Impfen ohne Voranmeldung

nationaler Grippe-Impf-Tag

Am Freitag 9. November 2018 ist nationaler Grippeimpftag. An dem Tag kann man bei vielen Ärzten und neu auch in vielen Apotheken ohne Voranmeldung gegen die Grippe geimpft werden. Kosten: 30 Franken für die Impfung.

Wir sind dabei!

Auf impfapotheke.ch findet ihr die impfenden Apotheken in Eurer Nähe.

19 Antworten auf „Impfen ohne Voranmeldung

  1. Nur 30.-? Ich hatte als Stamm-Impf-Kundin Rabatt und musste 32.- zahlen, Normalpreis 39.-
    Und eine andere Frage: gebt ihr den Beipackzettel ab, oder wie informiert ihr die Patienten zum Impfstoff? Ich hatte vergessen, während der Impfung zu fragen und musste hinterher ein Mail schicken um herauszufinden, womit ich geimpft worden bin (wenn ich es nicht vergesse trage ich nämlich auch die Grippeimpfungen in mein Impfdossier bei meineimpfungen.ch ein).

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    1. „Nur 30.-? Ich hatte als Stamm-Impf-Kundin Rabatt und musste 32.- zahlen, Normalpreis 39.-“

      Wie kommen denn alle immer auf so runde Summen? Bei uns kostet der Impfstoff CHF 18.65, dazu kommt das Verimpfen durch die MPA für CHF 6.88 (TARMED-Ziffer 00.0750), macht zusammen CHF 25.53 .

      Wir haben das mit dem Pauschalbetrag auch mal vor Jahren versucht, damit den Impfstoff fast zum Einkaufspreis abgegeben, um die Impfquoten zu steigern. Ergebnis: mehrere Krankenkassen haben die Erstattung abgelehnt, der Rabatt sei nicht zulässig.

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      1. Es war glaube ich 32.- und ein paar Rappen… ich habe gerundet.
        Aber ich gebe das auch nicht bei der KK ein. Für mich ist das eine andere Rechnung: ich muss keinen Arzttermin abmachen und blockiere auch keinen Termin beim Arzt, muss nicht im Wartezimmer bei evtl. ansteckenden Patienten sitzen es geht echt schnell. Dafür zahle ich es privat.

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      2. Kann es sein, dass Du keine Mehrwertsteuer berechnen musst, weil „freier Beruf“ und „Heil-Leistung“?

        Apotheken hingegen müssen für jede erbrachte Dienstleistung MwSt. aufschlagen. 25,53CHF mal 1,077 sind dann auch schon wieder 27,50CHF, ohne dass der Leistungserbringer da einen Cent mehr sehen würde.

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        1. Der krumme Preis bei mir kommt durch den TARMED-Faktor, das hat nix mit Steuern (die ich selbstredend auch zahlen muss) zu tun.

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          1. Naja, ich weiß nicht, wie das in der Schweiz geregelt ist. In Deutschland müssen Ärzte auf ihre angebotenen Leistungen erst mal KEINE MwSt. (19%) abführen, das sie ein „freier Beruf“ sind und „Heilleistungen“ mehrwertsteuerbefreit erst einmal sind. Erst wenn der Arzt mit einer Handelstätigkeit innerhalb der Praxis aber auch innerhalb der MwSt.-Pflicht tätig wird – in dem er z.B. Medikamente, Hilfsmittel oder andere (reale) Produkte verkauft – wird er MwSt.-pflichtig. In diesem Fall wird die MwSt. aber auch für die ansonsten MwSt.-befreiten Leistungen ZUSÄTZLICH fällig, was sowohl einerseits so gut wie keinem (deutschen) Arzt bewußt bzw. bekannt ist, was aber andererseits bei den Abrechnungen gemäß des Leistungskatalogs (hab gerade vergessen, wie der in D heißt) gar nicht berücksichtigt ist, an den der Arzt aber gebunden ist. Folgerichtig würde ein Arzt in diesem Fall mit 16% Mindereinnahmen (119% auf 100 Prozent herunter gerechnet) leben müssen. Vielleicht habe ich das bisher unklar erklärt.

            Wohl gemerkt, hat der Arzt noch einen zweiten, von seiner Praxis völlig unabhängigen (auch in tätigkeitsrelevanter Hinsicht). Ein im gehörender Installationsbetrieb würde seine Praxis also (vermutlich) nicht MwSt.-relevant machen, ein ihm gehördender Kosmetik-&-Nahrungsergänzungsmittel-Handel hingegen gegebenenfall schon.

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    2. Ich (in Deutschland) habe noch einen Impfpass. Wenn ich den mitbringe, dann trägt der Arzt dort die Impfung (mit Wirkstoffnamen und Chargennummer) ein. Zur Grippeschutzimpfung gehe ich zum Betriebsarzt (da gibt es einen Impftag, der Arbeitgeber zahlt). Da bekommt man, wenn man den Impfpass nicht dabei hat, einen Einlegezettel für den Impfpass (weil er die schon fertig vorbereitet hat, nur immer den Chargenaufkleber aktuell draufsetzt).

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  2. Hallo, find ich eine gute Aktion. Spart echt die Warterei beim Hausarzt.
    Hier (in D) sind der Ingenieur und ich vom jeweiligen Betriebsarzt geimpft. Nur den Zettel mit der Charge hab ich vergessen.
    LG Ilka

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  3. Meine Situation in Deutschland: Ich war neulich aus einem anderen Grund bei meinem Hausarzt, und die Sprechstundenhilfe fragte mich, wie’s denn mit einer Grippeschutzimpfung aussehen würde. Klar, machen wir. Gleich spontan durchgeführt, ohne Voranmeldung und für mich als Versicherten auch ohne (!) Kosten.

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    1. Und nun die Preisfrage (im wartsten Sinne des Wortes): Würdest Du dann in eine Apotheke gehen, um dich für sagen wir mal 11€ impfen zu lassen (was vom Preis für die Apotheke völlig unrealistisch niedrig wäre), wenn Du diese 11@ via Quittung anschließend bei Deiner Kasse abrechnen könntest….

      …wenn Du das alles für ohne Aufwand in der Arztpraxis bekommst?

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    1. Also bei uns nicht. Aber wir haben es auch nicht speziell beworben, wir werden immer ab Mitte September ganz allgemein per Aushang für die Grippeimpfung. Und Patienten, die sie in den letzten Jahren regelmässig genommen haben, werden von uns auch telefonisch erinnert, dass es wieder Zeit ist.

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  4. Und in Deutschland ist der Impfstoff alle. Und wer hat Schuld? Die böse BigPharma-Industrie. Und warum? Weil sie einfach nur knapp mehr produziert, als vorbestellt wurde. Planwirtschaft halt. Funktioniert super, hat die DDR jahrelang bewiesen, bis sie daran halt zu Grunde gegangen ist.

    Und wer hat so knapp vorbestellt? Nun ja, ich traue es mich nicht zu sagen. Und warum? Weil die KassenärztlicheVereinigung mitnichten kommuniziert hat, dass man lieber nur die Hälfte bestellen und den Rest bei Bedarf „einfach nachordern“ solle bei der örtlichen Apotheke, aus lauter Angst vor Regressen. Nein, sie kommunizierten nach eigener Aussage (siehe hier: https://www.apotheke-adhoc.de//nachrichten/detail/apothekenpraxis/pfaelzer-nehmen-saarlaendern-den-impfstoff-weg-grippeimpfstoff/ ) Zitat: An die Ärzte ging lediglich ein Appell raus, den Bedarf gut zu kalkulieren. […] Die KV RLP erinnert noch einmal daran, keine Grippe-Impfstoffe vorzubestellen, sondern diese bei Bedarf in angepassten Mengen zu ordern. Hilfreich zur Orientierung ist eine Teilmenge der verbrauchten Grippeimpfstoffe der Saison 2017/2018. Nicht verbrauchte Impfstoffe können nicht zurückgegeben werden. Bei Überhängen zwischen Bezug der Grippeimpfstoffe und Abrechnung der Impfziffern können Regressforderungen durch die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland im Namen der Gemeinschaft der Kostenträger entstehen.

    Und wer jetzt da heraus liest „Bestellt NICHT vor! Odert nach Bedarf, wenn es soweit ist!“, der hat sich sicher verlesen, genau wie all die Ärzte.

    Und klar, ein Bäcker macht es auch nicht anders. Wenn Die Erfahrung sagt, dass er 50 Brötchen am Tag verkauft, und 40 gibs als Vorbestellung, dann backt er garantiert 150 Brötchen, damit er auch auf jedes Ereignis vorbereitet ist. Und genau so macht es auch BigPharma. Der Preisdruck der Krankenkassen ist gnadenlos. Eine Dosis Grippeimpfstoff muss für weit weniger als 5€ – weniger als ein Kaffee beim Sternenkäfer – produziert werden, damit der Hersteller sie überhaupt los wird. Gleichzeitig sollen alle Sozialleistungen bezahlt, aber auch höchste Qualitätsstandards eingehalten werden. Klar, da produziere ich das doppelte oder zur Sicherheit das dreifache des bestellten Bedarfs, und den Rest schmeiße ich dann unverkauft weg.

    Aber unser aller Gesundheitsminister Jens S. hat die Lösung – Ärzte dürfen sich die Grippe-Impfstoffe gegenseitig „verkaufen“ – keine Ahnung, wie das steuerrechtlich und kassenabrechnungstechnisch gehen soll – udn Apotheken dürfen die Grippe-Impfstoffe nun einfach aus dem EU-Ausland bestellen. Blöd bloß, dass ALLE Arztpraxen zu wenig bestellt haben und alle sind. Und noch blöder, dass das mit der EU-Auslandsbestellung einerseits schwer verboten ist (da die Hersteller keinen Total-Lieferausfall gemeldet haben), und andererseits ein finanzielles Total-Verlustgeschäft werden dürfte, bei den Kampfpreisen, die die AOKen den Apothekern in die jährlich neu zu verhandelnden Lieferverträge reingeschrieben haben.

    Und übrigends, wer soll das Problem jetzt lösen, die Kuh vom Eis hohlen und (ohne Mherkosten für Mehraufwand abrechnen zu dürfen) das ganze glatt bügeln? Die Apotheker… Einfach mal zaubern, und ZACK ist der gewünschte Impfstoff da. Nicht, dass ich im Februar dieses Jahres von Praxis zu Praxis gelatscht bin, um um verbindliche Vorbestellungszahlen zu betteln. Mehr als einmal pro Praxis. Tja, nun ist alle. Aus die Maus. Ende Allende. Nicht mehr mein Problem. Am besten wärs doch wohl, ich ordere jetzt (mit hochministerieler Erlaubnis) Impftsoffe für 20€ die Dosis auf Frankreich, damit ich die dann für <10€ die Dosis an die AOK verkaufen und an die Ärzte liefern kann. Ist das hier Weihnachten?

    Noch Fragen? Nein? Setzen, Euer Ehren!

    schreibt ein in dieser Hinsicht ziemlich angepisster Gedankenknick

    P.S: Tollwutimpfstoff, auch Mangelwahre, darf ich übrigends derzeit NICHT in Frankreich ordern. Denn der Hersteller hat „teilweise lieferbar“ gemeldet, und ich darf nur im EU-Ausland bestellen, wenn der Impfstoff vom Hersteller „nicht lieferbar“ gemeldet wurde. So warte ich für einen Patienten seit 4 Wochen auf zwei Dosen, und bekomme NICHTS, und kann NICHTS machen. Einfach toll….

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  5. Ach ja, just heute in der „Pharmazeutischen Zeitung“ eine Vorstellung zum Thema „Impfen in den Apotheken anderer Länder“. Es findet sich im Artikel Impfen will gelernt sein folgende Aussage: Die Weiterbildung besteht aus zwei Kursen (Theorie und Praxis), jeder Kurs kostet ca. 900€ Kursgebühr.

    Jupps. Alles klar. Wenn ich für jede Grippe-Impfung gemäß den Ideen der Kranken Kassen und eines gewissen Herrn Spahn 1€ pro Grippeimpfung bekomme, und dafür mal eine völlig unrealistisch kurze Zeit von 2min ansetze, brauche ich also (bei Berücksichtigung von 19% MwSt.) 2150 zu impfende Patienten mit einem Zeitbedarf von 4300min oder auch 71,6 Stunden (=9 reine Arbeitstage bei einem 8-Stunden-Tag), um allein die Kosten für die Kursgebühren wieder herein zu holen. Wenn ich mir nun überlege, dass ich dieses Jahr ca. 2300 Grippeimpfdosen an die bei mir bestellenden Arztpraxen ausgeliefert habe, würde ich fast alle Patienten dieser Arztpraxen „wegimpfen“ müssen, um da hin zu kommen. Gleichzeitig müße ich mir aber auf mein eigenes Risiko solche mengen Impfstoff ZUSÄTZLICH bestellen und vorrätig halten, immer mit dem Wissen, dass ich die Impfstoffe, die die Arztpraxen dann vorbestellt haben aber nicht abrufen, weil die Patienten ja bei mir gleich geimpft werden, auch noch „mein Besitz“ sind und damit mein wirtschaftliches Risiko. Bei einem „Verdienst“ von <10% des Gesamtpreises der Impfstoffe muss ich aber 9 Impfdosen verkaufen, um 1 eine unverkaufte Impfdosis wegschmeißen zu können, ohne dabei wirtschaftlichen Verlust zu machen.

    So, und da soll ich jubeln? Ich hege da Bedenken. (Wahrscheinlich ist das die typische german Angst!)

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    1. Das ist alles nur ganz normale Paranoia. Du machst einen wichtigen Job, Du dienst dem Wohl der Gesellschaft. Wie kannst Du da nur alles mit Geld aufrechnen? ;)

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      1. Ja, wie kann ich nur mir etwas Marmelade aufs Brötchen schmieren wollen? Wie kann ich nur überhaupt einen Brötchen haben wollen? Und warum sollte ich Schuhe für mein Kind nicht auch im Laden geschnekt kriegen – auch das wäre ja eine Art Gemeinwohlpflicht, oder? Fragen über Fragen…

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        1. Leutz, lasst uns mal ganz spontan eine Crowdfunding-Kampagne für den notleidenden Herrn Knick starten, er braucht dringend unsere Hilfe. Ich tu mal spontan die ersten 5 Cent in den Pott, wer ist die/der Nächste?

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          1. Der Witz ist: Mich hat mal ein …. positiv formuliert „Kunde“… gefragt, mit welchem Recht ein Apotheker so viel Geld verdienen dürfe (was ja nur zu Lasten der Solidargemeinschaft ginge), dass er sich ein eigenes(!) Haus kaufen könne. Als ich daraufhin zurück fragte, welchen Beruf dieser nette Mensch denn selber ausübe, schwieg er erst, und ging dann. Er hatte wohl die Vermutung, ich wollte die Frage einfach mal umdrehen – wollte ich ja auch :)

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