Frage des Tages

„Hilft die Grippeimpfung auch gegen Ebola?“

Nein. Allerdings würde ich, wenn ich in ein Gebiet mit Ebola reisen müsste, die Grippeimpfung trotzdem vorher machen – dann könnte ich mir (etwas) sicherer sein, dass das plötzliche hohe Fieber nicht eine anfangende Grippe, sondern halt Ebola anzeigt. Das dürfte ein paar Fehlalarme weniger geben.

(Brrrr.)

Die Ebola-Impfung ist im übrigen jetzt im „Freilandtest“, in der Phase I – die ersten 120 Freiwilligen (Helfer, die nachher auf Afrika gehen) testen das gerade. Ich hoffe, das kommt gut.

Was würdest Du machen?

Nur Sekunden vor Ladenschluss kommt eine Frau herein mit einer Medikamentenschachtel. Ein rezeptpflichtiges Blutdruckmedikament – Laut Dosierungsetikette bezogen vor 2 Jahren und in einer anderen Apotheke.

„Die sind mir ausgegangen. Was können Sie für mich tun?“

Was würdest Du machen?

Früher war alles besser?

Ich habe einer älteren, etwas molligeren, aber eigentlich fitten Frau den Blutdruck und den Blutzucker gemessen. Beides ist bei ihr zu hoch (und zwar ziemlich) – also diskutiere ich mit ihr die Ergebnisse und was man machen kann.

Frau: „Ach, ich weiss nicht. Früher hat man das alles ja auch nicht gemessen. Denken Sie wirklich, dass die Leute, die heute sterben wegen Schläglein oder Infarkten ihren Blutdruck gemessen haben? Und dass sie eher gestorben sind, weil sie nichts getan haben? Ich weiss nicht ….

Und dann ändern sie ja immer diese Grenzwerte nach unten – dann „macht“ man eine Menge mehr Leute „krank“ als es wirklich sind.

Früher …“

„Moment.“,unterbreche ich sie – „Ich will ihnen etwas zeigen.“

Ich hole mein iphone, da habe ich ein Foto drauf von etwas, das ich beim Aufräumen im Keller gefunden habe. Ein Ausweis. Von ihr:

urgroma

Pharmama: „Das hier ist meine Ur-Grossmama*. Ich habe sie persönlich gekannt, sie hat eine Zeit lang bei uns zu Hause gelebt. Eine unglaublich liebe und nette Frau. Sie sah ein bisschen aus wie Sie: robust. Sie war geistig fit und auch sehr selten krank. Aber … sie hat Altersdiabetes bekommen – ihr Blutzucker war zu hoch. Und weil man das damals – vor etwa 40 Jahren noch nicht so gemessen und kontrolliert hat, wurde das zu spät bemerkt. Viel zu spät. Da waren ihre Gefässe in den Beinen schon so angegriffen …“

Ich zoome heraus …

gromaausweis

Pharmama: „Das ist der Ausweis von ihr – sie mussten ihr wegen dem Diabetes beide Beine abnehmen, weshalb sie diesen Schwerbehinderten-Ausweis bekommen hat. Wenn der hohe Blutzucker rechtzeitig bemerkt worden wäre, hätte man etwas dagegen machen können und sie hätte ihre Beine wohl behalten.“

Ich lasse das einen Moment einsinken.

„Ich denke, ein paar Tabletten zu schlucken und weiterhin laufen zu können ist da das bessere Schicksal, was meinen Sie?“

Schocktherapie. Ich weiss. Nicht grad die feine Art – Aber sie hat danach wirklich ihre Tabletten genommen. Die hatte sie nämlich schon … aber das ist eine Geschichte, die erzähle ich ein anderes Mal.

  • Ja, die Mama von der Mama von meiner Mama. Ich wünschte, ich hätte sie länger gekannt.

Apotheken aus aller Welt, 534: Trier, Deutschland

Nach einer kleinen Pause geht es jetzt weiter mit Davids/turtle of dooms Apotheken: (Merci!)

In Trier war ich nur auf Durchreise dieses Jahr. Obwohl sie einen längeren Besuch verdient: Trier ist nämlich eine Römerstadt („Augusta Treverorum“).
Denn wenn wir an Römer denken, denken wir an Rom… Pompej… vielleicht an die römischen Bauten in Südfrankreich… aber Trier hatte, in der Spätantike, mehr Einwohner als Rom. Und sehr viele römische Bauten sind heute noch in Trier zu bestaunen… eben, muss wieder mal dorthinfahren. :)
Diese zwei Apotheken habe ich gefunden, als ich die Wartezeit mit einem kleinen Spaziergang verkürzte. Ein in Trier geborener Freund erzählte mir, dass sich früher im Stockwerk oberhalb der „Christophorus-Apotheke“ ein Fitnesscenter befand. Schöne Aussicht beim Schwitzen. :)

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die falsche Anwendung (20)

Kundin: „Ein Vi-De 3, bitte.“

Ich hole es und frage:

Pharmama: „Wie nehmen Sie ihr Vitamin D?“

Kundin: „Nun, da steht drauf Vitamin D 3, also nehme ich mein Vitamin D drei Mal pro Tag!“

:-)

(Das nimmt man einmal täglich, da das ein fettlösliches Vitamin und gut speicherbar ist … es gibt inzwischen auch Anwendungsarten, die einmal pro Monat vorgeben.)

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