Alles ist bestens. Oder?

Mich gibt’s noch. Ich bin nur erschöpft und beschäftigt mit der Apotheke und komme so nicht zum schreiben. Dabei gäbe es einiges, worüber geschrieben werden könnte und sollte.

Es ist anstrengend in der Apotheke. Offiziell ist die Pandemie vorbei. Alle Massnahmen wurden aufgelöst. Keine Maskenpflicht mehr – seit ein paar Tagen nicht mal mehr im ÖV. Keine Quarantänepflicht mehr. Das SARS-Coronavirus wurde auf den Status einer „normalen Erkrankung“ runtergestuft und bedarf offenbar keiner besonderen Massnahmen mehr um sie zu vermeiden.

Während die Zahlen der Statistiken sinken (zumindest die der positiven Tests) steckte sich in der Umgebung gefühlsmässig jeder an. Manche neu, andere wieder. Den Zahlen ist da wirklich nicht mehr zu trauen – sie geben das wirkliche Geschehen nicht wieder. Und sie interessieren niemanden mehr. Ich glaube, sie haben jetzt sogar aufgehört die Statistik dazu zu erheben – wieso auch? Was ist da noch die Aussagekraft, wenn man nur noch auf Wunsch testet (Juniors Schule testet auch nicht mehr) und wenn das Testergebnis keinerlei Konsequenzen hat (keine Isolation mehr nötig, den Arbeitgeber freut es). Die Infektion ist egal geworden.

Das mit dem „jeder steckt sich an“ konnten wir gut in unserer Apotheke sehen. 2 Jahre lang haben wir es geschafft, dass unsere Apotheke fast Covid-frei geblieben ist. Ansteckungen fanden nur von aussen (meist in der Familie) statt und waren weit gestreut. Mein unangenehmes Ferien-Erlebnis war das letzte. Dann kam die Aufhebung der Maskenpflicht. In der Apotheke haben wir weiterhin Masken getragen – zum Schutz der vulnerablen Kunden und damit wir uns im Fall nicht untereinander anstecken. Aber mit dem Infektionsgeschehen überall … Ich mach’s kurz: wir hatten allein in einer Woche 4 positive Angestellte. Und seitdem (weiter gestreut) mehr. Das sind 30-40% der Belegschaft die da fehlt. Sowas ist nicht so einfach zu kompensieren – dazu kommt, das wir seit Herbst in Unterbesetzung arbeiten.

Wir haben nämlich dasselbe Problem, wie überall sonst im Gesundheitswesen: Die Covid-Zeit war fordernd, wir mussten lange sehr flexibel sein, einspringen, wechseln, Mangel verwalten, Mehrarbeit leisten und zusätzliche Dienstleistungen stemmen wie Testen, Impfen, erweiterter Hauslieferdienst, essentielles besorgen (Desinfektionsmittel und Masken anfangs, die Selbsttests später). Wir arbeiten seit über 2 Jahren mit Masken und das tagelang. Daneben noch die übliche Arbeit. Und die Familie, um die man sich sorgt (speziell die älteren und die jüngeren). Wen wundert es, wenn sich da bei einigen Burnout ankündet und sie sich nach grüneren Auen umsehen? Im November haben wir so eine gute Drogistin verloren, die auch alles in der Apotheke gemacht hat. Jetzt profitiert eine Krankenkasse von ihrem Wissen – und sie von angenehmeren Arbeitszeiten. Wir haben intensiv gesucht, aber bis jetzt niemanden gefunden, der sie ersetzt – und im Mai werden wir eine Pharmaassistentin verlieren. Die Arbeit wird auf die noch verbliebenen verteilt – die Belastung steigt. Über die Suche (und die Versuche) jemanden zu finden bisher könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Wir würden fast alles nehmen, vom frischen Abschluss bis Wiedereinsteiger und sogar jemanden aus dem Ausland. Der Markt ist trocken. Ich bin bald soweit, dass ich hier nachfrage, ob jemand jemanden kennt …

Mit Hilfskräften (und zwar nicht vom Fach) und viel Einsatz meiner wunderbaren Mitarbeiter haben wir es bisher gehalten. Ich bin sicher, dass die Kundschaft nicht viel mitbekommt davon, aber es ist anstrengend. Es hat ausserdem den Effekt, dass manche denken: wenn es auch so geht (also dieselbe Arbeit mit weniger Leuten), dann ist ja alles in Ordnung – und wir könnten das so lassen.

Da sind wir jetzt. Ich sehe momentan nicht, dass es besser wird. Den Statistik Zahlen kann ich nicht trauen. Was man auf Twitter und Co aus dem Spital und aus den Arztpraxen hört, geht es denen genau gleich. Personalausfälle wegen Krankheit und auf Zeit wegen Überarbeitung. Gleichzeitig das Gefühl, dass wir uns in einem riesigen Experiment befinden. Man hat alle Schutzmassnahmen aufgehoben und allgemeine Durchseuchung ist angesagt. Die Wirtschaft hatte da ganz offensichtlich mehr mitzureden, als die Vernunft oder die Sorge um den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Man redet von „Immunität aufbauen“ und davon, dass Omicron mit seinem meist „milden Verlauf“ dabei hilft. Ich bin mir nicht sicher, ob das so funktioniert. Ich habe zu viele gesehen, die sich innert weniger Wochen wieder angesteckt haben. Wovon man nichts mehr hört ist Long Covid oder Post Covid – und das, obwohl inzwischen viele Studien zeigen, dass es das gibt und dass man sogar geimpft eine gute Chance darauf hat. Bei jeder Infektion. Mir persönlich hat meine eigene Covid-Infektion gereicht, dass ich das nicht wiederholt haben möchte. Ich habe auch heute noch das Gefühl, es ist nicht mehr gleich wie vorher. Der Geruchssinn ist wiedergekommen, aber manches riecht anders. Ich werde viel schneller müde, wenn ich etwas mache, brauche länger um mich zu erholen. Ich habe das Gefühl, ich bin langsamer geworden im denken. Es ist subtil, aber immer noch da. Andere haben viel schlimmere Beschwerden – und man weiss, dass die Sterblichkeit noch Monate danach erhöht ist.

Aber die Wirtschaft hat genug gelitten, man will wieder Normalität und das hat man jetzt so. Oder zumindest etwas optisch ähnliches. Wenn man nicht testet, sieht man nicht, wie viele krank sind. Wenn man die Quarantäne aufhebt, kann man schneller wieder zurück zur Arbeit. Ohne Maske sieht man in der Öffentlichkeit nicht mal mehr etwas von der Infektion. Man kann überall hin und alles wieder machen (vorausgesetzt, man ist jung, gesund und hat keinen Respekt vor einer Infektion). Das Spital ist angeblich auch jetzt nicht überlastet (oder die sind gleich resigniert von allem und zu müde zum protestieren).

Alles ist bestens.

Basteln mit Junior: wärmender Wintertee

Ein Geschenk nicht nur für Weihnachten: ein selbst zusammengestellter und gemischter Tee. Weihnachtliche Gewürze und etwas Schärfe machen diesen Tee ideal für kalte Wintertage.

Zusammensetzung:

  • Zusätzlich gebraucht:
  • 1 Ziplock Beutel
  • Teigroller, Schere
  • Einmachgläser, dicht verschliessbar (zum aufbewahren) Marmeladenglas oder schöner mit Bügelverschluss
  • Tee-Eier (zur Dekoration zum schenken)

So wirds gemacht:

  1. Die Orange schälen, den Ingwer klein schneiden. Beides im Backofen (den man mit einem Kochlöffel einen Spalt offen hält, damit die Feuchtigkeit entweichen kann) bei 70 Grad etwa 3 Stunden trocknen. Je trockener, desto besser ist die Haltbarkeit des Tees.
  2. Die abgekühlte Orangenschale und den Ingwer mit der Schere zerkleinern.
  3. Die Vanilleschote und die getrockneten Apfelringe mit der Schere zerkleinern.
  4. Im Ziplock Bag die grossen Gewürze einfüllen: Kardamom, Sternanis, Zimt, Mandeln, Pfefferkörner. Mit dem Teigroller die Geürze zerstossen.
  5. In einem grossen Topf alles gut zusammenmischen.
  6. Fertig! (Unbedingt die Nase daran halten und geniessen)

7. Geschmacksprobe nehmen und selber Tee ausprobieren:

  • Alles in die Vorratsgefässe abfüllen.
  • Diese Dekorieren zum verschenken.

Der Tee ist gut verschlossen (und trocken) mindestens 4 Monate haltbar.

Sturm im Wasserglas

Seit wir aus den Ferien zurück sind geht es mir tatsächlich besser. Vorher hatte ich mit Burnout-Symptomen zu kämpfen und nicht „nur“ psychische Probleme sondern auch einige körperliche Symptome. Ich weiss nicht, an was es liegt. Vielleicht die Kombination von „worst-case szenario“ in den Ferien und zusammen einigermassen gut überstanden sowie die Erleichterung wieder zurück in der Schweiz zu sein, die trotz aller Mankos „daheim“ ist, so engstirnig, sicher, langweilig und bekannt.

Ich habe mir die Erlebnisse vom Leib geschrieben, was gut tat. Sie haben einen kleinen Shitstorm auf Twitter ausgelöst. 2 Mal wurde der Beitrag der Rückkehr gemeldet bei Twitter, beide Male hat Twitter entschieden, dass er nicht gegen die Richtlinien verstösst. Wegen der Anfeindungen habe ich dann trotzdem gelöscht und den Account für meine psychische Gesundheit auf privat gestellt.

Für diejenigen, die es verpasst haben die Kurzfassung: Mann und ich (und eventuell Junior) haben auf unserer (lang geplanten, verschobenen, dann doch möglichen und für mich bitter nötigen) Reise in Namibia Covid bekommen (selbstdiagnositiziert) und aufgrund der Umstände beschlossen das nicht zu melden. Statt dessen haben wir die Selbstfahrer- und halbe Camping-Reise mit maximalen Sicherheitsvorkehrungen um andere nicht anzustecken fortgesetzt. Namibia hat (bis auf die grossen Ortschaften) kein gut funktionierendes Gesundheitssystem, wenig Bevölkerung auf eine weite Landfläche verteilt, wir waren sehr abseits unterwegs. Alle geimpft, alle mit wenig bis keinen Symptomen – ohne den Selbsttest, den ich dabei hatte und die Nachricht dass unser Transfer zum Flugplatz (2 Tage vorher) positiv getestet wurde, hätten wir es vielleicht nicht einmal bemerkt. Mit den Sicherheitsmassnahmen um eine Übertragung zu verhindern bin ich als Apothekerin gut vertraut. Natürlich: keine Empfehlung an andere, das zu tun. Nichts worauf ich stolz bin. Dennoch: in derselben (wirklich speziellen) Situation würde ich wahrscheinlich wieder so handeln.

Wir haben vor und auch nach der Reise alle Vorgaben der verschiedenen Länder erfüllt. Auf keinem Formular gelogen, alles eingereicht und gemacht. Wir sind alle doppelt geimpft. Wir haben die Zertifikate. Wir haben den PCR Test zur Einreise in Namibia gemacht (max 72 h vorher, er war negativ). Wir haben alle Vorsichtsmassnahmen im Land selber beachtet – nach dem Verdacht, dass wir positiv sein könnten noch viel mehr als nur die vorgeschriebenen. Nur uns nicht gemeldet.

1 Monat nach Rückkehr. Wie sieht es aus?

  • die Zahlen in Namibia sind viel besser als die in Europa und immer noch am sinken. Sie sind so niedrig, dass man es tatsächlich sehen würde, wenn jemand das Virus aktiv verteilen würde. Hier die Statistik von google (Einreise Anfang Oktober, Rückreise Mitte Oktober).
    Der Peak vom 23. Oktober der die Inzidenz während der nächsten Tage rauf gehen liess ist auffallend – woher der kommt ist allerdings unklar, vor allem weil die offizielle Seite der Namibianischen Gesundheitsbehörden auf fb an dem Tag (und auch dem vor- und nachher) Zahlen um die 20 Neuinfektionen nennt. Am 17. Oktober melden sie nur 25 Infektionen und nicht 89 – Nachmeldungen? Doppelterfassung? Auch wenn man jetzt schaut ist die Situation gut und die Zahlen weiter niedrig.
    Von keiner der Unterkünfte und auch vom Mietauto mit denen wir auch nachher Kontakt hatten, haben wir Rückmeldungen von irgendwelchen Ansteckungen erhalten.
  • die Zahlen in Deutschland (und der Schweiz) sind leider immer noch (exponentiell) steigend. Das waren sie schon vor unserer Reise. Hier kann man nicht erkennen, wenn wir tatsächlich jemanden angesteckt hätten. Das wäre aber gewesen im Flugzeug, 10 Tage nach möglichem Infektionsbeginn, ohne Symptome und (bis aufs stille Essen) ständig mit Maske. Natürlich: jeder ist einer zuviel. Nur, nachdem wir zu Beginn der Infektion und auf der Reise in Namibia wohl niemand angesteckt haben ist es so viel später, als geimpfte und symptomlos sehr unwahrscheinlich.
  • Junior geht wieder zur Schule. Der Lehrer wurde über die mögliche Infektion (er hatte nie Symptome) informiert und hat zugestimmt. Positiv ist, dass sie dieses Mal gelernt haben und nach den Ferien die Maskenpflicht für alle wieder eingeführt haben. Die Tests im Pool, die einmal in der Woche durchgeführt werden sind seitdem alle (4) negativ gewesen. Auch der erste, 2 Tage nach Rückkehr.
  • Ich gehe wieder normal arbeiten. Der Arbeitgeber und meine Mitarbeiter habe ich informiert. Wir halten uns in der Apotheke seit März 2020 sowieso alle an das Hygienekonzept, das gelegentlich angepasst wird, arbeiten durchgehend mit Maske, hinter Plexiglas, mit regelmässiger Oberflächendesinfektion und anderer Pausenregelung. Inzwischen sind auch alle (!) geimpft. Innerhalb der Apotheke hatten wir keinerlei Ansteckungen. Ich bin erst die zweite Mitarbeiterin, die Covid bekommen hat.
  • Mein Mann geht wieder arbeiten, nachdem er sich vom Arzt (auch informiert über die mögliche Ansteckung) durchchecken liess. Sein Hautausschlag ist eine Infektion für die er Antibiotika bekam und ist jetzt weg. Seine Übelkeit/ Durchfall war offenbar wirklich eine Lebensmittelvergiftung – ihm wird immer noch schlecht, wenn er an das Trockenfleisch denkt und ist nicht wieder aufgetreten.
  • Obwohl da ein paar auf Twitter anscheinend die Sache in die Hand genommen haben uns zu melden (wo?), haben wir nichts mehr davon gehört. Weder von irgendwelchen Gesundheitsbehörden noch von der Fluggesellschaft.

Auch diesen Artikel habe ich hauptsächlich für mich geschrieben und behalte mir vor, ihn wieder auf privat zu setzen.

Basteln mit Junior: Zimtsirup und gebrannte Mandeln

Noch etwas früh für Weihnachten – aber hier sind gleich 2 selbstgemachte Geschenkideen aus dem letzten Jahr. Zimtsirup und gebrannte Mandeln. Die Herstellung ist einfach, da man sich an heissem Zucker aber böse verbrennen kann, eher etwas für ältere Kinder.

Für den Zimtsirup:

Für 1 Liter Zimt-Sirup:
1 kg Zucker
4 Teelöffel Zimtpulver: am besten Bio Qualität (keine Pestizidrückstände) und Ceylon Zimt, der ist zwar teurer, aber besser verträglich, da weniger Cumarin enthalten ist
ein paar ganze Zimtstangen (zur Dekoration)
1 L Wasser
Kochtopf, Schneebesen, Trichter zum abfüllen
Glasflaschen mit Bügelverschluss (z.Bsp 100ml) zum abfüllen

Zubreitung:
Den Zucker, Zimt und das Wasser ein einen Topf geben und unter Erwärmen und rühren lösen. Den Sirup vorsichtig 10 Minuten köcheln lassen. In die Fläschchen ein Stück Zimtstange stecken. Den Sirup noch heiss auf die Fläschchen verteilen und diese schliessen. Ungeöffnet und an einem kühlen Ort ist der Sirup über Monate haltbar. Nach dem Öffnen innert ein paar Tage verbrauchen.

Der Zimtsirup eignet sich zum verfeinern und aromatisieren von Kaffee, Tee, Milch, über Eiscreme, Pancakes und Omelette, in Kuchen … und kann auch verdünnt pur getrunken werden.

Für die gebrannten Mandeln:
400 g ganze Mandeln (ungeschält oder geschält)
400 g Zucker
2 Pack Vanillezucker
4 EL Kakaopulver
1 TL Zimt
200 ml Wasser
Zellophansäcklein zum abfüllen (zum Beispiel mit Weihnachtsmotiven)

Zubereitung:
Zucker, Vanillezucker, Kakaopulver und Zimt in eine Edelstahlpfanne geben. Das Wasser zugeben. Zum Kochen bringen. Die Mandeln dazugeben und unter ständigem Rühren auf hoher Stufe weiter kochen, bis das Wasser verdampft und der Zucker trocken wird. Dann die Temperatur auf mittlere Stufe stellen und so lange weiter rühren, bis der Zucker leicht zu schmelzen beginnt und die Mandeln etwas glänzen. Das Ganze braucht etwas Geduld.
Dann die Mandeln auf ein Backblech mit Backpapier schütten, mit zwei Gabeln auseinander ziehen und abkühlen lassen.
Die Mandeln in die Cellophansäcklein füllen und gut verschliessen.

Etiketten:

Frag den Enkel wie anmelden …

Ihr kennt vielleicht die lustigen Wäscheetiketten in manchen Kleidern, die den überforderten Jugendlichen anleiten doch „Mama zu fragen, die weiss wie das geht“. Dass man etwas nicht oder noch nicht kann, gibt es auch umgekehrt. Grad jetzt können viele ältere Leute Hilfe von den jüngeren Generationen brauchen. Ich hab eine Bitte an Euch: Bietet die Hilfe an!

Es geht hier hauptsächlich um Computer. Schon mein Mann nervt sich – heute wird tatsächlich vieles (nur noch) via Computer angeboten. Und das geht dann komplett an denen vorbei, die keinen Computer haben (Ja, die gibt’s noch!) oder ihn nicht genügend gut bedienen können. Dasselbe gilt übrigens für Smartphones oder Mobiltelefone.

Zwei Beispiele: Immer sind noch einige ältere Personen und Risikopersonen nicht geimpft, obwohl sie schon lange dran wären. Nicht alle von denen haben einen Arzt, bei dem sie regelmässig vorbeischauen, oder der sie auf die Möglichkeit aufmerksam macht oder sie grad angemeldet hätte. Fragt doch eure Bekannten und Verwandten an, ob ihr da helfen sollt. Ich hab meinem Mann einmal gezeigt. wo das zu machen ist (hier die kantonale Seite der Behörden), was es dazu braucht (Krankenkassenkarte und Mobilephone) … und vorgestern hat er im Gespräch mit einem alten Kunden mitbekommen, dass der wohl offen für eine Impfung wäre, aber keine Ahnung hat, wie er sich anmelden soll. Mein Kuschelbär hat das dann grad im Geschäft zusammen mit ihm gemacht. Ein paar Stunden später (!) kam die SMS mit dem Impftermin. – Das kann also jeder mit Computer und Minimalkenntnissen.

Die Anmeldung an diversen Orten funktioniert inzwischen online – manchmal nur noch online. Die Schnelltests in manchen Apotheken hier in der Schweiz zum Beispiel (bei anderen geht es noch via Telefon). In Deutschand kommt man ohne aktuellen Schnelltest noch nicht mal zum Coiffeur (Friseur) – und auch mit Schnelltest nur nach vorheriger Anmeldung – online. Das PTAchen schreibt grad heute darüber:

Mit panikgeweiteten Augen und vor Adrenalin winzig gewordenen Pupillen stehen diese Damen nun entweder vor mir im HV, oder keuchen ins Telefon: „Waaaas? Auf der Homepage anmelden? Mailadresse??? Das hab‘ ich nicht! Aber ich muss doch morgen zum Friseur!!!“

Sie machen das jetzt für manche ihrer Kunden – obwohl das weder die Aufgabe der Apotheke sein sollte (die haben WIRKLICH grad mehr als genug zu tun) und die Leutchen notorisch undankbar reagieren („Das ist aber kompliziert bei Ihnen!“).

Also nochmal mein Aufruf: Bietet Euren Verwandten und Bekannten Eure Hilfe an! Ihr habt Computer (immerhin lest ihr das hier) und das Wissen. Das ist wenig Aufwand, gibt den älteren einen Kontakt zum reden (geht auch via Telefon, also risikofrei kontaktlos) und ist gut fürs Karma.

Danke (schonmal von mir).

Hashtag #fragdenenkel – weil heute ja alles ein Hashtag braucht.