Flugverbot und Auswirkungen auf die Apotheke

Wer denkt, der spuckende Vulkan in Island betrifft die Apotheken nicht, der lese dies hier mal (Quelle):

Flugverbot: Apotheker versorgen Transitpassagiere

Notversorgung auf dem Flughafen: Passagiere im Transitbereich des Frankfurter Flughafens, die dort wegen der Flugausfälle fest sitzen und keinen Zugriff auf im Gepäck mitgeführte Medikamente haben, werden von der dort ansässigen Apotheke mit benötigten Arzneimitteln versorgt. «Täglich haben wir seit dem Flugstopp zwischen 20 und 50 Lieferungen in den Transitbereich. Wegen fehlender Visa können die Reisenden diesen nicht verlassen», sagte Nicole Schulz, Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte und Assistentin der Geschäftsführung der Flughafen-Apotheke. «Die gesamte Palette ist dabei: Antipyretika für Kinder, die plötzlich Fieber bekommen hatten, Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen, Insuline, die zu Ende gingen, Herztabletten, die im Koffer im Flugzeug verstaut waren.»

Bei rezeptfreien Präparaten rufen die Passagiere in der Apotheke an, lassen sich beraten, und das pharmazeutisches Personal bringt das gewünschte Arzneimittel in den Transitbereich. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist der Medizinische Dienst involviert. Schulz: «Viele Reisende haben in den vergangenen Tagen aber auch mit ihren Ärzten zu Hause telefoniert. Diese haben uns dann die Rezepte vorab gefaxt.» Wie erfahren die Passagiere vom Apothekenservice? «Das komplette Flughafenpersonal, das im Transit-Bereich Essen und Trinken reicht, ist informiert und macht die Passagiere darauf aufmerksam», erklärt Schulz. «Die Bundespolizei weiß Bescheid, überall liegen Flyer bereit, die über den Lieferservice informieren.»

19.04.2010 l PZ/dpa


Also liebe Reisende, für das nächste Mal: die Medikation (v.a. die Dauermedikation) gehört ins Handgepäck – dann hat man sie dabei, wenn man sie braucht, sie kann nicht mit dem Gepäck verloren gehen und auch die Temperaturen sind einigermassen unter Kontrolle, was Einfluss auf die Wirksamkeit haben kann.

Übrigens: heute morgen ist der erste Flieger von der Schweiz aus gestartet – derweil machen sie aber weiter im Norden, in England wegen erneut stärkerer Aschedichte die Flughäfen wieder zu. Also im Moment bin ich froh, muss ich nicht jetzt reisen – mein Beileid an alle, die nicht anders können.

Übrigens: Nette Seite zum sehen, wo die Aschewolke ist – wo Flugzeuge fliegen (und wo sie am Boden stehen) hier: www.radarvirtuel.com

10 Kommentare zu „Flugverbot und Auswirkungen auf die Apotheke

  1. naja, auch im handgepäck schleppt man ja keinen jahresvorrat mit (darf man doch auch gar nicht, oder? gibts nicht auch beschränkungen für medikamentenmengen?), und gerade rückreisende haben ihre medikation sicher auf den urlaub berechnet – was da an „sicherheitsplus“ dabei war ist ja auch irgendwann aufgebraucht.

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  2. wenn ich einiges an medikamenten im handgepäck habe werden die zöllner bei der personenkontrolle zum teil auch stutzig… erst recht wenn insulinspritzen (könnte auch als waffe benutzt werden) darunter sind. da hilft dann immer wieder ein arztzeugnis, dass darauf hinweist, was alles als diabetiker mitgeführt werden muss.

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  3. Tochterkind wird im Mai auch ärtzl. Attest und ihre Insulinsachen im Handgepäck haben.

    Eine Bekannte hat mir heute morgen von einem Patienten erzählt, der auf Montage in Schweden war. 28 Stunden hat er mit dem Zug nach Hause gebraucht. Davon alleine 6 Stunden in Hamburg auf einen freien Platz in einem ICE gewartet (wobei ich nicht weiss, ob Sitz- oder Stehplatz oder sonstwas).

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  4. Wir hoffen vorerst nur, dass wir überhaupt Medikamente an Bord nehmen können. Weniger aus Angst dass uns die weggenommen werden, denn aus Angst gar nicht fliegen zu können…

    (Ich habe es übrigens endlich geschafft dich zu verlinken. =))

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  5. Vor einer Reise muss man auf alles vorbereitet sein.
    Wichtige Medikamente immer in genügender Anzahl bei sich führen. Man kann nie wissen….

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