Ferienlager für Kinder in der Schweiz

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Als Idee hier, weil ich letzte Woche gehört habe, er könnte noch etwas Werbung gebrauchen: Erlebnislager für Kinder in der Schweiz.

Andere Eltern mit Kinder im selben Alter wie unserem Junior suchen vielleicht auch noch nach etwas für ihr Kind … und so ein Erlebnislager ist mal etwas anderes als die reinen Sportlager (Fussball-, Skifahren- etc.) oder die von den Kirchen ausgerichteten Lager – mein Junior war auch schon zwei Mal in solchen. Als evangelisch getauftes Kind in einem Lager der katholischen Kirche (notabene von einer Mama, die inzwischen aus eben der Kirche ausgetreten ist). Das geht … führt aber doch gelegentlich zu … ah … Diskussionbedarf. Ein Erlebnislager ist dafür eine gute Alternative.

Mir gefällt ja das Prinzip: möglichst viel raus in die Natur, zusammen etwas unternehmen und erleben – und die ruhige Zeit zusammen dann auch nutzen um das zu reflektieren und zu lernen.

Auf Erlebnis-fahrten.ch finden sich einige Lager rund ums Jahr für Kinder zwischen 8 bis 14 Jahren (Altersangaben bei den einzelnen Lagern beachten). Vom „Erlebnis Winter“ über „Vier Elemente – Abenteuer Feuer, Wasser, Erde, Luft“, „Lamalager“, „Segellager“ und „Erlebnis Mittelalter“.

Der Lagerleiter hat eine Vielzahl an Kursen und Weiterbildungen als Erlebnispädagoge, diverse Zusatzausbildungen zum Trainer in verschiedenen Sportarten – er hat sich erst letztes Jahr selbständig gemacht. Angesichts der Tatsache, dass Schulferien gerade für arbeitende Eltern eine zusätzliche Belastung darstellen, was die Betreuung des Kindes angeht (das man ja auch nicht einfach irgendwo abschieben will) und dass die Lehrer immer weniger „Lagerfreudig“ sind – denke ich, das hat echt Potential.

P.S.: es hat noch freie Plätze …

Disclaimer: Ich wurde nicht bezahlt für diesen Beitrag, noch erhalte ich Vergütungen in irgendwelcher Art. Ich durfte Cyril letzhin kennenlernen und fand das Projekt unterstützenswert – und vielleicht auch interessant für andere Eltern hier.

Gehen Eure Kinder auch in Lager? Wenn Nein: weshalb nicht?

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Euro Millones Gewinner

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Das ist zu gut – ich wusste gar nicht, dass die das immer noch auf die Art versuchen … Mein Mann hat einen Brief bekommen (ja: Schneckenpost, Hardware, wirkliches Papier!) aus Portugal. Innen im Umschlag dieses „Juwel“:

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Juhuu – wir haben gewonnen! Seltsam nur, dass wir nicht daran teilgenommen haben ….

Man weiss gar nicht, wo anfangen. Hier ein paar deutliche Hinweise, dass das ein Betrugsversuch ist (die wollen nur mal die Daten und danach etwas Geld als „Vorschuss“ oder „Bearbeitungsgebühr“ etc …)

1. Das Logo: falsch. Euro Millones? Sollte das nicht Euro Millions heissen und so aussehen?:

euromillions-logo

2. Die Anschrift: Generisch. Auf dem „Gewinnblatt“ steht nirgends der Name von dem Gewinner drauf … nur haufenweise offiziell klingende Bezeichnungen und Zahlen. Los- Serien- und Stapelnummer…

2a haufenweise Schreibfehler. Die glucksnummer /  die Summe ergibt sich von einer gewinnausschüttung von€50,000,000, 00 (FÜNFZIG MILLIONEN EUROSNUR) unter den zwölf internationalen Gewinner geteilt … (Die hoffen wohl darauf, dass man vor Gier nach dem ganzen Geld blind wird).

3. Eine Anwaltskanzlei und wie rechtlich korrekt das alles ist (hust) wird erwähnt … und schon mal angedeutet, dass man das nicht so ohne alles bekommt. 5% sind 110’000 an die Anwaltskanzlei … nicht als Steuern an den Staat? Die verdienen gut an ihren Gewinnern.

4. Eine nicht wirklich zuverlässig klingende mailadresse: primitivoinfo1957@xxx.com ? Hahaha!

5. Wir wollen nur ihre Info … und dass sie es uns zufaxen.

Ganz herzig fand ich auch, dass der Aufdruck NOTARIELL BEGLAUBIGTES SCHRIFTSTUE/ da abgeschnitten wurde. Aber dafür hat es so etwas Stempelartiges auf dem Blatt verteilt: loterias y apuestas del estado – das wäre eine Lotteriegesellschaft in Spanien. Der Brief kommt dem Stempel nach aber aus Portugal. Ach was soll’s – ist doch eh alles EU

Ich bin (wieder/noch) da

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Ja, mich gibt es noch. Inzwischen sind wir schon einige Tage in der Schweiz. Die zweite Tollwut-nachimpfung (in Thailand) und die dritte (in der Schweiz) hatte ich auch schon … Das ist der Moment, wo ich etwas gestehen sollte: Das mit dem Hundebiss ist passiert – allerdings ein paar Tage bevor ich darüber gebloggt habe. Ich wollte/konnte nicht live-bloggen über etwas derart akut-kritisches. Und obwohl ich die weiteren Impfungen organisiert habe von Thailand aus – die passive Impfung habe ich dadurch auch später nicht bekommen (bei der Impfung an Tag 7 war es dann wirklich zu spät dafür).

Das bedeutet, ich bin immer noch nicht im ganz grünen Bereich. So genau scheint auch niemand sagen zu können, wie lange ich mir Sorgen machen muss. Der Hausarzt hat nur gemeint: „Nun, es sind doch schon 7 Tage … und Sie haben keine Symptome ….“ und dazu etwas mitfühlend gelächelt. Ich soll mich melden, wenn ich Symptome bekomme.

Nur weiss ich, dass das dann „zu spät“ ist – dann kann man nämlich wirklich nicht mehr viel machen. Und die Symptome: Brennen und Jucken der Wunde, Sensibilitätsverlust der Haut bei der Wunde. Später grippeähnliche Symptome mit Kopfschmerzen und Fieber, Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit. Irgendwie unspezifisch … und nicht wirklich beruhigend. Ich beobachte mich mehr als vorher … die Wunde juckt etwas – das kann sie aber auch machen, wenn sie heilt. Kopfschmerzen … ich habe gelegentlich Migräneanfälle, wenn ich jetzt so einen mache, verfalle ich wohl in Panik. Die letzten Tage hatte ich zum Glück keine Kopfschmerzen. Jetzt am Wochenende, nachdem der Anfangsstress von der Arbeit nachgelassen hat, bekomme ich allerdings. Nicht Migräne – nur Spannungskopfschmerzen? Ich hoffe es. Ich bin verspannt genug auch weil ich jede Muskelzuckung, Muskelkater analysiere. Ich mache mir zu viele Gedanken. Bringt doch nichts.

Themawechsel.

Vorgestern war Tag der Frau. In der Apotheke arbeiten in der Schweiz 64% Frauen (Anteil eher steigend, würde ich meinen). In Deutschland sind es jetzt schon mehr – 97% glaube ich gelesen zu haben. Die Apotheke ist ein guter Arbeitsplatz für Frauen – auch wegen der Teilzeitarbeit und weil man sein Wissen und Können und Empathie einbringen kann.

Und auf der Heimfahrt von eben der Arbeit habe ich nachmittags (wenig empathisch) die Polizei angerufen, damit sie mit dem Mann, der im Rock (?) am Boden bei der Ampel am Fussgängerstreifen sitzt redet. Mein Problem mit ihm war nicht das Kleidungsstück (Schottenröcke finde ich lässig), sondern wie er damit da sass: die Beine angezogen, so dass jedermann (und vor allem – frau) einen guten Blick auf seine fehlende Unterhose und dem der doch nicht ganz so warmen Frühlingsluft exponierten Penis werfen konnte. Dem Herrn gings augenscheinlich gut, keine Ahnung, weshalb er da so am Boden sitzen musste – knapp 10 Meter weiter hatte es eine Sitzbank. Ausser der Sitzbank hat es auch eine Schule in der Nähe – und die Entscheidung, da die Polizei anzurufen machte ich, als neben mir eine Schülerin auch am Fussgängerstreifen auf grün warten musste … den Herrn, der uns anstarrte genau so intensiv ignorierend wie ich selber. Mag er doch bitte seinen Penis woanders der Freiluft aussetzen.

Abenteuerlich hier …

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2 Tage Internetkarenz später sind wir zurück vom See. Da draussen auf dem Cheow Lan Lake hat man noch nicht einmal mehr Telefonverbindung. Ich habe vorher noch wasserdichtes (hoffentlich) Verbandmaterial gekauft und nehme brav die Antibiotika. Alle 6 Stunden. Der Wunde geht’s gut, kaum Schmerzen, kein Jucken und ich merke erst mal gar nichts sonst. Falls Tollwuterreger vorhanden ist, hält der sich die ersten 3 Tage eh‘ in Wundnähe auf. Ich hoffe ja immer noch, dass nichts ist – sie haben mir nämlich wirklich keine passiv-Impfung gemacht (Antigene in die Nähe der Wunde gespritzt), „nur“ die Aktiv-impfung. Falls etwas ist, wird das ein Rennen von meinem so unterstützten Immunsystem und dem sich den Nervenbahnen nach oben ausbreitenden Erreger? Ich werde wohl noch eine ganze Zeitlang beunruhigt sein…

Aber zurück zu unserem Ausflug. Hier habt ihr ein paar Bilder:

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Die Unterkunft waren diesmal die schwimmenden Hütten von Ton Toey, einer der ältesten auf dem See und ziemlich „basic“. Sie liegen in der Nähe der Nam Talu Höhle, die wir am morgen durchquerten auf der Wanderung. Durch die Höhle führt ein Flüsschen, dem man folgt, erst watend, ein Teil (später) schwimmend. Junior war erst angeschissen (im wahrsten Sinn des Wortes: eine Fledermaus hat ihm auf den Kopf gemacht) und am Ende begeistert. Ist halt wirklich abenteuerlich.

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Morgen geht’s zurück – mit einem Abstecher ins Spital. Freude herrscht (nicht).

Ein Hundebiss in Thailand

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So … das ist passiert. Ruhig bleiben, Pharmama. Durchatmen.

Ein Hund hat mich gebissen. Mist!

Am morgen sind wir aus dem Hotel in Khao Lak ausgecheckt und zum Khao Sok Nationalpark hochgefahren, wo wir in ein neues Hotel eingecheckt haben. Für den nächsten Tag haben wir eine Tour mit Übernachtung auf dem Chieow Lan Lake gebucht, weshalb wir relativ früh Nachtessen gegangen sind.

Nach dem Nachtessen (Pizza für Junior, morgen gibt’s nur thailändisches Buffet) sind wir zurück zum Hotel gelaufen. Keine Sache: ca. 1 Kilometer, „Hauptstrasse“ vor dem Parkeingang, natürlich kein Trottoir (Gehweg). Ich habe den Hund noch gesehen. Er lag in einer Einfahrt, wie so viele andere Strassenhunde auch. Er rührte sich nicht, wir sind vorbeigelaufen.

Auf einmal ein plötzlicher Schmerz in der Wade. Ich drehe mich verwirrt um und der Hund steht hinter mir. Da dämmert es mir, dass ich gerade gebissen wurde! Mein Puls geht auf über 180 – ich hab‘ das blöde Vieh angeschrien. Vor allem auch um die anderen (vor mir laufend) drauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht zu nahe kommen. Der Hund lief dann fast gemütlich weg – keine Spur von Angst. Und wir liefen den nur noch kurzen Weg zum Hotel, wo ich mich in der Reception hinsetze um den Schaden zu begutachten.

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Ja, er hat durch die Hosen gebissen. Stark genug, dass es blutet. Das sieht jetzt nach nicht viel aus (und schmerzt noch kaum), aber es ist ziemlich tief.

Mit einem feuchten Tuch reinige ich die Wunde. Im Hirn rattert es.

Thailand hat (immer noch) ziemlich viel Tollwut. Vor allem bei Hunden. Ich bin (wie die ganze Familie) so ziemlich gegen alles geimpft, aber nicht gegen Tollwut – ein Grund, weshalb ich bei allen immer auf grossen Abstand vor den Tieren bestehe. Jetzt hat es mich trotzdem erwischt. Ich habe 24 Stunden Zeit etwas zu machen, danach kommen Massnahmen meist zu spät. Tollwut ist nach Ausbruch der Symptome zu fast 100% tödlich … und die paar, die es überlebt haben, kann man an einer Hand abzählen und haben meist Hirnschäden. Googelt das mal, wenn ihr mehr über die Tollwut erfahren wollt. „Mein“ Hund muss nicht unbedingt die Tollwut haben – tatsächlich habe ich gelesen, dass die Chance von einem tollwütigen Hund gebissen zu werden, von knapp 25% auf knapp 10% gefallen ist. Immer noch zu viel für mich. Vielleicht war er ja auch geimpft? Vielleicht war es ein Haushund? Ich frage die Hotelmanagerin, ob sie den Nachbar, dem der Hund vielleicht gehört kennt – dann könnte man fragen, ob der Hund geimpft ist. Ihre Reaktion ist nicht vielversprechend: der lasse nicht mit sich reden …Nein.

Okay – wo ist das nächste Spital? Takua Pa. 50 Kilometer entfernt. Die sollten auch Tollwutimpfungen machen.

Es war 7 Uhr, als wir losgefahren sind, etwa 8 Uhr als wir ankommen – zum Glück haben wir selber ein Fahrzeug. Inzwischen ist es Stockdunkel und nach einem kurzen Regenguss vorher ist die Strasse nass und mit Nebelschwaden überzogen. Abenteuerliche Fahrt. Junior haben wir mitgenommen, ihn alleine im Hotel zu wissen fand ich auch nicht optimal.

Wir fahren beim Notfall:  „Emergency“ vor. Die sieht so aus: Nach rechts ist der Vorraum offen – praktisch wie eine Veranda. Eine Krankenschwester (?) sitzt am Schreibtisch mit den Plastikstühlen davor. Mobile Betten stehen in der Gegend, 2 davon belegt mit Patienten. Auf Stühlen sitzen mehrere Leute: Patienten? Angehörige? und warten. Ich gehe zur Krankenschwester und zeige ihr mein Problem: „A dog bit me.“

„Oh“ sagt sie: „New Patient?“ – Ich nicke.

Sie schickt mich in das Gebäude nebenan – dort muss ich mich anmelden.

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Im Nebengebäude finde ich (auch aussen) einen kleinen Schalter, bei dem ich ein Formular ausfüllen muss: Name, Adresse, Alter, Altergien. Die Frau tippt alles in den Computer und ich bekomme mein Formular und ihren Ausdruck mit. Zurück zum Notfall.

Die Krankenschwester nimmt das Formular entgegen, nickt und bittet mich mich zu setzen, um den Blutdruck zu messen. Der ist (erstaunlich) in Ordnung. Dann fragt sie nochmals nach meinem Problem, ob ich geimpft bin: „Not against rabies“ – Ich drücke ihr meinen Impfausweis, den wir mitgenommen haben in die Hand. Sie bittet mich zu warten – sie meint in etwa 15 bis 30 Minuten komme ich dran. Ich setze mich zu den anderen Wartenden – Mein Mann und Junior haben inzwischen das Auto parkiert und setzen sich dazu.

Tatsächlich werde ich nach etwa 20 Minuten aufgerufen. Vorher konnte ich sehen, wie das geht: Wer aufgerufen wird, geht zur Krankenschwester, bekommt seine Formulare und geht damit durch die Tür in den eigentlichen Behandlungsraum. Die Nagehörigen dürfen nicht mit. Hinter der Tür ist ein kleiner Saal ohne wirkliche optische Abtrennungen. Mobile Behandlungsbetten stehen in Abständen – auf eines davon soll ich mich setzen, während meine Unterlagen angeschaut werden. Dann kommt die Ärztin zu mir und fragt mich nochmals aus. Ich zeige ihr den Hundebiss. Nein, ich bin nicht geimpft gegen Tollwut. (Mit dem Impfausweis kann sie nicht viel anfangen – unterschiedliche Namen der Produkte). Sie geht, sie kommt wieder und zeigt mir diese Packung und erklärt mir, dass sie mir das jetzt spritzt:

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Ja, der Tollwutimpfstoff. Ich nicke.

Sie gibt mir ausserdem noch eine Karte dazu, auf der steht, wie ich mit der Behandlung weiterfahren muss. Einmal spritzen reicht nämlich nicht – Ich muss an Tag 3, 7, 14 und 28 weitere Impfungen haben. Unbedingt! Ich nicke. Ich erkläre ihr, dass wir in 3 Tagen abreisen, dass ich aber die nächste Spritze hier noch machen kann und dann zu Hause weiter machen werde.

Ich bekomme die Impfung in den linken Arm, danach kommt eine Krankenschwester und verarztet mir die Bisswunde: Abwischen mit NaCl Lösung und desinfizieren mit Jod. Gaze drauf.

Der nächste Schritt findet am Computer statt: Ein junger Mann hat mir die Rechnung erstellt und erklärt sie mir: Impfstoff, Arzthonorar (200 Baht?!), Bearbeitungsgebühr, Antibiotikum und Paracetamol. Auf das Schmerzmittel verzichte ich – davon habe ich genug dabei. Das Antibiotikum schaue ich mir noch an, ob ich es wirklich einnehme … (ich will wissen, was das ist).

Mit der Rechnung in der Hand werde ich durch eine weitere Tür geschickt, dahinter liegt die Apotheke des Spitals. Um diese Zeit (9 Uhr inzwischen), ist da fast niemand, so dass ich rasch dran komme. Erst darf ich zahlen (etwa 30 Franken insgesamt), dann bekomme ich in der Ausgabe meine Medikamente:

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Damit darf ich das Spital wieder verlassen.

Wir fahren zurück ins Hotel – nach 10 Uhr sind wir da. Ich kann noch nicht schlafen, deshalb arbeite ich das grad mal auf. Vor allem schicke ich ein Whatsapp an meine zu Hause gebliebenen Apothekerkolleginnen: bitte checkt doch ab, ob der Impfstoff auch in der Schweiz verfügbar ist. Nicht, dass ich die Behandlung wegen dem nicht abschliessen kann. Die Entwarnung kommt rasch: Man bekommt zumindest den problemlos.

Das Antibiotikum ist auch interessant. Typisch für Thailand habe ich das im Minigrip als Blister ohne Packungsbeilage bekommen. Dicloxacillin 250mg 20 Kapseln. 4 x täglich je 1 Kapsel (vor dem Essen und vor dem Schlafen zu nehmen). Den Wirkstoff gibt es in der Schweiz nicht, es gehört aber zu den Penicillinen und wird (laut Internet) bei Wundinfektionen auch zur Vorbeugung bei Hundebissen eingesetzt. Das mit dem 4 x täglich finde ich jetzt nicht so prickelnd, aber ich mache das jetzt. Morgen geht es wirklich in den Nationalpark und teils ins Wasser, da muss ich wirklich gut Sorge tragen zu der offenen Wunde.

Ich bin etwas beruhigter. Das Gesundheitssystem ist ziemlich in Ordnung, wie ich sehen konnte/musste. Ich hoffe, das kommt gut.

Schön hier …

Noch ein paar Bilder aus unseren Ferien: Diesmal haben wir es geschafft am Aussichtspunkt zu übernachten im Mietzelt. War schön – fast unwirklich. Es ist trotzdem kein Fall für #youdidnotsleepthere :-). Vielleicht machen wir das mal wieder, aber dann nicht am Wochenende … da gab es ein paar unermüdliche, die bis nachts um 1 Uhr geredet haben …

Auch auf den Bildern: Marktleben und Elefanten füttern. Typisch Thailand halt.

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Feriengrüsse aus Thailand

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Ja, Umm – Ferien. Wie schon angekündet bin ich (schon wieder) weg. Thailand diesmal. In der Apotheke meinte die Kollegin nur: „Du gibst Dein Geld auch für nichts anderes aus, oder?“ … Da hat sie nicht ganz unrecht 🙂

Ich habe gehört, es ist kalt in der Schweiz – Tut mir leid, wenn ich Euch jetzt mit ein paar Bildern aus der Wärme „quäle“:

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Ja, schön hier. Und warm: zwischen 25 Grad nachts und 35 Grad tagsüber.

Liebe Grüsse an Euch – ich melde mich demnächst wieder.

Senf selber machen – Kochen mit Junior

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Mitlesende Verwandte und Götti / Gotten müssen diesen Post auslassen – zumindest bis nach Weihnachten, denn das ist dieses Jahr unser Weihnachtsgeschenk. Aponette hat mir letztes Jahr die Idee gegeben, das einmal auszuprobieren.

Für (weihnachtlich-exotischen) Orangensenf braucht man:

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  • 150 g Senfkörner gelb, ganz (Sinapis alba semen tota) – gibts in der Apotheke
  • 50 g Senfkörner braun, ganz (Sinapis nigra semen tota) – gibts in der Apotheke
  • 5 g Koriander Körner ganz (Coriandri fructus electus) – gibts in der Apotheke
  • 300 ml Essig
  • 3 Orangen bio (unbehandelt, weil man die Schale und den Saft braucht)
  • 75 g Zucker
  • 1 Stück Ingwer ca. 5cm
  • 4 TL Salz

Geräte: Reibraffel für die Orangenschale, Küchenwaage, Topf zum einkochen, Löffel zum mischen und etwas zum mahlen der Körner: eine Kaffemühle oder ein Thermomix oder so etwas wie zum Smoothie machen geht auch – auch wenn die die Körner nicht ganz so fein hinbekommen. Das macht in meinen Augen sowieso nichts, auch körniger Senf schmeckt!

Ausserdem: Gefässe um den Senf abzufüllen. Einmachgläser (nicht allzu grosse) oder derartiges. Obige Menge gibt etwa 3 Gläser zu 90ml Senf.

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Die Zubereitung ist dann einfach:

Von den 3 Orangen die Schale fein reiben (möglichst ohne das weisse darunter), mit dem Zucker und dem Salz mischen. Ein Stück Ingwer dazureiben – wer es nicht so scharf möchte, nimmt weniger.

Den Saft der Orangen etwas einkochen und abkühlen lassen. Mit dem Essig vermischen.

Die Körner abwiegen: weisser (gelber) und brauner (schwarzer) Senf und den Koriander. Im Mixer unter portionenweiser Zugabe und immer wieder abstellen so fein mahlen, wie man den Senf haben will. Vorsicht: wenn man die sehr schnellen Mixer zu lange laufen lässt, wird das ziemlich warm und die Senföle in den Senfkörnern mögen das nicht – einerseits verliert der Senf so an Geschmack, andererseits auch an Schärfe.

In einer grösseren Schüssel die Orangenschalenmischung mit den gemahlenen Senfkörnern mischen (Löffel reicht dazu) und die Essig-Orangensaft-Flüssigkeit unterrühren. Das wird anfangs etwas flüssig, aber es saugt das schön auf.

Man kann das über Nacht offen stehen lassen – Fermentation und Oxidation sorgen für mehr Senfschärfe … oder gleich abfüllen, wie wir:

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Der Senf ist sehr fein und wird mit etwas stehen noch fast besser.

Haltbarkeit: angebrochen im Kühlschrank – 3 bis 4 Monate.

Ich denke nicht, dass er so lange „hält“, das Zeug ist fein und unser erstes selbstgemachtes Glas Senf ist schon weggegessen …

Elektronik-Lern-Spielzeug

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Gelegentlich finde ich etwas auf Kickstarter, das mich interessiert. Und während manches ein Flop ist (die High-Tech-Handschuhe waren zum Beispiel alles andere als warm), manches lange dauert, bis es kommt (auf den Ulo warte ich jetzt ein Jahr!) klappt das bei anderem tatsächlich so wie’s soll. Zum Beispiel das hier:

Die Box ist das All-in-One Kit von Makeblock Neuron, einer „Electronic Building Platform“.

Die Box ist super. Die grünen Teile sind die Energie- und Kommunikations-Blöcke, machen WiFi, Wireless und Bluetooth-Verbindung. Die orangen Teile sind Kontroll-Blöcke: Knöpfe zum drehen, drücken, ein mini-joystick, Spracherkennung und das „funny-touch“ das auf Berührung reagiert, Input-Blöcke sind gelb, das sind Sensoren für Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Bewegung, Abstand, Farbe, Bodenfeuchtigkeit … Die Output-Blöcke sind blau: Damit kann man ein Display anhängen, Microfon und Lautsprecher, LED-Panel, LED-Steuerung, Buzzer (Geräuschmacher), Motor-Treiber, LED-Streifen. Und dann hat es Zubehör noch und noch: Laser-Pointer, diverse Kabel, Reifenteilchen, LED-Streifen und und und …

Alles sehr einfach zu verbinden mittels Stecksystem (magnetisch), zum Teil vorprogrammiert, zum Teil kann man selber die Reaktion ändern mittels App und einfachem „programmieren“ …

Ich habe das für Junior gekauft – und der liebt es. Er testet alle Möglichen (und teils unmöglichen) Verbindungen aus, kann schon selber die App bedienen und den Output der LED Anzeige auf die Sprachbefehle ändern. … Ich denke, das gibt noch ein Video, wo ich seinen Kommunikator (Verbindung per Wifi) zeige.

Weltraum – Geburtstagsparty

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Juniors 10. Geburtstag feierten wir mit einer Party mit dem Thema Weltraum. Die eingeladenen Kinder wurden dazu zu Astronautenanwärtern in unserer Astronauten-Academy!

Astronauten-Ausbildungskarte

Zur Dekoration haben wir Weltraumbedruckte Teller, Becher und Servietten (im Set zum Beispiel hier), ein Weltraum-Tischtuch,

Zu Beginn bekommt jeder Astronauten-Academy Anwärter diese Karte (s. Bild), auf der er/sie seinen Namen schreiben soll. 2 Etiketten werden ebenfalls mit dem Namen versehen – eine als Namensschild am Kind und eine für das Abschlussgeschenk. Diese Karte ist der Ausweis zum Bestehen der Ausbildung – erfüllte Aufgaben werden durch Lochen gekennzeichnet. Ist die Karte voll / mit mindestens 8 Löchern ist das Ziel erreicht. Zum Abschluss bekommt man mit voller Karte die Partytüte mitgegeben.

Ausserirdischenkontakt:

Space_alien-04-512Vorbereitung: Grösseren Topf mit waterpearls (blau oder bunt, auf jeden Fall „bewässert“) füllen und darin ein paar Gummibälle verstecken. Ein paar Eiswürfel dazu kurz vorher machen das ganze glitschig-kalt-bäh.

„Das ist die erste Aufgabe – als Astronaut darf man Neues und ungewohntes nicht scheuen. Dieses Material hier hat man auf einem fernen Planeten gefunden. Wir sind nicht ganz sicher, was es ist, aber es könnten Eier oder Schleim von Ausserirdischen sein. Eure Aufgabe ist es da mutig reinzufassen und etwas daraus herauszuholen.“

Mit verdeckten Augen lässt man die Kinder einzeln hineingreifen und suchen. Die nachtleuchtenden Planeten – Gummibälle (1 pro Person) darf man behalten und in den eigenen Mitnehmsack stecken.

Astronautentraining im All

schwarzes-loch_318-111608„Beim Reisen im All kann man verschiedenen Situationen begegnen. Auf die muss man schnell und korrekt reagieren. Das ist Eure Aufgabe; ihr müsst, wenn ich etwas sage, korrekt reagieren. Wenn ich das sage, müsst ihr das machen: (sagen und Aktion zeigen:)

  •  Asteroid: flach auf den Boden legen
  •  Ausserirdischer: mit erhobenen Händen winken
  •  Raketenstart: sich auf den Rücken legen
  •  Schwarzes Loch : in der Bewegung verharren

Ihr lauft einfach durch den Raum – so dass ihr mich noch hören könnt. Wenn ich das Wort rufe, müsst ihr reagieren. Wer die falsche Aktion durchführt oder zu langsam reagiert, scheidet aus. Das Spiel ist zu Ende, wenn nur noch ein Kind übrig geblieben ist. Dieses Kind wird der neue Spielführer.“

Arbeiten mit Ausrüstung (Werkzeug)

werkzeuge-uberqueren-einstellungen-symbol-fur-die-schnittstelle_318-48264Vorbereitung: Eine Tafel Schokolade wird aufwändig verpackt in Lagen Zeitungsschicht, Schnur und zuäusserst Geschenkpapier und -Band. Ausrüstung: Handschuhe, Kappe, Taucherbrille, Messer, Gabel.

„Bei der Zweiten Aufgabe geht es darum, mit Ausrüstung arbeiten zu können. Ihr würfelt der Reihe nach. Wer eine Sechs hat, darf mit Auspacken und Essen beginnen. Zuvor musst Du aber noch die Ausrüstung anziehen: Handschuhe, Kappe oder Helm, Taucherbrille. Du darfst nicht mit blossen Händen arbeiten, sondern musst das Werkzeug (Messer und Gabel) benützen. Ihr andern würfelt in der Zwischenzeit weiter.  Bei einer Sechs ist Schluss – und der nächste kommt dran.“

Memory-Spiel mit Süßigkeiten (Sonne)

Wir benötigen einige gerade Anzahl gleich aussehende (Papp)Becher. Dazu die verschiedensten Süßwaren wie Gummitiere, Knusperflocken, Lakritz-Konfekt, Pralinen – immer zwei Stück von jeder Sorte. Dafür eignen sich so Mixparty-Boxen oder Celebration-Boxen und Haribo-Minibeutel. Diese Süßwaren-Paare werden jetzt unter den Bechern in Abwesenheit der Kinder versteckt.

„Astronauten müssen auch ein gutes Gedächtnis haben, das trainieren wir jetzt. Jedes Kind darf nacheinander zwei Becher aufdecken, so dass alle sehen, was darunter ist. Wenn die selben Sachen aufgedeckt werden, darfst Du es behalten und weiter raten, wenn Du Pech hast, wird es wieder zugedeckt und der nächste ist dran. Bis alle Becher aufgedeckt sind. Die aufgedeckten Süssigkeiten darf man behalten / kommen in den Mitnehmsack.“

Das mussten wir ein paar Runden lang machen – dafür hatten am Ende ziemlich alle etwas (und wir haben natürlich noch in den Mitnehmsack am Schluss etwas gegeben).

Ksaturnuchen essen – mit Hindernissen

Unser Kuchen dieses Jahr war auf Wunsch ein Marshmellowkuchen (Rezept hier – Warnung: Mastig und Süss!) halbkugelförmig, geschmückt wie Planet.

„Für Astronauten ist es wichtig auf mündliche Kommandos schnell zu reagieren. Die Kommandos hier sind: „Stip“ und „Stop“. STIP bedeutet dass alle in ihrer aktuellen Bewegung verharren müssen. STOP bedeutet dass „Stip“ aufgehoben ist und jeder wieder weiter essen darf.“

Das Geburtstagskind beginnt. Es sagt zu einem beliebigen Zeitpunkt „Stip“ und alle Kinder verharren in der Bewegung – was oft sehr lustig aussieht weil ja gerade alle beim essen, kauen, trinken, … sind. Hat es sich davon überzeugt dass alle Kinder erstarrt sind, sagt es nach einer kleinen Weile „Stop“ und das essen und plappern geht weiter. Das Geburtstagskind bestimmt ein anderes Kind, dass nun „Stip & Stop“ sagen darf. Jedes Kind darf nachdem es dran war, ein anderes Kind mit „Stip & Stop“ beauftragen.

Arbeiten am kaputten Raumschiff

raumschiff_318-54636Material: Luftballone, Süssigkeiten (einzeln eingepackte, siehe oben) oder Legosteine

„Als Astronaut muss man im Team arbeiten. Um das zu üben bildet ihr rasch Zweiergrüppchen … Jede Zweiergruppe bekommt einen Ballon. Den müsst ihr an der Stirn zwischen Euch klemmen. Nun geht es darum so möglichst viele Gegenstände vom Boden aufzuheben um das Raumschiff zu reparieren … ohne den Ballon zu verlieren. Wer ihn verliert, muss aufhören. Die eingesammelten Süssigkeiten könnt ihr behalten.“

 

Asteroid ins Ziel bringen

asteroidMaterial: 2 Teller, Luftballons, Wattebausch.

„Astronauten brauchen auch Ausdauer. Um das zu testen, bekommt ihr einen Wattebausch auf einem Teller – das ist Euer Asteroid am Start – und Luftballons – das ist das Werkzeug, mit dem ihr den Asteroid ins Ziel lenken müsst. Das Ziel ist der gegnerische Teller. Ihr dürft aber nicht den Asteroiden eures Gegenübers abwehren – ansonsten geht es zurück an den Start.“

Zwei Kinder nehmen an einem nicht allzu großen Tisch gegenüber Platz. Jeder erhält einen Wattebausch auf einem Teller mit nicht zu hohem Rand und einen Luftballon.  Nach dem Startsignal muss jedes Kind seinen Luftballon aufpusten und durch gezieltes Herauslassen der Luft aus dem Ballon seinen Wattebausch antreiben. Wenn man die Luft aus seinem Luftballon verbraucht hat, darf man wieder neue hineinpusten. Sollte aus Versehen ein Ballon platzen, erhält das einen neuen. Wer seinen Wattebausch zuerst auf den gegnerischen Teller gepustet hat, ist Sieger.

Nachrichtenweitergabe

satellit„Für Astronauten ist es sehr wichtig, dass Nachrichten korrekt weitergegeben werden. Stellt Euch in einem Kreis auf. Ich flüstere dem ersten Kind einen Satz zu, den ich auf einem Zettel notiert habe. Das Kind flüstert dann den Satz dem Nachbarn ins Ohr. Man darf leider nicht nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat, sondern gibt das weiter, was man gehört hat. Das letzte Kind sagt den Satz dann laut. Ich lese Euch dann den ursprünglichen Satz vor … und wir vergleichen.“

Beispielsätze:

  • Die Erdstation schimpft mit dem Astronauten, da er den Ausserirdischen erschreckt hat.
  • Das Raumschiff muss repariert werden, weil es durch einen Asteroiden getroffen wurde.

Übrigens: da eignet sich als Mitgebsel der UV-Geheimstift. Der kam super an … für genauere „stille Post“.

Die Party war ein voller Erfolg. Das ganze lässt sich übrigens auch wunderbar mit Lego kombinieren.