Erwartungshaltung

In der Apotheke

„Warum haben Sie mir nicht angerufen und gesagt, dass kein Rezept vom Arzt gekommen ist?!?“

(Ich wusste nicht, dass eines kommen sollte??)

Über Pharmama

Wie bringt man die Arbeit in der Apotheke und die Familie unter eine Haube? Mit viel Humor natürlich! Ich bin Apothekerin aus der Schweiz schreibe über Interessantes und lustiges in und um die Apotheke. unter: Pharmama.ch

Veröffentlicht am 01/02/2016 in Apotheke und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 23 Kommentare.

  1. und anschließend „Warum passiert das IMMER bei MIR…“😉

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  2. hust Warum haben Sie mir keine Erinnerungsmail geschrieben, dass meine Pille bald alle ist? hust Ach ne, das war nen anderer Blogeintrag. Immer meine Schusseligkeit…

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    • geht sehr in die Richtung, nicht?🙂
      (Als ob wir das in der Apotheke für die paar wenigen hundert Frauen nicht machen könnten !)

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    • Die Hellseher-Glaskugeln sind leider beim Großhandel immer defekt, ich versuche das schon seit letztem Jahrhundert aber bekomme nie eine.

      Das Thema Erinnerungsmail ist zwar halb off topic, aber der andere Thread ist schon so voll, daher werfe ich das hier mal in den Ring: Erinnerungsmail? WARUM NICHT?

      Gut, noch sind die technischen Voraussetzungen vielleicht nicht ganz da, so gut kenne ich mich mit den Apothekensoftware-Typen nicht aus. Aber es gibt bereits Module, welche ein patientenbezogenes Medikationsprofil aufnehmen können inklusive Reichweitenberechnung.
      In der Regel dient das zur Compliance-Auswertung, aber der kleine Schritt zu einer Erinnerungsemail sollte programmiertechnisch kein Thema sein. Wenn wir unsere Kompetenz in das Gesundheitssystem einbringen wollen, dann ist die aktive Verbesserung der Compliance ein sehr spannendes Arbeitsfeld. Wenn dabei in der Software sowas abfällt wie Erinnerungsmails => Ist doch toll, oder?
      Vorausgesetzt allerdings, der Kunde spielt mit.

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      • Die Glaskugel ist nicht nur beim Großhändler nicht lieferbar. Mein Antrag bei der Technik, wird auch seit Jahren nicht beliefert.😉

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      • Warum nicht? Ich denke mal so:

        Wie oft latsche ich um mein Auto, um zu untersuchen, auf welchen Monat die TÜV-Plakette deutet? Genau, nie. (Das heißt – doch. In den letzen 10 Jahren exakt 1x. Da war mir bewußt, dass ich den Brief ignoriert hatte, und ich wollte mal nachschauen, wie viele Monate ich schon über die Uhr war. Es waren 2.)
        Wie oft latsche ich um meine Katze, um zu gucken, wie viele Kombi-Impfstoffe noch übrig sind, bis das Jahr um ist? Genau, nie.
        Wie oft denke ich daran, meine Lohnsteuer VORZEITIG an das Finanzamt zu überweisen? Sorry, das versuche ich aktiv zu VERDRÄNGEN!
        Erinnerungs-äh-infos sind genau DANN eine Hilfe, wenn sie einen meiner Lebensbereiche treffen, um die ich mich NIE – oder zumindest wenig – kümmere, bzw. die mir sowohl selten als auch hust verhasst sind.

        Nun ja. Wie oft nehme ich einen Tablettenblister in die Hand, wenn ich 1x täglich 1 Tablette nehme? 1x täglich? Ich sehe JEDEN TAG, wie lange der Blister noch reicht. Beim letzten 10-Tages-Blistern sehe ich definitiv 10 Tage vorher: ICH-HABE-NIX-MEHR – in 10 Tagen SENSE ist. Bei einem Cerazette-Blister habe ich einen 28-Tage-Countdown!

        Hast Du mal die Medikation eines Herztransplantat-Patienten gesehen? Ich habe schon welche betreut. Nicht nur, dass sich alle Nase lang die Dosierungen ändert – was die die Arztpraxis der Apotheke natürlich nicht mitteilt, so dass die Zeiten sowieso NIE stimmen. Bei 15 Medis parallel, manche Schachteln mit 49, manche mit 56, manche mit 98, manche mit 100 St. Inhalt, gehen allein an diesen einen Patienten pro Monat ca. 5 Mails raus. Das bringt GAR NIX. Von so spannenden Sachen wie „Prednisolon in ausschleichender Dosierung“, was sich im Medi-Managment fast unmöglich erfassen läßt (hier stelle ich mal die Hausapotheken-Erfahrung der BARMER und der AOK/IKK-Versicherten in meine Erfahrungsreihe), lernt man die GRENZEN dieser Idee.

        Richtig lustig wirds, wenn der Patient dann von mehreren Ärzten parallel mit den selben Medis versorgt wird. Von manchen Medis hat er in der Zwischenzeit einen 2-Jahres-Vorrat (macht ja nix, die sind grad ohne Zuzahlung). Dafür reichen die Augentropfen eh nicht die Hälfte der Zeit – dank Parkinson braucht er immer 3 Tropfen pro Auge statt nur einen. Dafür ist der Bedarf an Salbutamol-Dosieraerosol unvorhersehbar. Je nach Wetterlage, Gemütsstimmung und der VW-verursachten Diesel-Feinstaubbelastung reicht ein Spray mal 10 Tage und mal 3 Monate. Wann schicke ich die Mail raus?

        Selbst bei den Hausapotheken-Patienten war die aktuelle Dosierung so vorhersagbar wie die Rechnungssumme in einem italientischen Restaurant. (Hier bitte vergleichen mit der BISTR-O-MATIC.)

        Und mal ehrlich – hätte die beste Patientin denn wirklich das Rezept früher mit der Post bekommen, wenn sie eine Erinnerungsmail gehabt hätte? Oder hätte sie argumentiert, sie hätte 2 Mails bekommen müssen. Oder 3. Und am vorletzten Tag 10 mit immer größeren Buchstaben? grrrrr

        Die Idee ist toll, die Umsetzung ist QMS – Quatsch mit Soße. So wie mein Supermarkt meinen Milchverbrauch kennt und den (im Besuchszeitraum der ausländischen Gastkinder) für die nächsten 6 Jahre festlegt… So wie Amazon mir immer wieder Werbung auf meinen Cookie-gespickten Rechner legt für Produkte, die meine Frau sich aus reiner Neugier und anraten ihrer Freundin mal angeschaut hat, wobei sie genau wußte, dass sie das nicht braucht und auch nicht kaufen will… so unsinnig sind manche Erinnerungsmails (für mich), die Probleme lösen, die per Definition gar nicht so vorhanden sind. Und eine Änderung durch Urlaub, Krankenhausaufenthalt oder den Enkel (der 6 Blister auf einmal im Klo versenkt hat) läßt sich wohl kaum in Algorhithmen pressen. Alternativ rüsten wir alle Blister mit RFID aus, und jeden Haushalt mit ganz vielen smarten Devices – ah ja, einfach mal wieder ORWELL lesen. Denn schon 1984 wußte die NSA ganz genau, dass dieses Buch keine Dystopie ist, sondern ein Ideenkatalog mit Bedienungsanleitung… Weiter gedacht bedeutet dies dann eine automatische Erhöhung der Kassenbeiträge bei „beobachteter“ Non-Compliance. Na, was solls – ich denke, ich werde diese Zeiten sogar noch erleben, wenn ich … aber ich drifte ab. Schöne neue (digitale) Welt! Ach ne, das war Huxley… Auch lustig zu lesen.

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        • Jetzt erst den Roman gelesen (hui, schon wieder nach den Medis, vielleicht sinds doch die Blogs, die mich müd machen? xD):

          wundertollhübsch geschrieben gedankenknick. Ich wünschte du würdest weiterhin bloggen – und zwar so bloggen, wie du kommentierst. Macht immer wieder Spaß.😀

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        • Also ich tendiere zum gelegentlichen Verpeiltsein und hätte garantiert ab und mal den Fall, dass ich am Ende des letzten Blisters denke, ich hätte noch einen. Auch sammele ich Rechnungen ganz gerne um die in einem Rutsch zu überweisen und vergurke dann den Fälligkeitstag (Ups, Mahnung, warum datt dann???). Meine Nationstates-Nation freut sich, dass sie immer noch lebt seit wegen der Erinnerungsmails und nicht aus Lazarus hervorkriechen muss.😉

          Ich will ja nicht sagen, dass es die ultimative Lösung des Problems ist und es gibt eine gute Chance dass Du bei der Pillenbloggerin richtig vermutest und sie es am Ende doch verschusselt hätte. Aber die Technik ist nicht weit davon entfernt dass Erinnerungsmails machbar sind (vielleicht gibt es diese Funktion schon?) und warum dann nicht anbieten wem es hilft?

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          • Es gibt sicher Apps, die man dafür brauchen kann (übrigens auch selber … hint). Und Kalender zum Einschreiben (auch die selber). In Zukunft dürfte das auch in Apothekenprogramme einbauest sein … Aber selbst dann erfordert das in meinen Augen ein „Opt in“, also dass der Patient dazu aktiv seine Zusage geben muss. Ansonsten fallen so Erinnerungsaktionen noch schnell unter Belästigung. In den USA gibt es bei den Ketten dies als Auto- Refill … Samt automatisiertem Erinnerungsanruf vom Band… Und dort beklagen sich die Leute wegen den Ständigen Anrufen und dass sie das doch nicht brauchen …

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          • @Pharmama: Klar, Opt-In muss sein. Sonst wäre auch ich echt stinkig.

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          • Ist alles gut, wo die Technik nicht weit von entfernt ist? Vollautomatische Waffensysteme ohne menschliche „Eingreifer“ werden derzeit von unterschiedlichen Staaten (mit)entwickelt – Israel und die USA sind da nur die prominentesten. So als So als blödes Beispiel.

            Opt-In wäre dann sowieso ein Muss. Aber mal im Ernst, glaubst Du, die beste Bloggerin hätte irgendwo eine „Datenschutzvereinbarung“ UNTERSCHRIEBEN? Also nicht so, wo man ein Häkchen setzt, als dass man die 80 Seiten gelesen HÄTTE, und das Fenster wegklickt -> sondern so eine, wo man 1/2 A4-Seite WIRKLICH liest und dann auch noch MANUELL unterschreibt… Und in wie vielen Apotheken hätte sie die dann unterschrieben – wo doch beide ihrer Kietz-Apotheken ihre Stammapotheken sind, in denen man sie so gut kennt… grübel Und welche hätte ihr dann die Mail geschrieben – die wo sie zuletzt war, oder die wo sie jetzt rein zufällig hingehen wollte? kicher Jaja, elektronische Glaskugeln… Amazonen, Gockel und Fratzenbücher wissen, was ich mir wünsche, bevor ich das überhaupt selber weiß…

            Klar, wenn die Technik halbwegs korrekt steht – und wem es hilft und der es will – anbieten. Würde ich sogar mitmachen. Aber ehrlich, spätestens bei 3 verschiedenen AMs wird es konfus. Und immer vorausgesetzt, dass die Dosis auch korrekt hinterlegt ist. Wieso morgens und abends eine? Die nehme ich schon seit 3 Jahren morgens 1/2; das schreibt der Arzt immer noch falsch aufs Rezept. habe ich mehr als 1x pro Monat…

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    • Daran musste ich auch direkt denken g

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  3. Oh, und wenn du grad schon deine Kristallkugel da stehen hast, schau doch bitte gleich noch die Lottozahlen von nächster nach.

    rofl

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    • nächster Woche, natürlich.

      Ich geht mir mal einen Kaffee holen. mpf

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    • Pharmama hat doch an anderer Stelle geschreben, dass sich die Kugel schon längere Zeit in Reparatur befindet😉
      Liebe Pharmama, wäre es nicht sinnvoll, eine Ersatzkugel zu beschaffen
      .. beim Auto ist das doch auch üblich😀

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  4. Wie, du rufst nicht täglich alle Kunden an, deren Ärzte dir an diesem Tag kein Rezept gefaxt haben?

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    • Natürlich tut sie das!

      Aber so etwas passiert wenn man beim sortieren der Rufnummern schlampt.
      Ich sagte noch, mach eine Excel Tabelle und jeden Tag nach dem Anruf das aktuelle Datum rein, aber nein nein, Zettelwirtschaft!😦

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    • Irene: stell dir das mal vor: täglich ein Anruf von der Apotheke. „Guten Tag: von Ihnen haben wir heute kein Rezept erhalten und kein Fax vom Arzt bekommen. Geht es ihnen gut? Ja? Dann bis morgen.“

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  5. Da muß es doch eine App für geben. Es gibt für alles eine App.

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