Bad hair day?

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Wir haben einen Coiffeur in der Nähe – in der Sommerzeit lässt der häufig seine Türe offen stehen, so dass man gut sehen kann, was drin vor sich geht.

Letztens lief ich  -gerade auf dem Weg zur Arbeit- dort vorbei, als ein Mann aus der Türe kam. Ich denke, ich habe mir (kommt mit der Arbeit und der Zeit) inzwischen ein ziemliches Pokerface erarbeitet, aber da ich beim Anblick des Mannes vor Überraschung praktisch über meine eigenen Beine gestolpert bin und tatsächlich nochmal zurückschauen musste hat das „sparsam gucken“ da gar nichts gebracht. Der Mann selber war dankbarerweise nicht so aufmerksam und hat meine Reaktion nicht gesehen, aber die Coiffeuse, die noch neben der Kasse stand und ihm nachschaute … schon.

Und dann hat sie mir, als ich sie (noch immer etwas aus der Fassung) anschaute per Zeichensprache zu verstehen gegeben: „Ich kann nichts dafür! Er wollte das so!“

Ich kann hier nicht einmal die Frisur beschreiben, da das wirklich zu auffällig wäre und ich nicht glaube, dass in der Schweiz noch eine zweite Person damit herumläuft.

Aber wenn ihr mir die Frisur beschreibt, die Euch an jemandem mal aufgefallen ist, sage ich, ob ihr nahe liegt. 🙂

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Nichts für Kinder

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Keine Sorge, der Inhalt ist absolut jugendfrei.

Medikamente gehören nicht in Kinderhände – da sind wir uns wohl alle einig. Zu gefährlich, dass da etwas falsch angewendet wird – oder dass es überhaupt genommen / angewendet wird. Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Es gibt physiologische Unterschiede  und dann fehlt bei vielem noch das Verständnis.

Aber mir ist letzthin wieder aufgefallen, wie häufig das auf Produkten auch draufsteht.

Beispiel 1: Ein Medikament gegen Husten. Inhaltsstoff Codein. Leider auch noch gerne missbraucht – weshalb hier sogar auf der Packung steht: „Nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.“ – Bedeutet: Abgabe erst ab 18 Jahren. Finde ich noch verständlich. Besser noch, als das sie es rezeptpflichtig machen.

hustensirup

Beispiel 2: Haarfärbemittel. Darüber habe ich schon berichtet. Das Problem hier: häufig Allergien, speziell die dunklen Farben. Abgabe: ab 16 Jahren – und bitte vorher auf allergische Reaktionen testen – wie oft steht das jetzt in unterschiedlicher Formulierung drauf?

haarfarbe

Beispiel 3: Duschmittel. Was? Duschmittel?!? Wiesoooo?  Keine Ahnung wieso, aber hier zum Beispiel auf dem neusten Produkt von Biotherm zu finden:

duschmittel

Was als nächstes?

Haare färben kann … unangenehm sein

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Wer sehen will, wie eine allergische Reaktion aussehen kann – in dem Fall auf Haarfärbemittel- der schaue hier:

haarfaerbe1haarfaerbe2

haarfaerbe3

 

Ja – sieht übel aus. Wer noch mehr Fotos davon sehen will (es gibt noch ein paar Zwischenstufen) kann das hier.

Das Haarfärbemittel das er verwendet hat, enthält einen Stoff, der in Europa nicht zugelassen ist – die Fotos stammen auch aus Amerika. Allzu sicher sollte man sich deswegen allerdings nicht fühlen – gerade schwarze und andere dunkle Haarfärbemittel enthalten auch hier genug Stoffe, bei denen bekannt ist, dass sie häufig Allergien auslösen können. Deshalb sollte man die vor Anwendung auch testen: etwas Produkt in die Ellenbeuge geben und 24 Stunden beobachten, ob sich was tut.

Die Allergie-wahrscheinlichkeit war auch mit ein Grund, weshalb Haarfärbemittel in der Schweiz (und in Deutschland)  erst ab 16 angewendet / verkauft werden dürfen. Was, habt ihr nicht gewusst? Ist aber so. Seit 2009 in der Schweiz und seit Ende 2011 in Deutschland. Das bedeutet: der Coiffeur muss vor dem Haare-färben einen Ausweis sehen – und die Drogerie, die das Haarfärbemittel verkauft auch.

Nicht, dass man nach 16 weniger Allergien bekommen würde … aber dann ist man einfach „selber schuld“ – oder?

Haben Sie mir was dagegen?

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„Haben Sie mir was dagegen?“

… fragt der Mann und zeigt auf seinen Drei-Tage-Bart.

Stubbly_face

Scherzkeks.

Aber am Ende wollte er doch keine weiblichen Hormone oder eine Laserbehandlung empfohlen, sondern doch nur Rasiercreme …

Aufgefallen: eine Schweizer Firma wird (noch) patriotischer

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Hmmm.

Wer sieht den Unterschied? Rechts neu, links alt.

Schönheit muss leiden?

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In der Apotheke.

Die Kundin klopft sich immer wieder hinten an den Kopf, während sie wartet.

Das seltsame Verhalten fällt mir natürlich auf und ich frage sie bei ihrem Einkauf (Shampoo aus der Selbstbedienung) danach.

Kundin: „Es juckt! … und ich will nicht kratzen, damit meine schöne neue Dauerwelle nicht kaputtgeht.“

Ah … sooo.

Wahrscheinlich wurde die Kopfhaut bei der Behandlung etwas gereizt – Schönheit muss leiden?

Läuse und der Coiffeur

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Kalt ist es draussen, da kommt an einem solchen Wintertag eine Stammkundin mit ihrer Tochter in die Apotheke gestürmt. Beide mit ziemlich nassen Haaren und die Mutter reichlich aufgeregt.

„Wir waren gerade beim Coiffeur. Sie wollen uns die Haare nicht machen, weil sie sagen, meine Tochter hat Läuse!“

Ah, ja.
Der Coiffeur hat so seine Richtlinien. Sobald bei jemandem Läuse entdeckt werden, wird er oder sie nicht mehr weiterbe… – sagt man da -behandelt?
Solche Hygienerichtlinien sind gut – wer will schon nach einem Besuch beim ‚Höörlifilzer‘ anschliessend Läuse haben, weil die noch vom Vorkunden am Kamm oder an der Schere klebten?

Nur: Die Tochter hat keine Läuse. Oder besser: nicht mehr. Sie wurde vor 5 Wochen und dann – um ganz sicher zu sein, nochmals vor 3 Wochen dagegen behandelt. Ja. Was sie noch hat – wie ich nachschauen kann -sind aber ein paar noch in den Haaren klebende Nissen. Die hängen da ziemlich fest und sind, da sie lange (und schöne dichte) Haare hat, nur mit sehr viel Mühe, einem Nissenkamm und viel Zeit und Geduld zu entfernen. Dass jetzt noch aus den Nissen Läuse schlüpfen ist eher unwahrscheinlich, da schon nach der ersten Behandlung trotz regelmässiger Kontrolle keine mehr sichtbar waren – und es hat sie auch nichts mehr gejuckt oder so seitdem.

Das haben sie dem Coiffeur danach auch noch zu erklären versucht. Genützt hat es nichts. Er hat beide mit immer noch nassen Haaren bei diesem Wetter heimgeschickt.
Aber: hätte er nicht wenigstens die Haare noch trockenföhnen können? Da gab es doch einen Bericht nach dem Läuse (und Nissen) empfindlich reagieren auf heisse Luft?

(Achtung: das ist keine offizielle Behandlung gegen Läuse und man sollte nicht selbst zu lange mit einem heissen Föhn an den Haaren der Kinder werken, weil das im schlimmsten Fall auch Verbrennungen geben kann)

Placebo gewünscht

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Also dass ein Kunde in der Apotheke ausdrücklich ein Placebo verlangt hatte ich noch nie. Ihr?

Ok, zugegeben, es war nicht für ihn selbst – der Kunde wollte für die Freundin mit Haarausfall etwas. Offensichtlich hat sie eher diffusen Haarausfall, der periodisch wieder auftritt. Ich habe ihm das Priorin und Pantogar gezeigt und erklärt, dass sie es schon mindestens 3 Monate lang nehmen muss, damit ein Effekt sichtbar ist. Und das 2-3 Kapseln täglich.

Meint der Kunde: Ja, das sei ein Problem – er glaubt nämlich nicht, dass seine Freundin das durchhält und dafür ist ihm das gezeigte zu teuer– im Prinzip sucht er einfach etwas möglichst günstiges, das vielleicht noch den Nebeneffekt auf die Haare hat – aber das muss nicht sein … seiner Meinung nach liegt die Ursache vom Haarausfall der Freundin mehr im psychischen Bereich … ein Placebo wäre da gut.

Dass es in der Schweiz keine „echten“ Placebo Tabletten im Handel gibt, habe ich schon erwähnt …

Jetzt … suche etwas – nach Möglichkeit Tabletten oder Kapseln, möglichst günstig im Preis und mit wenig Wirkung, vor allem keiner negativen Wirkung oder vielleicht etwas Wirkung auf Haare oder Nerven …

Das war schwieriger als ich dachte … vor allem, weil ich darauf trainiert bin, eher das Wirksamste zu suchen, als das unwirksamste 🙂

Wir haben uns dann auf Becozym forte geeinigt, ein Vitamin B-Komplex Präparat. 1 Tablette täglich – da kann fast nichts schief gehen. Und es wirkt auf die Nerven … mag gut sein, dass es ihr zumindest etwas bringt.

Was hättet ihr genommen?

Läuse –immer noch

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Läuse wegzubekommen ist nicht einfach und scheint immer schwerer zu werden – wir sehen immer mehr Resistenzen und wenn eine ganze Schulklasse befallen ist, sollte man die Behandlung koordinieren, sonst stecken die Kinder sich gegenseitig wieder an. Auch jetzt nach den Herbstferien sehen wir wieder solche Fälle.

Aber zurück zum Thema. Läuse wegzubekommen ist nicht einfach … ganz sicher macht es das nicht einfacher, wenn ihr wirklich süsser Junge Rastalocken hat. Da kommt das Shampoo und die Lösungen zum ersticken der Viecher gar nicht richtig an die Läuse und Nissen ran – die haben da die beste Unterkunft. Und rauskämmen kann man die Nissen dann ja auch nicht.
So leid es mir tut, aber wenn sie nach diesem (dem 4.) Behandlungsversuch immer noch nicht weg sind, sollte man eventuell doch einen Haarschnitt ins Auge fassen. (Please don’t kill the messenger!)

Schön auch die Mutti, die mir erzählt, wie sie der Tochter die Haare über der Badewanne ausgekämmt hat und die ganzen Läuse in der Wanne herumwuseln ….

Mich juckts schon wieder, ich geh jetzt duschen.

Non Sequitur

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Mann: „Ein Mittel gegen Haarausfall, bitte.“
Pharmama: „Ist es für sie?“
Mann: „Nein, für meine Frau. Sie hat lockige Haare.“

Haarausfall hat nichts damit zu tun, ob man glatte oder lockige Haare hat, oder was für eine Farbe sie haben. Auch für die Behandlung ist diese Information nicht relevant -ausser vielleicht der Haarausfall wäre soweit fortgeschritten, dass sie eine Perücke braucht …