Alt und Neu: Bioflorin und Betadine

Nathalie schickt mir diese Bilder und Beschreibung

Beim Bioflorin war die deutsche Seite nicht fotografierbar, da vollgekrizelt. Verfall 12.1999!

An das Packungsdesign erinnere ich mich noch gut – ist das wirklich schon 10 Jahre her?

 

Betadin hat Verfalldatum 11.2008.

Die Betadine-Packungen fand und finde ich nicht besonders gut. Da sehen alle so gleich aus, man muss wirklich gut lesen, ob man jetzt die Lösung, die Seife, das Gurgelmittel oder was auch immer in der Hand hat.

Und als Extra:

Das Panadol extra hat mich fasziniert! Leider konnte ich bis jetzt nicht herausfinden, aus welchem Land es stammt. Das Verfalldatum ist übrigens 05.2006, also nicht gerade antik :-)

Ich schätze mal das kommt aus der Türkei? Interessant nicht nur das unterschiedlich farbige Design sondern auch, dass es von einer anderen Firma vertrieben wird.

Auch ohne Orgasmus …

Von der letzten Beratung zur „Pille danach“:

Die wichtigste ‚take home message‘:
Ja, man kann auch schwanger werden, wenn man keinen Orgasmus hatte während dem ungeschützten Geschlechtsverkehr – das gilt für Männer und Frauen.“

Und: musste der Freund denn unbedingt dabei sein bei der Befragung? Damit er genau das mitbekommt?

 

Noch mehr Beratungen zur „Pille danach“:

Aber er hatte sooo schöne Augen.

Negativbeispiel

Noch nie …

Und im Notfall die Pille danach

 

Einfach … aufdringlich!

Es gibt Leute, die müssen einfach immer mitreden. Überall. Selbst wenn sie, wie man hier so sagt „Kei Ahnig vo‘ dr Botanik“ haben.

Leider gibt es die auch in der Apotheke.

So musste ich letzthin folgendes mitbekommen:

Meine freundliche Kollegin ist gerade daran Kunde A zu beraten, der offenbar Rückenschmerzen hat – vom Schneeschaufeln? Etwas daneben bin ich am Rezepte kontrollieren und Stammkundin B, die  unbedingt eine Kosmetikberatung von meiner Kollegin will und deshalb auf sie wartet.
Ja, wenn sie denn warten würde. Stattdessen steht sie direkt daneben und hört offensichtlich mit – jedenfalls, als meine Kollegin dem Herrn kurzfristig Ibuprofen und Schmerzpflaster empfiehlt, muss sie auch mitreden:

„Nehmen Sie doch Arthrotec, das hat mir sehr gutgetan, als ich Schmerzen hatte.“

Sowohl Kunde als auch Kollegin sehen sie etwas entsetzt an ob dem Dreinreden – wagen aber nichts zu sagen.

Kundin: „Das ist das Beste, da hat es ein Schmerzmittel drin und etwas für den Magen … und das Schmerzmittel ist nicht so aggressiv, nicht so wie Voltaren oder so…“

Arrrgh. Das Schmerzmittel in Arthrotec ist Diclofenac, das ist Voltaren!

Jetzt muss ich doch etwas sagen, bevor sie noch weitermacht.

Pharmama: „Entschuldigen sie, aber das kann er sowieso nicht einfach so nehmen, das ist rezeptpflichtig.“

Kundin: „Aber dann kann man doch ein Vorbezug machen!“

… für jemanden, der das noch nie hatte, einfach nur, weil sie das empfiehlt??

Jetzt meldet sich der Kunde doch noch zu Wort: „Besten Dank, aber ich glaube ich bleibe bei dem, was die Fachkraft mir geraten hat!“

Kundin B ist jetzt muffig, aber geht wenigstens auf Abstand und redet nicht weiter drein bis die beiden fertig sind.
Normalerweise versuchen wir Beratungen soweit möglich zu trennen – und es hätte auch mehr als genug Platz gehabt woanders zu stehen und zu warten …  aber bei der Kundin ist das schwierig, die hat irgendwie keinerlei Gefühl für Privatsphäre. Das haben wir schon früher merken müssen.

Liebenswert … – nö.

Ah, was finde ich da in meinem Spam-Ordner?

Waaaas!? Dich mit Deinen Giftpülverchen gibts immer noch!?
Und Deine, Dich über die Kunden erhebenden Textbeiträge auch noch?
Naja, wenn Dein Ego das braucht … ;-)
Dennoch alles Liebe fürs neue Jahr! – Um nicht zu sagen: Baldige Besserung! ;-)

Ich glaube irgendjemand sollte ihm mal beibringen, dass es nicht reicht nach einer Beleidigung zu sagen – „aber ich meine es doch ganz lieb!“ – und alles andere ist vergessen.

– ich brauche wohl nicht zu schreiben, wer das war. Ach sind Filter was Schönes!

In der Warteschleife …

Ein Kunde kommt mit einem Rezept. Er hat die Krankenkassenkarte nicht dabei, aber ich muss das Mittel sowieso bestellen, also sage ich ihm, er soll die Karte mitbringen, wenn er es abholen kommt, ansonsten muss er es selbst bezahlen.

Als er am nächsten Tag nachmittags kommt … hat er die Karte nicht dabei.
Kunde: „Könnten sie nicht der Kasse anrufen?“
Pharmama: „Ich kann es versuchen, aber es ist nach 5 Uhr – die meisten Kassen haben schon zu.“

Erstaunlicherweise scheint noch jemand da zu sein, aber ich werde in die Warteschleife versetzt.

Kennt ihr das? „Im Moment sind alle Leitungen besetzt. Der nächste Mitarbeiter ist gleich für sie verfügbar. Sie sind in Warteposition ..5.., bitte haben Sie noch einen Moment Geduld!“

Offensichtlich dauert das dem Herrn zu lange, denn er drängt bei meiner Kollegin, dass er jetzt weitermuss.
Sie meint (zu Recht) dass sie das nicht beschleunigen kann.

Kunde: „Ok, dann zahle ich es halt jetzt.“

Machts und geht.

… und in der Zwischenzeit hätte ich die Nummer und Deckung …

Apotheken in aller Welt, 66: Tinos, Griechenland

Im Sommer waren wir ja auf Tinos, einer griechischen Insel, etwa 4 Stunden mit der Fähre von Athen entfernt (2 mit der Schnellfähre) und auf der Insel hat es natürlich auch Apotheken. Eine davon, in Tinos Stadt ist diese:

von aussen eher unauffällig hat sie innen eine klassische (wenn auch nicht so alte) Einrichtung, die ich sogar fotographieren durfte:

Von den 2 Sachen, die ich brauchte hatten sie eine nicht …. was mich natürlich zum Nachdenken anregte. Ok, eine griechische Insel ist nicht das Ende der Welt und ich bin sicher, dass sie auch regelmässige Lieferungen bekommen – aber wohl kaum so wie bei uns 2-3 x täglich. Vielleicht 1 x täglich? Oder vielleicht 3 x pro Woche?

Und dann muss ich denken: eigentlich sind wir ja schön verwöhnt – und uns das nicht einmal bewusst. Das ist einfach „normal“, dass alles entweder da ist – oder sofort besorgt werden kann.