Neujahrs-Update bei Pharmama

Wir haben jetzt erstmals einen Covid-Fall bei uns in der Apotheke. Es hat lange gedauert, obwohl wir diverse Schreckmomente grad bei ihr schon hatten – beim 3., Nein, 4. Mal hat es sie jetzt erwischt. Da war erst die Quarantäne der Klasse im Sommer, dann Anfang Dezember der Bruder, der positv getestet wurde (keine Quarantände für sie, da sie immer genug Abstand / die Maske an hatte), dann ist die Mutter positiv getestet worden (immer noch keine Quarantäne, da sie auch zu Hause gut aufgepasst hat, nachdem ihr Bruder es bekommen hat). Dann vor einer Woche wurde die Freundin positiv getestet, mit der sie Essen war … und nun wurde sie in Quarantäne gesetzt, da sie beim Essen zu wenig Abstand und keine Maske an hatte. Jetzt ist sie selber positiv.

Gut, sie ist jung und sonst gesund, sie dürfte es problemlos überstehen. An Beschwerden hat sie praktisch auch nur Schnupfen und Geschmacksverlust.
(Wobei ich selber nicht gerne den Geruchsverlust hätte – das ist nicht nur super unangenehm, weil einem nichts mehr schmeckt, das kann sogar bei der Arbeit beeinträchtigend sein. Gelegentlich muss ich Teedrogen und ähnliches prüfen, das geht mit riechen, schmecken gut, ohne wird es problematisch. Und wenn mal wieder der Abfalleimer vor der Apotheke anfängt zu kokeln wegen weggeworfener Zigarette, würde ich das auch nicht mehr riechen).

Auf der anderen Seite geht es meinen Eltern gut, bis auf die Tatsache, dass sie kaum noch etwas unternehmen (können). Sie passen gut auf sich auf und sind zum impfen gegen Covid-19 angemeldet. Ich werde echt froh sein, wenn sie geimpft sind, das nimmt mir eine Menge Druck und sie freuen sich darauf Junior „wieder richtige Grosseltern zu sein“, denn dann kann Junior auch wieder zu ihnen. Ich hoffe, dass die Schwiegereltern da noch nachziehen, aber momentan wollen sie noch „abwarten“ (auf was?). Das sind auch die, die bei Treffen mit Junior immer noch nicht auf die Umarmung verzichten können.

Weihnachten und Neujahr war dementsprechend nicht so wie andere Jahre – bei den Eltern waren wir für einen kurzen Apero (mit Abstand und allen Vorsichtsmassnahmen), bei den Schwiegereltern gar nicht. Wenigstens gibt es noch das Telefon.

Ich hab mich übrigens gemeldet zum impfen … zum die anderen impfen. Bis ich selber geimpft werde, dürfte es (leider) noch etwas dauern. Derweil sind in der Schweiz die Covid-Impfungen gut angelaufen.

Die Aussichten sind aktuell eher wieder düster – immer noch zu viele Neuansteckungen (wen wundert’s über die Feiertage und die Treffen?), die Restaurants bleiben zu, wir gönnen uns dafür Take away oder Lieferservice von denen, die anbieten. Junior hat noch normal Schule (naja – das „neue Normal“), aber … wie lange wohl? Den Flug auf Thailand (vor einem Jahr gebucht) für die Frühlingsferien haben wir grad storniert … auch bei denen steigen jetzt die Zahlen und sie gehen in den Lockdown. Ich bin etwas ideenlos, was (und ob) wir machen wollen. Das Reisen war schon immer eine meiner Grundmotivationen – wahrscheinlich das, wofür ich am meisten Geld ausgebe, auch weil es mir (uns) so viel Freude und schöne Erfahrungen bringt. Und jetzt? Kann man überhaupt irgendwohin bis im Herbst? Soll man überhaupt? Verflixt. Ich will nicht einfach nur zu Hause sitzen … und man sieht ja gut, wie die Ausflugsziele in der näheren Umgebung überlaufen werden. Menschenansammlungen mag ich (nicht erst seit Corona) überhaupt nicht vertragen.

Also konzentrieren wir uns auf zu Hause. Ich nehme ein neues Projekt in Angriff und male viel, ich besorge mir einen neuen Computer, da der Platz auf dem alten kritisch wird. Ich organisiere Arbeiten in und ums Haus. Mir ist nicht langweilig, trotzdem … bin ich so antriebslos. Seufz.

Und ihr so?

8 Kommentare zu „Neujahrs-Update bei Pharmama

  1. Uff. Kopf hoch!

    Mich nervt die Situation auch sehr. Aber da müssen wir durch. Meine Oma werde ich wohl spät wieder mal sehen, aber dafür sehe ich sie noch in lebendigem Zustand.

    Der Bundesrat sagt, wir müssen äh sollen äh dürfen die Fallzahlen alle zwei Wochen halbieren. Aber der Bundesrat hintertreibt seine eigenen Ziele, zerstört seine Glaubwürdigkeit, und im schlimmsten Fall gibts eine gut schwedische Lösung – alles öffnen und die gefährdeten Mitmenschen sterben lassen. Denn gewartet haben die praven Pürger genug lang…

    Unsere Konsenskultur ist in Krisenzeiten so unnötig wie ein Lungenemphysem.

    Ich hab mich übrigens gemeldet zum impfen … zum Überwachen der frisch Geimpften.

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  2. Ja, das Reisen wie früher vermisse ich auch.
    Wir machen Ferienwohnungs-Urlaub in nicht so arg touristischen Gegenden (ausser in der Weihnachtswoche, da waren wir im Engadin – wo aber Abstand Halten problemlos möglich gewesen wäre, wenn andere Leute ebenfalls hintereinander statt zu 4. nebeneinander gegangen wären…)
    Das grösste Problem ist, Ferienwohnungen in diesen Gegenden zu finden, aber es gibt sie.

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  3. Tja, unsere Transatlantik-Kreuzfahrt in den Osterferien (sogar schon vor 2 Jahren gebucht) fällt nun auch flach, so’n Mist. Das ist nun schon die zweite Reise, die wir wegen „dat Virus“ nicht antreten können, Nachholmöglichkeit frühestens in 2 Jahren.

    Aber in meinem grenzenlosen Optimismus habe ich mal für die Sommerferien 3 Wochen USA-Westküste gebucht. Es sollte doch mit dem Teifi zugehen, wenn das dann immer noch nicht möglich ist. Die erste Impfung haben meine Frau und ich ja schon, die zweite folgt in knapp 4 Wochen, und wir gehen davon aus, dass bis Ostern auch die Kids geimpft werden können. Das muss dann reichen für die Einreise.

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    1. Ich will Sie nicht enttäuschen, aber meine seit drei Jahren geplante USA-Reise Mitte/Ende September habe ich gedanklich schon gecancelt. Es ist einfach unwahrscheinlich, dass sich die Lage bis dahin so gebessert hat, dass es wirklich möglich ist. Dafür ist mir die Politik nicht schnell genug und die Impfungen in Deutschland viel zu langsam. Da kann mir keiner erzählen, dass da bis Sommer irgendetwas nennenswert schneller geht. Da ändert sich höchstens das Wetter…

      Wie vielleicht der ein oder anderem dem Posting entnehmen kann: Ich kann langsam echt nicht mehr. Mitte des Jahres läuft mein Arbeitsvertrag aus. Ob ich in einer schwer umkämpften Branche – ja, auch in Corona-Zeiten – Arbeit finde, ist unklar. Das macht mir schon so Sorgen genug. Dazu kommt dann die Daueranspannung dank Corona, weil ich nichts mehr planen kann, was normalerweise extrem wichtig für mich ist. Und das Licht am Horizont ist einfach zu klein, zu winzig und zu weit weg um mich nennenswert noch aufzubauen. Gedanklich habe ich das Jahr 2021 abgeschrieben. Vollständig.

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      1. „Es ist einfach unwahrscheinlich, dass sich die Lage bis dahin so gebessert hat, dass es wirklich möglich ist. Dafür ist mir die Politik nicht schnell genug und die Impfungen in Deutschland viel zu langsam.“

        Da bin ich ja froh, dass ich in Helvetien wohne und von ZH fliege.

        Abgesehen davon wird vermutlich im Februar eine Menge Bewegung in die Impfaktion kommen – da wird nämlich J&J einen Impfstoff anmelden, bei dem eine einzige Impfung ausreicht. Das würde die Immunisierung der Bevölkerung massiv beschleunigen.

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  4. Ja, das mit der Antriebslosigkeit ist bei mir auch so. Immer zu tun, gar kein Problem, ein Projekt daheim findet sich immer, aber auf Dauer werde ich immer träger. Wenn man wieder irgendwohin darf (und damit meine ich noch nichtmal reisen, sondern einfach nur Schwimmbad oder Kino), werde ich wahrscheinlich gar nicht mehr vom Sofa hochkommen. Sehr seltsam das alles.

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  5. Zum Glück gehöre ich nicht zu den Menschen die raus müssen. Mich kann man das ganze Jahr Zuhause einsperren und solange ich meinen Computer und was zu Lesen habe bin ich zufrieden. Ausser mein Teelieferant hat wie aktuell Lieferprobleme. Dann drehe ich durch. Und Raus. Einkaufen.

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