Mottenkugeln – R.I.P.

Ein Mann kommt in eine Apotheke, um Mottenkugeln zu kaufen.

Der Mann: „Sagen Sie mal, wie wendet man diese Mottenkugeln eigentlich richtig an?“

Der  Apotheker: „Ganz einfach, Sie nehmen sich eine Mottenkugel, und lauern dem Biest auf. Dann packen Sie es, reißen ihm das Maul weit, weit auf und stopfen die Mottenkugel hinein!“

Der Mann: „Aha, mir hat man ja erzählt, ich müßte die Dinger nur in den Schrank legen!“

Der Apotheker: „Ja, so geht’s auch.“

 

Das war natürlich ein Witz, aber: Mottenkugeln – diese nach Kampfer stinkenden Dinger, die unsere Grosseltern noch zwischen die Winterpullover, Pelzmäntel und andere Kleider legten zum aufbewahren, die sind heute faktisch ausgestorben.

Das letzte Produkt in der Schweiz war der „Chloro-Kampfer“ in der klassisch giftgrünen Packung – und das waren so eckige Würfel, nicht Kugeln. Es gibt noch einige Mittel gegen Motten (es gibt auch noch mehr als genug Motten)- aber zum Hängen oder als Blättchen zum legen und die riechen auch nicht mehr so.

Gibt es bei Euch noch Mottenkugeln? – und: wer benutzt die noch?

24 Kommentare zu „Mottenkugeln – R.I.P.

  1. Ich weiss nur, dass meine Eltern mich mal vor dem elterlichen Kleiderschrank inmitten von Mottenkugeln sitzend gefunden haben. Da ich noch nicht sprechen konnte war nicht zu erfahren, ob ich welche verspeist hatte. Daher fuhr mein Vater mit mir zum Magen auspumpen ins Spital.
    Wobei ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass ein Kleinkind dieses eklige Zeug isst – mal dran lecken ja, aber das dürfte heilsame Wirkung haben *g*.
    Ich verwende entweder die Motten-Blätter oder Zedernholz, letzteres eher dort, wo ich nicht wirklich mit Motten rechne, ich mag den Zedernduft, traue aber der Wirkung nicht.

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  2. ich kenne von zu hause nur zedernholz. meine eltern haben ein paar würfel davon in den kleiderschränken.

    sind motten im schrank eigentlich heutzutage wirklich noch ein problem? ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwer in meinem bekanntenkreis jemals probleme mit den viechern gehabt hätte. aber vielleicht benutzen die auch alle mottenkugeln und co. ;)

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  3. Oh, Motten sind immer noch ein Problem- meine Schwiegereltern hatten in ihrem Heizungskeller einen Stapel alter Wollteppiche gelagert, und irgendwann waren da Motten drin. Meine Güte, bis die weg waren, musste erst ein Krieg mit C-Waffen geführt werden. Meist fallen die Dinger im Kleiderschrank nicht sehr auf, da heben sich keine Wolken von Insekten und so. Aber das ein oder andere kleine Loch in den Winterpullovern lässt da schnell Rückschlüsse zu…

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  4. Hi ja „hier “ aufm Land gibt es noch Nachfrage, aber immer seltener. Bis vor ein paar Jahren wurden diese Naphthalindinger verkauft, stinken eklig, da hab ich lieber Motten im Schrank…

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  5. Meine Familie hat ein leerstehendes Gartenhäuschen dass mein Vater und meine Großmutter anfang der 1980er geerbt hatten in dem aber meine Tante noch Wohnrecht hatte es aber nicht verwendet hat Ende der 90er renoviert.
    Wir haben doch tatsächlich fast eine ganze Mülltonne voll Mottenkugeln aus den diversen Schränken geräumt, noch Jahre später war, wenn man einen Schrank oder Raum eine Weile nicht geöffnet hatte ein mehr oder weniger starker Geruch von Mottenkugeln zu bemerken, es hat 10 Jahre gedauert bevor die erste Motte zu entdecken war.

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      1. ich schon. wenn ich in der parfümerie an manchen „düften“ schnuppere… doch, ich kann mir gut vorstellen, dass die motten dann freiwillig ausziehen ;)

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  6. Lebensmittelmotten bin ich schon begegnet, Kleidermotten kenne ich nur durch die Paranoia meiner und deren Mutter, Mottenkugeln vom Hörensagen. Aus Präventionsgründen hat besagte Grossmutter bei einem Besuch Lavendel aus dem Garten geholt und gut versteckt im ganzen Haus aufgehängt; noch Monate später haben wir hinten im Kleiderschrank, im Vorratskeller, im Wirtschaftsraum, zwischen den Gardinen… vor sich hin rieselnde Sträusschen entdeckt — so wurde in diese Ecken immerhin auch mal wieder gestaubsaugt ;-). Persönlich erlaube ich mir Mottenangst nur in Bezug aufs Klavier, ich habe einmal eines mit mottenzerfressenen Hämmerchen sehen und hören dürfen, das ist echt grauslich. Deshalb habe ich darin Lavendel aufgehängt — allerdings rieselfrei im Säckchen.

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  7. Da frag ich mich doch, wenn die Mottenkugeln ausgestorben sein sollen, warum stinken dann noch so viele Menschen, denen man zufällig auf der Straße begegnet, danach???? ;-)

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      1. So viele verschiedene Menschen horten seit zig Jahren Mottenkugeln, und ausgerechnet die laufen mir auch noch übern Weg??? Na ich weiß ja nicht…. *schulterzuck*

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  8. Ich vermute ja, das Aussterben der klassischen Mottenkugel hängt nicht nur mit dem ollen Geruch zusammen, sondern auch damit, dass heute viel weniger Leute Klamotten aus Wolle haben. Bei vielen kann man ja schon froh sein, das ein oder andere Baumwollstück zwischen all dem Polyester und Acryl zu finden… aber echte Wolle?

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  9. Ich habe auch gedacht, daß Motten heutzutage kein Problem mehr darstellen, bis ich letztes Jahr eines besseren belehrt wurde. Meine Motten labten sich ausschließlich an Kaschmirpullis, aber nicht unter den Armen oder ähnlichen Stellen, die man hätte reparieren können. Nein, direktemang mitten auf der Brust! Jetzt hänge ich alle halbe Jahr diese Leporellos auf. Bisher hat es geholfen.

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  10. Der echte Stetson meines Mannes ist leider auch angeknabbert – daran hat keiner von uns gedacht, dass man den auch schützen müsste.

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  11. Nachdem wir von der Innenstadt an den Stadtrand gezogen sind, haben wir schon ziemlich viele Sachen an die Mistviecher verloren (dabei zweimal schöne niegelnagelneue, nur einmal getragene Oberteile – natürlich gut sichtbar)

    Ich bezweifle auch, dass die sich wirklich auf Naturfasern spezialisiert haben (neulich habe ich meine Winterstiefel mit Kunstfell in der Hand gehabt und dann weggeworfen). In den Schränken habe ich jetzt seit einiger Zeit kleine Zedernholzstücke verteilt. Ob die wirklich helfen, weiß ich allerdings noch nicht.

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    1. Ich glaube, sie können sich nur von Naturfasern ernähren – was nicht heisst, dass sie nicht auch anderes versuchen zu fressen und anknabbern.

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  12. Ich habe die chloro-kampfer sehr gerne und von meiner grossmutter her kenne ich die, nicht nur das die super sind,sondern sie richen auch gut (wen man natürlich nicht zuviel in die kästen rein macht!)
    Es gibt auch noch junge generation die antik zuhause haben und wie man weis richen die auch noch sehr alt. Darum für mich das beste.
    Nur leider bekommt man die nicht mehr, (die in der grüner verpackung)nur noch die, die kein nutzen mer haben😁😔 und die sind gar kein vergleich.
    Mit freundlichen Grüßen hoffe das man die evt. bald wieder kaufen kann.

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