Haare färben kann … unangenehm sein

Wer sehen will, wie eine allergische Reaktion aussehen kann – in dem Fall auf Haarfärbemittel- der schaue hier:

haarfaerbe1haarfaerbe2

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Ja – sieht übel aus. Wer noch mehr Fotos davon sehen will (es gibt noch ein paar Zwischenstufen) kann das hier.

Das Haarfärbemittel das er verwendet hat, enthält einen Stoff, der in Europa nicht zugelassen ist – die Fotos stammen auch aus Amerika. Allzu sicher sollte man sich deswegen allerdings nicht fühlen – gerade schwarze und andere dunkle Haarfärbemittel enthalten auch hier genug Stoffe, bei denen bekannt ist, dass sie häufig Allergien auslösen können. Deshalb sollte man die vor Anwendung auch testen: etwas Produkt in die Ellenbeuge geben und 24 Stunden beobachten, ob sich was tut.

Die Allergie-wahrscheinlichkeit war auch mit ein Grund, weshalb Haarfärbemittel in der Schweiz (und in Deutschland)  erst ab 16 angewendet / verkauft werden dürfen. Was, habt ihr nicht gewusst? Ist aber so. Seit 2009 in der Schweiz und seit Ende 2011 in Deutschland. Das bedeutet: der Coiffeur muss vor dem Haare-färben einen Ausweis sehen – und die Drogerie, die das Haarfärbemittel verkauft auch.

Nicht, dass man nach 16 weniger Allergien bekommen würde … aber dann ist man einfach „selber schuld“ – oder?

17 Antworten auf „Haare färben kann … unangenehm sein

  1. Ich persönlich nutze seit einiger Zeit nur noch Henna aus dem Reformhaus.
    Bei konventioneller chemischer Farbe juckte mir der Kopf wie verrückt, das habe ich bei Henna gar nicht.
    Das Farbergebniss ist (zumindest bei rot) wirklich super und eher besser als bei chemischer Farbe, da sie nicht nach 3 Tagen wieder verwaschen aussehen. Außerdem fühlen sich die Haare viel gesünder an.
    Ich habe zwar keine medizinische Ausbildung, aber ich möchte mal behaupten, dass Henna sehr viel gesünder ist und weniger Allergierisiko besteht.

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    1. und *das* ist dann der Moment, wo ich vor sogenannt „schwarzem“ Henna warnen muss. Das gibt es nämlich eigentlich nicht – jedenfalls nicht ohne Zusätze genau jener Chemikalien, die dann häufig Allergien machen.
      (Und im übrigen: man kann auf so praktisch alles allergisch werden.)

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        1. Auch Henna hat ein nicht zu unterschätzendes Allergenisierungspotential. Das haben genug Nutzer von „Henna-Tatoos“ schon erfahren dürfen…

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  2. Ich kenne allergische Reaktion auf Haarfärbemittel auch noch anders.

    Und zwar hatte ich einige Schwierigkeiten, als meine Frau (damals noch Freundin, 23) sich beim Friseur die Haare hat färben lassen. Ich konnte fast nicht mehr atmen, weil ich allergisch auf die Ausgasungen der Färbung reagiert hatte.

    Damit ich Atemnot bekam, reichte es schon, daß sie mit den frisch gefärbten Haaren vorher im Raum war, auch am nächsten Tag im Auto war es schwierig, weil sie damit vopm Friseur nach Hause gefahren war. Ich mußte das Cabriodach öffnen, damit es erträglich war. Sehr schön bei Schneefall… Aber zum Glück konnte ich das Dach aufmachen.

    Die Abhilfe sah dann so aus, daß sie sich mit einem Schampoo in das Wasserstoffperoxid gemischt wurde, gründlichst und mit langer Einwirkzeit die Haare waschen mußte, wir überall in der Wohnung und im Auto Schalen mit Essig aufgestellt haben und ich ein Asthmaspray bekam, das ich nutzen mußte, wenn es wieder schwerer zu atmen ging.

    Am Ende hat uns ihr Haaredunklerfärben weit über dreihundert Euro gekostet, Und sie hatte sehr strohige gelbe Haare mit einem Grünstich bekommen.

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  3. Ich finde das mittlere Bild für die Anschauung am interessantesten. Da sieht man recht anschaulich, wie viel Flüssigkeit ins Gewebe passt, ohne dass selbiges zu sehr beschädigt wird.

    Ein nicht ganz unähnliches Bild sah ich einmal, als ein Wespengiftallergiker in die Kopfhaut gestochen wurde. Erstaunlich, wie dehnfähig das Gewebe ist, und wie so eine Schwellung schad- und folgenlos zurückgehen kann, wenn sie korrekt und rechtzeitig behandelt wird…

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  4. Oh Gott, das sieht echt schmerzhaft aus. Vom letzten Photo her hätte ich ja gedacht, dass er eins auf die Nase bekommen hat und beim zweiten Photo, dass es bearbeitet worden wäre. Ach herrje! Und dabei färbe ich mir soooo gern die Haare schwarz :(

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  5. Und wenn man nun in der Drogerie mithört das die Farbe fürs Kind gekauft wird zu Fasching könnt man denen vor die Füße kotzen.
    „Ja aber die Sprayfarbe ist doch nicht schön, soll doch nach was aussehen!“ Genau, für 2 Tage Fasching den Kindern die Haare färben. Die Kids sind übrigens 10 und 8…

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    1. Die Spray-Haarfarbe ist aber noch was anderes. Die ist wasserlöslich und läßt sich leidlich leicht wieder rauswaschen. Die wird auch nur auf das Haar aufgespüht und fertig – und nicht nach komplizierten Ritualen aufgetragen, mit einem Fixierer behandelt und der Fixierer dann mit einem (organischen) Lösungsmittel ausgespült.

      Bei den hier besprochenen Haarfarben geht es ja gerade darum, dass sie nicht wieder rauswaschbar sind, damit sie möglichst halten, bis das Haar ausgefallen ist… Ist gerade so, als ob ich Tuschkasten-Wasserfabe mit Karmesinrot oder Arsengelb als Ölfarben vergleiche… ;-)

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      1. Arsengelb ist Unsinn. Es ist natürlich Arsengrün (bzw. „Schweinfurter Grün“, welches Arsen enthält) und Cadmiumgelb (Cadmiumsulfid). Daran sieht man, dass ich kein Künstler bin. Aber beide Pigmente sind nicht ganz ungiftig . ;-)

        Arsen(III)-sulfid wurde zwar auch zeitweise als gelbes Pigment eingesetzt, hieß aber nie „Arsengelb“, soweit ich weiß…

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      2. Ähm, ich glaube du hast mich falsch verstanden. Besagte Mutter kaufte „richtige“ Färbung, weil sie findet das die Sprayfarbe nicht gut genug aussieht. Sie färbt ihren Kindern nzu Fasching lieber die Haare richtig als die Spayfarbe zu benutzen.

        Mein Kind hatte dies Jahr wieder die Sprayfarbe. Morgens drauf, mittags nach heimkommen ab unter die Dusche und sich wie jedes Jahr schlapplachen wenn das bunte Zeug an einem runterrinnt.

        PS: Ich beziehe mich natürlich auf das Allergierisiko und den im Artikel oben erwähnten erst ab 16 Verkauf.

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    1. Da warst du aber nach dem ersten Mal sehr optimistisch, dass das nicht wieder passiert :D
      Ich kann jedem, der schonmal so eine allergische Reaktion gezeigt hat, nur dringendst(!!!) empfehlen, vor jedem Färben einen Allergietest zu machen (Farbe->Armbeuge->24h->gucken was passiert) Alles andere ist … sagen wir naiv. ;)

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  6. da kann man wirklich nur sagen – dumm gelaufen ;) der färbt sicher nie wieder seine haare – wenn er danach rumläuft wie ein mondjunge ;)

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