Vorsicht: die Schweiz kann ihrer Gesundheit schaden!

Laut einem Artikel in der 20 Minuten Zeitung ist also ein Schweizer Schüler schuld an der derzeitigen Masernepidemie in Österreich. Der Schüler einer Rudolf Steiner Schule – die Anthroposophen sind bekannt dafür, dass sie ihre Kinder nicht gerne impfen – hat also die Masern, die bei uns inzwischen endemisch sind, im Zuge eines Klassenlagers in die österreicherische Waldorf Schule gebracht. Auch dort waren offenbar einige nicht geimpft und so geht die Infektionskette munter weiter. Inzwischen sind es 260 Maserninfizierte in Österreich.

In der Schweiz ist die Lage ungleich bedenklicher. Das Gesundheitsamt warnt auch schon die Euro Besucher, dass sie sich vor dem Besuch gegen die Masern impfen lassen.

Die Situation ist auch bedenklich. Seit Januar dieses Jahr wurden 2000 Fälle registriert. Und die Masern sind nicht die „leichte Erkrankung“, wie sie von Impfgegnern gern dargestellt wird. Weltweit sind Masern der grösste Killer unter den Kinderkrankheiten, die man impfen kann. In der Schweiz ist die medizinische Versorgung sehr gut, deshalb sterben bei uns nicht soviele. Dennoch: Von den 2000 Infizierten mussten 130 wegen der damit verbundenen Komplikationen ins Spital, 80 Patienten hatten eine Lungenentzündung und 6 die gefürchtete Hirnhautentzündung.

Einer meiner Dozenten hat mal gesagt:

„Wenn die Masern Hirnfäule heissen würden, würden wohl auch mehr Personen ihre Kinder impfen lassen! Zum Glück bekommt ja nur ein kleiner Teil der mit Masern infizierten die damit verbundene Hirnhautentzündung – das ist fast wie ein umgekehrter Lottogewinn. Aber ich gehe bei meinen Kindern auch die relativ kleine Chance nicht ein. Denn wenn sie die Hirnhautentzündung bekommen, sind eine bleibende Schädigung des Gehirns mit den dazugehörigen Entwicklungsstörungen, geistiger Zurückgebliebenheit und Lähmungen zu erwarten.“

Darum liebe Leute: impft Euch und Eure Kinder gegen Masern! Je mehr Leute geimpft sind, desto weniger treten solche Epidemien auf.

Hier können sie alles über die Masernerkrankung nachlesen.

Es ist übrigens ein weitverbreiteter Irrtum, dass ein Kind nach dem Durchmachen einer schweren Erkrankung (wie Masern) einen „Entwicklungssprung“ macht. Vielmehr ist es so, dass es durch die Krankheit für deren Dauer in der natürlichen Entwicklung gebremst wird, sobald es wieder gesund ist das Verpasste aber rasch aufholt. Das sieht dann wie ein Riesenschritt in der Entwicklung aus, dabei ist es ein „Aufholen“.

4 Kommentare zu „Vorsicht: die Schweiz kann ihrer Gesundheit schaden!

  1. ist das nicht eh ne standard-impfung? ich hab die auf alle fälle als kind gekriegt.
    leider nicht gegen die windpocken… die durfte ich dann mit anfang 20 durchmachen. seither achte ich auf meinen impfpass.

    Like

  2. Ich bin sicher, dass die Kinderärzte sie alle empfehlen zu machen (frag mal den kinderdoc), aber da ja kein Impfzwang besteht und das alles freiwillig ist gibt es halt immer mehr Eltern, die ihr Kind nicht impfen lassen.
    Meiner Meinung nach liegt das an einem gewissen Informationsdefizit … und das ist indirekt die Folge von erfolgreichem Impfen: man sieht einfach nicht mehr so häufig, was die Krankheiten gegen die geimpft wird anrichten können.
    Wieviele Leute haben heute schon ein Kind mit Keuchhusten gehört? Oder gesehen was Tetanus anrichten kann?

    Und die Windpocken: dagegen impft man nicht standardmässig – gut, wenn man sie als Kind durchmacht, schlecht wenn nicht und man es dann als Erwachsener erwischt … gell?

    Like

  3. *absolut zustimm*

    In den USA sind die Masern nahezu ausgerottet, weil dort eine Impfpflicht besteht! D.h. Man muss seine Kinder nicht impfen, aber dann dürfen sie nicht in die Schule. ;)
    Schöne Regelung, sollte man sich für Europa auch überlegen.

    Like

  4. Anthroposophen & Masern gibt’s auch in Deutschland, „Die Achse des Guten“, Auszug aus dem Artikel:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/drei_gruende_fuer_die_waldorfschule/

    „Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

    (…) Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

    Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

    Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen (…)

    Anhang:

    Rudolf Steiner begründet, warum Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss:

    „Nehmen wir an, im späteren Leben bekommt eine Persönlichkeit Masern, und wir suchen nach dem karmischen Zusammenhang dieses Falles. Wir finden dabei, daß dieser Masernfall aufgetreten ist als eine karmische Wirkung von solchen Vorgängen in einem vorangegangenen Leben, die wir etwa so beschreiben können: Die betreffende Individualität war in einem vorhergehenden Leben eine solche, die sich nicht gern um die äußere Welt bekümmert hat, sich nicht gerade im grob egoistischen Sinne, aber doch viel mit sich selber beschäftigt hat; eine Persönlichkeit also, die viel nachgeforscht hat, nachgedacht hat, aber nicht an den Tatsachen der äußeren Welt, sondern die im inneren Seelenleben geblieben ist. Sie finden auch heute sehr viele Menschen, welche glauben, daß sie durch In-sich-abgeschlossen-Sein, durch Grübeln und so weiter zur Lösung von Welträtseln kommen können. Bei der Persönlichkeit, die ich meine, handelte es sich darum, daß sie mit dem Leben so fertigzuwerden suchte, daß sie innerlich nachgrübelte, wie man sich in diesem oder jenem Falle verhalten soll. Die Schwäche der Seele, welche sich daraus ergeben hat im Verlaufe des Lebens, führte dazu, daß im Leben zwischen Tod und neuer Geburt Kräfte erzeugt wurden, welche den Organismus in verhältnismäßig später Lebenszeit noch einem Masernanfall aussetzten.

    Jetzt können wir uns fragen: Wir haben auf der einen Seite den Masernanfall, der die physisch-karmische Wirkung ist eines früheren Lebens. Wie ist es denn aber nun mit dem Seelenzustand? Denn das frühere Leben gibt ja als karmische Wirkung auch einen gewissen Seelenzustand. Dieser Seelenzustand stellt sich so dar, daß die betreffende Persönlichkeit in dem Leben, wo sie auch den Masernanfall hatte, immer wieder und wieder Selbsttäuschungen unterworfen war. Da haben Sie also die Selbsttäuschungen anzusehen als die seelisch-karmische Folge dieses früheren Lebens und den Eintritt der Masern als die physischkarmische Folge jenes Lebens.

    Nehmen wir nun an, dieser Persönlichkeit wäre es gelungen, bevor der Masernfall eintrat, etwas zu tun, um sich gründlich zu bessern, das heißt, um eine solche Stärke der Seele sich anzueignen, daß sie nicht mehr ausgesetzt wäre allen möglichen Selbsttäuschungen. Dann würde diese dadurch heranerzogene Seelenstärke dazu geführt haben, daß die Masernerkrankung hätte unterbleiben können, weil das, was im Organismus schon hervorgerufen war bei der Bildung dieser Organisation, seinen Ausgleich gefunden hätte durch die stärkeren Seelenkräfte, welche durch die Selbsterziehung herangezogen worden wären. Ich kann natürlich nicht ein halbes Jahr über diese Sachen reden; aber wenn Sie weit im Leben herumschauen und alle Einzelheiten, welche sich als Erfahrungen darbieten, von diesem hier gegebenen Ausgangspunkt aus betrachten würden, so würden Sie immer finden, daß das äußere Wissen voll bestätigen würde – bis in alle Einzelheiten -, was hier gesagt worden ist. Und was ich jetzt gesagt habe über eine Masernerkrankung, das kann zu Gesichtspunkten führen, die erklären, warum Masern gerade zu den gebräuchlichen Kinderkrankheiten gehören. Denn die Eigenschaften, die genannt worden sind, kommen in sehr vielen Leben vor. Insbesondere in gewissen Zeitperioden haben sie in vielen Leben grassiert. Und wenn dann eine solche Persönlichkeit ins Dasein tritt, wird sie so schnell wie möglich Korrektur üben wollen auf diesem Gebiet und in der Zeit zwischen der Geburt und dem gewöhnlichen Auftreten der Kinderkrankheiten, um organische Selbsterziehung zu üben, die Masern durchmachen; denn von einer seelischen Erziehung kann ja in der Regel in diesem Alter nicht die Rede sein.

    Daraus sehen Sie, daß wir wirklich davon sprechen können, daß die Krankheit in gewisser Beziehung wieder zurückverwandelt werden kann in einen geistigen Prozeß. Und das ist das ungeheuer Bedeutsame, daß wenn dieser Prozeß in die Seele als Lebensmaxime aufgenommen wird, er eine Anschauung erzeugt, die gesundend auf die Seele wirkt. In unserer Zeit braucht man sich nicht besonders zu wundern, daß man so wenig auf die Seelen wirken kann. Und wer die Zeit heute vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus durchschaut, der wird es begreifen, daß so viele Mediziner, so viele Ärzte Materialisten werden (…)“

    Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, FÜNFTER VORTRAG, Hamburg, 20. Mai 1910, S. 102ff

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Pharmama Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..