Apotheken in aller Welt, 211: Basel, Schweiz

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Danke vielmals an Andreas vom Blog http://klaeui-web.ch :

War eben am Samstag erst nach Ladenschluss an eine drive-thru Apotheke in Basel rangelaufen. Darum habe ich die Funktionsart nicht gesehen. Im Internet ist nur folgendes zu entnehmen:
“ Muss es mal schnell gehen oder schläft Ihr Kind gerade im Auto? Kein Problem, Sie können im Auto sitzen bleiben und wir bedienen Sie am Drive-In. Absolut Einzigartig in der Schweiz und sehr geschätzt von vielen Kunden. Gerne begrüssen wir Sie auch am Drive-In wenn Sie mit Ihrem Motorrad unterwegs sind. „
Eine Drive-through Apotheke. Brauchen wir das wirklich??
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27 comments on “Apotheken in aller Welt, 211: Basel, Schweiz

  1. Chaoskatze sagt:

    Nö, brauchen wir nicht wirklich – meiner Meinung nach. Obs sowas bei uns in Deutschland auch schon gibt? Hoffentlich nicht.

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  2. Kati sagt:

    Natürlich gibt es diesen Unsinn auch in Deutschland. Man benötigt aber zum Betrieb eine Versandhandelserlaubnis, da die Abgabe durch das Fensterchen formal ein versenden von Arzneimitteln ist.

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    • Pharmama sagt:

      Ja, von Beratung kann da meiner Meinung auch keine Rede sein, von daher macht das noch Sinn.

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    • steunerin sagt:

      Die fehlende Versandhandelserlaubnis wird in einer der Drive-in-Apos in Osnabrück dadurch umgangen das die Bestellung und Beratung wohl durchs Fenster stattfindet, die Medikamente aber durch eine Seitentür (3 Meter neben dem Fenster) durch die Apothekerin zum Auto gebracht wird statt das es durchs Fenster gereicht wird. 😉

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  3. Irene sagt:

    Nur, wenn nebenan gleich ein Drive-throug-MacDonalds ist *g*.

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  4. nispi sagt:

    Hmm, war auch lange nicht so überzeugt davon, aber mittlerweile finde ich die Idee gar nicht sooo unsinnig. Wenn mein Kind im Auto schläft wäre ich ganz froh, nicht extra aussteigen zu müssen. Auch für Rollifahrer oder allgemein ältere, gehbehinderte Menschen ist das bestimmt eine große Erleichterung, wenn sie im Auto sitzen bleiben können.

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  5. sashbeinacht sagt:

    Brauchen? Mit Sicherheit nicht. Ich kann aber nicht verleugnen, dass ich es eventuell mal nutzen würde. Bei meinen wenigen Apothekenbesuchen gibt es einige, die mich Nachts während einer Schicht in meinem Taxi für eine Packung Kopfschmerztabletten zu größeren Parkplatz-Suchaktionen oder dergleichen nötigen.

    Aber daraus würde ich keineswegs eine gesellschaftliche Notwendigkeit ableiten. Die Beratung leidet bei solchen Geschäften wahrscheinlich enorm.

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  6. Annette sagt:

    Hallo !
    In Emmendingen (große Kreisstadt, also nicht sooo große Stadt)
    gibt es so etwas auch.
    Aber es ist ja nur der Notdienst, wenn man zu den üblichen Geschäftszeiten in die Apotheke will, muß man schon in die Apotheke rein.
    LG Annette

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  7. Apojunge sagt:

    Auch, wenn Drive-Through für manche Leute noch so praktisch sein mag und es sicher auch Kunden anziehen wird:
    Ist es arrogant, wenn man der Meinung ist, dass man selbst Pharmazie studiert hat um eben nicht irgendwann mal am Drive-Through Waren abgeben zu müssen? Irgendwie tut mir der approbierte Kollege mit Hochschulstudium leid, der keine andere Stelle gefunden hat außer mit Headset bewaffnet Waren durch ein Fenster abzugeben. Da kann man dann auch gleich Burger braten gehen.

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    • Pharmama sagt:

      Ich finde es nicht arrogant – es zeigt viel mehr, dass man sich Gedanken macht, dass ein Medikament halt eben keine einfache „Ware“ oder Gebrauchsgegenstand ist und etwas mehr benötigt.

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  8. Junge_Apothekerin sagt:

    Ich habe 6 Monate in einer Apotheke mit Drive-In Schalter gearbeitet und da haben wir weder anders noch schlechter beraten als im Laden. Warum sollte am Schalter die Beratung fehlen? Auch da haben wir uns genauso viel Mühe gegeben wie sonst auch. 🙂 Ich fand das gerade im Notdienst oder eben auch für Kunden, die auf die Schnelle keinen Parkplatz finden (Großstadt) sehr praktisch und wüsste wirklich nicht, wo da die Arzneimittelsicherheit oder die Beratung gefährdet wäre.
    Ich habe mich als Apothekerin da auch nicht degradiert gefühlt, da ich da nichts anderes gemacht habe als im Laden auch: Arzneimittel abgegeben und Kunden beraten. Das, was ich eben hauptsächlich mache.

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    • Apojunge sagt:

      Ich verstehe Dich ja: Wenn ich (30 Jahre) gerade noch mal Berufsanfänger wäre und gar keine andere Stelle finden würde, würde ich das wahrscheinlich ja auch machen. Irgendwie muss man ja auch seine Miete bezahlen. Dann würde ich mich dann auch als angestellter Apotheker für den Versandhandel oder DocMorris hergeben, obwohl mir das den Lebenslauf versauen würde.

      Aber mit vier Jahren Berufserfahrung bin ich halt doch der Meinung, dass ich mir auch etwas meine Stellen aussuchen kann. Und da will ich einfach nicht mit einem Headset bewaffnet Kunden in ihrem Auto bedienen; das hat man doch mit einem Hochschulstudium als Apotheker wirklich nicht nötig. Für 7000 Euro/Monat lasse ich aber noch mal mit mir reden, darunter auf keinen Fall.

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      • Kati sagt:

        Ich habe ja schon geschrieben, dass ich der Meinung bin, das solche Drive-throughs völliger Quatsch sind. Warum sollen Eltern mit schlafenden Kindern, Rollstuhlfahrer oder andere aus der Offizin ausgegrenzt werden. Es gibt genügend Möglichkeiten diese Probleme zu lösen, ohne einen Autoschalter. Wenn Du aber der Meinung bist, eine Arbeitsstelle bei Doc Morris oder in einer solchen Autofahrerapotheke würde sich in deinem Lebenslauf schlecht machen, irrst Du dich. In einem Lebenslauf macht es sich nie schlecht, wenn Du gearbeitet hast. Mehrere meiner Angestellten haben sich Ihre Ausbildung an der PTA-Schule durch Nebenjobs finanziert, oder haben Zeiten der Arbeitslosigkeit durch Aushilfsarbeiten überbrückt. Glaub mir einfach, wenn Du dich bei mir bewerben würdest, und eine Zeit der Nichterwerbstätigkeit dadurch erklären würdest, das Du kein Headset tragen wolltest und prinzipiell gegen den Verkauf durch einen Drive –Through-Schalter bist, hättest Du nicht wirklich gute Karten

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  9. In Wien gibt es auch zumindest eine solche. Und dort ist es eigentlich auch recht sinnvoll, da man um die Apotheke herum nur schwer einen Parkplatz findet. Ich sehe das eher als zusätzliches Angebot an den Kunden. Wer’s nicht mag, soll es nicht nutzen. Und solange die Abgabe nicht wie bei McDoof und Co. verläuft, sondern mit ausreichender Beratung, ist meiner Meinung nach auch nix dagegen einzuwenden.

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  10. turtle of doom sagt:

    Gerade Basel ist dafür bekannt, dass es ziemlich autofeindlich ist – aber als Fussgänger und ÖV-Benutzer will ich nicht darüber klagen. Basel hat schliesslich eine ziemlich grosse verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt.

    Wer aber als Autofahrer nur schnell ein Medikament holen will, ist bei der drive-through-Apotheke aber viel besser bedient als bei den übrigen 165 Apotheken, die es offenbar in Basel gibt.

    Die Parkplatzsuche in Basel ist mühsam.

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    • anna sagt:

      Die Apotheke ist im Gellert, also so ziemlich der ruhigsten Ecke der Stadt. Parkplatzprobleme gibt es da kaum, und die Apotheke hat sogar Kundenparkplätze direkt vor der Tür (und das Ladenlokal ist glaub’ich auch rollstuhlgängig). Andererseits hat sie wie in Basel üblich nur tagsüber offen, @sash: du müsstest während deiner Arbeitszeiten in die Notfallapotheke beim Unispital. Insgesamt betrachte ich diesen Drive-In-Service als Werbegag, ich habe noch nie gesehen, dass er in Anspruch genommen wurde (okay, soo oft komme ich da nicht vorbei). Da ist halt einfach der Bürgersteig (es reicht wie gesagt für Parkplätze) sehr breit und sie haben ein Fenster in der Fassade. Und die Gegend ist verschnarcht genug, dass man ohne Privatsphärenbedenken in Ruhe durchs Fenster beraten kann. Abgesehen davon verstehe ich nicht, wie es die Beratungsqualität beeinflussen sollte, ob sich zwischen den Beteiligten ein Ladentisch oder ein Fensterbrett befindet. Meines Wissens war es übrigens jahrhundertelang üblich, dass die Patienten nicht in sondern vor die Apotheke kamen und dann am Schalter in der Hauswand bedient wurden…

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  11. Tatsächlich haben wir hier in Wilhelmshaven auch so eine Einrichtung – die Begründung mit schlafendem Kind im Wagen und Gehbehinderten Leuten mag da noch hin hauen, aber niemals der Parkplatzmangel. Die Apo befindet sich nämlich in einem Gebäude, in dem auch ein Supermarkt mit entsprechendem Parkplatz untergebracht ist… da ist der Drive-trough etwas fehl am Platz!

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  12. steunerin sagt:

    Wir haben in osnabrück mindestens 2 Stück.
    Die eine hat den Drive-In-Schalter in der angrenzenden Privattiefgarage. Sehr praktisch bei Regenwetter.
    Und da die Apotheke keine eigenen Parkplätze hat bietet sich ein Drive-in natürlich an.
    Viele Kunden sind vorher lieber zu einer anderen gefahren weil sie keine Lust auf Parkplatzsuche in der näheren Umgebung hatten.

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  13. soulsilence sagt:

    Wir haben hier in unserer sog. „Mittelstadt“ auch eine Apotheke mit Drive-In (wollte sie schon immer mal fotografieren…) und ich bin sehr froh darüber und nutze sie gern. An dem Fenster sitzt niemand mit Headset sondern es kommt bei Bedarf eine Mitarbeiterin und ich werde dort genau so gut beraten, als würde ich vorn im Verkaufsraum stehen. Mit Säugling/Kleinkind im Auto ist es ungemein praktisch, egal ob er schläft oder nicht. Parkplätze wären auch eigentlich immer frei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Apotheken, die das hier anbieten, das wie eine „Massenabfertigung“ wie in den Schnellrestaurants handhaben. Hier ist es zumindest nicht so und deshalb nutze ich es, wie gesagt, gern.

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