Ethanol-Mepha ?

Mann: „Ich brauche etwas von meinem Dauerrezept.“

Pharmama: „Was brauchen sie?“

Mann: „Mein Etanol-Mepha“

Pharmama: …? denke: Etanol – Ethanol – Alkohol??

ich schaue etwas sparsam und suche in seinem Computerdossier.

Mann: „Die für meinen Blutdruck!“

Pharmama: (der Groschen fällt) „Aah, sie meinen die Atenolol.“

Mann: „Das habe ich ja gesagt.“


Naja, Atenolol und Ethanol ist nicht ganz dasselbe – und dass es Alkohol auf Rezept gibt habe ich auch noch nicht gesehen – ausser vielleicht in Haut-Rezepturen.

Apotheken in aller Welt, 176: Göttingen, Deutschland

Noch ein Beitrag von Jette:

Die letzten Bilder sind von der Universitäts-Apotheke. Die Inneneinrichtung durfte ich zwar fotografieren, aber nur „für privat“. Sie besteht aus hohen Regalen und Schränken aus dunklem Holz, alles reich geschnitzt mit Ranken und Menschen. Auch am Thresen sind Bildfelder mit geschnitzten Reliefs, die märchenähnliche Szenen darstellen, mit Ranken und Tieren. Außerdem gibt es eine schöne (Kassetten-?)Decke und an einer Stelle ein hochgelegenes altes Fenster zum Nachbarraum, in dem ein Wappen (wie über dem Eingang) abgebildet ist. Im oberen Bereich der Regale sind diverse alte Geräte etc. ausgestellt. Einen minimalen Eindruck der Schnitzereien vermittelt ein Bild aus deren Internetpräsenz.

Sehr schön!

P.S: zur Raths-Apotheke in Göttingen hat sie auch noch einen Zusatz geschickt, den ich aber dort angehängt habe: Siehe https://pharmama.ch/2011/04/12/apotheken-in-aller-welt-102-gottingen-deutschland/

Von platten Reifen, ausgebrochenen Plomben und anderen Reise-unfällen

Wie schon erwähnt hatten wir in den Ferien dieses kleine Problem:

Das war einer der Reifen unseres Wohnmobils. Wie wir im Krüger Park, am 3. Tag unserer Reise bemerken durften – verlor er Luft. Das ist toll, weil man da nicht grad anhalten kann um ihn zu wechseln – die Löwen würden es einem zwar danken … Das Problem ist, dass der Reifen offenbar schon geflickt wurde: mit einem, wie mir mein Kuschelbär empört bei Nah-Ansicht des Reifens erklärte „billigen, äusseren Plug.“ Anscheinend absolute Pfuscharbeit und erstaunlich, dass das die Mietstation nicht bemerkt hat.

Wir haben den Reifen gewechselt und bei nächster Gelegenheit – etwa 100 km weiter bei Phalaborwa – den Reifen richtig flicken lassen. Ohne Ersatzreifen sollte man nämlich wirklich nicht herumfahren. Eigentlich … habe ich manchmal sogar gerne 2 dabei. Vor allem, wenn es so neben die üblichen Routen geht, wie in Afrika gelegentlich. Die Leute sind zwar sehr hilfsbereit … selbst beim Reifenwechsel auf dem Piknikplatz im Krüger hatten wir gleich 2, die uns mit Wagenheber und Schraubenzieher zur Seite standen. Und wir hatten enorm Glück, dass wir gleich einen Ort fanden, wo wir den Reifen flicken lassen konnten. Und dass das dann nur eine halbe Stunde ging.

Es sind zwar Ferien, aber … man hat doch häufig seinen Reiseplan: reservierte Unterkünfte, die man erreichen soll  und so weiter. Da sind so „Zwischenfälle“ häufig viel unangenehmer, als wenn das Zuhause passiert. Dort weiss man ja auch häufig, wo man hin muss. In den Ferien dagegen …

Dasselbe mit medizinischen Notfällen. Davon sind wir zwar weitgehend verschont geblieben und ich habe wohl so praktisch die umfangreichste Reiseapotheke dabei, die man sich vorstellen kann (samt eigenen Nadeln und Spritzen, wenn wir in Afrika unterwegs sind), aber … wenn Junior genau am Anfang der Reise die eine Plombe, die er hat ausbricht, kann ich auch nicht viel machen. Ausser sehr gut schauen beim putzen und beobachten, ob Junior eine geschwollene Backe bekommt. Bekam er nicht. Zum Glück. Das wäre noch interessant geworden, in Durban oder Johannesburg (oder Nelspruit oder Graskop) nach einem Zahnarzt suchen zu müssen. Einen Plan hatte ich schon: ich würde einfach in die nächste Apotheke spazieren und fragen. Von denen habe ich nämlich einige gesehen unterwegs.

Zuhause war das alles kein Problem, da hatte er einen Termin, kaum dass wir zurück waren.

Und jetzt würde ich gerne von Euch hören: Was hattet ihr schon für Problemchen und Probleme in den Ferien?

Und: wie habt ihr sie gelöst?

Apotheken in aller Welt, 175 : Göttingen, Deutschland

Weiter in unserer Serie „Apotheken in aller Welt“: Besten Dank an Jette:

ich war heute endlich mal wieder in Göttingen – mit Fotoapparat, Zeit und an den richtigen Stellen.
Die Malteser-Apotheke ist in einem bemerkenswert häßlichen Haus, aber sie haben eine interessante Einrichtung. Nach Auskunft der Apothekerin soll das eine Originalspindel eines Architekten sein und heißt Kunesa-Spindel, die hat anscheinend eine bestimmte Krümmung und Rutschgeschwindigkeit.

Eine Medikamentenrutsche! Und ganz ohne Strom :-)

Waren Sie schon einmal hier?

Wenn wir Medikamente auf Rezept abgeben, halten wir die Informationen im Computer in einem sogenannten Patienten-dossier fest. Idealerweise nicht in 3 verschiedenen, sondern in dem, das wir für den Patient schon einmal angelegt haben – wenn er bereits etwas bei uns geholt hat.

Wenn man Sie also fragt, ob Sie schon einmal mit einem Rezept hier gewesen sind, bitte antworten Sie nicht so:

  • „Natürlich war ich schon einmal hier. Haben Sie meine Info verloren?“
  • „Mein Mann/Frau/Kind/Haustier/entfernte Verwandte hat hier schon mal ein Rezept eingelöst. Sie sollten mich im Computer haben!“
  • „Ich war schon einmal in einer anderen Apotheke – sind die Computer nicht verlinkt?“ (Nö!)
  • „Ja. Ich glaube schon, das war vor etwa …. 12 Jahren …?“ (Solange gibt es uns noch gar nicht)
  • „Was soll das bedeuten; Sie haben Mühe damit mich zu finden? Ich denke, wir waren schon einmal hier! … Wie? Nein, nicht mit einem Rezept.“ (Na, dann habe ich sie auch nicht drin, wir fichieren nicht jeden Kunden)

Oder wenn es nicht für Sie selbst ist:

  • „Es könnte sein, dass sie meine Frau schon drin haben, vielleicht unter ihrem ledigen Namen … manchmal benutzt sie auch ihren Mittleren Namen als Vorname … natürlich könnte es auch der Name von ihrem letzten Mann sein – und manchmal benutzt sie auch den Doppelnamen seit wir geheiratet haben.“
Meine Lieblingsantwort. Nicht.

… in billigen Gläsern

10 Minuten vor Ladenschluss. Ein (entschuldigt den Ausdruck) ziemlich abgewrackt aussehender Mann läuft in die Apotheke und fragt: „Habt ihr Nadeln?“

Pharmama: „Ja.“

Mann: „Wieviel kosten die?“

Pharmama: „50 Rappen pro Stück.“

Mann: Was? Das ist ja unglaublich teuer!“

Und läuft wieder raus.

Pharmama zur Kollegin, die das mitbekommen hat: „Da juckt es mich auf der Zunge, zu fragen, wie viel denn der Stoff gekostet hat, für den er die Nadel braucht.“

Und die Kollegin merkt an: „Man trinkt teuren Wein ja auch nicht aus billigen Gläsern …“