Top Ten Artikel von 2015

2015 ist vorbei, 2016 ist da, aber hier kommt der Wochenendrückblick der besten … naja, zumindest meistbesuchten Artikel von 2015:

1. Brillen für die Sonnenfinsternis
Sonnenfinsternis am 20. März … und alles sucht nach den Brillen dafür. Wir auch – denn im Gegensatz zur letzten Sonnenfinsternis hatten wir dafür vorher keine Angebote … und auch deshalb einen rechtzeitige Bevorratung verpasst. Mistig. Aber: schön war sie trotzdem, auch mit Behelfsmaterial.

2. Lego Geburtstagsparty
Juniors letzte Geburtstagsparty und Ideen dazu erfreute sich starker Nachfrage. Die nächste wird übrigens Minecraft.

3. Da steht was auf dem Rezept ?!?
Gastbeitrag – ist aber auch unglaublich, was sich so alles auf einem Rezept findet.

4. Wie geht es Euch mit der Pille danach?
Deutschland hat es geschafft und gegen erbitterten Widerstand in der Politik und Zweifeln der Ärzteschaft die Pille danach frei verkäuflich zur Abgabe in Apotheken gemacht. Haben sich die Befürchtungen bewahrheitet? Und: gehört das in die Reiseapotheke?

5. Wieviel darf ein Medikament kosten?
Das war die Frage: was ist es Euch wert. Und es stellte sich heraus: Vom Gesetz her kostet es einiges weniger als die Mehrheit erwartet oder bereit ist zu zahlen.

6. Wie schreibt sich das?
Immer wieder interessant … sollte das der Arzt nicht (auch) wissen?

7. Ein Grund mehr rechtzeitig zu schliessen …
weil man sonst verzeigt werden kann?

8. Algebra Rezept?
Brandneuer Beitrag – was heisst das nun? Ihr rätselt ja gerne.

9. Bitte lest nicht diesen Blog!
Nicht ganz ernstgemeint, aber trotzdem so: Ich will ja niemanden zwingen. Echt nicht. Ich weiss, es macht süchtig, aber … echt nicht.

10. Rezept für … was?
Noch so ein Rätselrezept, Ärzte-Handschriften sind doch was … einzigartiges.

Der WordPress- Rückblick ist auch interessant, auch wenn sie immer noch nicht rechnen können, so wie’s aussieht.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Besten Dank jedenfalls an alle Kommentatoren! … allen voran:

 

Heilmittel auf Waffenschein (Schiesspulver?)

Fundstück im Netz von turtleofdoom auf einer Seite die Schiesspulver vertreibt:
schiesspulver

Zündpulver Spezial OB
Wir auch für Medizinische zwecke gebraucht.
Gicht / Reuma… (Morgens eine Messerspitze voll einnehmen.)
Kaufbestimmung: Strafregisterauszug nicht älter als 3 Monate oder Waffenschein nicht älter als 2 Jahre

(Schreibfehler in dem Fall nicht meine).

Das ist doch mal was neues! Ein Heilmittel, das es ohne Rezept gibt … dafür braucht es einen Waffenschein oder Strafregisterauszug.

Umm – Nein. Produkte mit einer Heilanpreisung (wie oben) sind Arzneimittel und benötigen eine Zulassung durch das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic).

Nun, ich hoffe der zuständige Kantonsapotheker, an den die Meldung von der Swissmedic weitergeleitet wurde kümmert sich jetzt da drum :-)

Aber Schiesspulver für medizinische Einsätze? Interessanterweise finden sich im Netz ein paar Anwendungsgebiete, hauptsächlich allerdings historischer Natur: von Schiesspulver auf Wunden streuen (und anzünden) zum „desinfizieren“ über die Einnahme (speziell im Kriegsfall angewendet (wahrscheinlich aus Mangel an anderem und Verfügbarkeit desselben) bis zu Schiesspulver in homöopathischer Form. Wirksamkeitsnachweis bei allem fehlend und aus heutiger Sicht würde ich da eher abraten …

Übrigens: das „Schwarzpulver“ das Mozart eingenommen haben soll war kein Schiesspulver, aber auch schwarz, weil es Kohlepulver enthielt. Kohlepulver bekommt man heute noch in Kapseln oder Tablettenform oder als Suspension (bäh), es bindet gewisse Stoffe und wird deshalb bei Durchfall oder als Antidot bei manchen Vergiftungen eingesetzt.

Pharmama auf Instagram!

Mal was neues: Pharmama ist jetzt auch bei Instagram. Erst kürzlich habe ich das wiederentdeckt – und es hat Suchtpotential.

Was könnt ihr dort erwarten? (hoffentlich) schöne Bilder von … überall.  Aktuelle Schnappschüsse aus der Apotheke. Optisch ansprechende Grafiken und … was mir sonst so interessantes über den Weg läuft, das im Blog keinen Platz findet.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir dort folgen wollt.

Klick auf die Pille bringt Euch hin:

(jetzt auch in der Seitenleiste)

See you there?

Holen Sie Ihre Medikamente … wo?

Nein, mal nicht aus dem Internet. Aber man hat als Patient heute die Wahl – es ist nicht mehr einfach nur die Apotheke vor Ort, auch wenn das immer noch die beste Möglichkeit wäre im Sinne der Medikamentensicherheit.

Trotzdem bin ich derartiges (noch) nicht gewohnt:

rphausarzt

„Bezug der Medikamente beim Hausarzt oder in einer Apotheke.“

Auf dem Spitalaustrittsrezept wird der Hausarzt als Bezugsort empfohlen (noch vor der Apotheke?!? Ich bin enttäuscht von dem Spital.)

Oder das:

rpapovorschrift

„Rezept nur in XY Apotheke einlösbar“

Wie bitte??? Das ist eine klare Einschränkung des Leistungserbringers … sowas DARF einfach nicht auf einem Rezept stehen. Der Patient selber wusste übrigens von nichts, hat das sogar übersehen zum Glück, weshalb er wieder bei uns in seiner Stammapotheke gelandet ist. Man sieht auch, dass das nicht gerade Medikamente sind wo wegen Abhängigkeitsproblemen der Bezugsort eingeschränkt wurde. Der Arzt / die Praxisassistentin war übrigens dezent uneinsichtig, was meine Reklamation betraf: „Das ist so in unserem Computerprogramm, da hat der Arzt wohl ein Kreuzchen falsch gesetzt.“ Macht ja nix, oder? Ich habe dann auch noch bei der erwähnten Apotheke reklamiert, vor allem, dass – wenn das wieder vorkommt, ich das dem Gesundheitsamt melde -solche Absprachen sind rechtswidrig.

Und (nur als Bonus) noch dieses Rezept, das speziell die Detailhändler wie Migros, Coop etc. freuen wird:

rpaldi

Ja, da steht drauf Multinorm 50+. Ich kannte das nicht, fand nichts bei uns im Computersystem und ging dann googeln. Das sind offensichtlich Multivitamintabletten aus dem Aldi. Nein, die gibt’s bei uns nicht, auch wenn es auf dem Rezept steht – und die Detailhändler das sicher gern beliefern würden.

Sowas.

Soeben wurde Ihnen ein Data Travel Paket aktiviert …

Ferien und Telefongebühren – wir Schweizer können davon ein Liedchen singen. Falls ihr das noch nicht mitbekommen habt: Telefonieren mit dem eigenen Handy im Ausland ist teuer. Ins Internet gehen … das geht ins Geld. Schnell. In Thailand musste ich das mal weil ich eine Adresse gesucht habe – da kam nach ca. 5 Minuten die Meldung: „Sie haben soeben den Dataroaming Betrag von 50 CHF für den laufenden Monat überschritten. Sie können bis zur Data Roaming Limite (200 CHF) weiter Datenverkehr nutzen.“ 

Ansonsten bieten sie einem so nette Pakete an wie „dem Data Travel 200 MB Paket für nur CHF 33.-„ (Thailand, 2015, Swisscom), die konnte man nach Wunsch aktivieren. Vorher natürlich.

Man kann sich also vorstellen, dass ich auf dem iphone das Datenroaming und die mobilen Daten wenn ich in die Ferien gehe meist einfach abstelle und mich darauf beschränke dort zu surfen, wo es gratis WLAN hat – in den Hotels.

Diesen Sommer haben sie aber irgendetwas geändert, so dass ich bei einem Ausflug über die Grenze nach Deutschland diese Nachricht bekam:

„Soeben wurde Ihnen ein Datenpaket „Standard Tarif 10MB EU“ aktiviert. Sobald das Volumen aufgebraucht ist, wird automatisch ein neues Datenpaket aktiviert. Ihre aufgelaufenen Datenroaming-Kosten für den aktuellen Monat betragen CHF 4.5 …“.

Was mich daran enorm genervt hat: Ich bekam die Nachricht nur weil ich über die Grenze gegangen bin und das iPhone angeschaltet habe … ich habe nicht telefoniert, kein SMS geschrieben, war nicht im Internet. Möglicherweise hat irgendeine App aber Kontakt mit dem Internet aufgenommen. Ich habe darauf alle Apps durchsucht und überall die Berechtigungen ausgeschaltet, dass sie ins Netz gehen (ausser bei den wichtigen) … jetzt bekomme ich halt beim Öffnen vom Sudoku die Nachricht „Mobile Daten für „Sudoku“ sind deaktiviert“ … Gut. Ich habe sowieso nicht begriffen, wofür das Teil Zugang braucht (für die Werbung, die es zeigt?) … Und dann bin ich ins Internet vom Computer aus und habe bei meinem Account die Einstellungen geändert, dass es mir nicht mehr automatisch diese Pakete aktiviert. Ich hab jetzt Ruhe, aber …

Und jetzt: Kuschelbär hat an dem Tag in den Ferien eine Nachricht von der Swisscom, seinem Handyanbieter bekommen. Ich zeig das am besten mal:

mobileroaming

Das ist kein Scherz. Ja – das ist sein Handy, ein altes Nokia. Das ist kein Smartphone, das ist nicht Internet-tauglich. Das kann nicht mal MMS darstellen.

Auch Interessant: da steht nicht mal wieviel das kostet. Er hat Prepaid und wenn er die Differenz ansieht zu dem, was es vor dieser Nachricht war, haben sie ihm mindestens 15 Franken abgebucht.

Das wird noch ein Nachspiel haben … wobei ich das jetzt bringe, da er selber noch nicht dazu gekommen ist … ich bin ja mal gespannt, was die dazu sagen.

Wenn es hier im Moment etwas ruhiger ist …

… könnt ihr Euch natürlich durch’s Archiv lesen, die Zufallsfunktion benutzen, ODER diese Blogfundstücke besuchen:

Das Apothekentheater – jetzt schon eine Zeitlang bei mir im Leser – und unbedingte Empfehlung! Das Ptachen schreibt über die Arbeit in einer deutschen Apotheke. Und wie.

Von der Uni an den Herd – auch Hausarbeit ist Arbeit. Satire und mehr einer akademischen Hausfrau zeigt das schön. Übrigens: Durchhalten!

Heute war wieder einer da – unnamedinweiss schreibt aus der Hausarztpraxis. Mehr!

Der Reiseapotheker – entdeckt Deutschland und Umgebung auf seinen Ausflügen, wenn die Apotheke geschlossen hat.

Der Pflegeblogger bloggt aus um und über die Pflege. Lesenswert auch mal die andere Seite zu sehen und nicht nur immer die (viel zu häufige) Kritik daran. Man merkt: er mag seinen Job.

Der Pflägermeister ist Krankenpfleger in einem deutschen Krankenhaus Abteilung Anästhesie und Rettungsdienst. Danke übrigens für die Unterstützung von wegen Pille danach Abgabe durch Apotheker!