Gefälschte Rezepte

Merke:

Die Wahrscheinlichkeit eines gefälschten Rezeptes ist direkt proportional zur Zeit an der man schliesst – oder zu der Zeit, in der der Arzt sicher nicht erreichbar ist.

Gefälschte Rezepte, darüber habe ich schon ein paar Mal geschrieben:

Warnung vor schweizweitem Rezept Betrüger – gefälscht.

Gefälscht und verfälscht: Rezepte (mit meinem ersten gefälschten Rezept)

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – wirklich

Gefälschte Rezepte – und eine Bitte an die Ärzte Rezeptblöcke nicht herumliegenlassen!

Was ist hier falsch? Sehr plump. Angeblich weiss sie nicht, dass das nicht geht …

Comic Rezeptfälschung

heilsamer Schreck Rezepte fälschen oder verfälschen ist Urkundenfälschung und kann bestraft werden.

aus Amerika: die böse Apothekerin liess mich verhaften?!

Was denkt ihr? – nicht nur ein altes Rezept. Auflösung: Das seltsame Rezept

Was haltet ihr davon? – und dazu gehörend: Das verdächtige Rezept

indirekt auch das: Das ist kein Betäubungsmittelrezept. Das auch nicht, nein.

Auf der Sperrliste – das kann auch passieren, wenn man Rezepte fälscht.

Aber heute will ich von Euch wissen: habt Ihr Geschichten dazu? Was war Euer erstes / Euer auffälligstes / Euer erinnerungswürdigstes gefälschtes Rezept?

Erzählt es mir!

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Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 25/07/2016 in Apotheke und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 37 Kommentare.

  1. Mein erstes gefälschtes Rezept war eine perfekte Fälschung eines coaguchek teststreifen-rezeptes (auch noch 2 Stück), als das hier in der Gegend letztes Jahr häufiger war. Praktisch nicht zu erkennen. Telefonisch vorbestellt, am nächsten Tag abgeholt. Nicht erkannt.
    Mein zweites war gerade letztens eine Farbkopie eines Zolpidem-Privatrezeptes…

    Abgesehen von den vielen vom Patienten selbst gesetzten aut-idem-Kreuzchen. Auch schon in Bleistift gesehen.

    Ich wünsche noch einen schönen Pfingstmontag!

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    • War das dann etwas das über die Krankenkasse ging? (Lies: Du weisst es jetzt, weil die Kasse die Bezahlung verweigert hat?)
      Dir auch einen schönen Pfingstmontag! Bei uns wird’s warm.

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      • So etwa. Das Rezept kam glaub ich übers Rechenzentrum zurück. Paar Tage später hatte ich über die anderen Fälle gelesen. Polizei wollte mich immer noch befragen, aber da kam nie mehr was.

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  2. Jennifer Seros

    Mein denkwürdigstes, gefälschtes Rezept? Ein ganz schlecht farbkopiertes Rezept über die Anti-Baby-Pille. Hatte die Dame damals gleich darauf angesprochen, dass es nicht legal ist, sein Privatrezept einfach zu kopieren und hatte es auch gleich einbehalten. Daraufhin drohte sie mir mit der Polizei, da ich keine Legitimation habe, das Rezept einfach einzubehalten. Nachdem sie mir die halbe Nachbarschaft zusammen geschrien hatte, verließ sie die Apotheke ohne das Rezept.

    Ich denke jedoch, dass sie das mehr als nur einmal gemacht hat und sich wohl etliche meiner Kollegen nicht dabei denken, trotzdem die Pille abzugeben. „Ist ja nix Schlimmes“ und „Bei Apotheke XY habe ich es immer bekommen“ sind da keine Seltenheit. Nur Gerede von den Kunden? Leider nicht… Besagte Dame kam nämlich am nächsten Tag nochmal wieder, verlangte mich und wedelte dann mit der Packung Biviol, triumphierender Blick und „Sehen Sie! Andere Kollegen sind da kulanter. So wird ihr Geschäft bald eingehen!“ Und dann stürmte es hinaus… da ist man erstmal baff…

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  3. Ich habe zwei Stories, die eine hätte ich fast schon wieder vergessen, weil so lange her. Ich saß im Karstadt im Restaurant und mir gegenüber ein Herr mit einem Blankovordruck eines rosa Kassenrezepts, das er sehr sorgfältig überlegend langsam ausfüllte….ich sah mir an, welcher Arzt es war und bin dann in die gegenüberliegende Apotheke und hab dort Bescheid gegeben, daß da was kommt. Was dann weiter passiert ist weiß ich nicht, weil ich weiter mußte.
    Die zweite Geschichte ist mir in der Apotheke passiert, ein Kassenrezept eines Orthopäden mit für seien Fachrichtung etwas ungewöhnlichen Verordnung aber tadellos ordentlich bedruckt. Aber als ich versuche die Kassennummer einzugeben, klappt das nicht, weil es diese nicht gibt. Ich rufe also beim Arzt und dann noch bei der Kasse an um dort nachzufragen, wobei sich dann natürlich heraus stellt, daß es weder diesen Patienten noch diese Verordnung gibt. Der Kunde wartete eine Weile brave und würde derweil immer nervöser und verschwand dann als ich kurz um die Ecke verschwand um das Rezept zu faxen. Aber wenn der nicht den blöden Fehler mit der falschen Kassennummer gemacht hätte, würde das Rezept nicht als gefälscht ausgefallen. Der Gedanke ist unerfreulich.

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  4. AuchPharmazeut

    Mein bestes geälschtes Rezept waren Psychopat (!!) – Tropfen. Wir gingen erst einmal eine Runde lachen nach hinten, haben dann die Polizei verständigt, und die Kollegin hat die Kundschaft mit der Angabe hingehalten, wir hätten es gerade nicht da, aber es würde schon mit dem Großhändler telefoniert, wann es da sein könnte. Die Kundschaft hat auch wirklich brav gewartet, bis die Polizei ankam.
    Das Rezept hing einige Zeit bei uns in der Rezeptur zur Ansicht. 🙂

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    • Hoppla 🙂
      (Aber ehrlich: der Name Psychopax ist auch eher seltsam)

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    • BayernChris

      dieser Typ war wohl von der Sorte, der beim Einbrechen seinen Ausweis zurücklässt oder mit schwerem Gerät den Auszugdrucker statt den Bankomaten ausbaut und mitnimmt. Wie gut, dass die meisten Ganoven unendlich doof sind…

      Das nächste mal soll er dann halt Diazebra Tropfen draufschreiben 😉

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  5. Queen of Hearts

    Ich hatte einmal während meinem halben Jahr Praktikum zur PTA ein Kassenrezept über Ketamin-Tropfen. Zuvor hatte ich schon ein Fax gesehen, dass es in der Gegend (Düsseldorf) wieder häufiger zu gefälschten Rezepten mit Vorbestellung auf Allerweltsnamen gab. Bestellt auf Peter Müller, machte ich ein Ausrufezeichen auf den Zettel der Vorbestellung. Natürlich war das Rezept später selbst auf einen anderen Namen aufgeschrieben und noch dazu dermaßen schlecht gefälscht (falscher Farbton, schon allein beim Anfassen hat man gemerkt, dass es nicht echt war). Wir haben also den Kunden hingehalten, der verständlicherweise immer nervöser wurde. Den Arzt angerufen und mussten uns von der Sprechstundenhilfe anpflaumen lassen, dass wir doch gerade erst deshalb angerufen hätten und nein, sie hätten das Rezept nicht ausgestellt.
    Also gings weiter Telefon am, der Mann einer Kollegin war Polizist, da hieß es dann, die Kripo wäre ihm schon auf den Fersen. Der Fälsche vorne fragte die ahnungslose Azubine, ob es denn noch lange dauern würde, er würde im Parkverbot stehen. Daraufhin ist er dann weg.
    Es stellte sich später heraus, dass schon einige Apotheken am selben Tag den genau selben Typen vor sich stehen hatte.

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    • Also: eigentlich sollte die Sprechstundengehilfin dankbar sein, dass ihr so aufmerksam seid. Speziell wenn sie schon mehrere Anrufe bekommen hat (da würde ich dann eventuell Massnahmen einleiten als Arzt).

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  6. stuttgarterapothekerin

    Nach ca 11 Jahren im Herzen der Stadt „zwischen Wald und Reben“ habe ich schon einiges gesehen – mit Kinderkrakelschrift ergänzte/ausgestellte Rezepte, v.a. in der Anfangszeit – als die kleinen blauen Rauten noch importiert werden mussten – schlechte, bessere und gute Farbkopien von Privatrezepten, Kassenrezepte(!) als Farbkopien (Rückfrage in der Praxis, Antwort dann: Bei Ihnen auch? Sie sind die dritte Apo, in einer hat er nur die Vorderseite kopiert gehabt…bei uns war er dann wohl schon lernfähig gewesen…) und natürlich Mengenänderungen…In der Innenstadt hab ich dann oft die umliegenden Apos angerufen und Bescheid gegeben.
    Interessant ist immer wieder nur das Reaktions-Lotto: Wartet er? Will er das Rezept zurück? Kommt er nochmal? Kommt die Polizei wirklich wie versprochen zur Abholzeit vorbei?
    Wobei: den besten Fall hatte ich in der Vorort-Apo: wirklich dilettantisch gefälschtes Rp, ich dann: ich bestelle es bis …Uhr, dann Polizei angerufen, die kamen, Kunde kam und es klickten die Handschellen – und mir ging die Pumpe…Der Kund hatte wohl gedacht im Vorort fällt das nicht auf…aber dass er wiedergekommen ist – ziemlich dreist…
    Interessant sind auch die Reaktionen bei Rückfragen in der Praxis: Von „ob Sie die Polizei informieren müssen Sie selbst wissen“ bis „ja, bitte sofort die Polizei einschalten“ ist alles schon dabei gewesen.
    Und wie Du schon mehrmals thematisiert hast jedesmal das Abwägen: Konfrontiere ich den Kunden oder nicht…

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    • Ja: wie gehe ich jetzt mit der Fälschung um? Gut: Dankbarerweise sind die meisten Fälscher eher nicht aggressiv und ziehen sich rasch zurück, wenn Probleme auftauchen.

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      • Die Frage stellt sich auch dem Apotheker bzw. Chef jedes Mal aufs Neue. Ein Apothekeninhaber hat mir erzählt, was für ein Rattenschwanz an Unannehmlichkeiten für die Apotheken auflaufen kann, wenn man dabei hilft, einen Rezeptfälscher zu fangen.
        Zeugenaussagen, ggf. Gerichtstermine, Geschäftsausfälle (Zeit und verängstigte Kunden, die häufig sofort Kehrt machen, wenn die Butze voll mit Polizei ist).

        Zum Dank hat er nur kurze Zeit später den selben Fälscher total auf Turkey mit einem noch schlechter gefälschten Lappen vor sich gehabt.

        Seitdem würde er das gar nicht mehr zur Anzeige bringen, sondern nur das gefälsche Rezept einkassieren und hoffen, dass ihm der ertappte Gauner nicht die Auslagen umschmeißt oder Schlimmeres.

        Bei mir war ein Dialog ganz witzig:
        Mies gefälschtes Rezept für Roofies (echt Leute, kauft euch mal einen gescheiten Kopierer!), damals noch nicht BTM-Rezept.
        Obwohl hinten noch zwei Schachteln in der Schubslade waren gab ich natürlich die freundliche Auskunft, dass wir das bestellen müssten.
        (Dabei kann man auch immer gleich erzählen, dass man das Zeug ungern in der Apotheke lagert, wegen Einbruchsgefahr…hilft vielleicht.)
        Er (sinngemäß): „Oh nein, ich brauche das aber ganz dringend heute noch! Geben Sie mir mein Rezept zurück, ich geh in eine andere Apotheke.“
        Ich (Blick auf die Uhr): „Kein Problem, ist doch erst kurz vor vier. Sie können das heute um halb 7 Uhr abholen.“ (Säbelzahngrinsen)

        Natürlich kam er nicht mehr.

        Achja, richtig vorbildlich finde ich ja die Reaktion des Vorzimmerdrachens von Queen of Hearts. Die Sprechstundenhilfe sollte man mal gepflegt zusammenfalten, diese dumme Nuss!

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  7. BayernChris

    …“die blauen Rauten“- süüüß 😉

    Damals quillte doch jedes Mail-Postfach über: Get V*gra online! Erinnere mich an einen Bericht so um 2000 rum, als in D ein VW-Bus voller Fälschungen aufgeflogen ist.

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  8. quoll

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  9. Selber gefälscht habe ich zwar noch nie aber mit 20 brachte ich ein verdächtiges Rezept in die Apotheke.
    Bei meinem abschiedsbesuch im Kinderspital erlitt ich einen Schock und musste deshalb zwei Monate bleiben. Als ich endlich nach hause durfte, wurde mein zwei Monate altes Rezept mit einem Nahrungsergänzungsmittel und einem starken Schmerzmittel ergänzt (in einer anderen Schrift). Als ich einen Monat später damit in der Apotheke (in der ich erst einmal war) meine üblichen Medis (sehr teure aber ohne Missbrauchspotential) bestellen wollte, gab es Probleme. Mein Vorschlag, die grässliche Trinknahrung und die beduselnden Schmerzmedis einfach zu streichen, da ich diese auch später nicht möchte, war wenig hilfreich, ebenso der Vorschlag das Rezept in eimer anderen Apotheke einzulösen. Der anschlissende Anruf im Spital, wo ich im System nicht vorhanden war, machte mich endgültig verdächtig. Erst als ich am nächsten Tag direkt bei meiner Station im Spital anrief, fand ich heraus, dass ich aus unerklärlichen Gründen unter dem Namen meines Mannes (obwohl ich meinen behielt) im System war. Nachdem mein Arzt in der Apotheke anrief um alles zu klären, wurde die Anzeige zurückgezugen und ich bekam meine Medikamente.

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  10. erst letzte Woche, da wurde ein Rezept über Novaminsulfon und Lyrica 300, jeweils die kleinste Packung, um Diazepam ergänzt, bei Lyrica wurde 100 St. dazugequetscht. Das Rezept kam von einem Krankenhaus, war natürlich niemand erreichbar.
    Lyrica hat wohl Diazepam beim fälschen bzw. “ ergänzen “ abgelöst.

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    • stuttgarterapothekrein

      Bei Diazepam sind die meisten Apothekenmitarbeiter inzwischen vorsichtig.
      Lyrica hat sich als Sidekick noch nicht so rumgesprochen – zum Glück auch noch nicht so sehr bei den Usern.
      Außerdem neigen leider die meisten dazu, bei Hochpreisern weniger kritisch zu sein…:-((

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  11. Habt Ihr Schweizer keine standardisierten Rezeptvordrucke mit Wasserzeichen etc?

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  12. Ich hab manchmal ein schlechtes Gewissen wenn ich auf ein von mir ausgedrucktes Rezept noch etwas handschriftlich hinzufüge, weil ich es vorhin vergessen habe und nicht noch einmal alles ausdrucken möchte. Z.B. letztens passiert mit Clexane. Was würdest du mir raten – kann ich sowas noch mit Kugelschreiber hinzufügen, oder zur Sicherheit lieber noch einmal drucken?

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    • In der Industrie würde man bei einer handschriftlichen Ergänzung den Zusatz „ergänzt“ oder „erg.“ hinzufügen und die Ergänzung mit Datum und Signum abzeichnen. Das wäre vielleicht auch auf einem Rezept hilfreich, um gleich zu erkennen, dass die Ergänzung durch den Arzt erfolgt ist.

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    • Wir waren mit Stempel und Unterschrift immer zufrieden.

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  13. In meiner Apotheke hängen einige Infozettel rum, speziell auch zu den Diazepamsuchtis. „Patient in unserer Praxis: […], KEIN Patient: […]“, bzw. auch ein Rundfax mit einem kopierten Rezept „SO –> sieht unser Stempel aus!“ Hilfreich 🙂

    Ich selbst hatte meines Wissens noch keine Fälschung in der Hand, habe aber bei einem Privatrezept über 2x 24 blaue Rauten nochmal mit der Ärztin telephoniert.
    Das Rezept war auf Standardpapier gedruckt, den Kopf hätte ich in Word in 10 Minuten gebastelt. Zudem gute 500 km entfernt ausgestellt. Hatte seine Richtigkeit, aber ich war… etwas beunruhigt.

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  14. Hier mal ein etwas anderer Bericht von einem Fälscher!
    Ich habe es genau einmal Probiert, und wurde natürlich erwischt. Ich habe ein Rezept gefälscht für 1 OP Xanax 0,25 mg. Es war an einem Samstag (natürlich). Die Lehrtochter hat alles bereit gemacht, und zeigte es der Apothekerin.
    Sie hatte sofort bemerkt das etwas nicht stimmt und kam auf mich zu. Und sagte mit bestimmter Stimme, sie glaube dieses Rezept sei nicht echt. Sie wolle mir keinen Betrug vorwerfen aber sie werde das Rezept und die Medikamente dabehalten und am Montag mit meiner Ärztin Telefonieren.

    Ich bin dann gegangen und habe mich wie noch nie geschämt. Wenigstens waren die Panikattacken wie weggeblasen… Am Montag habe ich das sofort meiner Ärztin gebeichtet, und mich bei der Apothekerin mit einem Blumenstrauss entschuldigt. Zum Glück haben sie auf eine Anzeige verzichtet. Dafür führt meinen Ärztin jetzt ein hartes Regime. Ohne Anruf von ihr bekomme ich gar nichts mehr. Und meine Ration muss für eine Woche reichen. Das finde ich auch Gut. Ich würde mich jetzt deswegen nicht unbedingt als schlechten Menschen sehen, wohl eher als in diesem Moment verzweifelten Mensch.

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    • Danke für den Bericht. Da steckt wahrscheinlich noch gelegentlich etwas Verzweiflung hinter so einer Tat. Trotzdem … wenn das wiederholt vorkommt würde ich eine Anzeige machen.

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  15. Das verstehe ich durchaus. Zum Glück habe ich eine gute Ärztin, die mir jetzt auch zeigt wie ich das ganz unter Kontrolle kriege. Und schliesslich muss ich auch das Vertrauen zu meiner Ärztin und Apothekerin wieder herstellen. Das wird sicher noch einige Zeit dauern.

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  16. Das ist ein interessanter Post von Dir. Glückwunsch zu Deinem Mut, das hier auch zu schreiben.
    Ich nehme an, dass sowohl Ärztin als auch Apothekerin bemerkt haben, dass Dir das selbst unangenehm war und Du das nicht mehr machen möchtest.
    Erfahrungsgemäß sind normalerweise Leute, die eine Rezeptfälschung begehen, sowohl ihren Arzt als auch die Apotheke los. Das ist irgendwie auch verständlich, da dann einfach vom Arzt gegenüber dem Patienten kein Vertrauen mehr da ist.

    Sich Xanax in Eigenverantwortung einzuwerfen, ist aus medizinischer Sicht nicht ganz unproblematisch. Das Zeug macht unglaublich schnell körperlich abhängig. Ich habe in der Apotheke viele Kunden erlebt, die von dem Zeug nie wieder los kamen und dann dauerhaft das Medikament brauchen, da sie ohne das Medikament nicht mehr schlafen können, Schweißausbrüche bekommen, Zittern, etc. Man muss diese Leute von ärztlicher Sicht dann in einer Abhängigkeit halten. Das ist so ungefähr der Grund, warum Xanax verschreibungspflichtig ist.

    Ein schlechter Mensch bist Du wegen einer Rezeptfälschung sicherlich nicht. Manchmal baut man einfach „Scheiße“. Blöd wäre es für Dich gewesen, wenn das mit der Rezeptfälschung geklappt hätte. Du hättest es wieder probiert und hättest Dich in eine Abhängigkeit begeben.

    Ich wünsche Dir das Beste!

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  17. „Blöd wäre es für Dich gewesen, wenn das mit der Rezeptfälschung geklappt hätte. Du hättest es wieder probiert und hättest Dich in eine Abhängigkeit begeben.“

    Genau, unterdessen habe ich das Gefühl, dass ich das ganze besser unter Kontrolle habe als früher.

    Wie mein erster Psychiater sagte: Sie haben Panikattacken? Hier haben Sie 100 Lexotanil wenn sie mehr brauchen vereinbaren Sie einen Termin.
    Vielen Dank

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  18. Bellisperennis

    Vor vielen Jahren als noch junge Apothekerin habe ich ein Privatrezept über Flunitrazepam beliefert – damals DAS Medikament für Fälschungen (geht heute nur noch mit BTM-Rezept).
    Ich habe das Rezept eingehend geprüft, es sah OK aus. Die Ärztin war im selben Ort, und die Unterschrift war eindeutig zu „fühlen“, also nicht Kopiert sondern mit Kugelschreiber gesetzt.
    Aufgefallen ist es mir, weil ich bei der ausstellenden Ärztin am nächsten Tag selbst einen Termin hatte. Meinen allerersten bei dieser Ärztin.

    Ich beliefere also das Rezept.

    Am nächsten Tag sitze ich im Sprechzimmer besagter Ärztin. Eine andere Apotheke wird durchgestellt, es sei dringend…. Die Ärztin entschuldigt sich, geht ans Telefon… Und erklärt der Apotheke dass sie sehr selten Flunitrazepam-Rezepte ausstelle, das diesmal aber seine Richtigkeit habe.
    Ich unterbreche sie, frage ob die Patientin eine große dunkelhaarige Frau sei. Sie schaut mich völlig irritiert an und fragt woher ich das denn bitte wissen könne.
    „Na ja, ich kann Ihnen sagen dass diese Apotheke nur eine Kopie vorliegen hat…ich habe nämlich gestern das Original beliefert“

    Die Welt ist manchmal ein Dorf

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