei den täglichen Updates unseres Galdat-Stammes an (mit Preisänderungen, Produktänderungen, Änderungen des Status eines Medikamentes), geht weiter über das Führen des Patientendossiers (mit Interaktionscheck und Compliancekontrolle), die Bestellung – und Abfrage der Lieferbarkeit (momentan tragisch aktuell), das Abfragen der Krankenkassendaten, damit wir die Medikamentenbezüge richtig abrechnen können, etcetera.

Wir bekommen täglich neben der Post dutzende mails von Firmen, Ärzten, der Haushilfe, von den Berufsverbänden (kantonal und national) und von Vertretern mit Infos, Anfragen, Rezepten, Bestellungen und mehr. So ganz langsam wird tatsächlich der Fax ersetzt.

Wir benutzen jeden Tag viele Computerprogramme und auch Apps. Zum Vermieten der Milchpumpen; zur Kontrolle der Antibiotikadosierung (Kennt ihr noch den Antibiotikarechner.ch?); zum Nachschlagen der KSK-Nummer der Ärzte mit Praxistätigkeit; zum Schauen, ob ein Medikament in der Schwangerschaft geeignet ist; um den Impfstatus festzuhalten und zu schauen, welche Impfungen „nach“ sind; zum schauen, welche Impfungen für ein Land empfohlen sind; wie ein Medikament in einem anderen Land heisst, wir haben sogar eine interne App mit der die Mitarbeiter kommunizieren können. Wir sind voll digital.

Und nun gibt es einen neuen Kanal mit dem der schweizerische Apothekerverband Informationen weitergeben kann und mit seinen Mitgliedern aktiv kommuniziert: der pharmaSuisse Talk auf youtube. Dessen erste Ausgabe konnte ich vorgestern live mitverfolgen – wer es nach-schauen will, kann das noch hier. (Pharmasuisse-Mitgliedschaft vorausgesetzt).

Momentan ist ja bei uns wieder viel in Bewegung – das neue HMG bringt Listenumteilung und teils neue Kompetenzen (die ganzen Antiallergika aus der Liste B dürfen jetzt abgegeben werden ohne Rezept, aber mit Dokumentation) … prinzipiell geht es darum unsere neuen „Rollen“ in der Öffentlichkeit auch anzubringen und Probleme in der Anwendung zu erörtern.

Ich fand’s gelungen, wenn auch … zu kurz. Als Einblick gut, aber einige Fragen sind noch zu erörtern.

Den Talk gibt’s inzwischen auch in Französisch – kommt auch noch Italienisch? Im Gegensatz zu den bisherigen Regionalkonferenzen fehlt mir noch etwas die „Honorierung“ in Form von Weiterbildungspunkten :-)

Hashtag Greatesthits – was ist Deiner?

Da bin ich vielleicht etwas spät auf dem Hype-Zug, aber das hat mir gefallen: Auf Twitter posten User unter dem Hashtag #GreatestHits gerade typische Sätze, die sie in Zusammenhang mit ihrem Beruf dauernd sagen – welche Sätze sind das bei euch?

Das ist meiner:

Hallo, ich bin Apothekerin. Ihr kennt mich vielleicht von den #GreatestHits „Nehmen Sie noch andere Medikamente?“, „Nein, das ist rezeptpflichtig“, „Doch, das studiert man“ und „Für was brauchen sie grad 6 Nasensprays??“

und die haben mir gefallen:

Was macht ein Blogger in Hamburg?

Letztes Jahr Berlin, dieses Jahr Hamburg. Nur um ein paar Leute zu treffen, die auch im Internet schreiben. Weshalb macht man das, mag man sich fragen? Weil es selbst für jemand so introvertierten wie mich kaum etwas besseres gibt, als sich mit sympatischen Leuten auszutauschen, mit denen man Gemeinsamkeiten hat – in dem Fall sehr spezifische. Das sind alles Leute aus dem Gesundheitssystem, die (hauptsächlich anonym) bloggen.

Deshalb gibt’s hier auch keine Bilder der Mitblogger – aber ich kann Euch versichern: alles ganz reale und tolle und engagierte Leute!

Und die Stadt ist schön – Vor dem offiziellen DocCheck Anlass trafen wir (das PTAchen, Tobi, 5Fora und der Kinderdok sowie meine Wenigkeit) uns schon für einen privaten Stadtrundgang. Das war super – trotz „Shietwetter“. Unterwegs gabelten wir noch s’gramselet auf – womit ich nicht mehr die einzige Schweizerin in der Truppe bin.

Um 15 Uhr folgte der Offizielle Teil mit Blick auf die Elbphilharmonie. Mit dabei da noch Christopher und Mira. Da ging es dann um die richtige Überschrift – Ich hoffe, ich hab’s getroffen, Maria. Tobias Sambale gab Profitipps für Haltung, Pflege und Ernährung von Trollen (da gibt es mehr als nur das Fütterungsverbot), der Kinderdok referierte über Dranbleiben und Durchhalten – 13 Jahr Blog Geschichte und ich erzählte etwas über den Weg vom Blog zum Buch.

Wir hätten problemlos noch weitermachen können – auf dem Programm stand auch noch unser gemeinsames Projekt (darüber später einmal mehr), aber das Nachtessen war gebucht. Bei feinem italienischen Essen und Wein ging es unterhaltsam weiter – bis das Restaurant auf einmal leer war. Vor lauter Austausch fiel das keinem so wirklich auf. Der Stoff zum reden reicht jedenfalls noch für ein paar Bloggertreffen aus.

Danke jedenfalls an alle: es war so schön!

Ein Tag in der Apotheke – Twitter live

Folgt mir ein paar Stunden in der Apotheke „live“. Heute, Mittwoch 21.11.18 twittere ich aus der Apotheke, 8 Stunden lang. Von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr mittags.

Hier und auf Twitter verfolg- und kommentierbar (insofern die Technik mitmacht).

Erläuterung: «normale» Rezepte (ohne pharmazeutische Probleme) und Verkäufe erwähne ich heute nicht, ihr könnt Euch aber vorstellen, dass die dazwischen nicht nur vereinzelt stattfinden.

Auf Twitter: https://twitter.com/pharmama  unter dem Hashtag #apothekelive verfolgen.

Krieg‘ ich nicht.

So langsam aber sicher wird es echt kritisch. So vieles, das ich bräuchte ist nicht lieferbar. Aktuell habe ich eine Nicht-lieferbar-Liste von 70 Produkten (hauptsächlich Medikamente), die ich regelmässig wieder versuche zu bestellen.

Darunter sind natürlich auch nicht lebenswichtige und auch nicht-Medikamente, aber Siebzig?! Das ist ein Rekordhoch. Die Liste Drugshortage.ch listet für die Gesamtschweiz und nur Medikamente aktuell 457 Positionen auf!

Das müsst ihr Euch mal anschauen. „Aktuell keine Lieferung“ – und auch wenn da beim Datum Lieferfähigkeit bei einigen November/Dezember steht … meine Erfahrung war bisher so, dass das gerne noch weiter nach hinten geschoben wird und erst (viel) später wieder erhältlich ist. Ausser bei den Abregistrierten (also ausser Handel genommenen) ist leider kein Grund angegeben für die Nicht-verfügbarkeit. Das wäre in vielen Fällen interessant, nicht nur weil unsere Patienten da nachfragen.

Schön finde ich, dass mögliche Alternativen angegeben werden. Schon aussortiert, was noch im Handel ist – denn in der Apotheke suche ich teils lange, was denn noch wirklich erhältlich ist.

Bestes Beispiel gestern. Der Hautarzt verschreibt „Clarelux Schaum“ – und innerlich stöhne ich schon bei Erhalt des Rezeptes. Weiss er denn (immer) noch nicht, dass der seit Monaten nicht mehr erhältlich ist? Laut Drugshortage.ch seit 149 Tagen. Wann (und ob) es wieder kommt ist ebenfalls unbestimmt.

Aber dann geht’s los, suchen wir etwas als Ersatz. Wir brauchen ein Mittel mit Cortison zur Anwendung auf behaarter Haut.

Erstaunt sehe ich, dass laut Computer Clarelux Schaum 50g neu registriert ist. Den gab es bisher noch nicht … und aktuell gibt es ihn auch noch nicht, da wirklich erst registriert, aber noch nicht im Handel.

In der Patientenhistorie sehe ich, dass der Patient schon Dermovate Scalp Application hatte … wahrscheinlich auch als Ersatz für das dort schon nicht lieferbare Clarelux. Das will er aber nicht mehr.

Anruf beim Arzt. Wir gehen die Alternativen, die er mir noch angibt durch:

Hexacorton Schaum? – ausser Handel seit Mitte 2018

Prednitop Lösung mit Schaumapplikator? – ausser Handel seit Anfang 2018

Monovo Emulsion oder Lösung? – Da zeigt mir der Computer nicht gerade etwas an, aber als ich dir Lieferbarkeit teste kommt auch die Rückmeldung: ausser Handel.

Jaa – damit wären wir wieder bei der Dermovate oder dann versuchsweise Locoid Crelo Lösung. Das nehmen wir.

Schöne neue Welt. Wenn das so weitergeht, werde ich in Zukunft häufig nicht mehr das abgeben können, was der Arzt verschrieben hat (und will), sondern es gibt dann einfach das, was noch im Handel erhältlich ist.

P.S: Wenn das mit den Referenzpreisen bei den Generika so kommt, wie von den Krankenkassen gewollt, werden viele Medikamente wegen Unwirtschaftlichbarkeit ausser Handel genommen werden und nicht mehr lieferbar sein. Den Trend sieht man ja jetzt schon.

Das kenne ich doch irgendwoher?

Wenn ich Zeit für mich habe (momentan wenig genug), schaue ich noch gerne Filme – der letzte war die DVD von  Stephen Kings „The Dark Tower„. Die Buchreihe habe ich verschlungen, die Film-umsetzung ist okay, ich vermisse aber ganze Handlungsstränge und Figuren, die ich gerne gesehen hätte …

Jedenfalls sehe ich dabei in einer Szene dieses Bild:

pinnaclesdarktower

Und das kommt mir doch sehr bekannt vor … Ist das nicht? Ich google, wo der Film gedreht wurde. Südafrika. Ah – ja. Da war ich doch gerade. Das ist übrigens unser Bild von der gleichen Stelle (unbearbeitet):

Pinnacles18

Der Pinnacle auf der Panorama Route von Mpumalunga.

Das hätte ich da jetzt nicht erwartet, aber ich sehe gerne in Filmen die Orte, wo wir schon gewesen sind. Seien das Dokumentationen oder Hollywood-Filme. Es gibt schon so sehr exotisch (auserirdisch :-) ) aussehende Orte.

Was habt ihr schon wiedererkannt in Filmen?