Apotheken in aller Welt, 179: Konstanz, Deutschland

Von einem engagierten Blogleser habe ich diese hübsche Apotheke zugeschickt bekommen:

zwei Bilder der Hirsch-Apotheke aus Konstanz. Sie liegt direkt neben dem Schnetztor, einem ehemaligen Stadttor, welches auf einem Bild erkennbar ist. Während Sie innen recht modern eingerichtet ist, macht sie von außen mit dem Erker und dem Fachwerkbau einen durchaus rustikalen Eindruck.

die sieht ja schön aus mit dem Fachwerk und den Türmchen!

Nachtrag:  Offenbar ist die Apotheke jetzt auch offen …. die haben genau heute Notdienst :-)  Und warum weiss ich das? Weil ich ein nettes mail bekommen habe:

das schöne gebäude ist das haus lohengrin in welchem früher eine drogerie und ein restaurant waren.
seit über dreissig jahren ist es nun eine apotheke und seit kurzem führt sie mein mann! :)

Poppers ?!

„Haben sie mir etwas für die Nase?“ fragt der junge, etwas überschäumend auftretende Mann in der Apotheke.

Pharmama: „Was ist denn das Problem? Haben sie Schnupfen? Sind sie allergisch?“

Junger Mann: „Nein …. Ich glaube ich habe mir die Nase verätzt?“

Pharmama: „Wie haben sie denn das geschafft?“

Junger Mann: „Nun … „ druckst etwas herum „… mit Poppers.“

Ich weiss nicht was das ist. Während ich noch überlege ob ich da genau nachfragen soll, bricht es schon aus ihm heraus:

„Wissen Sie, das nehme ich immer vor dem Sex – und das macht es soooviel besser! Wissen Sie, ich weiss ja, dass das nicht gut ist … aber das ist sooo gut!“

Ahhh … eine berauschendes Mittel in dem Fall. Das offenbar über die Nase genommen wird.

Junger Mann: „Jedenfalls, brauche ich etwas um die Schleimhäute zu beruhigen … Bepanthen Nasensalbe zum Beispiel.“

Er kauft die Tube.

Junger Mann: „Danke vielmals. Ich weiss ja, dass das nicht gut ist, aber … das ist trotzdem sooo ….*hach*.“ winkt und läuft hinaus.

Und ich geh‘ googeln: „Poppers“ Wiki weiss Bescheid.

Ach, die Dinge, die man so lernt in meinem Beruf :-) Ausserdem bestätigt mir Wiki meine Vermutung über die sexuelle Neigung des netten Mannes … (und das meine ich nicht abwertend).

Sie ist zurück!

Die Kundin war wieder da. Ja, die.

Echt, die Frau sollte man von den anderen Kunden separieren.

Situation: ich bin an einem Rezept, neben mir ist die Pharmaasistentin an einer Kundin mit Familie samt Kind an einer anderen gesundheitlichen Frage. Noch ein Kunde steht etwas zurück und wartet – in anständiger Entfernung.

Das erste, was Frau Aufdringlich macht, ist mir das Rezept vor die Nase zu halten.
Ich nehme es .. und lege es demonstrativ neben die Kasse: „Sobald ich hier fertig bin, kümmere ich mich um sie.“

Die Kollegin ist inzwischen mit der Familie fertig und gibt dem Kind unser Körbchen mit den Traubenzuckern, damit es eines aussucht.
Frau aufdringlich sieht das: „Darf ich auch?“
Die Pharmaassistentin hält ihr das Körbchen hin und sie … greift mit der ganzen Hand rein um eine Handvoll zu nehmen.
Kollegin: „Nur eines, bitte, wie die andern auch.“ Etwas angemufft legt sie die meisten wieder zurück.

Die Pharmaassistentin wendet sich dem wartenden Kunden zu und nimmt sein Rezept entgegen.
Fragt Frau aufdringlich: „Ist das etwa Viagra auf dem Rezept, dass sie es so eilig haben?“
Gottseidank nimmt es der Kunde mit Humor – wir daneben sterben fast vor Scham ob der aufdringlichen Frau.

Auch ich bin inzwischen mit meinem Rezept fertig und nehme ihr Rezept zur Hand. Ich lenke ihre Aufmerksamkeit mit ein paar Fragen auf mich – damit sie nicht auf die Idee kommt noch weiter andere Kunden anzumachen.
Ich lege ihr Medikament heraus, gebe alles ein, erkläre ihr die Anwendung.
Frau Aufdringlich: „Haben sie auch sicher das richtige erwischt?“
Pharmama: „Nun, es ist zumindest dasselbe, was auf dem Rezept steht – und laut ihnen auch für das Problem.“
(gekränkte Berufsehre meinerseits)

Frau aufdringlich: „Haben sie mir ein Glas Wasser? Ich will es gleich nehmen.“
Natürlich.
Während ich das Glas hole, wendet sie sich wieder meiner Kollegin zu, die inzwischen auch fertig ist.
Frau Aufdringlich: „Sind sie eigentlich schwanger?“
Kollegin (entsetzt) „Nein!“
Frau aufdringlich: „Wie heissen sie denn? … (schaut auf das Namensschild) , oh, sie haben den gleichen Nachnamen wie mein Freund …“
Und wenn wir schon dabei sind … ich hätte gerne ein paar Muster: Sonnencreme, Shampoo, Zahnpasta … und vielleicht eine Körperlotion?“

Als sie (endlich) draussen ist, geht ein aufatmen durch die Apotheke.