Aphrodisiakum für schüchterne Frauen: Pasta Theobromae

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Zum Valentinstag, ein Rerun vom 21.3.2009

Im Wichtl, Teedrogen und Phytopharmake – das ist das Standard-Nachschlagewerk zu Herkunft, Inhaltsstoffen, Wirkungen und Indikationen, Dosierungen, Phytopharmaka, Prüfungen und Verfälschungen von Arzneidrogen (also Tees und derartiges), ein Buch, das in jede Apotheke gehört und das ein unentbehrlicher Begleiter im Studium ist … findet sich auch diese Monographie:

 

 

 

Pasta Theobromae

Einsatz: vorwiegend in der Volksmedizin als Psychostimulans empfohlen– beispielsweise bei Unlustgefühlen und Depressionen, bei der Prüfungsvorbereitung, zur Raucherentwöhnung und als „mild wirkendes Aphrodisiakum besonders für schüchterne Frauen“.

Was ist das? Das brauche ich auch!

Dahinter verbirgt sich dieses bekannte Produkt:

Die Schokolade!

Noch im 19. Jahrhundert wurde Schokolade (Pasta Theobromae) in der Apotheke

als (nicht rezeptpflichtiges) Kräftigungsmittel geführt.

Der Name Theobromae bedeutet übrigens in etwa „Speise der Götter“ und wurde vom Entdecker, dem Botaniker Linne so gewählt, weil die Menschen in seinem Ursprungsland (die ehemaligen Azteken) der Pflanze eine so grosse Wertschätzung entgegenbrachten. Kakao war ein Bestandteil berauschender Getränke.

Und in fester Form (z.B. als Pralinen) können sie heute als legales und gern gesehenes Mitbringsel an die Freundin verschenkt werden. Wer weiss? Vielleicht kommt das Aphrodisiakum an?

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21 comments on “Aphrodisiakum für schüchterne Frauen: Pasta Theobromae

  1. Stefan sagt:

    „Pasta Theobromae“… mei, hat meine PTA am 1. April danach gesucht 😉 (stand auf einem von mir nachgeahmten Privatrezept in einer reichlich unmöglichen Rezeptur). Danke für den Blogeintrag 😉

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  2. Hermione sagt:

    Genial, jetzt hab ich eine weitere Ausrede für meine Schokosucht: Ich brauch das Zeig, um mich zum Lernen zu motivieren!

    …zahlt die Krankenkasse dafür? 😀

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  3. […] doch. Pasta Theobromae gibt es. Steht schliesslich auch im […]

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  4. Frau Doktor sagt:

    Das ist toll, werde ich mir aber merken und meiner Schokoladen-Verkäuferin erzählen, so hat dann alles seine Wichtigkeit 🙂 Krankenkasse… das wäre wohl eine gute Idee @Hermonie 🙂

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  5. […] wissenschaftliche Beweis ist nun erbracht. Es besteht eine positive Korrelation zwischen Konsum von Pasta Theobromae und Depression. Pasta Theobromae, auch bekannt als Vitamin S und erhältlich in allen möglichen […]

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  6. Dr. Klaus Trophobie sagt:

    Da schau her, „Drogen“ im EPA der Bundeswehr. 😀

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  7. Antara sagt:

    zu dem Thema empfehlen ich den Roman Göttertrank von Andrea Schacht über die Entwicklung der Essschokolade.

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  8. Biene sagt:

    Da hatten wir im Studium großen Spaß, als wir den Eintrag im Wichtl fanden. Leider haben sich unsere Profs geweigert diese „Droge“ in die Prüfung mit einzubauen. 😀

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  9. Shark sagt:

    Ich muss zum Trost jetzt erst Mal eine Tafel Schockolade essen, nachdem ich gesehen habe, wie teuer das verlinkte Buch ist… 😦

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    • Mr. Gaunt sagt:

      Tja, naturwissentschaftliches Fachbuch halt. Dafür ist es fast schon günstig wenn man sich den Umfang anschaut und die Qualität des Inhaltes.
      Es sind dort unglaublich viele Bilder und jede Droge ist ausführlich beschrieben. Nicht umsonst ist es eines der bekanntesten Bücher in der Pharmazie und gilt als Bibel mit weitem Vorsprung vor ähnlichen Publikationen.

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    • McCloud sagt:

      Verglichen mit anderen Fachbüchern ist der Wichtl fast noch ein Schnäppchen. Mein persönlicher Preisfavorit war bisher ein Buch namens „Die Tablette“ für 186 Euro – wenn man die aktuelle Ausgabe des Europäischen Arzneibuchs für 334 Euro unberücksichtigt lässt.

      Schau Dich mal auf EBay um: Da sich bei Teedrogen der Kenntnisstand wohl nicht so massiv ändern sollte wie bei chemischen Stoffen, findest Du dort sicher eine ältere Ausgabe im Preisbereich für den interessierten Laien.

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    • Pharmama sagt:

      Fachbücher sind Sch*£&%teuer. Ist so.

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    • nickel sagt:

      Ich wollte mir neulich ein Buch bestellen, das ich bei meiner Recherche in der Unibibliothek verwendete und sehr gut fand. Die 450€ (minimum) haben mich dann doch abgeschreckt. hust

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  10. aucheinemama sagt:

    Jetzt mal ernsthaft, in Deutschland gibt es immer mehr Krankenkassen, die homöopathische Kügelchen und Behandlungen bezahlen, warum denn dann nicht Schokolade?! Die macht nachweislich glücklich. Jedenfalls mich! Und da bei der Homöopathie schließlich auch Anekdoten statt Studien ausreichend zu sein scheinen, muss das in diesem Fall doch auch gelten, oder?!
    Kann da bitte mal einer eine Petition oder sowas einreichen. Ich kann gerade nicht, muss noch dringend in den Supermarkt, meine „Medizin“ holen… . 😉

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  11. Chrissi sagt:

    So eine Seite gibt es in fast jedem Fachbuch. Wo steht die „Steinlaus“ von Loriot? War es im Hunnius oder Pschyrembel? Sogar mit Bild! 😉

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  12. Wölfchen sagt:


    Okay… ab jetzt jede Quittung aufheben, wo was mit Schoki drauf steht und das bei der Krankenkasse einreichen. Dann dürfte ich binnen einer Woche (oder so) über die 2%-Hürde kommen und dann kann ich Schoki auf Kosten der Kassen, weil das ist ja zu Therapiezwecken. Diagnosen habe ich dafür ja reichlich.

    Wie ihr meint, das klappt so nicht?
    Och MENNO!

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  13. Merry sagt:

    Na Wölfchen, das mach ich auch – dann verträgt mein Budget auch Läderaxh Shopping 😀

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