Wie geht es Euch mit der Pille danach?

Frage an unsere Deutschen Apotheker-Kollegen (und -innen und PTAs und wer sonst noch mitdiskutieren will):

Vor einigen Wochen wurde auch in Deutschland eingeführt, dass die Pille danach ohne Rezept in der Apotheke erhältlich ist. Und ich würde jetzt gerne von Euren Erfahrungen hören:

haben sich die Befürchtungen bewahrheitet, dass Horden unvernünftiger Mädchen das ausnützen gehen? Hat sich das eingespielt in der Apotheke (und wie?)? Was hört ihr von (Betroffenen) Kunden und Patienten für Reaktionen?

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Wegen abwesendem PC kann ich momentan nicht gut schreiben – aber ich lese alles! Und ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen. Also her mit the Good the Bad und auch the Ugly!

66 Antworten auf „Wie geht es Euch mit der Pille danach?

  1. Ich empfinde es nicht als „Horden“, obwohl wir schon einige verkauft haben. Durch die Dokumentation, unseren Fragebogen und meine Hand-Out-Zettel fühle ich mich auch sehr sicher damit.Ich finde es gut, Frauen und Mädchen so schnell und einfach helfen zu können und habe bisher noch keine Klagen über Nebenwirkungen gehört. Ich berate unsere Patientinnen jedenfalls mehr, als mein Frauenarzt mich beraten hat.

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  2. Auf den Post bin ich gekommen, nachdem ich auf Apotheke da hoc über diesen Kommentar gestolpert bin: “
    „Dass ich ein absoluter Gegner der Verschreibungsfreiheit der Pille Danach bin, muss ich nicht betonen. Jetzt treiben die jungen Damen es wie die Kaninchen im Stall. 34 Pille Danach – Anfragen nur bei uns seit letzten Sonntag!!! So ersparen sie sich die Kosten für die Antibabypille, denn der wechselnde Partner darf jedes mal bezahlen. Das sind die Fakten, die keiner wahr haben wollte.“
    … Und ich frage mich, ob das wirklich in D so anders laufen sollte als anderswo? Bei uns siehts jedenfalls nicht so aus – aber ich bin gespannt, was hier kommt.

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      1. Ja. Das ist eine der Fragen, die ich dazu hätte. Zusammen mit: Anfrage- oder Abgabe? Und: beratet ihr da auch richtig dazu und verlangt dann etwas dafür (was ich unbedingt würde!) … Das kann nämlich in manchen Fällen „Wiederholungstäter“ ummm abhalten. Ansonsten … Es hört sich ein bisschen nach selbsterfüllender Prophezeiung an.

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    1. Auch hier und grade bei (ständig) wechselnden Partnern wäre mir der Einsatz von Kondomen um so wichtiger. Die Pille danach hilft eben nicht gegen HIV und Co.

      Ich hoffe einfach mal dass der Verfasser übertrieben hat und die Freigabe der Pille danach nicht Horden von Mädels/Frauen von der konventionellen Verhütung abhält.

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  3. Bei uns in Kleinstadt (50 000 EW), Apotheke am Rande des Zentrums, etwa alle 2 Wochen Notdienst: Die ersten Pillen Danach habe ich Mitte Mai abgegeben, bisher waren es 3 oder 4, in der ganzen Zeit. Hält sich also in Grenzen. Ist in ner größeren Stadt, die vielleicht auch noch eine Studentenstadt ist, sicher nochmal anders.

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    1. Also, wenn die das für die Reise-Apotheke haben wollen hoffe ich nur dass auch Kondome enthalten sind und die Pille nur zusätzliche Sicherheit bringen soll falls mit dem Gummi was daneben geht. Ich finde es jedenfalls irgendwie seltsam sowas auf Vorrat und für die Reise zu kaufen und hoffe einfach mal darauf dass auch trotz der Freigabe weiter verantwortungsvoll mit dem Thema umgegangen wird.

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  4. Bei uns hält sich das auch wirklich in Grenzen. Seit der Einführung hatten wir 3 Nachfragen, 2x haben wir die Pille danach abgegeben, 1x nicht da die letzte Periode schon 20 Tage her war.
    Durch eine spezielle Fortbildung und den Fragebogen fühlen wir uns in der Beratung und Abgabe sicher, und ja – wir nehmen eine Aufwandspauschale von 10€. Das ist bisher noch nicht moniert worden.
    Die Karnickelscharen gibt es bei uns auch nicht, und ich denke der Artikelschreiber übertreibt ganz bewusst um seine Position zu untermauern. Eine Anfrage zur Reiseapotheke hatten wir aber ebenfalls, und natürlich abgelehnt!

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    1. @ptachen: Vorsorglich die Pille danach auf eine Reise mitzunehmen, finde ich eine gute Idee. Meines Wissens wird die Pille danach in Österreich auch für die Reiseapotheke empfohlen. Beispielsweise gelangt man in Afrika auf einer Safari im Notfall da einfach nicht dran. Das muss ja nicht bedeuten, dass eine Frau auf ein Kondom verzichtet. Mit dieser Argumentation verstehe ich den Standpunkt nicht, dass eine Apotheke die Abgabe verweigert.

      Die Nummer mit den 20 Tagen finde ich übrigens auch etwas riskant. So ein Spermium überlebt schon mal 5 Tage und der Eisprung ist jetzt auch nicht immer am exakt gleichen Tag. Im Zweifelsfall finde ich es richtig, dass eine Frau die Pille danach nimmt (sogar dann, falls sie gerade wirklich die Abbruchblutung hat und definitiv nicht schwanger werden kann). Die Nebenwirkungen der Einnahme der Pille danach sind überschaubar. Die Nebenwirkungen einer potentiellen Abtreibung sind deutlich höher.

      Die Abgabe der Pille danach ist freigegeben. Man kann da gerne als Apotheker aufkären. Ich kann mir aber keinen Grund vorstellen, warum eine Apotheke hier die Abgabe verweigert, wenn ein Kunde diese explizit wünscht.

      Und das von mir, der eigentlich ein Gegner der Freigabe der Pille danach ist.

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      1. Bei uns ist das so: keine Abgabe auf Vorrat. Dazu gehört alles, was „vor“ der Tatsache ist, auch die Reiseapotheke. Will jemand das trotzdem dafür kann sie sich die Pille danach vom Arzt dafür verschreiben lassen. Das geht immer noch gleich wie vorher.

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        1. Im Regelfall finde ich die Einstellung durchaus richtig, das Ding nicht vorab abzugeben. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Bei einer Safari in Afrika, einer Rucksacktour durch Thailand oder einer Reise ins australische Outback finde ich die Mitnahme der Pille danach im Reisegepäck vernünftig. Man gelangt dort einfach nicht an vernünftige Ware.

          Wenn man – wie ich – davon ausgeht, dass eine Apotheke zur Anwendung der Pille danach vernünftig berät, sehe ich den Grund nicht, warum man die Frau jetzt ausgerechnet damit zu einem Arzt schicken sollte. Zumal der deutsche Gesetzgeber die Einnahme in der Apotheke nicht verpflichtend vorgeschrieben und eine Vorratsabgabe ausdrücklich nicht verboten hat. Diese rechtliche Situation ist – soweit Du schreibst – bei Euch in der Schweiz anders.

          Für mich schwingt da eine moralische Bewertung mit. Die Abgabe der Pille danach sollte davon entkoppelt sein.

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          1. Yeah… Nicht jede schwangere Frau wurde freiwillig befruchtet und gerade wenn man im Ausland unterwegs ist in so einem Fall – Sprachbarrieren im medizinischen Bereich, evtl Verbote der Pille danach, schwer an Arzt oder Apo zu kommen, vlt will oder kann Frau nach einem Gewaltakt auch nicht zum Arzt oder Notdienst… Ich finde, man sollte ein Recht darauf haben. Auch in festen Beziehungen werden Frauen vergewaltigt und eine Pille danach zu haben, gibt einem in diesem Fall auch wieder körperliche Autonomie zurück.

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          2. @Red Jenny: Da Du auf mich geantwortet hast, möchte ich dazu was sagen.

            Eine Vergewaltigung ist sowohl gemäß der Leitlinie der Apotheker als auch der Leitlinie der Ärzte ein Hindernisgrund für die Abgabe der Pille danach. Laut beider Leitlinien ist bei einer Vergewaltigung eine Überweisung an einen Frauenarzt Pflicht.

            Ich finde das durchaus auch ethisch richtig so. Grund: Nach einer Vergewaltigung muss der Genitalbereich einer Frau gründlich untersucht werden. Es kann sein, dass hier schwere körperliche Schäden aufgetreten sind. Es besteht die akute Gefahr der Infektion mit einer Geschlechtskrankheit (z.B. HIV), der man noch durch medizinische Maßnahmen entgegenwirken kann, sofern diese sofort eingeleitet werden. Weiterhin wird es wahrscheinlich notwendig sein, dass die Frau psychisch betreut wird. Im Sinne der Verfolgung des Täters ist es auch sinnvoll, die Spuren zu sichern (z.B. eine Probe des Spermas zu nehmen).
            Eine vergewaltigte Frau kann durch eine Apotheke oder einen Allgemeinmediziner nicht ordnungsgemäß betreut werden. Das ist dann Aufgabe eines Gynäkologen.

            Bei einer Vergewaltigung ist die Grenze der Selbstmedikation überschritten.
            Insofern revidiere ich meine Aussage, dass ich mir KEINEN Grund vorstellen kann, warum eine Apotheke die Abgabe verweigert. Das wäre ein Grund.

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          3. Ich gebe dir in deinem Kommentar recht. In meinem Freundes und Familienkreis kenne ich jedoch Fälle, in denen Frau bzw Mädchen viel zu traumatisiert und verängstigt waren um zur Polizei oder Arzt zu gehen. Meine Freundin lies sich nach ihrem Übergriff sehr lange nicht mehr anfassen und hat auch sehr lange nicht darüber reden können. So eine Sache kann völlig traumatisieren!
            Und wie gesagt, Vergewaltigungen finden auch in der Ehe bzw Beziehung statt. Dass danach nicht sofort zu Arzt oder Polizei gegangen wird finde ich auch verständlich. Echt. Man möchte das Geschehene nicht noch mal und noch mal erzählen müssen…

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          4. Ich möchte mal die Punkte „Reisevorrat“ und „Vergewaltigung“ in Kombination mit „strengreligöses arabisches Reiseland“ bringen.
            In solch einer Situation ist, laut einiger Medienberichte, der Gang zur Polizei der absolut riskanteste Weg.
            Da würde ich wohl zunächst auf die Eigenverantwortung der Frau vertrauen (zumindest solange mich deren Auftreten oder frühere Erfahrungen nicht daran hindern).

            Auch ansonsten kann ich mir wie McCloud vorstellen, dass bei manchen Touren abseits der üblichen (westlichen) Zivilisation eine Pille danach (zusammen mit Kondomen) mit ins Gepäck gehören kann. Manche nehmen da ja auch ein Dental-Kit, Spritzen und Skalpell mit.

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            1. In dem Zusammenhang sollte man vielleicht noch erwähnen, dass in solchen Ländern tatsächlich auch die Mitnahme hormonhaltiger Mittel zu ziemlich unangenehmen Problemen führen kann, vor allem wenn die bei einem gefunden werden. Und auch wenn ich (Vielreisende) weggehe – Antibiotika, ev. Spritzenmaterial habe ich dabei. Die Pille danach nicht. Man kann es auch wirklich übertreiben mit „was wäre, wenn …“

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          5. @Pharmama: Ich finde, dass das auch etwas auf das Alter der Frau und auf die Situation ankommt. Eine 40-45jährige verheiratete Apothekerin (=Du selbst), die fest im Berufsleben steht, braucht im Reisegepäck wahrscheinlich keine Pille danach, da sie wahrscheinlich folgender Meinung ist: „Wo Platz für ein Kind (=Junior) ist, ist notfalls auch noch Platz für ein zweites Kind“.
            Bei einer 19jährigen Frau, die noch ihr Studium vor sich hat, sieht die Situation anders aus. Die will auf gar keinen Fall schwanger werden. Hier kann die vorsorgliche Mitnahme der Pille danach sinnvoll sein, falls mit dem Kondom oder der normalen Pille etwas schief läuft.

            Was die Mitnahme von hormonhaltigen Arzneimitteln in problematische Länder angeht: Man kann die Tablette auch vor der Reise auspacken und in eine Hosentasche seines Reisegepäck stecken. Dann ist das halt notfalls am Zoll eine Kopfschmerztablette. Ich würde hier auf die Informationen des deutschen „Auswärtigen Amts“ vertrauen ( http://www.auswaertiges-amt.de/sid_EA3B368D2894A826A5120291C11E7DE1/DE/Laenderinformationen/SicherheitshinweiseA-Z-Laenderauswahlseite_node.html ). Wenn dort nichts davon steht, dass hormonhaltige Arzneimittel im entsprechenden Reiseland problematisch sind, dann würde ich die Packung so mitnehmen, wie man sie in der Apotheke erhalten hat.

            Du schreibst, dass Du die Mitnahme von Antibiotika für Euch für sinnvoll erachtest. Da man in vielen Ländern Antibiotika sowieso in jeder öffentlichen Apotheke ohne Rezept erhält, halte ich die Mitnahme von Antibiotika bei einer Reise eher für unnötig. Da würde ich noch eher die Pille danach als Reisemedikation für sinnvoll erachten – je nach Alter, Situation, Ziel und Zweck (z. B. Dom. Rep. bei älteren alleinstehenden Frauen?) der Reise.

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        2. @McCloud: da will ich doch nochmal nachschlagen: Nein, die Pille danach gehörte für mich auch als unverheiratete Frau nicht ins Reisegepäck. Kondome schon. Nicht wegen dem „macht ja nichts, falls ich doch schwanger werde“, sondern, weil die Kondome genug schützen und es falls da tatsächlich was passieren sollte ich auch nach der Reise noch Varianten habe. Wenn ich nicht schwanger werden will, dann beuge ich vor und passe mein Verhalten entsprechend an und benutze Kondome, wenn ich nicht schon die Pille nehme.
          Antibiotika gehören bei mir wie die Spritzen ins Reisegepäck für die Länder wo man nicht leicht an einen Arzt kommt oder die Apotheken nicht gut ausgerüstet sind. Nach der Apotheke in Kenya wo sie nicht einmal Schmerzmittel an Lager hatten sehe ich mich darin auch bestätigt. Die Tabletten kommen zwar in 99% der Fälle ungebraucht zurück, aber wenn ich in einem Land bin und in einer Gegend unterwegs, wo ich selber wohl die beste medizinische Grundlage bin …

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          1. Danke für Deine Antwort. Klar sind bei einer unverheirateten Frau Kondome das Mittel der Wahl, die normalerweise genug schützen. Und eine Frau, die definitiv nicht schwanger werden will, wird nicht schwanger – einfach weil sie sich auch im größten Eifer des Gefechts bewusst ist, dass sie sinnvoll verhüten muss. Auch als Typ hatte ich mich in meinem Sturm- und Drangjahren noch so unter Kontrolle, dass ich wußte, dass ein Kind während des Studiums ein einschneidendes Erlebnis wird. Daher nutzt man Kondome.
            Aber auch bei simplen Petting kann mal was passieren.

            Welche Variante meinst Du nach einer Reise, falls da tatsächlich etwas passieren sollte? Wenn die 5 Tage überschritten sind, fällt mir da wirklich nur die Abtreibung ein. Ich stelle mir das als einen enorm psychisch belastenden Eingriff vor. Potentiell besteht dabei auch die – unwahrscheinliche – Möglichkeit, dass eine Frau unfruchtbar wird. Das möchte ich einer Frau gerne ersparen.
            Mifepriston als Tablette betrachte ich in dem Zusammenhang als Abtreibung.

            Nüchtern betrachtet sehe ich die Pille danach in ihrer heutigen Form als relativ nebenwirkungsfrei an. Lieber mal vorsichtsweise schlucken, wenn ein Restzweifel besteht, dass Sperma einen Weg in eine weibliche Scheide gefunden haben könnte.

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          2. @pharmama: vielleicht noch ergänzend (habe ich vor einiger Zeit gelesen):
            „Bereits bei der Eröffnung […] [der pharmazeutischen Fortbildung] Pharmacon am 18. Januar hatte [der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer] Wellan für Erstaunen beim vorwiegend deutschen Publikum gesorgt, als er berichtete, dass die Österreichische Apothekerkammer die „Pille danach“ in die Reiseapotheke gepackt hat, die sie einem österreichischen Archäologenteam zusammengestellt hat, bevor es zu Ausgrabungen im antiken Ephesos aufgebrochen war. „Die ‚Pille danach‘ gehört in jede Reiseapotheke“, meinte Wellan. In der Schweiz könne man diese Meinung nicht nachvollziehen, machte [der Präsident des Schweizer Apothekerverbands] Jordan klar, bei der „Pille danach“ handele es sich eben nicht um ein Verhütungsmittel wie jedes andere.“
            Quelle: http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/politik/news/2015/01/23/unterschiedlicher-umgang-mit-der-pille-danach/14889.html

            Vielleicht einigen wir uns darauf: Man sieht das Thema Pille danach als Reisemedikament dies- und jenseits des Bodensees etwas unterscheidlich.

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      2. „Und eine Frau, die definitiv nicht schwanger werden will, wird nicht schwanger“- hast du das wirklich geschrieben? Und ernst gemeint? Es wurden noch nie Frauen schwanger, die definitiv nicht schwanger sein wollten? Boah dann koennen wir ja in deiner herrklaerbaren Welt alle Abtreibungspraktiken und Pille danachs abschaffen! Die Welt wird ein besserer Ort, weil niemand mehr gegen seinen Willen Geschlechtsverkehr hat! Weil eine Frau, die vergewaltigt wird und schwanger davon wird, es ja anscheinend gewollt haben muss, sonst waere sie ja definitiv nicht schwanger.

        Ein weiterer Grund, warum Maenner nix in Gebieten zu sagen haben sollten, die nicht ihren eigenen Koerper angehen… seriously.

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        1. Er hat geschrieben: Eine Frau, die definitiv nicht schwanger werden will, wird nicht schwanger – einfach weil sie sich auch im größten Eifer des Gefechts bewusst ist, dass sie sinnvoll verhüten muss. Und das kann ich unterstreichen. Wir reden hier ja auch nur von einvernehmlichem Geschlechtsverkehr und nicht von Vergewaltigung.

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    2. „1x nicht da die letzte Periode schon 20 Tage her war.“

      Und warum bekommt man da keine PD? Der Eisprung kann sich immer mal verschieben ich hatte schon diverse jenseits von Zyklustag 20.

      Ich empfehle: http://www.zyklus-wissen.de um mal ein paar Basics aufzufrischen

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      1. @Aleonor: Danke, schöne Quelle. Ich zitiere daraus: “ In jedem 5. Zyklus kommt es erst am 20. Zyklustag oder später zu einem Eisprung.“

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  5. Also wir hatten auch keine Scharen von unverantwortlichen Frauen, sondern nur die „echten“ Notfälle. Und ein Pärchen, daß unser Preis zu hoch war….
    Und für die Reiseapotheke – finde ich on second thought – ok. Schließlich könnte eine Panne ja auch im Urlaub passieren, und wenn ich dann in einem Land bin, wo ich erst zu einem Arzt müsste, die Sprache nur schlecht spreche und es eventuell auch noch ein katholisches Land ist …..

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  6. Im Mai liefen ein paar mehr, solche „Ausreisser-Monate“ habe ich aber in jedem Jahr, und immer sind es andere Monate. Im Juni lief bloß eine. Im Jahresmittel hat sich bei uns bisher nichts verändert.

    Viel ärgerlicher finde ich, dass die in der Nähe befindliche Gynäkologin (!) sich geweigert hat, bei einer Minderjährigen (!) sowohl das fragliche Beratungsgespräch durchzuführen als auch (politisch und kassentechnisch zugesichert – und von mir via Ausdrucken auch gegenüber der Praxis belegt [1]) das Produkt auf ein Kassenrezept zu schreiben. Wobei sich die Kasse natürlich vorab weigerte, ein Privatrezept anschließend im Kostenerstattungsverfahren zurückzuzahlen. So viel zum Thema Beratung kann die Apotheke nicht genügend! seitens des Berufsverbandes der Gynäkologen [2] sowie seitens der Politik [3]. Und da soll ich mich als Apotheker nicht veraaaa…lbert vorkommen? Ich kann da nur noch mit dem Kopf schütteln…

    Naja, und so zwei oder drei „Test“-Anrufe ala (männliche Stimme) Ich wollte mal hören, ob Sie die vorrätig haben, damit ich die meiner Freundin schnell mitbringen kann… Ja, also äh… nein. ;-)

    [1] http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/bundesrat-pille-danach-werbeverbot-und-erstattung/
    [2] http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/aerzte-misstrauen-pidana-beratung-in-apotheken-offener-brief-an-groehe/
    [3] http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/nachricht-detail/notfallkontrazeptiva-huml-warnt-vor-pille-danach/

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  7. Bei mir ist der aktuelle ‚Rekord‘: 10 Stück bei einem Sonttagsnotdienst (Tagschicht, also 8:00-20:00)…und immer großes Staunen, wenn ich anfange die Daten abzufragen und recht detaillierte Auskünfte (selbst Schuld, meine Frage „Wann war der letzte GV?“ schreit ja geradezu nach technischen Details…). Der Hinweis, dass die Pille danach auch nicht 100% wirkt und bei ausbleibender Periode trotzdem mit Schwangerschaft gerechnet werden muss sorgt regelmäßig für ungläubiges Staunen. Und der Preis.

    Einmal bin ich auch über den Schatten gesprungen und habe die Pille danach einem jungen Mann für seine abwesende Freundin abgegeben. Er hat sie mir am Telefon gegeben und nach detaillierter Klärung der Fragen habe ich ihm die Pille dann mitgegeben. Nicht 100% korrekt, ich weiß, aber ich fand die Darstellung von beiden recht überzeugend.

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    1. Ziemlich frequentierte Apotheke in dem Fall :)
      Das mit dem Erstaunen dürfte sich mit der Zeit etwas legen. Ich sage inzwischen vorher den Angabepreis an, nicht weil sich dadurch Beratungen „verhindern“ ließen, sondern um Danach unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

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  8. Der befürchtete Run auf die Pille danach ist bei uns auch ausgeblieben. Wir schieben es immer noch auf die dörfliche Lage. Befreundete PTAs aus stadtnahen und Stadtapotheken, besonders denen in Disko-Nähe, haben mir schon anderes berichtet.
    Bisher ist die Abgabezahl nur ganz leicht angestiegen – der Juni war ein kleiner Ausreißer, aber da gehen hier auch die Parties los. Die Beratungsgespräche haben auch guten Anklang gefunden. Sogar das Ausstellen eines Kassenrezepts für eine Minderjährige hat mit dem Arzt zusammen geklappt :)
    Nur eine Dame fiel auf, die sich die besagte Pille holte und auch Nachfrage, ob sie die schon kenne ganz gelassen antwortete „Ja, ich verhüte nunmal nicht, aber da hole ich mir dann eben die paar Mal im Jahr die Pille danach. Mein Arzt kennt das schon.“ … ehm??

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  9. Aaaaalso:
    Bei uns in der Apo hab ich fürs QMS die ganze Papiererei entworfen (ja, auch mit Hilfe Deines Buches…und mit Hilfe des Seminars der LAK).

    Und irgendwie riech ich wohl danach, denn:
    Ich kann darauf zählen, mindestens 90% aller Nachfragen danach landen bei mir!

    Ich spul dann brav mein Sprüchlein ab, dass das ja alles noch relativ neu wäre und wir da zur allgemeinen Sicherheit so nen Bogen abzuarbeiten hätten – und hol den Doku-Ordner.

    Die Damen nehmens gelassen – bisher war noch kein Herr alleine da, nur zweimal meinte ein männliches Wesen mit Begleitung „WIR“ brauchen die Pille danach – trockene Antwort meinerseits: Sie eher nicht! wurde beide Male mit Grinsen zur Kenntnis genommen.
    Über den Preis hat sich noch keine/r beschwert – wenn Mann dabei, bezahlt er (eingeschränkte statistische Aussagekraft…).

    Mehr als vorher? Ja
    Horden von Karnickeln? Definitiv NICHT.

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    1. ‚ “WIR” brauchen die Pille danach‘ – Ich finds gut dass er das sagt. Mein Exfreund hat mich damals nach einer Verhütungspanne allein zum Arzt und allein zur Apotheke gehen lassen. Und die Hälfte der Kosten übernommen hat er auch nicht. Von daher find ichs schon toll dass die männlichen Wesen ihre Damen da begleiten.

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      1. Natürlich ist es gut, das der Partner mitkommt, keine Frage! Ich finde es auch jedesmal in Ordnung, dass beide kommen.

        Ich stelle mir nur eben (sehr aktives Kopfkino, das immer automatisch losläuft, ob ich will oder nicht) jedesmal vor, was dabei rauskommt, wenn er die Pille nimmt und nicht sie….

        Manchmal funktioniert mein Gehirn seehr pingelig buchstaben/wortgetreu.
        Oft, aber nicht immer, lustig/schön.

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  10. Also ich habe letzte Woche die Pille danach gebraucht und der Apotheker wollte rein gar nichts von mir wissen. Es wurde auch keine Beratung durchgeführt oder ähnliches und ich sollte sie auch nicht vor Ort einnehmen. Das hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht, ich hätte schon gedacht, dass er zumindest irgendwas genauer wissen will… Gerade nachdem man gelesen hat wie das in Pharmamas Apotheke abgewickelt wird. Es war allerdings auch Nachts, vielleicht läuft das Tagsüber anders.

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      1. An sich ja. Ich war allerdings vor etwa eineinhalb Jahren in ziemlich genau der gleichen Situation (Pille vergessen) und musste damals natürlich zum Arzt, der mir dann die Pille danach verschrieben hat (natürlich mit Beratung und Information). Insofern war ich mir letzte Woche ziemlich sicher was ich brauche und dass es das „Richtige“ ist, es war ja genau das gleiche wie damals. Also war die fehlende Beratung in meinem speziellen Fall nicht so schlimm. Hat mich aber trotzdem überrascht.

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  11. Ich bin keine Apothekerin, war jedoch lange ehrenamtlich in der Notfallmedizin tätig und folge daher aus rein persönlichem Interesse und Spaß an deinen unterhaltsam geschriebenen Beiträgen deinem Blog.
    Da bei diesem Thema alle vom überraschenden Preis sprechen: was kostet die denn eigentlich neugierigfrag ? Nein ich brauche sie nicht, auch nicht auf Vorrat für den Urlaub, ich bin gerade im 5. Monat glücklich schwanger!

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    1. Plus dann ev. noch eine Gebühr wegen dem Mehraufwand bei der persönlichen Abklärung durch den Apotheker. Damit dürfte sie in ähnlichem Bereich liegen wie bei uns: um die 40 Franken alles inklusive.
      Der Frauenarztbesuch kostet einiges mehr.

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      1. Naja den Frauenarzt Besuch zahlt normalerweise die Krankenkasse. Wenn der die Pille dann verschreibt muss man die aber denk ich selber zahlen aber ich finde 30-40 € jetzt gar nicht mal so schlimm. Sollte man ja nicht andauernd benötigen!

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  12. Als Mensch aus Deutschland habe ich mir auch schonmal die Pille danach in Österreich geholt, um eine „auf Vorrat“ zu haben, und dafür, ich gebe es zu, dreist gelogen (= eine Geschichte von verrutschtem Kondom erfunden). Schade, dass das überhaupt nötig war, denn eigentlich sollte so ein „Notfall-Präparat“ in jeder Hausapotheke vorhanden sein. Schließlich verringert sich die Erfolgswahrscheinlichkeit stündlich bei Verspätung der Einnahme.
    Nun ist das zum Glück nicht mehr nötig, aber für Auslandsreisen finde ich es ebenfalls völlig legitim, das vorher abzugeben, wenn die Person einen vernünftigen Grund nennen kann, z.B. ein Reiseland mit schwer zugänglicher medizinischer Versorgung. Das bedeutet ja nicht, dass sie auch zwangsläufig zum Einsatz kommt.

    Die Pille danach liegt übrigens noch immer unberührt bei mir zu Hause und ist dank der Gesetzesänderung vollkommen überflüssig geworden, doch diese 12 Euro waren definitiv nicht verschwendet; haben sie doch meinem Partner und mir ein Gefühl von Sicherheit gegeben.

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  13. Ich bin ja alters- und Partner-mässig nicht direkt betroffen, erdreiste mir jedoch, eine Meinung zu haben.
    1. ich befürworte die Freigabe dieses Medikaments
    2. die „Idee“ mit der Hausapotheke ist doch wohl daneben, spricht sie doch aus einem – na schreiben wir – sorglosen Umgang mit dem „Thema“
    3. es gibt – für den „Notfall“ – immer noch eine 24h-Versorgung und das gewährleistet ein einwandfreies Präparat (Lagerung etc.). Das gilt natürlich nicht, wenn man die Internet-„Apotheke“ bevorzung.
    4. bei Auslandsreisen: siehe 1.
    5. sollen die armen Kondome-Hersteller (die Pharmaindustrie hat ja jetzt eine Einkommens-Alternative) denn ganz am Hungertuch nagen oder den Kondom-„Allergikern“ Vorschub geleistet werden? Denn wenn man’s genau nimmt, braucht’s jetzt weder Anti-Baby-Pille noch Kondome (von den sonstigen Verhütungsmethoden ganz zu schweigen).
    und: kein Medikament ist harmlos!

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  14. Die Risiken von Verhütungsmitteln sind immer abzuwägen mit den Risiken einer Schwangerschaft, oder eigentlich vielen Schwangerschaften schnell hintereinander. Und selbst wenn man da rein den medizinischen Blickwinkel nimmt und wirtschaftliche und soziale Faktoren ausklammert, sehen Nebenwirkungen von der Pille danach plötzlich ganz anders aus.
    Und zu 2.: Die Frauen, die sich die Pille danach auf Vorrat besorgen, machen das i.d.R. nicht, weil sie nicht wissen, ob sie auf der nächsten Party jemand interessantes treffen.
    Die machen das, weil sie gerade kein komplett sicheres Verhütungsmittel nehmen können (Pille in der Stillzeit ist schlecht, ein Haufen Krankheiten reagiert gar nicht gut auf künstliche Hormone) und bei Pannen nicht Zeit verlieren wollen.

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  15. Vor langer Zeit (ja, ich bin ein Dinosaurier und das ist gut so ;-) ) habe ich eine Karrikatur gefunden auf der sich zwei junge Frauen unterhalten
    .. und in der Sprechblase stand: „Manchmal sage ich nein oder esse einfach einen Apfel.“
    nur so als nicht ganz ernstgemeinter Hinweis :-D

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  16. Bei uns war ich zuständig für die Entwicklung des ganzen Procedere & QMS – und da mir das Formular, das uns von unserem Apothekerverband zur Verfügung gestellt wurde, nicht komplett genug erschien, war das eine Neuentwicklung. Auch mit Hilfe Deines Buches und der Website der pharmasuisse.

    Außerdem haben wir eine Dokumentationspauschale von knapp 10 Euro miteingeführt – die auch vorm Beratungsgespräch kommuniziert wird. Und bis auf zweimal war das auch gar kein Problem (die beiden gingen dann zum Arzt)

    Als Centerapotheke kommt die Beratung und Abgabe bei uns häufig vor – wir sind derzeit bei knapp 100 Abgaben seit Freigabe der Pille danach – und die Erfahrungen mit der Beratung und den Kundinnen sind durchweg positiv. Klar, hat sich mittlerweile eine gewisse Routine und Sicherheit eingestellt… und so überraschen uns auch Sonderfälle nicht mehr (Dreimonatsspritze vergessen, Oralverkehr und die Frage, ob die Pille danach nun denn notwendig sei…). Es ist manchmal erschreckend, welche Unkentnisse ob des Zyklus existieren – aber die intensive Vorbereitung auf die ersten Abgaben hatten zu Folge, dass wir (bei uns geben nur ApothekerInnen die Pille danach ab) nicht nur kompetent wirken können, sondern es auch sind.

    Unser „Rekordtag“ war ein Sonntagsnotdienst… 11x –

    Mittlerweile habe ich unser Beratungsprotokoll auch auf Englisch übersetzt, da die Wahrscheinlichkeit in einer Universitätsstadt, auch mal eine des Deutschen nicht mächtigen Kundin vor sich zu haben, gegeben ist.

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  17. Mal so von Patientenseite: Ich bin sehr dankbar, dass es die Pille Danach nun in der Apotheke gibt.

    Ich hatte vor einigen Wochen das Vergnügen: Die Pille sechs Tage zuvor zwei Stunden außerhalb des Zeitfenster genommen (weil vergessen). Da wir sowieso trotzdem ein Kondom benutzen, tangierte mich das vorerst nicht. Aber wenn das Kondom dann Freitag nachts auch noch abrutscht… dann beginnt man doch, nachzudenken.

    Die zwei Male vorher in den 17 Jahren, in denen es bislang relevant hätte werden können, musste ich immer ins Krankenhaus in die Ambulanz. Ein normaler Arzt hat am Wochenende nicht geöffnet, und mit Vorliebe passieren diese Malheurs nun einmal genau dann.

    Das erste Mal wurde ich von einem wahnsinnigen Gynäkologen darüber belehrt, dass NUR die Pille ein anständiges Verhütungsmittel sei, Kondome funktionierten sowieso nicht, und dass die Nichteinnahme der Pille dazu führen könne, dass ich später nicht schwanger werde. (WTF?) Irgendwann habe ich damals, 21 Jahre alt und zwei Tage vor einer wichtigen Prüfung, entnervt gefragt, ob ich die nun bekäme oder ob ich in die Nachbarstadt fahren müsse. Ich bekam sie. Nach einer gynäkologischen Untersuchung. Jawohl!

    Bei zweiten Mal hatte ich eine junge Ärztin vor mir, die Kinderärztin war und sich der Ironie der Situation durchaus bewusst. Fragen wurden keine gestellt, ich bekam ein Rezept. „Nebenwirkungen?“ „Lesen Sie die Packungsbeilage.“

    Dieses Mal: Das Malheur passiert um zwei Uhr nachts. Morgens um neun gehen wir in die Apotheke und ich dachte schon: Super, ein alter Mann und kein Beratungszimmer. Nun bin ich recht schmerzfrei, was das Reden über Sex angeht (Jahre in der HIV-Prävention bringen das mit sich), aber naja.

    Doch dann: Er fragt die männliche Begleitung, ob er zu mir gehöre. Er schaut, dass keine anderen Kunden da sind. Vorher fängt er nicht an.

    Er holt einen Beratungsbogen und fragt nach wann die Geschlechtsverkehr stattfand, wie weit außerhalb des Zeitfensters die Pilleneinnahme war, welches Präparat ich nehme, ob ich die Pille Danach schon mal genommen habe, ob dort Nebenwirkungen auftraten, ob ich wisse, wie die Einnahme zu erfolgen habe, ob ich sonst noch Fragen hätte (auf die Aufklärung über Verhütung verzichtete er netterweise angesichts der Umstände). Er klärte auf über PiDaNa und EllaOne, Unterschiede und Kosten, Nebenwirkungen, riet mir schließlich zur PiDaNa, da es früh genug sei und ich bislang nie Nebenwirkungen hatte. Er schaute für mich nach, ob ich meine Pille (östrogenfrei, Dauereinnahme) auch weiterhin einnehmen könne. Und er war die ganze Zeit über weder herablassend noch uninteressiert.

    Eine Beratungsgebühr hätte ich dafür gern bezahlt (anders als bei den vorherigen). Und: ich hatte die Pille sieben Stunden nach dem „Unfall“, und nicht erst weitere drei Stunden und mehrere Kilometer in Bus und Bahn später.

    Ehrlich, ich denke die wenigsten Frauen nehme die Pille Danach aus Jux und Dollerei. So toll ist das ja nun nicht.

    Aber es ist gut, sie samstags zu bekommen, ohne durch die halbe Stadt reisen und überarbeitete Ärzte von wichtigeren Problemen abzuhalten. Es ist gut, sie beim Apotheker zu bekommen, den man kennt (und diese Apotheke wird mich wiedersehen). Es ist gut, Leute frage zu können, die sich wenigstens mit dem Medikament auskennen (Stichwort: Assistenzärzte aus der Kinderabteilung oder, wie bei einer Freundin, Chirurgie). Es ist gut, keine Bittstellerin mehr zu sein, weil man Verantwortung für seine Verhütung übernimmt, auch, wenn mal was schiefgeht.

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  18. Jetzt, wo sie freigegeben ist, musste ich mir zum ersten Mal nach einer Panne eine holen. War heifroh nicht erst zur Ärztin zu müssen … Apothekerin war sehr entspannt und diskret … hat nur gefragt, wann der Geschlechtsverkehr war und wann ich mit der nächsten Periode rechne … hab sie dann sofort bekommen, wurde noch darauf hingewiesen, dass u.a. auch Erbrechen eine Nebenwirkung ist und ich aufpassen muss, wenn das innerhalb von vier Stunden nach Einnahme passiert … dürfte die Pille aber auch mitnehmen und in Ruhe zuhause einnehmen (also hätte ich theoretisch auch eine auf Vorrat holen können ). Gezahlt habe ich 35 Euro (?) für die ellaone …

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht weiß, ob ich sie geholt hätte, wenn ich vorher zur Ärztin gemusst hätte… Die Wahrscheinlichkeit schwanger zu sein war seeeeeeehr gering bei mir (aber eben doch da) und vielleicht wäre ich das minimale Risiko eingegangen und hätte keine Pille danach genommen, wenn der Aufwand größer gewesen wäre und ich mir extra hätte freinehmen müssen um zum Arzt zu kommen usw … da sich das ganze so jetzt in zwei Minuten erledigen ließ, dachte ich schon irgendwie better safe than sorry und bin kein Risiko eingegangen.

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  19. Der Beitrag ist zwar schon etwas älter aber dennoch nach wie vor aktuell :)

    Ich bin auch davon ausgegangen, dass es zu einem absoulten ausverkauf an dem Medikament kommt. Dazu gibt es auch eine aktuelle Studie :
    http://www.rechtsdepesche.de/pille-danach-findet-grossen-absatz/

    Also scheinbar hat sich die „Hysterie“ nenn ich es mal um die Pille danach nach den ersten Wochen etwas eingependelt. Dennoch scheint sich die Anzahl der verkauften Packungen mehr als verdoppelt haben. Fragt sich nur wie es in diesem Jahr ausfallen wird :)

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