Quicky (10)

„Ich bin allergisch gegen das Medikament, das mein Freund einnehmen muss. Können wir trotzdem küssen und Sex haben?“

Naja, wenn er sie schluckt, sind sie ja nicht mehr im Mund, dass man noch Kontakt damit hätte. Und im Sperma finden sich höchstens noch Spuren der Abbauprodukte. Also: Ja.

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Grrrrrr!

Kundin kommt abends mit Rezept für ein Schmerzmittel in die Apotheke.
Das Medikament gibt es schon eine Zeitlang, aber ich habe es bisher noch nie gebraucht und darum auch nicht an Lager.
Als ich ihr erkläre, dass ich es bestellen muss, reisst sie mir das Rezept aus der Hand und keift mich an: „Ihr lernt es nie! Genau darum lassen immer mehr Leute ihr Rezept von der Apotheke zur Rose* kommen. Es gibt Leute die haben Rheuma, wisst ihr?“

Sage ich: „Nun … das Medikament haben wir in den letzten Jahren NIE gebraucht und ich kann es auf morgen früh bestellen – … kann die Versandapotheke das auch so schnell?
Aber da ist sie schon aus der Apotheke gestürmt.

Grrrrrr! Solche Leute ärgern mich elend.

Klar, sie hat Schmerzen, aber andere haben das auch und reagieren nicht so.
Darum möchte ich an der Stelle mal an alle „Danke“ sagen, die nicht so sind. Ehrlich, ich schätze jeden einzelnen von Euch, die Ihr nett und freundlich und vielleicht sogar fröhlich seid und Verständnis habt, wenn man von den paar Tausend Medikamenten mal eines nicht an Lager hat.

*Versandapotheke

Die Zähne zeigen

Was macht man mit dem Kunden, der in der Drogerie bei jeder passenden -und unpassenden- Gelegenheit seine Dritten Zähne aus dem Mund nimmt und auf die Theke legt.

Zum Beispiel gestern: „Ich brauche eine neue Prothesenzahnbürste. Für diese hier“

*Klatsch* – liegen sie wieder auf dem Tisch.

(Igitt)

Nicht nur in Amerika …

Am Samstag hatte eine Frau in der Apotheke, die ihr Somnium wollte (ein starkes Schlafmittel). Der Computer sagt, sie hat erst vor 5 Tagen eine 50er Packung bekommen.

Darauf hingewiesen meint sie: „Die Packung ist mir ins Lavabo gefallen. Die Tabletten sind nassgeworden, ich habe sie weggeworfen.“

Jetzt sollte ich darauf hinweisen, dass diese Tabletten verblistert sind. Denen passiert nichts, auch wenn sie voll ins Wasser fallen. Also sage ich ihr das.

Kundin: „Aber ich habe sie weggeworfen.“

Hmmmpf. Aber: Jeder hat das Recht auf eine zweite Chance, im Zweifel für den Angeklagten und so, plus: sie hat ein Dauerrezept.

„Also. Sie bekommen noch eine Packung aber wenn derartiges nochmals passiert, dann hört der Arzt davon, ok?“

Wow- und ich dachte das „passiert“ nur in Amerika.

Was will der Kunde?

Von der Leserin Christine:

Heute kam ein junger Mann in die Apotheke und wollte ein „Anti-Mykolytikum“, nur was ist das?

Übersetzt bedeutet das was er gesagt hat ein „Anti-pilz-lösendes Mittel“

… er meinte aber ein Mucolytikum (ein schleimlösendes Mittel, meist gegen Husten)

… wobei ich wegen dem „Anti“ aber dachte, er will vielleicht ein Antitussivum (also ein husten-dämpfendes Mittel)

Sehr verwirrend ;)

durch viel Nachfragen, sind wir dann gemeinsam drauf gekommen, was er braucht:

doch nur ein schleimlösendes Mittel.

Noch ein typischer Fall von: Fachwörter sind besser zu vermeiden. Vor allem, wenn man nicht wirklich sicher ist.

Im Kreis herum

Bei der Dossiereröffnung:

Pharmama: „Haben sie chronische Krankheiten wie zum Beispiel hohen Blutdruck?“

Kundin: „Nein.“

Pharmama: „Nehmen sie irgendwelche Medikamente regelmässig ein?“

Kundin: „Ja, Beloc Zok.“

Pharmama: „Und wegen was nehmen sie das Beloc Zok?“

Kundin: „Gegen meinen hohen Blutdruck.“


Pharmama: „Ich dachte sie haben gesagt, sie haben keinen hohen Blutdruck?“

Kundin: „Habe ich auch nicht, wenn ich das Beloc Zok nehme.“