Wie man von einer Abhängigkeit wieder abkommt

… am Beispiel Vicks Medinait. (Wicks für die deutschen Leser). Das ist ein Kombipräparat das vor allem zur Winterzeit aktiv beworben wird gegen Erkältungsbeschwerden. Ein ziemlicher Hammer und enthält eine Kombination von Stoffen die abhängig machen können.

Mir fiel auf, dass der Kunde – ein distinguiert aussehender älterer Herr schon wieder Vicks MediNait holen kommt. Schon wieder heisst: das ist jetzt mindestens das 3. Mal, dass ich ihn sehe. Es ist Freitag abend und wenn ich mich recht erinnere, war es das die letzten Male auch.

Ich stelle das MediNait auf den Tisch, lasse aber die Hand drauf liegen als ich ihn frage:

„Mir fällt auf, dass sie das noch ab und zu holen kommen. Sie nehmen es wohl nicht gegen eine Erkältung?“

Mann: „Das ist ihnen aufgefallen? Also … wenn ich ehrlich sein soll, nein. Ich habe herausgefunden, dass es mir beim Schlafen hilft.“

Pharmama: „Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das macht ziemlich müde. Allerdings … ist das nicht das Beste, das Sie machen können.“

Mann: „Das ist mir schon klar, aber ich will deshalb auch nicht zum Arzt. Und das funktioniert. Was soll ich denn sonst nehmen?“

Pharmama: „Da hat es eine Menge Wirkstoffe drin, die sie nicht brauchen. Sie brauchen ja kein Hustenmittel und kein Schnupfenmittel und der Alkohol darin … – Sie brauchen ja eigentlich nur das, was sie müde macht … (überleg) ... interessanterweise gibt es da den einen der Wirkstoffe separat und speziell zum beruhigen / schlafen. Das hier:“

Ich stelle das Sanalepsi daneben.

„Das sind Tropfen. Zum Beruhigen und Schlafen. Probieren sie es doch statt mit dem MediNait mit dem. Da ist das Risiko auf Nebenwirkungen auch geringer.“

Er nahm sie.

Er hat es probiert – und es hatte für ihn die gleiche Wirkung wie die Medinait.

Und weil es Tropfen waren konnten wir das zusammen nach einiger Zeit dann abbauen und schliesslich wieder ganz damit aufhören.

Das ist für mich auch ein Erfolgserlebnis. Auch kleine zählen für das tägliche Wohlbefinden bei der Arbeit :-)

Ladenschluss

Die Frau schaut um viertel vor 7 Uhr in die Apotheke –„Schliessen sie schon?“

Die Drogistin, die dabei ist den Ladenschluss vorzubereiten sagt: „In 15 Minuten. Sie haben noch Zeit, wenn Sie etwas wollen.“

„Okay,“ meint die Frau und … geht wieder. Sie setzt sich in das Café gegenüber und trinkt etwas.

‚Nun gut’, denkt meine Drogistin – ‚dann braucht sie wohl doch nichts.’

Doch. Um 2 Minuten vor Ladenschluss kommt die Kundin herein und will noch eine Hautberatung für eine Nachtcreme.

Grrrrr!

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Lieber Zahnarzt: Bitte nicht.

Kundin bestellt bei uns eine spezial-Zahnpasta. Die braucht tatsächlich ein Rezept, muss aber (wie eigentlich alles auf Zahnarztrezept in der Schweiz) bezahlt werden.

Das Ding ist nicht exorbitant teuer.

Pharmama: „Das macht 9 Franken 50.“

Kundin: „Mein Zahnarzt hat gesagt es kostet 8 Franken.“

Pharmama: „Es kostet 9.50.“

Kundin: „Oookay. 9.50.“

Sie knübelt das Geld aus dem Portemonnaie und zahlt. Leicht widerwillig.

Lieber Zahnarzt. Das Ding kostet mich im Einkauf schon etwas über CHF 7.50.-. Bitte sieh‘ davon ab, dem Kunden irgendwelche Preise zu sagen. Die sind bei Sachen, die sowieso nicht von der Krankenkasse bezahlt werden Marktabhängig … und Du weckst Erwartungen beim Kunden, die wir dann enttäuschen müssen. Ich geh‘ ja auch nicht hin und sag der Kundin: „Oh, ein Loch flicken im Backenzahn – das kostet Sie nicht mehr als … Franken beim Zahnarzt.“

Also: Bitte nicht.

spezielle Allergien

Frau in der Apotheke: „Ich möchte ein Schmerzmittel, aber ich bin allergisch auf Milligramm.“

Pharmama: „Entschuldigung, Sie sind was?“

Frau: „Naja, ich kann Milligramm nehmen, aber nicht mehr als 200 aufs Mal – also geben sie mir ein Schmerzmittel mit weniger drin!“

Missverständnis (8)

Der junge Mann kommt in die Apotheke und verlangt: „Ein starkes Schmerzmittel!“

Es fällt auf, wie dick seine eine Backe ist, also fragt ihn die Pharmaassistentin: „Haben Sie Zahnschmerzen? SO geschwollen wie das ist, sieht sich das besser ein Zahnarzt an.“

Der Junge stutzt, nimmt ein Taschentuch aus der Hosentasche, spuckt den riesen-Kaugummi, den er in der Backe verstaut hat da rein und sagt: „Nein, das Schmerzmittel ist für die Kopfschmerzen meiner Mama.“

Ups. Na dann …

Das gehört wahrscheinlich unter die Kategorie: Missverständnisse …

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