Missverständnis (9)

beim Durchsehen meiner Mails ist mir ein lustiges Ereignis unter gekommen, das mir Mélanie (schon länger her) mal geschickt hat:

Da sind letztens 2 Herren in die Apotheke gekommen und meine Pharma-Assistentin begrüsst Sie freundlich.

Da sie nicht sicher war, ob beide zusammen gehören, oder noch jemand zum Bedienen nach vorne kommen sollte, fragt sie freundlich: „Sind sie zusammen?“.

Der eine Herr wird rot, lächelt verschmitzt und sagt etwas stotternd: „Äh, also, äh… ich kenne ihn schon, aber … wir sind also äh hmmm nicht zusammen also äh kein Paar“

…. hihihi ups… :-) so wars eigentlich nicht gemeint… wir sind ab jetzt vorsichtig mit solchen Aussagen.

 

Da fehlt nur ein Wort, dann ist das schon entschärft: hier. „Sind sie zusammen hier?“ hört sich doch schon viel unvoreingenommener an.

Mehr Missverständnisse:

Pharmama in den Medien (5)

Ich blogge jetzt seit über 6 Jahren und man findet mich, meinen Blog oder Links dazu an vielen Stellen im Internet (was mich freut!). Aber nicht nur im Internet: ich bin auch gelegentlich in den Medien vertreten:

In Heften:

Astrea-Apotheke – die offizielle Kundenzeitschrift der Schweizer Apotheken, 2012: mehrere Ausgaben mit meinen Cartoons.

Pharmarundschau vom März 2011,  ein Heft für Apothekenangestellte in Deutschland, Artikel “Blogs in der Apotheke – Infotainment für Kunden” als Blog-Beispiel.

“Apotheke + Marketing” vom Springer Verlag, Herbst 2010: „Apotheken im Netz – bloggen für Image und Kundengewinn“ 

Apothekenmanager, September-Ausgabe 2010 ein kurzer Absatz.

In Büchern:

„Online Marketing für die erfolgreiche Apotheke“ – vom Springer Verlag, 2013, als Beispiel für einen (Apotheken-) Blog.

„Haben Sie diese Pille auch in grün?“ -Mein erstes Buch: September 2013, Geschichten um die Apotheke, vom Rowohlt Verlag

„Einmal täglich“ – Mein neues Buch: Oktober 2014, im Eigenverlag bei Createspace

 

… und jetzt eine Erwähnung im Radio:

Nachdem ich vom Radio SRF 1 angefragt wurde betreffend meines Blogposts über den Rückzug von Migräne Kranit und ich ihnen bei der Recherche (etwas) behilflich sein konnte, erwähnen sie mich morgen, 26.11.2014  (08:13 Uhr) in der Sendung Espresso auf SRF 1:

srf1espresso

 

Wer will und kann hört da rein – ansonsten ist die Sendung später im Netz abrufbar. (Link zum Artikel  – Klick auf das Dreieck zum anhören – in Schwyzerdütsch)

Auf dem Blog einer erfahrenen Apothekerin im Internet beschweren sich ebenfalls Kundinnen und Kunden über das plötzliche Verschwinden des Medikaments.

Pharmama, deren echter Name «Espresso» bekannt ist, rät den Kundinnen und Kunden Alternativen zu prüfen, etwa eine Kombination aus Paracetamol und Coffein. Und die Pharmafirma Lubapharm hat angekündigt, demnächst eine Alternative auf den Markt zu bringen mit genau diesen beiden Wirkstoffen.

Frage des Tages

„Hilft die Grippeimpfung auch gegen Ebola?“

Nein. Allerdings würde ich, wenn ich in ein Gebiet mit Ebola reisen müsste, die Grippeimpfung trotzdem vorher machen – dann könnte ich mir (etwas) sicherer sein, dass das plötzliche hohe Fieber nicht eine anfangende Grippe, sondern halt Ebola anzeigt. Das dürfte ein paar Fehlalarme weniger geben.

(Brrrr.)

Die Ebola-Impfung ist im übrigen jetzt im „Freilandtest“, in der Phase I – die ersten 120 Freiwilligen (Helfer, die nachher auf Afrika gehen) testen das gerade. Ich hoffe, das kommt gut.

Was würdest Du machen?

Nur Sekunden vor Ladenschluss kommt eine Frau herein mit einer Medikamentenschachtel. Ein rezeptpflichtiges Blutdruckmedikament – Laut Dosierungsetikette bezogen vor 2 Jahren und in einer anderen Apotheke.

„Die sind mir ausgegangen. Was können Sie für mich tun?“

…

Was würdest Du machen?

Früher war alles besser?

Ich habe einer älteren, etwas molligeren, aber eigentlich fitten Frau den Blutdruck und den Blutzucker gemessen. Beides ist bei ihr zu hoch (und zwar ziemlich) – also diskutiere ich mit ihr die Ergebnisse und was man machen kann.

Frau: „Ach, ich weiss nicht. Früher hat man das alles ja auch nicht gemessen. Denken Sie wirklich, dass die Leute, die heute sterben wegen Schläglein oder Infarkten ihren Blutdruck gemessen haben? Und dass sie eher gestorben sind, weil sie nichts getan haben? Ich weiss nicht ….

Und dann ändern sie ja immer diese Grenzwerte nach unten – dann „macht“ man eine Menge mehr Leute „krank“ als es wirklich sind.

Früher …“

„Moment.“,unterbreche ich sie – „Ich will ihnen etwas zeigen.“

Ich hole mein iphone, da habe ich ein Foto drauf von etwas, das ich beim Aufräumen im Keller gefunden habe. Ein Ausweis. Von ihr:

urgroma

Pharmama: „Das hier ist meine Ur-Grossmama*. Ich habe sie persönlich gekannt, sie hat eine Zeit lang bei uns zu Hause gelebt. Eine unglaublich liebe und nette Frau. Sie sah ein bisschen aus wie Sie: robust. Sie war geistig fit und auch sehr selten krank. Aber … sie hat Altersdiabetes bekommen – ihr Blutzucker war zu hoch. Und weil man das damals – vor etwa 40 Jahren noch nicht so gemessen und kontrolliert hat, wurde das zu spät bemerkt. Viel zu spät. Da waren ihre Gefässe in den Beinen schon so angegriffen …“

Ich zoome heraus …

gromaausweis

Pharmama: „Das ist der Ausweis von ihr – sie mussten ihr wegen dem Diabetes beide Beine abnehmen, weshalb sie diesen Schwerbehinderten-Ausweis bekommen hat. Wenn der hohe Blutzucker rechtzeitig bemerkt worden wäre, hätte man etwas dagegen machen können und sie hätte ihre Beine wohl behalten.“

Ich lasse das einen Moment einsinken.

„Ich denke, ein paar Tabletten zu schlucken und weiterhin laufen zu können ist da das bessere Schicksal, was meinen Sie?“

Schocktherapie. Ich weiss. Nicht grad die feine Art – Aber sie hat danach wirklich ihre Tabletten genommen. Die hatte sie nämlich schon … aber das ist eine Geschichte, die erzähle ich ein anderes Mal.

  • Ja, die Mama von der Mama von meiner Mama. Ich wünschte, ich hätte sie länger gekannt.