Das Superwaschmittel

Mitgehört in der Drogerie letzthin. Ich lasse die Antworten der Drogistin mal weg, ich glaube man kann sich ihren Teil gut denken:

Kundin:Haben sie dieses Superwaschmittel, das ich letzthin auf der Herbstmesse angeboten gesehen habe?“

„Nein, keine Ahnung wie es hiess, oder was darin, war, aber der Verkäufer der es demonstriert hat, hat gezeigt, wie toll es Flecken aus Stoff entfernt.“

„Sie haben es also nicht?“

„Und wie sieht es mit Bestellen aus?“

„Könnten sie nicht nachfragen?“

17 Kommentare zu „Das Superwaschmittel

  1. Klar, ich frag mal nach. Dieses Superwaschmittel. Kein Problem.
    Nee ham wer nich, kriegen wer nicht und wolln wer auch nicht.

    Tz. Also Leute gibts.

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  2. Echte Herausforderungen – kenn ich gut aus der Apotheke:

    „Also – diese Tabletten, die waren grün, ganz bestimmt, und in einer gelben Verpackung, und irgendwas mit Pflanzen war drin. Hat super geholfen bei der Nachbarin neulich ! Das will ich jetzt auch haben … Neee, den Namen hab ich nicht, aber kann ja nicht so viele geben … “

    Ja, klar, kriegen wir alles raus …

    Wenn wir SEHR viel Glück haben, kann die Nachbarin angerufen werden und hat noch die alte Verpackung oder erinnert sich so an das Medikament.

    Oft genug allerdings waren es dann rote (statt grüne) Kapseln (statt Tabletten) in blauer (statt gelber) Verpackung – und wenn´s ganz dumm läuft, waren sie auch noch vom Arzt verschrieben, mit „Chemie“ und nicht so zu kaufen …

    Versteht mich richtig:
    Wir bemühen uns sehr, alle Kundenwünsche zu erfüllen, rufen an, fragen rum, recherchieren… Aber Wunder können wir leider auch nicht, und wenigstens ein Minimum an Info wäre manchmal wirklich hilfreich …

    Ich denke, die gute Frau in der Drogerie hätte bestimmt auch gerne geholfen (macht viel mehr Spaß – Kunde zufrieden – wir zufrieden, oder ?!) – aber so …

    Bis zum nächsten Mal !

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    1. Grins: Kleines Rätselraten für Apotheker:
      Kundin, 50 Jahre: Nasentopfen oder -spray. Das mit der gelben Verschlusskappe…

      Viel Spaß!

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    1. Jaja,
      und da war noch die Fertigarzneimittelbestimmung im 8. Semester, die wir mithilfe der Gelben Liste durchführen sollten … „Blöderweise“ kam unser Prof aus Österreich und hatte Medikamente von Zuhause ausgeben lassen …
      Da hilft die beste Liste nix !

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    2. Gelbe Liste und ähnliche Listen sind sehr hilfreich, falls man die passenden Tabletten hat. Das kommt aber seltener vor. Es sei denn, man hat eine aufgelöste Mami in der Apo stehen, die eine Tablette präsentiert in die Richtung „die habe ich bei meinem Sohn gefunden, welche Droge ist das?“.

      Wenn die Kunden allerdings ihre grossen roten Tabletten suchen und es sind dann kleine weisse Kapseln, dann stösst das an seine Grenzen. ;-)

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  3. Oder Werbung raten. Worum handelt es sich: Die Salbe mit dem Indianer, das hustende Glas, das für den Magen mit der Feuerwehr oder letzte Woche noch gehört das Mittel für die Beweglichkeit mit Günther Jauch…

    Dazu sollte man noch mind. dei Werbung der letzten 4 Ausgaben der Umschau kennen.

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      1. Der Jauch ist Wobenzym.

        Zu meiner Apothekenzeit gehörte das fleissige TV-Magazine gucken zum Pflichtprogramm. Dann wusste man, auf welche Panikmache man zu reagieren hat oder welches Wundermittel morgen wieder nachgefragt wird („Nein die Ho-Tchi-Minh-Ping-Pong-Kapseln haben wir nicht. Ich kann das auch nicht empfehlen“).

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        1. Sehr nützlich fand ich auch den Link auf der Seite der Pharmazeutischen Zeitung: „Wer inseriert in der Bild?“.

          Alternativ brachte einen der Anruf beim Großhandel a la „Wissen Sie, wofür gestern abend im ZDF in der Serie XY geworben wurde?“ weiter. Da hatten dann immer schon 5 Apotheken vorher angerufen…

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