Im März haben wir uns Bern angeschaut und natürlich wieder mal ein paar ganz besonders schöne Apotheken gefunden. Die eine oder andere gibts sicher schon auf Deinem Blog.Schau einfach mal.





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Im März haben wir uns Bern angeschaut und natürlich wieder mal ein paar ganz besonders schöne Apotheken gefunden. Die eine oder andere gibts sicher schon auf Deinem Blog.Schau einfach mal.






Patient: „Kann ich diese beiden Medikamente zusammen einnehmen?“
Apothekerin: „Lassen Sie mich zur Sicherheit nachschauen … … Ja. Das geht.“
Patient: „Oh gut – das mache ich nämlich schon seit 2 Monaten.“
Interessanterweise kommt das (bei uns) meist von Patienten, die die Medikamente nicht von uns haben – entweder von einer anderen Apotheke oder vom Arzt oder gar aus dem Internet.
Gut – wenn sie beide Medikamente von uns hätten, dann wäre das bei der Abgabe schon abgeklärt: wir führen ja Computerdossiers über die Abgabe rezeptpflichtiger Medikamente und man kann (zum Beispiel wenn er/sie eine Kundenkarte hat) da auch freiverkäufliche Sachen darüber nehmen und sieht dann auch beim Multimineralpräparat, dass das sich jetzt nicht mit dem neuen Antibiotikum verträgt.
Auch gut (finde ich), dass überhaupt gefragt wird … wenn es denn nicht meist nach der Tatsache ist – so wie oben.
aus Guangzhou in Südchina habe ich Ihnen diese beiden Apothekenbilder mitgebracht.Leider habe ich es meiner eigenen Schusseligkeit zu verdanken, dass ich die Apotheke im Shaolin Tempel nicht fotografierte. Ich sah das Hinweisschild wohl, indes mir fehlte der Geistesblitz.
Naja – vielleicht nächstes Mal? Danke, Dr. Pé!


„Sie müssen mir einen Vorbezug machen, mein Baby zahnt!“
Ja. Wow. Das machen Babies so. Die meisten sogar ohne Probleme, ein paar speicheln und kauen auf allem was sie in den Mund bekommen können herum und noch ein paar bekommen Rötungen, reagieren mit Unruhe und eventuell Fieber.
Wenn das Fieber ein Problem ist oder es wirklich Schmerzen haben sollte, habe ich etwas – Paracetamolzäpfchen kosten nicht mal 3 Franken die Packung.
Aber dafür … rufe ich nicht den Arzt an (kostet 80 Rappen), verlange dass er ein Rezept ausstellt (kurze Telefonische Beanspruchung: das verrechnet er der Mutter oder der Krankenkasse dann mit mindestens CHF 8.60), uns das per Fax schickt (80 Rappen), ich gebe das alles bei uns im Computer ein, UND muss das wahrscheinlich auch noch selber mit der Krankenkasse abrechnen (Arbeitszeit, einschicken etc.). Nur damit die Krankenkasse das dann – weil der selber zu bezahlende Anteil (die Franchise) nicht erreicht ist- wieder der Patientin in Rechnung stellt (auch wieder Arbeitsaufwand, diesmal von der Krankenkassenangestellten und Porto).
Aber Fieber war nicht mal das Problem – sie wollte dringend homöopathische Zahnungskügeli.
Okay – das zahlt die Krankenkasse gar nicht. Rezept oder nicht Rezept. Noch ein Grund weniger, dass ich dafür den Arzt anrufe und eines verlange. Auch wenn das mit 12 Franken teurer ist. Eine Krankenkasse ist eine Versicherung und keine Bank – und ich bin keine Angestellte der Krankenkasse sondern eine medizinische Fachperson.
Und wenn ich denke, wie lange das gebraucht hat, der anspruchsvollen Mutter das zu erklären, weshalb sie das selber kaufen kann (und muss, wenn sie es will), dass auch im Gesundheitssystem nichts „gratis“ ist und der Aufwand hier in keinem Verhältnis steht zu dem was rauskommt (Am Ende bezahlt sie es dann ja trotzdem selber) … Puh.
Ein schönes Wochenende Euch, liebe Leser! Nützt Eure Frei-Zeit sinnvoll, wenn ihr nicht arbeiten müsst.
Danke an wortschnittchen für diesen Fund:
für Ihre Foto-Sammlung „Apotheken aus aller Welt“ sende ich Ihnen ein Bild aus meinem schon etwas länger zurück liegenden England-Urlaub. Es stammt aus dem hübschen Küstenort in Devonshire namens Beer. Beer trägt somit dort stark zur Heilung bei.

Im Alter leider immer häufiger auftretend: Gedächtnisprobleme und Demenz. Tatsächlich hat einer unserer Dozenten einmal gemeint, dass wir eine annähernd 50% „Chance“ hätten im Alter eine Demenzerkrankung zu bekommen. Alzheimer ist nur eine davon. Allen gemeinsam ist ein Verlust der Verstandesfähigkeit, Verschlechterung des Gedächtnisses … und damit zunehmend Probleme im Alltag selbständig zurechtzukommen.
Das sind beunruhigende Aussichten … und wegen der Häufigkeit, mit der das auftritt, haben wir in der Apotheke häufig einen (unschönen) Logenplatz, bei dem wir mitbekommen, wie es bei manchen Patienten und Kunden abwärts geht und wie andere damit zu kämpfen haben.
Die betroffenen Personen selber reagieren sehr unterschiedlich auf diese Entwicklung. Es kann sein, dass das fast unbemerkt von der betroffenen Person fortschreitet, aber wenn man beginnt, das zu bemerken reagieren die Leute (laut eigener Erfahrung) häufig erst mal damit, die „Schuld“ dafür bei der Umgebung zu suchen, weil etwas nicht mehr so ist / oder so geht wie bisher. Während andere durchgehend freundlich bleiben – selbst bei zunehmender Verwirrung, machen einige Persönlichkeitsveränderungen durch und werde aggressiv gegenüber Umgebung und teils eigenem Partner.
Hier auf dem Blog habe ich schon über so Begegnungen geschrieben. Einmal querbeet:
Es gäbe ja Mittel für das Gedächtnis
Geduldsprobe mit Beruhigungsmitteln
Weshalb haben Sie mir das verkauft? – Oder: Das habe ich ja schon zu Hause, das sollten Sie doch wissen!
Aber auch wenn man die Übersicht hat, was bezogen wird, heisst das nicht, dass da nichts falsch zu machen ist.
Schleichend fängt es an. Irgendwann aber wird es für die Umgebung deutlich.
Es geht hier nicht ums Recht-haben. Aber jetzt mache ich mir etwas Sorgen.
Unbeabsichtigte Überdosierung: kann auch dadurch passieren, wenn man vergisst, dass man es schon genommen hat.
Verantwortungsabgabe, nicht ganz freiwillig –Dosette sind eine Möglichkeit der Unterstützung aus der Apotheke.
Habe ich auch alles? Ja. Habe ich wirklich alles. Ja?
Nicht mehr so nett – und alles neue Leute?
Im diesem Fall war die Demenz zumindest teils aktiv selbergemacht: Alkoholismus. Das macht es nicht einfacher, hier Hausverbot zu erteilen.
Was tun? Wenn es jemanden Bekannten trifft.
Das Leben ist manchmal wirklich unfair.
und (am Rande passend): Intelligente Werbung