Archiv der Kategorie: Reisen

Zurück im kalten

Aber weil ich grad am Fotos sortieren bin und heute Nachmittag arbeite (mir graut schon vor den Effekten der Zeitverschiebung, aber das kommt erst heute Abend zu tragen) gibt’s jetzt halt erst ein paar Ferienimpressionen mehr.

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Aussichtspunkt gefunden

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Im Internet habe ich fantastische Fotos der PhangNga Bay gefunden. Erst dachte ich, die seien aus einem Flugzeug gemacht worden, aber dann fand ich eine Seite auf Facebook, die einen Aussichtspunkt beschreibt. Leider fast ausschliesslich auf Thai, aber irgendwie fand ich dann wo der sein müsste.

Wir haben ihn gesucht und gefunden. Mit dem 4WD kommt man bis ganz hoch. Ein gut ausgebauter Platz. Ein paar so wie’s aussieht Thailändische Touristen, die uns, als die Sonne untergeht auch wieder verlassen. Dann geniessen wir bei schwindendem Licht unser mitgebrachtes Picknick. Einfach nur ein phantastisches Erlebnis.

Bevor es ganz dunkel wird, arbeiten wir uns den Hügel wieder nach unten. Das grösste Problem hatten wir dann nur noch, den Vierradantrieb wieder auszuschalten. Offenbar wurde der noch nicht gebraucht, dann ist das schwieriger …

Impressionen aus Thailands Süden

1488426980592.jpegNationalpark Khao Sok, Tempel (respektive Chedi) von Wat Bang Riang, baden unterm Wasserfall mit den Fischen und Sundowner am Strand. Uns geht’s gut.

Blog im Ferienmodus

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Da ich die nächsten 2 Wochen in den Ferien weile, wird es hier mit den Apothekenthemen ruhiger, dafür dürft ihr (müsst ihr?) ein paar Ferienfotos aus warmen Ländern anschauen 🙂

Halbzeit

nur kurz die Meldung: es gibt uns noch und uns geht’s gut. Ich hoffe Euch auch?

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Khao Lak Reiseführer: Khao Lak Entdecken (Rezension)

Wir sind jetzt ein paar Mal in Khao Lak, Thailand in die Ferien gegangen … und etwas, das ich dort immer vermisst habe, war ein richtiger Reiseführer. Also – ein Buch mit Beschreibungen, was man da so alles machen kann. Khao Lak scheint hauptsächlich als Strand-Destination bekannt zu sein … aber das ist es nicht nur. Zum Glück, denn nur am Strand liegen ist gar nichts für mich (und meine helle Haut). Deshalb habe ich vor jedem Besuch nach Sachen zum Unternehmen gesucht.

Reiseführer für Phuket gibt es einige – für Khao Lak habe ich bisher nichts gefunden und in den Reiseführern für Süd-Thailand ist es mehr so nebenbei erwähnt, als wirklich beschrieben, dafür hat man dann eine Menge Papier mit dabei und kann nur ein paar Seiten daraus brauchen. Im Internet findet man etwas mehr Info, darf es sich aber zusammenstückeln und es ist oft in englisch (natürlich).

Jetzt habe ich aber dieses Büchlein: Khao Lak Entdecken

136 Seiten speziell für Khao Lak und Umgebung … und ganz toll finde ich dass die Ortsbeschreibungen die  (wie nennt man das?) GPS-Daten  (?) für das Navigationsgerät oder die App beinhalten. Das ist praktisch, wenn man nicht auf Touren und Taxis angewiesen sein will. Ein paar Dinge, die wir noch nicht gemacht haben, habe ich auch gefunden – vielleicht können wir die nächstes Jahr ausprobieren.

Zikavirus: Von Mückenschutz und Kondomen

Zunehmend in den Medien: das Zika Virus. Und es ist auch wirklich ein zunehmendes Problem.

Das Zika-Virus ist seit Mitte letzten Jahrhunderts bekannt und eine Infektion des durch Mücken übertragenen Virus macht meist nur leichte Symptome: ein bisschen Fieber und allgemeines Krankheitsgefühl, eventuell Gelenkschmerzen oder leichter Ausschlag während ein paar Tagen. Neu ist, dass er offenbar dafür verantwortlich ist, dass Kinder von Schwangeren, die während der Schwangerschaft angesteckt wurden mit Mikroenzephalie geboren werden (das ist eine massive Unterentwicklung des Gehirns, das Kind ist behindert für den Rest des Lebens). Ausserdem vermutet man einen Zusammenhang mit dem Guillain Barre Syndrom – das ist eine Autoimmunerkrankung, wo Nerven vom eigenen Körper angegriffen werden, daraus folgen Lähmungen der Gliedmassen bis Atemlähmung.  Zikavirus Infektionen sind deshalb seit März in der Schweiz meldepflichtig (ans BAG durch Arzt und Labor).

Problematisch ist, dass inzwischen in ziemlich vielen Ländern eine aktive Zikavirus-Übertragung stattfindet:

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Quelle:  www.cdc.gov/zika/geo) – (Stand April 16, Ausbreitung kann sich rasch ändern)

Karibik: Aruba, Barbados. Bonaire, Curacao, Dominikanische Republik, Guadeluoe, Haiti, Jamaika, Kuba, Martinique, Puerto Rico, St. Martin, St. Vincent und die Grenadinen, St. Marteen, Trinidad und Tobago, St. Thomas, Amerikanische Jungferninseln.
Zentralamerika: EL Salvador, Costa Rica, Guatemala, Honduras, Mexico, Nicaragua, Panama, Neu: Belize
Südamerika: Brasilien, Bolivien, Ecuador, Franz. Guayana, Guayana, Kolumbien, Paraguay, Suriname, Venezuela
Asien, Ozeanien: Samoa, US Samoa, Tonga, Mashallinseln, Neukaledonien, Kosrae (Micronesien) Fidschi,
Afrika: Kap Verde
Daneben gibt es Berichte von einzelnen Auftreten in Vietnam, Laos, Thailand, Malediven, Fidschi, Philippinen, Salomonen, Indonesien sowie vor 2015 Ausbrüche aus Afrika, SE Asien, den Pazifischen Inseln, Bangladesch und Papua Neu Guinea.

Wie man sieht, sind da viele Tourismus-Länder darunter … und jetzt im Sommer findet die Olympiade 2016 in Rio statt … das auch mitten im Endemiegebiet liegt.

Das bedeutet, dass ziemlich viele Personen zurückkommen werden, die sich mit dem Virus angesteckt haben (könnten). Eine Impfung gibt es noch nicht, aber man kann auf den Virus testen.

Wann soll getestet werden?
– Patienten MIT Symptomen nach Aufenthalt in Epidemie/Endemiegebiet (s. Karte)
– Personen OHNE Symptome: NUR bei schwangeren Frauen mit ZIKV-Exposition.
(dazu fällt neben dem Aufenthalt im betroffenen Gebiet auch sexueller Kontakt mit einem Mann, der sich bis 4 Wochen vorher in einem betroffenen Gebiet aufgehalten hat)

Dazu nimmt man Blut und testet im Serum und eventuell im Urin- ev. Wiederholt, da man noch nicht weiss, wie empfindlich der Test dafür anspricht und es ev. falsch negativ sein kann.
Bei schwangeren Frauen empfehlen sie ausserdem eine engmaschige Überwachung mit Ultraschalluntersuchung, damit eine Mikroenzephalie bald erkannt wird.

Besser ist die Prävention:
– Alle Reisenden: sollten bei Reisen über den anhaltenden Ausbruch informiert sein. Optimaler Mückenschutz den ganzen Tag lang (die Mücken stechen nicht nur in der Dämmerung) mittels DEET und langer, ev. imprägnierter Kleidung. Nachts Mückennetze und klimatisierte Räume.

– Frauen: Schwangere und Frauen, die eine Schwangerschaft planen sollten nicht in Endemiegebiete reisen. (In Gebiete mit sporadischer Übertragung wird noch nicht abgeraten, aber: Vorsichtsmassnahmen treffen). Nach der Rückkehr sollte man mindestens drei Menstruationszyklen (also mehr als 2 Monate) warten, bevor man schwanger wird: Schutz mittels Kondom. (das gilt auch für Frauen, die nach der Rückkehr Symptome zeigen)

– Männer: Der Zikavirus kann über Sperma übertragen werden. Wie lange ist momentan nicht bekannt. Deshalb soll nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zwingend ein Kondom benutzt werden. Falls die Partnerin schwanger ist sogar während der gesamten Schwangerschaft. Falls sie es werden will: Kondom benutzen mindestens 3 Monate nach dem Aufenthalt, wenn man keine Symptome zeigte; mindestens 6 Monate wenn man Symptome einer Infektion zeigte.

– Patienten mit Immunerkrankungen und/oder schweren chronischen Erkrankungen sollen sich vor der Reise vom Arzt / Reisemediziner beraten lassen.

Zusammenfassend: Bis jetzt ist zwar der Zusammenhang zwischen Zika-Virus-Infektion und Mikroenzephalie bei den Babies nachgewiesen, wie hoch das Risiko dafür jedoch ist, ist unbekannt. Panik ist noch nicht angebracht, aber Vorsichtsmassnahmen sind bei Reisen in Endemiegebiete nötig: Schwangere sollten nicht dorthin reisen. Guter Mückenschutz den ganzen Tag lang verwenden. Kondome verwenden zum Verhüten und um eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch zu verhindern – und das lange genug. Tests auf den Zika-Virus sind nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll.

Quelle: tropimed / WHO

 

Schöne Ostern!

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… Aus der Wärme. Ich hoffe, ihr könnt sie (trotzdem) geniessen, wo immer ihr auch seid.

Morgen geht’s ins Elefanten-Camp, da wird Internet zur Mangelware.

Ferienmodus

Happy

I will be back – mit mehr Geschichten aus und um die Apotheke. Bis dahin befindet sich der Blog (mit mir) im Ferienmodus.

Hier kommt in der nächsten Zeit also wenig … vielleicht ein paar Ferienimpressionen, mehr davon auf Instagram (siehe auch Seitenleiste rechts unten).

Bis bald! Pharmama

Vor Medikamentenspenden ist zu bedenken

immer wieder treffe ich in diesem Internetz auf Spendenaufrufe für Medikamente für Flüchtlinge: diverseste Mittel gegen Schmerzen, Pilzbefall, erhöhten Blutdruck,  außerdem (orale) Antidiabetika, Antibiotika, Gerinnungshemmer, cortisonhältige Cremen, usw., sogar diverse Injektionen/Infusionen wie z.B. starke Schmerzmittel, Medikamente mit erhöhtem Suchtpotential: Tramal-Tropfen (explizit), aber auch Psychopharmaka wie Valium, Antidepressiva, etc.. Auch hier in der Umgebung habe ich neuerdings ein paar Zettel affichiert gefunden (sogar mit Abreiß-Kupons) auf denen zum Spenden von Medikamenten aufgerufen wird. Ebenfalls explizit: auch abgelaufene Medikamente nehmen wir gerne …
Da fände ich es sehr hübsch, wenn jemand wie Ihr die Leute einmal darauf aufmerksam machten, dass das nicht so einfach ist.

Danke kelef – das ist wirklich etwas, was diskutiert werden muss.

Ja – es ist lobenswert und eine gute Sache, dass geholfen werden will und man vielleicht auch sieht, was benötigt wird.

Aber. (ich muss das immer wieder mal sagen): Medikamente sind keine normalen Konsumgüter. Medikamente sind Stoffe, die einen direkten Einfluss auf den Körper ausüben und deshalb mit einer Vielzahl von Vorschriften, Regelungen und Gesetzen unterstehen, die sicherstellen sollen, dass dabei niemand zu Schaden kommt.

Dazu gehört eine Einschränkung in der Verordnung (durch die Fachperson Arzt), eine Einschränkung in der Abgabe (durch die Fachperson Apotheke) und auch eine Einschränkung im Handel (das über die Grenzen nehmen in Mengen, die den Eigenbedarf übersteigen ist verboten und grössere Mengen gelten gar als Export von Sonderabfall).

Da ist das Problem der Beschaffung:  Woher sollen diese (oft) verschreibungspflichtigen Medikamente denn kommen? Aus der Hausapotheke der Spender, oder sollen die sich das Zeug selber verschreiben lassen unter Vorspiegelung irgendwelcher Beschwerden? Oder der Erbtante (die ist eh schon über 90 …) den Apothekenschrank ausräumen? Im Krankenhaus klauen oder eine Apotheke überfallen? Woher weiß man, dass das Zeug, das abgegeben wird, richtig gelagert wurde, und nicht irgendwer damit herumgepfuscht hat, schlimmstenfalls sogar absichtlich? Ganz abgesehen von den rechtlichen Konsequenzen wenn was passiert.

Auch wenn die Medikamente in Ordnung sind, kann man sie nur illegal ausführen: ansonsten bräuchte man nämlich eine offizielle Genehmigung für jede einzelne Packung, so mit Name, Wirkstoff, Chargennummer, Ablaufdatum, etc., und das gleiche gilt auch für die Einfuhr in andere Länder.

Dann die eigentliche Anwendung: Wenn nun solche wild zusammengesammelte Medikamentenspenden in deutscher / schweizer / österreicherischer Aufmachung und mit unbekannter Herkunft nach Griechenland (und wie schaut das mit den Transport- und Lagerbedingungen aus?) gebracht werden, um dort von wem auch immer in einem der überfüllten Lager an Menschen verteilt zu werden, dann KANN das nicht gutgehen. Ein verantwortungsbewusster Arzt würde derlei Spenden übrigens gar nicht verabreichen, weder hier noch dort. Wer diagnostiziert, und wer überwacht die ordnungsgemäße Anwendung, wer übersetzt im Zweifelsfall – und da ist das nächste Problem: eigentlich darf das nämlich nur ein geprüfter Übersetzer, wie soll sonst sichergestellt sein dass der Patient resp. die Angehörigen verstehen, worum es geht. Und wer stellt sicher dass bei Verlegungen an einen anderen Standort die weitere Therapie und die Kontrolle gesichert sind? Und wer hinterfragt mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien, die möglicherweise gar nicht bekannt sind? Dazu kommt noch, dass die Medikamente je nach Herkunftsland sehr unterschiedliche Namen haben.

Dazu kelef (die einen Hund hat und Erfahrung in der Pharmaindustrie):

Ich muss leider den Tiervergleich heranziehen, auch Tierärzte „verwechseln“ Markennamen und Wirkstoffnamen und behandeln dann gegen eine Sorte Würmer zweimal, und an der zweiten Sorte stirbt das Tier. Ist dem Verein, für den ich tätig war, tatsächlich mehrfach so passiert, ditto mit Antibiotika. Und dann stellen wir uns einmal vor, da laufen ehrenamtliche Helferlein durch ein überfülltes Flüchtlingslager und verteilen fröhlich Antibiotika, Wurmmittel, Cortisonpräparate etc., ich will nicht wissen was da schon alles passiert ist, nur können die Patienten weder genau hinterfragen noch erklären oder erklärt bekommen.

Den Leuten ist einfach nicht klar, dass sie sich auf diese Weise ganz leicht ins Kriminal katapultieren können: Sozialbetrug oder Körperverletzung sind keine Kavaliersdelikte, und abgelaufene Medikamente können durchaus, müssen aber ganz und gar nicht noch in Ordnung sein, bestenfalls wirken sie nicht, schlimmstenfalls schaden sie noch zusätzlich massiv.

Es gibt gute Gründe weshalb die grossen und professionellen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Apotheker ohne Grenzen, das Rote Kreuz etc. keine solchen Medikamentenspenden entgegennehmen. Wir in der Apotheke haben das früher übrigens gemacht und sie an ein so ein Hilfswerk weiter gegeben, können das aber (aus den genannten Gründen) heute nicht mehr.

Aber – es gäbe legale Lösungen.

Es gibt ja grundsätzlich z.B. die Möglichkeit, dass Herstellerfirmen Ware spenden oder mit entsprechenden Rabatten an Ärzte oder Ärztezentren, die sich für Flüchtlinge einsetzen, liefern resp. über den Großhandel liefern lassen (auch der Großhandel könnte da auf die Marge verzichten): Das wäre mal eine gute Werbekampagne für die Herrschaften. Finanziert werden könnte das dann über Spenden. Das wäre eine saubere und gesetzeskonforme Lösung.

Also, liebe Leser: Wenn ihr solche Medikamentenspenden-Aufrufe lest, dann bedenkt das, bevor ihr die Hausapotheke ausräumt.

 

Mitgehört: das Analgetikum

Mitgehört. 2 junge Männer im Zug:

Junger Mann 1: „Ich mag die Dafalgan nicht. Sie funktionieren nicht und sie machen, dass mein Hintern juckt!“

Junger Mann 2: „Was meinst Du damit, Dein Hintern juckt?“

Junger Mann 1: „Er beisst halt. Der Apotheker hat gesagt das ist ein Analgetikum.“

Junger Mann 2: „Weißt Du was das bedeutet?“

Junger Mann: „Ich weiss zumindest, was Anal heisst!“

🙂

Bei Medikamentennamen höre ich automatisch hin. Das ist auch eine Berufskrankheit. Und nach dem Austausch musste ich mich so zusammenreissen, damit ich nicht laut lache, dass ich den Rest nicht mehr mitbekommen habe.

Ferien mit Familie Pharmama Tag 13

Gestern mittag war ich an der Hotel-Reception, nachdem bis 3 Uhr noch keine Info gekommen ist was Transfer und Flug betrifft. Sie haben das dann nachgeschaut und bestätigt, dass sie die Fluginformationen bekommen haben. Precision fliegt um 19 Uhr statt um 19.45 Uhr ab Sansibar auf Daressalaam (huh?!) und wir werden entsprechend früher im Hotel abgeholt, der Transfer sei für 16 Uhr bestätigt.

Schön, dann haben wir etwas mehr Zeit zum Umsteigen in Daressallam, da bin ich nicht unglücklich … und was ist mit dem KLM Flug? Der sei auch ok. Rückbestätigt? Antwort: „Scheint so.“

Hmmm – da frage ich besser nochmal bei der lokalen Reisebetreuung nach. Ein paar Whatsapp Nachrichten später habe ich dann auch dafür die Bestätigung. Alles gut.

Am Abreisetag müssen wir um 10 Uhr auschecken. Die Koffer bringen wir in einem sicheren Raum im Hotel unter und vertreiben uns die Zeit am Pool. Sie haben dort auch Umziehkabine und Duschen, so dass wir uns vor dem Flug frisch machen können.

Pünktlich sind wir an der Lobby … und dann wird uns mitgeteilt, dass sich der Transfer-Fahrer etwas verspätet, er aber unterwegs ist.

Oh…kay … wie lange? 10 Minuten meint sie.

15 Minuten, niemand da

20 Minuten … jetzt fährt (quälend langsam!) ein Van vor. Da ich inzwischen wie auf glühenden Kohlen sitze – ich will auf gar keinen Fall auch noch auf dem Rückflug den Flug verpassen – stürze ich direkt zu ihm hin und frage: „Airport?“ Er nickt und deutet auf uns und fragt „three persons?“

Ich nicke und wir werfen unser Gepäck rein. Er geht noch zur Reception und holt irgendein Formular ab, damit er aus dem Hotel kommt, dann (endlich) geht es los.

Wir kommen gegen 17.35 Uhr in Flugplatznähe – zumindest ist er zügig gefahren und hat (trotz vieler Bumps unterwegs) die wohl direkteste und schnellste Route gewählt.

Kurz vor dem Flugplatz wird der Verkehr dichter und er bekommt einen Anruf. Lautes Diskutieren, schliesslich hält er mir das Telefon hin. Was?

Eine englischsprechende Person fragt mich wegen dem Schnorchelausflug gestern und wegen irgendwelcher Tauchausrüstung im Hotelzimmer.

Ich verstehe nur Bahnhof.

„Entschuldigung (sage ich auch auf englisch), aber wir haben keinen Schnorchelausflug und auch keine Tauchausrüstung.“

Er wiederholt noch einmal, dass Tauchausrüstung im Hotel sei und ich meine: „Wir sind am Flugplatz, der Name ist …, wir reisen jetzt ab.“

„Welches Hotelzimmer?“

Wir haben heute ausgecheckt, wir haben kein Hotelzimmer mehr. Bis heute morgen hatten wir die Nummer 124“

„Oh, okay, aber …“

Da wir inzwischen da sind und ich jetzt wirklich rein will und einchecken, klemme ich ihn ab und reiche das Telefon dem Fahrer.

Wir gehen die 20m zur Eingangskontrolle., wo wir uns sortieren.

Ich schaue Junior an und sage: „Wo ist dein…“

„MEIN RUCKSACK!!!“ er rennt zurück wo der Fahrer immer noch am diskutieren ist und holt ihn.

Puh. Das war jetzt das 3. Mal.

Die Eingangskontrollen sind nicht sehr ausführlich. Mit dem Wasser und allem kommen wir rein. Kurzes Anstehen am Schalter. Der Flugplatz hier ist etwas grösser als der in Arusha und hat teils elektronische Anzeigetafeln und teils die Plastiktafeln über den Schaltern.

Wir bekommen unser Ticket – leider nur für diesen Flug und die Koffer gehen auch nicht durch – wir müssen in Daressallam die Koffer durch die Sicherheitskontrolle nehmen und neu einchecken. Jetzt sollten wir auch genügend Zeit dafür haben. Oder?

Auf den Tickets steht der Flug geht tatsächlich um 19 Uhr. Boarding um 18.30 Uhr. Auf der Anzeigetafel in der Wartehalle (wieder nur 1 Ausgang oder Gate zum Flugplatz) steht allerdings:

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Flug 20.05 Uhr und „ontime“

Sehr verwirrend. Und die eine Frau am Schalter oder Gate oder wie man das nennen will hilft da auch nicht weiter. Alles was sie auf Nachfragen macht ist abwinken und sagen: „Wait!“

Na Danke. Afrika halt.

Amüsant finden wir, dass wir nicht die einzigen sind, die das beunruhigt, mit etwas Aufmerksamkeit erkennt man in der wartenden Menge leicht die Schweizer (und deutschen), die nervös herumtigern. Ein paar versuchen auch zu fragen, nur um gleich abgeschmettert zu werden.

Wir boarden dann tatsächlich um 18.30 Uhr und der Flug geht um 7.

In Daressalam geht es zu Fuss ins Terminal. Unsere Koffer kommen gleich nach uns auf einem kleinen Gepäckband an. Die schnappen und den Schildern „Transit“ folgen ist hier kein Problem … durch einen engen, längeren Gang um 3 Ecken folgt man ihm in die Eingangshalle für internationale Flüge. Wieder gehen die Koffer und man selber durch eine Sicherheitskontrolle (eine eher oberflächliche, aber ich will gar nicht reklamieren). Dann hat es eine Reihe Schalter, wo wir auch gleich KLM finden und praktisch ohne anzustehen einchecken, die neuen Flugtickets bekommen (bis in die Schweiz) und unsere Koffer aufgeben (auch bis in die Schweiz). Klappt ja alles bestens! Durch eine Passkontrolle, dann die Treppe nach oben zu den Gates.

Jetzt haben wir tatsächlich etwas Zeit (fast 2 Stunden) um uns hier umzusehen. Es hat ein paar Shops – darunter auch ein Uhrengeschäft. Wenn ich das grad sehe … „Heh!“ sage ich zu meinem Kuschelbär, „Ich schulde dir immer noch eine Uhr für deinen vor-vorletzten Geburtstag.“ Er hat damals eine verloren (oder besser: wahrscheinlich wurde sie gestohlen), die ein Familiengeschenk gewesen war, als er 20 wurde … und ich wollte ihm die irgendwie ersetzen, nur … er will eine spezielle Uhr und bisher haben wir nichts passendes gefunden. Auch jetzt ist er schon wieder am abwinken, da fällt sein Blick auf eine Uhr unten in der Vitrine. „Oh! Die haben sie!“

Tatsächlich ist da eine Uhr, die genau so aussieht, wie die, die er hatte. Einfach in silbrig und nicht in goldig, aber auch ein Automat. „In der Schweiz hat man mir gesagt, die gibt es nicht mehr.“

Und hier hat es eine – also bekommt er die von mir geschenkt. Samt Garantieschein und Geschenkbox.

Der Rückflug auf Amsterdam geht pünktlich und ist angenehm unspektakulär – wenn man davon absieht, dass dieses topmoderne Flugzeug dermassen heruntergekühlt wurde, dass nach den 8 Stunden wohl so ziemlich alle eine Erkältung haben. Sogar mein Kuschelbär hat reklamiert und der hat sonst nie Probleme mit kühleren Temperaturen.

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In Schiphol joggen wir über den Flugplatz – der ist dermassen riesig, auch wenn wir diesmal nicht so lange brauchen bei der Sicherheitskontrolle, die Zeitangaben danach bis zu unserem Gate: 29 Minuten zu laufen. Wow.

Es reicht gut. Der Anschlussflug geht auch pünktlich (und mit uns) und wir sind bald wieder zurück in der Schweiz, wo uns Temperaturen um 4 Grad empfangen. Brrrr

Ferien mit Familie Pharmama Tag 9-12

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Es folgt der gemütliche Teil der Reise. Ich bin nicht so der Strand und Herum-liege-Typ, aber ich habe mir fest vorgenommen, nach dem doch eher fordernden ersten Teil jetzt ganz viel „Nichts“ zu machen. Das Hotel ist schön, der Strand eine optische Augenweide – zum wirklich baden darin nicht ganz so geeignet. Es hat einen grossen Gezeitenwechsel, bei Ebbe kann man kilometerweit bis zum Riff draussen laufen und dabei die Meeresfauna und Flora betrachten. Leider ist man dabei kaum unbegleitet – wie in Kenya gibt es hier die Beachboys. Lokale junge Männer, die versuchen von den Touristen ein bisschen Geld zu bekommen. Dafür bieten sie Dienstleistungen wie Ausflüge an, begleiten Dich, wenn die am Strand entlangläufst, versuchen dir Souvenirs zu verkaufen etc. Direkt vor dem Hotel hat es nicht so viel – das Hotel stellt Massai an, die sie abhalten sollen, zum grossteil erfolgreich. Ausserdem dürften sie eigentlich keine Geschäfte machen auf dem Strand und wir sind in einem Teil der Insel, wo hauptsächlich all-inklusive Hotels sind, keine lokalen Restaurants oder Shops…. Jedenfalls sind sie hier einiges unaufdringlicher als in Kenya.

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Trotzdem beschränken wir uns hauptsächlich auf den Pool – zur Freude von Junior, der in den paar Tagen eine Farbe annimmt, die mich witzeln lässt, dass er aufpassen muss, dass man ihn am Flugplatz nicht hier behält. Der wird schön braun – auch mit der Sonnencreme Schutzfaktor 50 für Kinder mit der ich ihn täglich plage. Ich habe eine grosse Tube dabei, die auch wir Erwachsenen nehmen. Kuschelbär ist wenig begeistert, er mag das Geschmiere nicht. Trotzdem bestehe ich aufs eincremen. Wenn ich dann einen Jungen am Pool sehe, dessen Haut sich fetzenweise vom Rücken löst und er aussieht wie gescheckt: rot neuer Sonnenbrand, braun alte verbrannte Haut und fast weiss, wo sich die alte verbrannte Haut schon gelöst hat, weiss ich weshalb. Das ist Äquatornähe hier – das ist nicht nur heiss (32 Grad tagsüber jetzt) sondern da brennt die Sonne echt. Da nicht zu cremen ist gesundheitsgefährdend – und grenzt an Kindesmisshandlung. Wobei … im Pool hat es dermassen viel Sonnencreme, die sich dann auf einem (und der Brille) ablagert, da ist man schon halb eingecremt.

Am 3. Tag hier hatten wir einen Termin mit dem hiesigen Vertreter des Reisebüros. Er hat uns erklärt wie es hier läuft (falls wir das nicht schon selbst gemerkt hätten), was für Ausflüge es gibt, wie das mit der Heimreise aussieht. Jedenfalls sagt er, sie haben die Daten, sie machen die Rückbestätigung des Internationalen Fluges und wir sollten vom Hotel am Tag vorher Bescheid bekommen wegen dem Transfer und ob sich etwas geändert hat wegen den Flugzeiten. Bei ihm habe ich dann die Stone-Town-Tour für den nächsten Tag gebucht.

Ja, ich habe gesagt: nichts. Aber … ich bin nicht so der Pool und Strand-Typ. Mal abgesehen davon, dass ich nicht den Hauttyp dafür habe und mich zu meiner eigenen Gesundheit und Wohlbefinden lieber im Schatten aufhalte anstatt nachher zu leiden, wird mir das – selbst mit Buch – schnell langweilig. Also machen wir (in den Augen von Junior und Kuschelbär gezwungener-massen) gelegentlich Ausflüge. Auf Sansibar werden diverse angeboten, Gewürzplantagen besichtigen (sehr auf Touristen abgestimmt, habe ich gehört – auch in Sinn von: kaufen!), Ein Naturschutzgebiet mit Affen, Tauch-und Schnorchelausflüge. Riff und Inseln besichtigen. Stone Town ansehen – das ist die Altstadt von Sansibar. Für letzteres haben wir (hustich) uns dann entschieden: ein begleiteter Ausflug.

stonetown

Laut Voucher Start um 9 Uhr – wir sollen in der Lobby abgeholt werden. Beim Frühstück, als ich schaue, ob ich den Voucher noch habe, erschrecke ich ein wenig: heute ist der 14.10. (denke ich) und auf dem Voucher steht als Tour-Datum der 15.10. Kontrolle auf dem Handy – in den Ferien habe ich es nicht so mit den Daten, speziell, wenn ich nicht schauen muss wegen Anschlüssen etc. – ja, heute ist der 14. Gespannt warten wir in der Lobby, ob unsere Tour wirklich heute stattfindet. Und: Ja- pünktlich um 9 Uhr kommt uns ein kleiner Van abholen. Kuschelbär und ich witzeln noch etwas: im Normalfall ist es in Afrika so, dass ein Bus der zur rechten Zeit da ist, ziemlich sicher nicht der ist, den man erwartet. Aber: er war es – und wir starten mit den deutschsprachigen Führer Daniel – der sich das Deutsch selber von den Touristen beigebracht hat, der aber erstaunlich gut darin ist.

Der Ausflug war schön – der quirlige Markt, die alten geschnitzten Holztüren in den verschiedenen Stilen, Zuckerrohrsaft-trinken für Junior, das Haus wo Freddy Mercury seine Kindheit verbracht hat. Nicht so schön, aber interessant zu sehen die Sklavenhandel-Vergangenheit der Insel. Mittagessen über den Dächern. Vom Hafen aus geht es wieder zurück.

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An einem Tag hat Junior im Pool auch noch eine Einführungsstunde ins Flaschentauchen gemacht. Er ist ja sowieso supergerne im Wasser, im Meer geschnorchelt hat er auch schon – dort ist einfach das Problem, dass gelegentlich eine Welle in den Schnorchel schwappt … ja, unangenehm. Nachdem wir ihm erklärt haben, dass es Geräte gibt, wo man die Luft mitnimmt und dass wir beiden das schon gemacht haben und wie toll das ist, wollte er es ausprobieren. Und hier gibt es eine Tauchschule, bei der man ab 8 Jahren einen Schnupperkurs im Pool machen kann, Ausrüstung inklusive. Jetzt fürchte ich müssen wir nächstes Jahr in einen ausgiebigen Kurs investieren …

Ferien mit Familie Pharmama – Tag 8

Fertig Safari. Auf dem Weg in die Badeferien sehen wir noch ein bisschen etwas vom Alltagsleben in Tansania. Im Bild unten wird Wasser transportiert. Das kommt nicht überall einfach so aus dem Hahnen wie bei uns. Und ein Auto hat man auch nicht, da ist man froh um Fahrrad oder Esel, wenn man etwas transportieren muss.

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Wir fahren am Lake Manyara vorbei zurück nach Arusha. Zum Flugplatz. Den hätte ich am liebsten ausgiebig fotografiert … Das muss der kleinste sein, den ich gesehen habe. Vom Parkplatz kommt man durch 2 Vorräume, wo die Schalter sind. Die Räume sind etwa Schulzimmergross und es hat 1 Schalter pro Raum. Eine Whiteboardtafel zeigt die Flüge des Tages und den Schalter. An den Schaltern hat es auch keine Computerbildschirme, stattdessen hängen sie Tafeln mit den Destinationen darüber ab Ketten. Nach dem Schalter kommt eine halboffene und halbgedeckte Fläche mit Stühlen zum warten. Es hat ein kleines Restaurant und ein Getränkewagen, ein Buchladen, Souvenirshop in einem Raum und 2 Souvenirstände draussen. die Toilette (da hing sogar noch der Schlüssel für die Eingangstüre dran) und sogar einen Steller zum aufladen der Handys. Also alles, was man so braucht. Ein einfaches Gitter trennt einen vom Flugfeld und der einen offenen Wartehalle dort. Die Sicherheits- kontrolle besteht aus einem einzigen grossen Gepäckscanner bedient von einer Person und einer zweiten, die mehr oder weniger nur zusieht, wo nach dem Einchecken auch die Koffer durchgehen, die aufs Flugzeug geladen werden. Und die Passagiere. Nach der Kontrolle hat es nur die Stühle in der einen Wartehalle, sozusagen dem Gate, die zum Flugfeld hin offen ist. Die Flüge werden aufgerufen von dem Flugpersonal, die Passagiere gesammelt und übers Flugfeld zum Flugzeug geschickt. Unser Flug ist einer der grösseren, die geht, die meisten sind kleine Propellerflugzeuge. Wir haben wieder die Precision Air.

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Zum Flugzeug läuft man quer über die Piste, etwas gescheucht vom Personal (kommt da grad eine neue Maschine, die landet?).

Der Flug ist etwas unruhig – toll finde ich, wie Junior als das Flugzeug ins erste Loch sackt meint: „OhHAaa! Das gibt ja ein Gefühl im Magen wie auf diesem Springding auf der Messe! Das ist lustig!“ Dazu nicke ich nur tapfer und versuche meine verkrampften Finger von der Lehne zu lösen. Ich hasse unruhige Flüge. Da bricht meine Flugangst voll durch. Kuschelbär kann mich auch nicht halten, der sitzt nämlich 2 Reihen hinter uns … und so wie’s aussieht döst er schon wieder.

Wir kommen trotzdem gut an. Der Flugplatz in Sansibar Stadt ist nur minim grösser – ganz lustig finde ich, wie man das Gepäck bekommt: Dazu scheuchen sie einen einfach in die erste Halle, da ist die eine Seite offen zum Feld und das Gepäckauto fährt da rein, wirft die Koffer hin und geht dann die nächsten holen. Man packt seinen Koffer und verlässt den Raum und damit den Flughafen nachdem jemand einen kurzen Blick auf den Pass geworfen hat.

Draussen warten schon die Kofferträger – was für die etwa 20m bis zum Parkplatz wirklich nicht nötig ist. Ebenfalls wartet unser Transfer. Schön!

Zum Hotel auf der Ostseite der Insel dauert es etwa 1 Stunde … und der Fahrer fährt wie ein Irrer. Überhaupt scheinen die Leute hier einiges aggressiver zu fahren, als die auf dem Festland. „Das längt!“ (das reicht schon) meint Kuschelbär nur wiederholt, als ich wieder zusammenzucke, weil da so knapp gekreuzt wird – teils auf der Gegenspur – oder ein Fussgänger noch zur Seite hüpfen kann. Sansibar ist voll muslimisch, was man auch in den Teils vollverschleierten Frauen sehen kann … und den „Nachthemden“ der Männer. Ausserdem sind Wahlen in Tansania und Sansibar … mit sehr engagierten Anhängern …

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Unser Hotel ist schön. Stilmässig wie man es aus Kenya kennt: Strohdach. Anscheinend sind die Inhaber aus Kenya. Unser Raum ist ziemlich weit weg von Lobby, Restaurant und Meer … dafür sicher ruhig und schlecht ist es auch nicht, wenn wir etwas laufen müssen. Etwas irritiert bin ich, als wir vor Bezug noch 20 Minuten warten müssen – es fehlt noch Juniors Bett. Ich meine … es ist ja nicht so, als ob wir hier überraschend heute auftauchen, oder etwa doch?

Schliesslich können wir ins Zimmer. Bett ist da, aber … kein Moskitonetz darüber oder Aufhängevorrichtung dafür. Über unserem schon – und unseres ist so gross, dass ich denke Junior könnte auch bei uns schlafen im Notfall. Ich hätte mir aber keine Gedanken darüber machen müssen, denn als wir vom Nachtessen zurückkommen haben sie nicht nur unser Bett vorbereitet, sondern über Juniors Bett einen Hacken angebracht und das Moskitonetz daran befestigt.

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