Weltraum – Geburtstagsparty

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Juniors 10. Geburtstag feierten wir mit einer Party mit dem Thema Weltraum. Die eingeladenen Kinder wurden dazu zu Astronautenanwärtern in unserer Astronauten-Academy!

Astronauten-Ausbildungskarte

Zur Dekoration haben wir Weltraumbedruckte Teller, Becher und Servietten (im Set zum Beispiel hier), ein Weltraum-Tischtuch,

Zu Beginn bekommt jeder Astronauten-Academy Anwärter diese Karte (s. Bild), auf der er/sie seinen Namen schreiben soll. 2 Etiketten werden ebenfalls mit dem Namen versehen – eine als Namensschild am Kind und eine für das Abschlussgeschenk. Diese Karte ist der Ausweis zum Bestehen der Ausbildung – erfüllte Aufgaben werden durch Lochen gekennzeichnet. Ist die Karte voll / mit mindestens 8 Löchern ist das Ziel erreicht. Zum Abschluss bekommt man mit voller Karte die Partytüte mitgegeben.

Ausserirdischenkontakt:

Space_alien-04-512Vorbereitung: Grösseren Topf mit waterpearls (blau oder bunt, auf jeden Fall „bewässert“) füllen und darin ein paar Gummibälle verstecken. Ein paar Eiswürfel dazu kurz vorher machen das ganze glitschig-kalt-bäh.

„Das ist die erste Aufgabe – als Astronaut darf man Neues und ungewohntes nicht scheuen. Dieses Material hier hat man auf einem fernen Planeten gefunden. Wir sind nicht ganz sicher, was es ist, aber es könnten Eier oder Schleim von Ausserirdischen sein. Eure Aufgabe ist es da mutig reinzufassen und etwas daraus herauszuholen.“

Mit verdeckten Augen lässt man die Kinder einzeln hineingreifen und suchen. Die nachtleuchtenden Planeten – Gummibälle (1 pro Person) darf man behalten und in den eigenen Mitnehmsack stecken.

Astronautentraining im All

schwarzes-loch_318-111608„Beim Reisen im All kann man verschiedenen Situationen begegnen. Auf die muss man schnell und korrekt reagieren. Das ist Eure Aufgabe; ihr müsst, wenn ich etwas sage, korrekt reagieren. Wenn ich das sage, müsst ihr das machen: (sagen und Aktion zeigen:)

  •  Asteroid: flach auf den Boden legen
  •  Ausserirdischer: mit erhobenen Händen winken
  •  Raketenstart: sich auf den Rücken legen
  •  Schwarzes Loch : in der Bewegung verharren

Ihr lauft einfach durch den Raum – so dass ihr mich noch hören könnt. Wenn ich das Wort rufe, müsst ihr reagieren. Wer die falsche Aktion durchführt oder zu langsam reagiert, scheidet aus. Das Spiel ist zu Ende, wenn nur noch ein Kind übrig geblieben ist. Dieses Kind wird der neue Spielführer.“

Arbeiten mit Ausrüstung (Werkzeug)

werkzeuge-uberqueren-einstellungen-symbol-fur-die-schnittstelle_318-48264Vorbereitung: Eine Tafel Schokolade wird aufwändig verpackt in Lagen Zeitungsschicht, Schnur und zuäusserst Geschenkpapier und -Band. Ausrüstung: Handschuhe, Kappe, Taucherbrille, Messer, Gabel.

„Bei der Zweiten Aufgabe geht es darum, mit Ausrüstung arbeiten zu können. Ihr würfelt der Reihe nach. Wer eine Sechs hat, darf mit Auspacken und Essen beginnen. Zuvor musst Du aber noch die Ausrüstung anziehen: Handschuhe, Kappe oder Helm, Taucherbrille. Du darfst nicht mit blossen Händen arbeiten, sondern musst das Werkzeug (Messer und Gabel) benützen. Ihr andern würfelt in der Zwischenzeit weiter.  Bei einer Sechs ist Schluss – und der nächste kommt dran.“

Memory-Spiel mit Süßigkeiten (Sonne)

Wir benötigen einige gerade Anzahl gleich aussehende (Papp)Becher. Dazu die verschiedensten Süßwaren wie Gummitiere, Knusperflocken, Lakritz-Konfekt, Pralinen – immer zwei Stück von jeder Sorte. Dafür eignen sich so Mixparty-Boxen oder Celebration-Boxen und Haribo-Minibeutel. Diese Süßwaren-Paare werden jetzt unter den Bechern in Abwesenheit der Kinder versteckt.

„Astronauten müssen auch ein gutes Gedächtnis haben, das trainieren wir jetzt. Jedes Kind darf nacheinander zwei Becher aufdecken, so dass alle sehen, was darunter ist. Wenn die selben Sachen aufgedeckt werden, darfst Du es behalten und weiter raten, wenn Du Pech hast, wird es wieder zugedeckt und der nächste ist dran. Bis alle Becher aufgedeckt sind. Die aufgedeckten Süssigkeiten darf man behalten / kommen in den Mitnehmsack.“

Das mussten wir ein paar Runden lang machen – dafür hatten am Ende ziemlich alle etwas (und wir haben natürlich noch in den Mitnehmsack am Schluss etwas gegeben).

Ksaturnuchen essen – mit Hindernissen

Unser Kuchen dieses Jahr war auf Wunsch ein Marshmellowkuchen (Rezept hier – Warnung: Mastig und Süss!) halbkugelförmig, geschmückt wie Planet.

„Für Astronauten ist es wichtig auf mündliche Kommandos schnell zu reagieren. Die Kommandos hier sind: „Stip“ und „Stop“. STIP bedeutet dass alle in ihrer aktuellen Bewegung verharren müssen. STOP bedeutet dass „Stip“ aufgehoben ist und jeder wieder weiter essen darf.“

Das Geburtstagskind beginnt. Es sagt zu einem beliebigen Zeitpunkt „Stip“ und alle Kinder verharren in der Bewegung – was oft sehr lustig aussieht weil ja gerade alle beim essen, kauen, trinken, … sind. Hat es sich davon überzeugt dass alle Kinder erstarrt sind, sagt es nach einer kleinen Weile „Stop“ und das essen und plappern geht weiter. Das Geburtstagskind bestimmt ein anderes Kind, dass nun „Stip & Stop“ sagen darf. Jedes Kind darf nachdem es dran war, ein anderes Kind mit „Stip & Stop“ beauftragen.

Arbeiten am kaputten Raumschiff

raumschiff_318-54636Material: Luftballone, Süssigkeiten (einzeln eingepackte, siehe oben) oder Legosteine

„Als Astronaut muss man im Team arbeiten. Um das zu üben bildet ihr rasch Zweiergrüppchen … Jede Zweiergruppe bekommt einen Ballon. Den müsst ihr an der Stirn zwischen Euch klemmen. Nun geht es darum so möglichst viele Gegenstände vom Boden aufzuheben um das Raumschiff zu reparieren … ohne den Ballon zu verlieren. Wer ihn verliert, muss aufhören. Die eingesammelten Süssigkeiten könnt ihr behalten.“

 

Asteroid ins Ziel bringen

asteroidMaterial: 2 Teller, Luftballons, Wattebausch.

„Astronauten brauchen auch Ausdauer. Um das zu testen, bekommt ihr einen Wattebausch auf einem Teller – das ist Euer Asteroid am Start – und Luftballons – das ist das Werkzeug, mit dem ihr den Asteroid ins Ziel lenken müsst. Das Ziel ist der gegnerische Teller. Ihr dürft aber nicht den Asteroiden eures Gegenübers abwehren – ansonsten geht es zurück an den Start.“

Zwei Kinder nehmen an einem nicht allzu großen Tisch gegenüber Platz. Jeder erhält einen Wattebausch auf einem Teller mit nicht zu hohem Rand und einen Luftballon.  Nach dem Startsignal muss jedes Kind seinen Luftballon aufpusten und durch gezieltes Herauslassen der Luft aus dem Ballon seinen Wattebausch antreiben. Wenn man die Luft aus seinem Luftballon verbraucht hat, darf man wieder neue hineinpusten. Sollte aus Versehen ein Ballon platzen, erhält das einen neuen. Wer seinen Wattebausch zuerst auf den gegnerischen Teller gepustet hat, ist Sieger.

Nachrichtenweitergabe

satellit„Für Astronauten ist es sehr wichtig, dass Nachrichten korrekt weitergegeben werden. Stellt Euch in einem Kreis auf. Ich flüstere dem ersten Kind einen Satz zu, den ich auf einem Zettel notiert habe. Das Kind flüstert dann den Satz dem Nachbarn ins Ohr. Man darf leider nicht nachfragen, wenn man etwas nicht verstanden hat, sondern gibt das weiter, was man gehört hat. Das letzte Kind sagt den Satz dann laut. Ich lese Euch dann den ursprünglichen Satz vor … und wir vergleichen.“

Beispielsätze:

  • Die Erdstation schimpft mit dem Astronauten, da er den Ausserirdischen erschreckt hat.
  • Das Raumschiff muss repariert werden, weil es durch einen Asteroiden getroffen wurde.

Übrigens: da eignet sich als Mitgebsel der UV-Geheimstift. Der kam super an … für genauere „stille Post“.

Die Party war ein voller Erfolg. Das ganze lässt sich übrigens auch wunderbar mit Lego kombinieren.

 

 

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Von Junior, Schule, Aggression und Mobbing

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Etwas mehr als eine Woche ist Junior wieder in der Schule nach den Ferien, da kommt er nachmittags nach Hause. Ich bin selber kurz zuvor von der Arbeit zurückgekommen und noch in der Rekonvaleszenzphase, aber ich merke, dass etwas nicht ganz stimmt.

„Was ist los?“ frage ich ihn.

„Nichts. Ich gehe rauf spielen, okay?“

„Ja, aber nachher: Hausaufgaben.“

Irgendetwasunverständlichesabereindeutigeherablehnendes murmelnd verzieht er sich in sein Zimmer.

Bald danach klingelt das Telefon – interessanterweise nicht meines, sondern das von meinem Mann. Offenbar hat er es vergessen. Die Nummer ist … Juniors Lehrer.

Uh. Oh.

„Junior“ rufe ich „kommst Du mal bitte?“

„Das war gerade Dein Lehrer – willst Du mir nicht doch erzählen, was passiert ist, bevor ich es von ihm höre?“

Er erzählt mir diese Geschichte, die ich nur leicht adaptiert später auch vom Lehrer höre:

In der Pause am Nachmittag hat er mit einem Klassenkameraden auf dem Pausenhof Frisbee gespielt. Dann kamen 2 (oder 3? Da weicht der Bericht ab) andere Schüler aus seiner Klasse dazu. Sie haben den beiden den Frisbee weggenommen und nicht mehr zurückgeben wollen. Sie haben ihn ihm wiederholt vor die Nase gehalten und wieder weggezogen und als Junior anfing, sich aufzuregen und lauter zu werden, haben sie ihn noch mehr aufgezogen im Stil von „Was hast Du denn? Was regst Du Dich so auf? Sag doch, was für ein Problem Du hast, dann bekommst Du ihn vielleicht zurück.“

Jetzt muss man wissen, dass Junior in genau so Situationen dazu neigt … überzureagieren. Das ist mit ein Grund, weshalb er gerne aufgezogen wird. So auch heute. Und nachdem das mit dem lauterwerden nicht geklappt hat und auch keine Hilfe von aussen in Sicht war … ja, da hat er den einen in den Schwitzkasten genommen und dem anderen den Frisbee (ein Weichfrisbee offenbar) auf den Rücken geklatscht.

Er weiss genau, dass er nicht schlagen soll, aber in genau so Situationen weiss er sich nicht anders zu helfen. Das ist nicht das erste Mal. Er ist nicht grundsätzlich grob oder aggressiv, aber … ja. An dem Problem arbeiten wir seit längerem. Seine Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität ist wahnsinnig besser geworden, aber das nicht wirklich. Er hatte schon Gruppentherapie mit anderen Kindern, wo sie Lösungswege aufgezeigt bekommen haben und auch üben konnten. Er hat Gespräche mit uns und mit der Jugendpsychologin …. auch die ist der Meinung, dass er kein aggressiver Typ ist, aber er regt sich auf, auch weil er ein ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl hat und er kann in so Situation immer noch nicht einfach weglaufen.

„Oh, nein! Und jetzt darf ich wieder mit dem Lehrer reden.“

Anscheinend ist der Lehrer in dem Moment der Rangelei dazugekommen (keine Ahnung, wo er vorher war) und hat die 3 gröbsten Streithähne (Junior natürlich inklusive) ins Klassenzimmer genommen und ihnen ins Gewissen geredet.

In der Zwischenzeit hat jemand (wahrscheinlich die 3. Person, die dabei war) Juniors Fahrradhelm genommen und in den Abfall geworfen, so dass Junior ihn danach erst mal suchen und dort wieder herausfischen musste.

Es folgt ein langes Gespräch mit dem Lehrer über Juniors „aggressives Verhalten“.

Der Lehrer weiss, dass das Problem auch das hänseln und zickeln der anderen Kinder ist – und ehrlich, sowohl wenn eine Aufsichtsperson dabei ist, die das verhindert oder auch an anderen Stellen, wie zum Beispiel in den Ferien, kommt er problemlos mit anderen Kindern aus. Aber in der Schule existiert das Problem seit langem.

Man muss dazu natürlich auch sagen, dass seine Klassenkameraden in der Kleinklasse fast durchgehend etwas „Problemkinder“ sind. Ich möchte das nicht mal länger ausführen, es hat bei jedem Gründe, dass sie in der Kleinklasse sind. Und irgendwie bekommt der Lehrer das nicht in den Griff.

Irgendwann im Verlauf des Gespräches mit dem Lehrer musste ich dann auch mal das sagen: Ja, wir reden hier darüber, dass Junior aggressiv reagiert. Aber sehen sie es doch mal so an: Wenn er nicht so reagieren würde, sondern wie die meisten andern, dann würden wir jetzt wahrscheinlich darüber reden, dass er gemobbt wird. Da scheinen ihn ein paar wirklich als Ziel für die Sticheleien und Plagereien ausgesucht zu haben.

Und das geht ja wohl auch nicht.

Irgendwelche Gedanken dazu?

Im Spot von Burgerking plagen sie auch zwei „Junioren“ … irgendwie passt das grad. 😦

Droh-Kettenbriefe an Kinder

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Montag Abend bekomme ich bei der Arbeit in der Apotheke per Whatsapp eine ominöse Nachricht vom Junior zu Hause – das war unser Austausch:

whatsapp1

Mama wan kommst du ich muss dir etwas ganz schlimmes zeigen

Man kann sich vorstellen, wie man sich bei so einer Nachricht fühlt. Junior hatte übrigens Glück, dass ich da gerade im Büro und direkt neben meinem iPhone sass, ansonsten hätte ich nicht so schnell antworten können. Da ich erst 2 Stunden später nach Hause komme, rufe ich natürlich sofort an. Junior ist 10 – und er ist eigentlich nicht alleine zu Hause, Papa wäre da, nur ist der gerade einkaufen gegangen und Junior wollte offensichtlich nicht mit.

Das „ganz schlimme“ war dann (zum Glück) nur ein Kettenbrief, den er bekommen hat. Modernerweise per Whatsapp von einem gleichaltigen Klassenkollegen. Eine Sprachnachricht – und die hatte es in sich.

Die von einer weiblichen (creepy) Computerstimme vorgelesene Nachricht ging in etwa so:

„Hallo … Du musst diese Nachricht an 20 Leute weiterversenden, ansonsten erscheine ich dir heute Nacht und beobachte Dich, wenn du mich nicht weiterschickst, erscheine ich Dir zur Warnung in der nächsten Nacht noch einmal. Danach bringe ich deine Eltern um, sie werden verbluten.“

Die Nachricht war länger als das und ganz offensichtlich spezifisch auf Kinder abgezielt. Junior war zum Glück noch nicht einmal sehr beunruhigt, dass das tatsächlich passieren könnte, aber er hat sich natürlich aufgeregt. Ich habe ihm erklärt, was so ein Kettenbrief ist und dass er das nicht weiterschicken soll und dass das leere Drohungen sind – oder hat teils leere Versprechungen, es gibt ja auch die nette Variante davon. Ich habe ihm geraten das zu löschen und den Sender zu informieren, dass das ein „Seich“ ist, dass er sowas weiterschickt. Froh bin ich  ja, dass er so etwas uns gleich meldet.

Nachricht 1 Stunde später von ihm:

mission comblet

es isch glöscht.

Der Lehrer (den ich Junior auch geraten habe zu informieren, da der Kollege das noch an ein paar andere geschickt hat) hat dann auch noch mit ihnen geredet. Anscheinend hat er den Fokus vor allem auf: „Kettenbriefe sind illegal“ gelegt – Aber es ist schon sehr erschreckend. Ich weiss ich kann Junior nicht vor allem Üblen fernhalten, dass es da draussen gibt – und auch im Netz, das ist ein sehr grosses und manchmal unschönes „da draussen“. Verhaltensregeln muss man heute mit den Kindern besprechen nicht nur für den Alltag, sondern auch für das Internet. Total Fernhalten vor der Technik und den Möglichkeiten will ich ihn nicht und finde ich auch nicht sinnvoll. Nur so etwas ist schon erschreckend.

Hattet ihr derartige Erfahrungen auch schon?

Hello Safari!

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Hellosafari

Please note: Dieser Blog und alle damit arbeitenden sind im Moment im Ferienmodus und auf Safari.

Wenn ihr mitkommen möchtet, könnt ihr das. Link dazu findet sich in den Kommentaren.

Reisevorbereitungen – wir brauchen WAS?

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Das ist neu – Junior braucht für die Reise nach Südafrika eine Geburtsurkunde …. mit englischer Übersetzung (beglaubigt) … oder alternativ eine internationale Genurtsurkunde. Uh. Die müssen wir noch besorgen. (Ich bin dran).

Gemerkt habe ich das am Montag, als ich die Reiseunterlagen nochmals durchging. Ich bin ja froh, dass wir das jetzt merken und nicht erst kurz vor dem Abflug, anscheinend lassen sie einen tatsächlich nicht mal fliegen, wenn man die nicht hat, analog dem Pass, der 6 Monate über die Rückreise hinaus gültig sein muss. Aber das hat uns jetzt doch etwas überrascht. Das letzte Mal war das noch nicht so. Tatsächlich kenne ich bis jetzt auch kein anderes Land, das das verlangt. Offenbar ist Kinderhandel in Südafrika ein riesiges Problem. Wenn Junior jetzt nur mit einem von uns reisen würde, dann bräuchten wir noch eine Menge Unterlagen mehr.

Minecraft Geburtstagsparty

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Junior wünschte sich eine Minecraft Party zum 9. Geburtstag, die gab es dann auch … bei den Vorbereitungen hat er tatkräftig mitgeholfen.

Für die Einladungen haben Junior und ich Würfel mit der Info gemacht. Für die in der Schule haben wir sie zusammengeklebt, für die etwas weiter weg per Post zum selber zusammenstellen geschickt. Vorlagen für so Würfel findet man hier: Picelpapercraft . Damit kann man auch grössere Blöcke  ausdrucken (auf mehrere Seiten halt) und damit zum Beispiel Kleenex-Boxen verkleiden um sie aufzustellen (als Serviettenersatz).

Es gibt übrigens einiges an Minecraft Ausrüstung auf Amazon und in den Spielwarenläden … aber irgendwie sind die ziemlich … teuer. Deshalb habe ich bei diesem Geburtstag viel mit selbstgebasteltem gearbeitet:

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Mit Bügelperlen und auf den Steckplatten lassen sich zum Beispiel ausgezeichnet diese dekorativen Plättchen selber machen. Vorlagen finden sich im Netz (googel minecraft templates)

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und falls man etwas von Amazon bestellt: die Kartons lassen sich hervorragen weiterverwenden, zum Beispiel indem man Steves Kopf auf Papier druckt und dann aufklebt:

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Eine Tischdecke mit Grasaufdruck und natürlich grüne quadratische Teller sowie grüne Becher und Luftballons (die man auch noch bemalen kann mit dem Creepergesicht) passen bestens zur Deko:

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Als „Goodie-bag“ haben wir diesmal Creeper-grüne Papiertüten genommen und mit schwarzem (isolier) Klebestreifen beklebt:

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Innen drin hatten sie die üblichen assortierten Süsswaren, speziell kleine Smartieboxen und Maoam-Würfel eignen sich da, aber auch Lachgummi-Einzeldosen (zum zusammensetzen)

Und das war der Kuchen … leider habe ich versäumt ein aussen-Bild zu machen. Auch hier: Minecraft-Blöcke in grün (Vanille und Lebensmittelfarbe) und braun (Schokolade) und zusammengeklebt mit Buttercreme:

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Spiele hatten wir natürlich auch. Am besten kam die Minecraft Box an: Das war ein Karton, mit einem Fenster in Richtung Zuschauer und zwei Löchern auf der Seite um die Hände hineinzustecken. Die Kinder mussten einzeln und hinter dem Karton sitzend nur durch fühlen versuchen herausfinden, was in der Box ist. Es gab ein Blatt mit Lösungsmöglichkeiten darauf:

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… natürlich hatten wir keine Spinne und keinen Creeper, aber den Stein, die Kartoffel und die Karotte, etwas Sand … das Gold war ein Wüfel Pyrit (Katzengold), der Diamant ein Dekorationsstück aus Glas in Diamantform, für das Schwert und die Axt haben wir die Bügelperlen-vorlagen genommen .. und dann gab es noch etwas „fiesere“ Möglichkeiten wie das Wasser (Eiswürfel), Schleim (Würfel aus Götterspeise).

Das war lustig … und hat etwas über die Tatsache hinweggeholfen, wie schwierig das dort war, die Kinder überhaupt zur Party zusammenzubekommen. Es ist in meinen Augen eine unmögliche Unsitte heute, dass auf so eine Einladung erst mal nicht geantwortet wird – respektive es wird dann mal mündlich zugesagt und später geschaut, ob sich nicht doch etwas besseres findet. Nachdem von den 9 eingeladenen Kindern nur 2 es ohne Probleme geschafft haben (also: ohne nachfragen, nachtelefonieren und am Tag der Party auch noch kurzfristig Transport organisieren, respektive dann melden, dass man doch nicht kann) hat es mir fast die Lust verdorben wieder so eine Geburtstagsparty zu schmeissen. … und deshalb hat es auch so lange gedauert, bis ich das hier gebracht habe.

I säge nüt!

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Da geht ein weiterer Teil meiner Kindheit:

Franz und René … das war „damals“ im Fernsehen. Goodbye René Quellet!

Ein Arrestbefehl … werde ich jetzt verhaftet?

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Ein Schreck am Morgen! Da ruft mein Mann mich in die Apotheke an, weil ihn der Pöstler (den wir aus der Feuerwehr kennen) auf der Strasse angehalten hat: Er habe einen eingeschriebenen Brief für mich, ob er (mein Kuschelbär) den entgegennehmen würde. Er hat und ich hab ihm dann gesagt, er soll ihn doch bitte rasch öffnen, da ich keine Ahnung habe, was das sein könnte … erwarten tu ich nichts.

Er ist von der Steuerverwaltung vom Kanton.

Rascheln am anderen Ende der Leitung als mein Mann den Brief öffnet, dann: „Oh.“

„Was?, Was?!“

„Da steht Arrestbefehl!“

Was? Werde ich jetzt verhaftet? – ich habe keine Ahnung, was das ist. Ein Arrestbefehl? Beim Weiterlesen zeigt sich dann, dass ich nicht festgenommen werde. Das ist ein Bescheid des Steueramtes, dass sie sozusagen den Finger auf die Werte von jemandem legen um Schulden einzutreiben. Nicht mal meine Schulden, möchte ich hier ganz schnell nachschieben: ich bin ein braver Steuerzahler und nur immer etwas verspätet mit dem einreichen der Unterlagen. Nein, es geht um die Steuern auf ein Stück Land, das zu einem Teil mir gehört und zum anderen meinem Bruder und unseren 2 Cousins. Das Landstückchen haben wir vor langen Jahren von den Grosseltern geschenkt bekommen, die uns etwas hinterlassen wollten. Es ist kein Bauland, ist aber vermietet an … sagen wir eine Gärtnerei, die darauf etwas anbaut. Die Miete die sie dafür zahlen ist recht gering: um das in ein Verhältnis zu setzen: sie zahlen im Jahr etwa 2/3 von dem, was wir in der Apotheke pro Monat bezahlen. Das geteilt durch 4 … ist wenig, aber nicht nichts.

Jedenfalls scheint einer meiner Cousins das bei den Steuern nicht angegeben zu haben … und jetzt will der Kanton, dem das aufgefallen ist dafür das ausstehende Geld. Da besagter Cousin aber nicht mehr in der Schweiz weilt und nur schwer zu „fassen“ ist, versuchen sie halt so an das Geld zu kommen. Der nächste Mietanteil und vielleicht noch etwas länger dürfte wohl an die gehen. Interessanterweise steht ja nicht auf dem Arrestbefehl, wieviel er dem Kanton jetzt schuldet.

Nach einem E-mail-Austausch mit meinem Bruder, ob und was wir jetzt tun sollen, beschliessen wir erst Mal genauer beim Kanton nachzufragen.

Das war eine gute Idee. Was in dem Brief nämlich nicht drin stand ist, dass sie – bei ausbleibender Zahlung bis am (Datum in 3 Wochen!) den Anteil des Landes meines Cousins öffentlich versteigern!

Das sollte man verhindern: bei einer öffentlichen Versteigerung könnte auch die Gärtnerei selber mitbieten – und wenn sie gewinnen später massiv Einfluss nehmen … auf den eh schon geringen Mietzins und noch später (falls das Land mal umgezont wird und wir es vielleicht verkaufen wollen) einen Verkauf komplett verhindern.

Deshalb haben jetzt wir die Steuerschulden bezahlt (zum Glück nicht exorbitant hoch) und ziehen das vom Miet-Anteil unseres säumigen Cousins in den nächsten Jahren ab.

Aber … das war ein Schreck. Und ein gutes Beispiel dafür, dass es keine gute Idee ist, so etwas einfach sich selber zu überlassen und nicht zu reagieren.

Arosa letzter Tag

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Das ging schnell vorbei. Für den letzten Tag haben wir den Picknick-Korb vorbestellt, der im Family Package des Hotels Arosa Kulm enthalten ist. Es war dann kein Korb, sondern ein gut gefüllter Rucksack, der ausser Sandwiches, Wurst, Käse, Äpfeln und Birnen und Wasser auch Fruchtsalat, Streuselkuchen, Engadiner Nussbrot und eine Flasche Wein enthielt. Wow. Somit gut ausgerüstet machten wir uns auf, den Glücksteintrail zu entdecken. Auch der ist nicht allzu lange und nach der Mittagspause an einem kleinen Bergsee, wo Junior Holz splittetet und wir den Wein tranken waren wir gestärkt genug noch einen Teil des Eichhörnchenwegs anzuhängen. Wir liefen dann mit Zwischenstop beim Spielplatz bis zum Bahnhof. Von dort ging es mit dem Bus zurück ins Hotel. Die Pferdekutsche wäre vielleicht noch eine Variante gewesen … vielleicht nächstes Mal.

Abendessen wieder in der Taverne – Junior meinte gar, die Pizza sei besser als bei uns und ob sie die auch nach Hause liefern würden? Leider nicht, das wäre etwas zu weit.

Sonntag morgen geht es zurück. Aber … ich denke, wir kommen wieder einmal.

Aktiv in Arosa

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Nach dem feinen Morgenessen auf der Terasse des Arosa Kulm Hotel bei wiederum recht schönem Wetter, nehmen wir den Bus, der uns (diesmal über Umwege) zum grossen See bringt. Den Umweg muss erheute machen, da Markt ist in Arosa – die Hauptstrasse entlang stehen kleine Marktstände und Beizen und die anwesenden Läden haben ihre Sachen und Aktionen nach draussen gestellt. Das schauen wir uns auch noch an, aber zuerst: Noch einmal Seilpark – Juniors Wunsch. Wir steigern und bekommen die etwas schwierigeren Bahnen … morgen habe ich sicher wieder Muskelkater. Wandern macht mir weniger, aber irgendwie bin ich wohl etwas zu verkrampft beim balancieren in der Höhe.  Danach eine kleine Runde Tretboot auf dem See und dann durch das Marktleben zurück hoch ins Hotel. Den Nachmittag verbringen wir faul in der Poollandschaft. Ferien sind doch was Schönes!