Ärzte umgehen Selbstdispensationsverbot

Im Aargau ist die Selbstdispensation verboten. Ärzte dürfen nur in Notfällen rezeptpflichtige Medikamente abgeben und nur in bestimmten Fällen eine Privatapotheke führen. Aber bis anhin wurde diese Regelung umgangen, indem von den Ärzten ausgestellte Rezepte direkt an die Versand-Apotheke Zur Rose geschickt wurden, die die verordneten Medikamente dann an die Patienten gesendet hat.

Die Apotheke Zur Rose in Steckborn ist grundsätzlich eine normale öffentliche Apotheke (mit Versandhandelsbewilligung). Besonders ist aber, dass sie sich überwiegend im Besitz von Ärzten befindet. Rund achtzig Prozent der Aktionäre der Apotheke sind Ärzte. Zudem vertritt sie als standeseigene Apotheke die Interessen der Ärzteschaft.

Die via Aktien an der Apotheke beteiligten Ärzte haben ein wirtschaftliches Interesse an einem guten Betriebsergebnis der Apotheke. Die Apotheke Zur Rose AG entschädigt zudem Ärzte, die ihr Rezepte zustellen, finanziell. Es ist also davon auszugehen, dass den Ärzten finanzielle Vorteile erwachsen, wenn sie Rezepte an die Zur Rose AG übermitteln anstatt an eine andere Apotheke.

Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen dass sich Ärzte ohne Selbstdispensationsbewilligung, die Aktionäre der Zur Rose AG sind, nicht an deren Direktversand beteiligen dürfen. Die Ärzte dürfen sich nur an diesem Versandhandel beteiligen, «wenn ihnen daraus kein wirtschaftlicher Nutzen entsteht». (Quelle)

Denn in dem Fall gilt: Je mehr verschrieben wird, desto mehr verdienen die Arzte. Das schafft absurde Anreize und nützt der Gesundheit wenig.

Schön, dass das manche Politiker auch erkannt haben – leider scheint das noch nicht überallhin durchgedrungen zu sein. Im Gegenteil. In Zürich fiel das Selbstdispensationsverbot letztes Jahr und ist seit Anfang Jahr Realität. Im Kanton Schaffhausen ist es diesen Herbst gefallen :-(, Im Aargau gibt es nächstes Jahr zwei Initiativen (eine der Ärzte für die Selbstdispensation und eine der Apotheken dagegen: siehe Miteinander statt gegeneinander) und auch in Basel sind die Ärzte dabei sich für die Selbstdispensation zu organisieren.

Was bedeutet das für die Patienten? Manche mögen denken, wie praktisch es ist, ein Medikament grad vom Arzt mitzubekommen. Aber es gibt auch noch andere Seiten daran. Hier ein Bericht der Apotheke Schaffhauserplatz in Zürich, die seit diesem Jahr mit dem zu kämpfen hat:

Viele apothekentreue Kunden sind glücklich, wenn ihr behandelnder Arzt keine Medikamente verkauft. So kommen sie nicht zwischen die Fronten, und sie haben das gute Gefühl, dass ihr Arzt ihnen nur das verschreibt, was sie wirklich benötigen. Von unseren Kunden, deren Arzte Selbstdispensation betreiben, vernehmen wir eindeutig öfter Unsicherheit und Missmut als Zufriedenheit. Durch verschiedene Kunden und Spitexorganisationen haben wir neuerdings Kenntnis von niedergelassenen Medizinern, die das Ausstellen eines Rezeptes verweigern. Ein solches Verhalten missachtet jegliches Patientenrecht. Deshalb: Ärzte sollen ihr Einkommen durch Taxpunkte generieren; und ein besseres Einkommen soll durch eine Erhöhung des Taxpunktwertes erstritten werden.

Das kann ich so nur unterstreichen. Abgesehen davon, dass die SD die Apotheken und Ärzte auf einmal zu Konkurrenten macht, statt zu Partnern im Gesundheitswesen, fühlen sich die Patienten auf einmal zwischen den Fronten. Man hört davon, dass den Patienten auch ein schlechtes Gewissen gemacht wird, wenn sie lieber ein Rezept ausgestellt haben wollen – und auch das mit dem Verweigern ist nichts neues. Wer mehr über die Folgen der Selbstdispensation lesen möchte kann das hier.

Besser wäre es doch, die Ärzte so zu entgelten, dass sie nicht das Gefühl haben müssen, ihr Einkommen durch den Medikamentenverkauf aufbessern zu müssen !

27 Antworten auf „Ärzte umgehen Selbstdispensationsverbot

  1. Würde mein Arzt sich weigern mir ein Rezept auszustellen, weil er mir den Kram „so“ verkaufen will, würde ich aufstehen, zur Rezeption gehen, um Telefon und Telefonbuch bitten und mir auf seine Telefonkosten(okay, Flatrate) einen neuen Arzt suchen. Ich käme mir ein bisschen vor wie wenn ein Handwerker sagt: „Mit Rechnung fünf Riesen, ohne drei“ und käme mir wirklich veralbert vor.

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    1. Der Unterschied zu Deutschland ist hier (glaube ich), dass das trotzdem die volle Rechnung für den Arztbesuch geben würde. Gibt es in D nicht nur eine Pauschale für egal wieviele Arztbesuche? In der CH zahlst du jeden einzeln.

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      1. Ich zahle in der Apotheke fünf Euro(?) Rezeptgebühr. Beim Arzt in zwei Wochen gar nix mehr. Zumindest als gesetzlich Versicherte.

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        1. Pharmama meinte das, glaube ich, anders. In Deutschland bekommt ein (Haus)Arzt für einen GKV-Patienten pro Quartal eine Pauschale von der Kasse. Damit sind dann alle Behandlungen abgegolten.

          In der Apotheke in D bezahlt man Zuzahlungen von 5-10€ pro Packung je nach Gesamtpreis der Packung (Preis<50€ – 5€: 50<Preis100€ – 10€) Davon gibt es aber Ausnhamen und Ausnahmen von den Ausnahmen, die sprengen hier den Rahmen…

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        2. Und in der Schweiz wird jeder Arztbesuch abgerechnet nach Tarmed. Das ist ein Punktesystem. Erste 5 Minuten Konsultation X Punkte, nächste 5 Minuten Konsultation X Punkte, letzte 5 Minuten Konsultation X Punkte. Rezept ausstellen Y Punkte. Kurze telefonische Konsultation Z Punkte. Konsultation des Patientendossiers A Punkte.
          In der Apotheke zahlt man pro Rezeptpflichtiges Medikament das von der Grundversicherung übernommen wird 4.30.- und am Tag des Bezuges 3.- (das sind die beiden Checks, die es gibt). Nicht rezeptpflichtige Medikamente und solche, die nicht von der Grundversicherung bezahlt werden fallen da nicht drunter (!)
          Für ein Medikament also der Medipreis plus 7.30.- maximal in der Apotheke.
          Beim Arzt: 5 Minuten Konsultation erste, 5 Minuten letzte, plus Dossierkonsultation – für jeden Bezug.
          Ich war schon eine Zeitlang nicht mehr beim Arzt, aber unter 50 Franken pro Besuch kommt man im Normalfall nicht weg. Vielleicht ist es für nur Medikamentenabgabe etwas günstiger, aber ..?? nicht günstiger als die Apotheke. Nö.

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  2. Das gleiche Problem gibts, wenn Ärzte an Laboratorien beteiligt sind – dabei sind Ärzte m. W. dazu verpflichtet, erhaltene Vergünstigungen an die Patienten weiterzureichen.

    Die Innova hat mal einen Flyer verschickt – man bekommt 10% auf den Preis von Generika, wenn man die verschriebenen Medis über eine Versandapotheke bezieht. Begleitschein herunterladen, ausdrucken, einschicken, und dann kommt das Medikament. Taxen würden entfallen.

    Ja, es ist die „Zur Rose“…

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    1. Und das ist bei weitem nicht die einzige Kasse, die das macht. Bei manchen hört es sich dazu noch fast so an, als habe man als Kunde/Patient fast keine andere Wahl, als da mitzumachen.

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  3. Ich lebe im Aargau, und der Hausarzt meines Mannes stellt zwar auch ein Rezept aus (weil Dauerrezept notwendig), aber er gibt als erstes ganz selbstverständlich alles aus seinem wohlbestückten Medikamentenschrank heraus ab.

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    1. Na logo.
      Aber interessant: Dauerrezepte stellt er aus –
      ich denke das ist auch ein Logistikproblem: er müsste sonst bei jedem Besuch (auch nur wegen eines Medikamentes) den Patienten „sehen“ und das nach Tarmed abrechnen?

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      1. Ich war nur einmal wegen einer Erkältung bei ihm, einmal für die MMR-Impfung und einmal als Begleitperson meines Mannes, weil ich mich in Bezug auf Ernährung bei Diabetes mit-informieren wollte (da war er auch enorm modern: „Wärmen Sie abends einfach ein wenig vom Mittagessen auf… wie, Sie kochen nicht mittags, ach, Sie sind auch 5 Tage pro Woche voll berufstätig???“)
        Aber ich glaube, er stellt schon auch normale Rezepte aus. Wenn er die passenden Medis nicht an Lager hat.
        „Dank“ des Durchprobierens hat er es fertiggebracht, dass die Apotheke meinem Mann 2x nicht die richtigen Medikamente mitgeben konnte, weil jedes Mal die falsche Dosierung auf dem gefaxten Rezept stand. Dabei war ich persönlich in der Praxis und habe exakt gesagt, was er mittlerweile auf Verordnung des Arztes ennimmt. Das war nämlich nicht aktuell eingetragen im Arzt-Dossier.
        Wenn es nicht gar so praktisch wäre, einen Arzt im Dorf zu haben, hätte ich meinem Mann schon lang zugeredet, einen anderen zu suchen.

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  4. Hier http://www.apotheke-adhoc.de/suche/?tx_solr%5Bq%5D=%22zur%20rose%22&tx_solr%5Bpage%5D=1 gibt es eine sehr schöne Übersicht zu den Irrungen und Wirrungen des gesamten „Zur Rose“-Konsortiums, alles offizielle Pressemeldungen.

    Inoffiziell (und nur meiner perrsönlichen Meinung nach) ist die VersandAPOTHEKE „Zur Rose“ de Fakto in Fremdbesitz einer ausländischen Aktiengesellschaft, der „besitzende“ Apotheker ein „Strohmann“. Damit wäre die Versandapo in Deutschland eigentlich nicht zugelassen, da ein „Fremdbesitzverbot“ existiert, und eine Apotheke in Deutschland nur die Gesellschaft „e.K.“ (eingetragener Kaufmann) oder „oHG“ (Offene HandelsGesellschaft – im Fall der Apotheke allerdings begrenzt auf „natürliche Personen“).

    Eine „verdeckte Beteiligung“ – also ein nicht in den Akten auftauchendes finanzierendes Unternehmen bzw. natürliche oder juristische Person, welche über seine/ihre Finanzierungsmacht den/die besitzenden Apotheker in ihrer wirtschaftlichen Entscheidung beeinflussen könn(t)en – ist in Deutschland ebenso verboten. Genau diese Konstruktion liegt aber bei der „Zur Rose“-Versandapotheke meiner Meinung nach vor. Bloß dass es die deutschen Behörden mal wieder nicht interessiert…

    Pharmama, ich bewege mich mit diesem Betrag (und meiner rein persönlichen Meinungswidergabe) juristisch auf recht dünnem Eis. Wenn es juristische Schwierigkeiten geben KÖNNTE, dann bitte diesen Betrag (oder alle problematischen Teile) löschen! Ich möchte keine Probleme verursachen. Danke.

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    1. Nein, das ist deine Meinung und meine Meinung und sie unterliegt dem, was wir im Moment wissen können.
      Auch in der Schweiz bewegt sich die „zur Rose“ sehr in der Grauzone, wenn sie zum Beispiel für Medikamente, die nicht rezeptpflichtig sind – hier aber für den Versand ein Rezept brauchen (mit der Idee, dass das Problem auch in der Selbstmedikation eine Fachperson angeschaut hat vorher) einfach kurz selber Rezepte von „ihren“ (?) Ärzten ausstellen lässt. Natürlich nur anhand von kurzen Fragebogen beim bestellen.

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    2. Aus meiner Sicht würde schon die Analyse aller öffentlich zugänglichen Informationen über die verschiedenen miteinander verknüpften Firmen und Beteiligungen Tage in Anspruch nehmen… Wer einen kurzen ersten Blick werfen möchte kann auf moneyhouse.ch die Firma Suchen und dann staunen über die Verschachtelungen.

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  5. Ich fände es interessant wenn du auch etwas hier zu schreibst: sz.de/1.1548096
    Ich weiß nicht inwiefern du dich als Schweizerin betroffen fühlst, mich als Deutschen hat die Nachricht heute morgen ziemlich umgehauen.
    Kurz zusammengefasst geht es darum, dass die deutsche Apothekerschaft wohl jahrelang einen Spion im IT-Betreiber des deutschen Gesundheitsministeriums sitzen hatte der dafür gesorgt hat, dass E-Mails, geheime Dokumente etc. aus dem Ministerium im großen Stil illegal einem Lobyisten des Apotherverbunds zugänglich waren.

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    1. Ich lach mich tot und feixe. Vielleicht ist die Information wirklich wahr, aber dann sollte die deutsche Apothekerschaft ihr Geld von dem „Spion“ zurückverlangen, denn:

      Selbst wenn er da gesessen hat – was hat denn die Politik der „Deutschen Apothekerlobby“ gebracht? Wo ist diese „Lobby“? In Deuschland existieren ca. 15.000 Einzelkämpfer (=Chefs), und die sind Herr über ca. 21.000 Einzelapotheken (Haupt- und Filialapotheken). Die Politik belastet die Apotheker seit 8 Jahren mit einem „Sonderopfer“ nach dem nächsten, und immer wenn das „Sonderopfer“ abgearbeitet ist, ist es „ganz normal“ geworden, deshalb wird alles so gelassen.

      Jetzt begehrt seit 8 Jahren zum ersten mal die Deutsche Apothekerschaft gegen die Vormacht der Gesammelten Krankenkassen auf, und sagt: „So geht es nicht weiter. Wenn ihr uns noch weniger bezahlt, machen wir nicht mehr mit!“ (Zur Erinnerung: Nach 8 Jahren ohne „Lohnanpassung“ aber mit vielen Sonderopfern gibt es einen Inflationsausgleich von 3% – für 8(!) Jahre – macht ca. 0,7% pro Jahr!)

      Wie gut passt den Kassen gerade der „böse Spion“ ins Bild, um gegen die „bösen Apotheker“ vorzugehen?

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        1. Die Apothekerlobby suche ich schon, seit ich meine Approbation erhalten habe. Ich wollte mich gern mal in diese Lobby reinsetzen und einen Whisky trinken sowie eine Zigarre rauchen, um mich so richtig wichtig zu fühlen. Aber leider nix zu finden…

          Aber es gibt eine Lobby der Kassen (nennt sich GKV und vergibt hochbezahle Kassen-Vorstands- und Aufsichtsrats-Posten an treue Politiker), es gibt gleich mehrere Lobbyverbände der Pharmahersteller (z.B. den der Forschenden Pharmaindustrie, den der Generikahersteller, den der Reimporteure usw.), und nicht zu letzt gibt es einen der Ärzte (nennt sich KV, hat auch nicht viel zu sagen; schafft es aber, wesentlich einflussreicher zu agieren als die gesammelte Apothekerschaft.)

          Die Bundesapothekerkammer macht alle Jahre tolle Plakate und stellt ihre aufblasbare Hausapotheke auf den Berliner Hauptbahnhof (womit sie wunderbar die Luft symbolisiert, die sie in die Politik pustet, um Einfluss zu nehmen); und der DAV (Deutscher ApotehekerVerein) unterschreibt fleißig Lieferverträge mit den Kassen, die für einen wirtschaftlich denkenden Einzelunternehmer an Selbstmord auf Grund versteckter Fallstricke, Booby-Traps und Claymore-Mienen grenzen. Deutschlands Apothekerlobby 2000-2012. (C) da nicht zur Nachahmung empfohlen!

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    2. @Einer: Zum einen mal muss man mal zur Transparenz dazu schreiben, dass nicht die Süddeutsche Zeitung den „Skandal“ aufgedeckt hat, sondern die „Deutsche Apotheker Zeitung“. Und zwar bereits am 10.12. und nicht wie die SZ am 11.12.: http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2012/12/10/spionageverdacht-gegen-lobbyisten-aus-der-apothekerschaft/8987.html

      Ich selbst habe den Eindruck, dass Spiegel, FAZ und Süddeutsche im Moment jedes Mittel recht ist, die Apotheker aus der Offizin schlecht zu reden. Jedes kleine Wenig wird zu einem riesen Skandal aufgeblasen. Persönlicher Eindruck ist, dass das auch so politisch gewollt ist, die Kollegen aus der Offizin halten mal wieder als Sündenbock her. Interessanterweise gerade zu einer Zeit, in der über einen Anstieg des Apothekenhonors diskutiert wird. Das dürfte sich jetzt auf einfache Weise komplett erledigt haben. :-)

      Das Gefährliche für den Berufsstand Apotheker ist, dass sich da aus der Offizin mal wieder keiner dagegen wehren wird. Das wird alles wieder anstandslos weiter geschluckt werden. Wie immer…

      Nur zur Klarstellung: Falls hier wirklich jemand für die ABDA vertrauliche Daten ausgespäht hat, ist das nicht korrekt. Das aber dann geich zum „größten Lobbyskandal der Berliner Republik“ (Zitat: Spiegel Online) zu erklären, finde ich maßlos übertrieben. Man rufe sich da einfach mal kurz den Spendenskandal der CDU um Herrn Kohl in Erinnerung. Stichwort: „Ehrenwort“

      Bin mal gespannt, wie das Krisenmanagement der ABDA aussieht. Ich glaube, dass die Jungs mal wieder gnadenlos versagen werden.

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      1. Die ABDA macht: *Trommelwirbel & TamTaraTam * Ein Plakat! Ich habs in meinem Kaffeesatz genau gesehen… *seufz*

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        1. Die ABDA steht mit dem Rücken zur Wand.
          Meine Prognose: Die werden kleinlaut zugeben, dass irgendein Angestellter Blödsinn gebaut hat.
          Folge: Sie wird in Berlin ab sofort bei Verhandlungen nicht mehr ernst genommen werden.
          Der Schaden, der gerade angerichtet wird, ist gar nicht ermessbar

          Ich hoffe für Euch, es kommt anders.

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  6. Ärzte besser entlohnen, damit sie keine weiteren Einkommensquellen generieren?

    Das ist nicht möglich – egal wie hoch ein Einkommen dann wäre… Je mehr er hat, je mehr er will… Es würde derartige Aktivitäten nicht stoppen.

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    1. Genau. Besonders wenn so ein Nebeneinkommen absolut nahtlos in die Hauptbeschäftigung integrierbar ist…

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    1. Nö. Also beschränkt er seine Behandlungsoptionen: „Für diesen Patienten wäre Medikament A perfekt, das habe ich aber nicht da. Gebe ich ihm also B, das passt auch ganz gut, dann kann er direkt nach Hause und sich auskurieren.“

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    2. Das ist kein Problem.

      Genauso wie 80% der Zeit für 20% der Probleme draufgeht (und umgekehrt – das berühmte Pareto-Prinzip), verschreibt ein Arzt sagen wir mal in 80% der Zeit immer die gleichen 20 Medikamente.

      Nur so als Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_unentbehrlichen_Arzneimittel_der_Weltgesundheitsorganisation ist eine Liste der „unentbeehrlichen Medikamente“, welche die dringlichsten medizinischen Bedürfnisse der Weltbevölkerung abdeckt. Da sind 300 Arzneimittel drauf, mehrere sind mehrfach erwähnt (z.B. Budesonid in zwei Kategorien). Viele der Mittel braucht man hier nicht (z.B. Chloroquin und Praziquantel), und schon hat hat man eine überschaubare Liste aller Heilmittel, mit denen ein Arzt auskommt.

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