Dialoge aus der Apotheke / 7

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apodialog13

Ab morgen wieder. Weshalb bezahlt die Krankenkasse nicht alles?

Apotheke: „Hier sind die 5 Medikamente, die der Arzt Ihnen verschrieben hat. Eines davon übernimmt die Krankenkasse nicht. Das mach 5.50.“

Patient: „5 Franken? Ich habe ein Rezept, das sollte gratis sein!“

Das beruht auf verschiedenen (verbreiteten) Missverständnissen rund um das Gesundheitssystem. Eine Krankenkasse ist eine Versicherung: im Prinzip ist sie dafür da einzuspringen, wenn man krank ist und Behandlung braucht, damit man deswegen nicht in finanzielle Schieflage gerät. Aus … praktikablen Gründen können wir Apotheken Medikamente direkt mit der Krankenkasse abrechnen, aber alles bezahlen sie nicht. Auch nicht, wenn es auf dem Rezept steht. Man sollte das Rezept als „Behandlungs-empfehlungsschreiben“ des Arztes ansehen – und nicht als „Gutschein um Medikamente gratis zu erhalten“.

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2 comments on “Dialoge aus der Apotheke / 7

  1. Och ja. In so einem Fall mache ich mir immer den Spaß und verrate die Gesamtsumme des Rezepts. So also z.B.: Ja, ich weiß, dass sie tatsächlich 18,83€ Zuzahlung leisten sollen! Dann heuchel ich mittels einselfiger Entrüstung aufrichtige Anteilnahme. Die Gesamtsumme des Rezepts beträgt übrigens 160,84€, Ihre Krankenkasse übenimmt also so ungefähr 141€…
    Noch besser kommt dies, wenn sich Patenten über 10€ Zuzahlung bei teureren Arzneimitteln ärgern. Ja, 10€ sind ein Haufen Geld. Die 3-Monats-Prostata-Spritze kostet übrigens komplett 483,52€… Dann sieht die Welt meist gleich wieder besser aus.

    [Alle Preise icl. 19%MwSt, aber dafür frei erfunden.]

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  2. Coffee sagt:

    Ich bin im Gegenteil immer eher überrascht, wie billig die meisten (Standard) Medikamente sind,
    hab vorgestern 193,93€ gezahlt in der Apotheke, für 7 N3 Packungen (Dauermedis). Konnte zum Glück mit der Bankkarte zahlen…
    Klar muss man erstmal schlucken, wenn man solche Summen hört, aber wenn man bedenkt, wie viel man dafür kriegt, ist das doch echt wenig… und wenn man von dem Geld 5€ selbst übernehmen muss, find ich das wirklich in Ordnung (bei GKV müsste ich Schätzungsweise 40€ Zuzahlung leisten für meine Dauermedis (plus die Zuzahlung für BTM), das ist zwar dann schon ne andere Hausnummer, aber immernoch maximal 1/5 des Betrages…
    Paracetamol für unter einen Euro, haben die Menschen eigentlich eine Ahnung, wie gut es ihnen geht???
    Wenn ich Patientenkontakt hätte, mir würd da öfter mal ein blöder Spruch rausrutschen 😇
    Also Pharmama, vll wär Gedankenknicks Lösung eine Möglichkeit?
    die Frage ist nur, ob das mit der Schweizerischen Höflichkeit vereinbar ist?!
    Die Leute haben einfach keine Vorstellung, was die Versicherung alles zahlt, wie gering der selbst zu leistende Anteil ist… vll würden sie so mit der Zeit ein Gefühl dafür entwickeln?

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