Hauslieferungs – Horror

Hauslieferungen, die wir übrigens gratis und wann immer möglich machen -sind manchmal für die Lehrlinge, die bei uns die Auslieferungen machen gar nicht lustig.

Zum Beispiel wenn die ältere und ziemlich übergewichtige Empfängerin die Tür öffnet und kein BH anhat sondern nur ein winziges Oberteil und Unterhosen. Das ist kein Spass für unsere weiblichen Lehrlinge und kann für die männlichen schon fast traumatisch sein. Wir versichern uns dann, das es nur Frauen sind, die die Auslieferung machen – oder telefonieren vorher, dass die Kundin sich bitte etwas anzieht ….

Das Bild diene nur als „optische Hilfe“ – man muss sich das Ganze noch ohne Sweater und ohne Rock vorstellen …

Quelle: People of Walmart

Andererseits hatten wir auch schon die Situation, wo der weibliche Lehrling sich bedroht fühlte, weil bei der Auslieferung der Freund der Patientin die Wohnungstüre hinter ihr abschloss, als sie hereinkam um die Anwendung der Medikamente und das Verbandmaterial bei der Abgabe zu demonstrieren. Der Mann war unheimlich und einschüchternd und das mit Grund. Als Drogensüchtig bekannt, ungepflegt und aggressiv – und eigentlich durchaus in der Lage die Medikamente für die Freundin abzuholen.

Das nächste Mal habe ich mit der Kundin verabredet, dass der Freund die Produkte holen kann, der ist nämlich gut zu Fuss – Falls doch einmal jemand gehen musste, verbot ich ihr in die Wohnung hineinzugehen und wenn möglich schickte ich da einen männlichen Lehrling.

Gottseidank kommen so Sachen nicht allzu häufig vor.

11 Kommentare zu „Hauslieferungs – Horror

  1. Ich möchte die traumatischen Erlebnisse keineswegs verharmlosen, möchte aber dennoch erwähnen, dass es Berufsgruppen gibt, die ständig mit so etwas zu tun haben. Fahrer von Bringdiensten zum Beispiel. Ich habe im Freundeskreis auch Handwerker die wahre Horrorgeschichten von Hausbesuchen erzählen können…

    Like

  2. Da ist es doch schön, wenn man die Wahl unter verschiedenen Lehrlingen hat.
    In meiner Optikerausbildung (als Einzelsklave) habe ich auch die ein oder andere Brille zu den Kunden gekarrt. Das gruseligste war eine sehr verrottete Villa, deren Besitzerin und einzige Bewohnerin kaum vom Inhalt (ausgestopfte Tiere, Horrorfilmrequisiten) zu unterscheiden war. Alles war von einer fett(ig)en Staubschicht überzogen, die Dame zu keinen sinnvollen Satz mehr fähig. Damals war ich froh, als ich wieder an der frischen Luft war. Heute würde ich mich vermutlich auf Entdeckungstour begeben… *g*

    Like

  3. ich merke, ich bin Bringdienstfreundlich :) Wann immer es passt, dürfen die Sachen in den Briefkasten, wenn nicht, dann ist das einzige, womit ich immer ein schlechtes Gewissen habe, dass der Apothekenlaufbursche (hier übrigens gerne mal Schüler, die was dazu verdienen) 2 Treppen hoch muss. Bezahlt ist es idR schon vorher oder es gibt noch ein Trinkgeld (21,45 habe ich echt nicht passend).
    Die einzige, die ich oben ohne empfange ist die Hebamme (die kommt immer wenn ich gerade stille) damit das nicht mal der Postbote ist (der kennt mich aber auch schon im Handtuch, der holt mich regelmäßig aus der Dusche :D ) habe ich eine funktionierende Sprechanlage und ziehe mir dementsprechend was an während der sich die Treppen hochquält.

    Like

  4. Während meines Studiums wurde ich im Blockpraktikum Psychiatrie auch gerne mal für Hausbesuche hergenommen. Ich durfte die Patienten, die als ungefährlich eingestuft wurden, kurz mal nach Hause begleiten. Eine Dame weit jenseits der 60 mit einer ausgewachsenen Psychose zwang mich erst, ihren mißratenen Hund um den Block zu führen und bestand dann darauf, ihre Hose auszuziehen und sich so auf den Balkon zu setzen (BMI etwa 35). Sie wollte dann, dass ich das gleiche tue. Ein kurzer Anruf in der Klinik musste die Situation dann entschärfen.

    Like

  5. Das Betreten fremder Wohnungen ist immer von einer ganz besonderen Spannung begleitet, wenn man die Person überhaupt nicht kennt. Ich kann mich gut einfühlen in die Mädchen, die diese Liefertouren machen.

    Like

  6. also wenn der postbote klingelt und ich hab nur nen bademantel an, geh ich auch an die tür… die leute kommen ja leider immer in den ungelegensten situationen.
    ich glaub ich war da auch schon für das ein oder andere traumatische erlebnis verantwortlich ^^

    Like

  7. Also langsam macht’s keinen Spaß mehr hier zu lesen. Alle paar Einträge ein sexistischer Witz oder so was – wenn die Frau 20, blond und schlank gewesen wäre hätte niemand etwas von traumatisch gesagt.
    Keine Lust mehr.

    Like

  8. Hallo,

    ich habe mal als Postbotin gearbeitet, in den Ferien kurz vorm Abitur. Ich muss sagen ich fand auch die hübsche Blondine im durchsichtigen Negligeé, die mir die Tür aufgemacht hat nicht spaßig, genausowenig wie den Typen im Leopardentanga oder die Frau, der ich Geld in ihrer abartig stinkenden Wohnung auszahlen musste. Klar kommt man mal ungelegen, auch mich erwischt der Postbote oft, wenn ich gerade im Bad bin. Aber entweder ich schaffe es, mir noch etwas überzuziehen oder ich mach eben einfach nicht auf. Wir haben einen Briefkasten, freundliche Nachbarn oder ich hole das Päckchen eben von der Post ab.

    Grüße Tanja

    Like

  9. Hallo,

    also das finde ich aber ganz schön heftig!
    Besonders schlimm der Kunde, der die Tür abschließt, aber auch halb nackte Kunden/Kundinnen, nein, das muss wirklich nicht sein!
    Mit solchen Kunden muss man ein ernsthaftes Wort sprechen, oder aber sie bekommen nichts mehr geliefert.

    Und wir müssen auch daran denken, dass wir unseren Auszubildenden gegenüber eine gewisse Fürsorgepflicht haben.

    Im Zweifelsfall muss eben der Chef persönlich die Medikamente bringen. Oder aber per Post.

    Caroline

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Anna Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..