Gratis Selbsttests aus der Apotheke – so geht’s

Etwas der Klickbait-Titel, aber da es seit Wochen in der Presse ist, dass die Selbsttest-Abgabe kommt – und wir jetzt auch endlich in der Schweiz zugelassene Selbsttests gegen Covid haben, ist das hier meine Q&A dazu:

Wo gibt es die Selbsttests in der Schweiz? Nur in der Apotheke. Damit das für die Bevölkerung gratis ist, wird das den Krankenkassen verrechnet, deshalb geht das nur so.

Was ist es für ein Test? Er nennt sich Roche Sars-CoV-2 Rapid Antigen Test Nasal und wird als Nasenabstrich (nicht so tief wie die PCR und Schnelltests) durchgeführt. Der Test wurde erst am 30. März von den Behörden offiziell zugelassen, ist aber in anderen Ländern schon in Gebrauch.

Was brauche ich für den Bezug? Die Krankenkassenkarte! Auch wenn Du bei einer Kasse bist, bei der Du sonst selber zahlen musst (Assura, Supra, Compact und Co.), musst Du sie für den Bezug dabei haben.

Kann jeder diese Tests beziehen? Ja – jeder mit Krankenkassenkarte. Wenn Eltern für die Kinder die Karte mitbringen, können sie für das Kind beziehen. Momentan gibt es seitens BAG keine offizielle Empfehlung für die Anwendung von Selbsttests bei Kinder. Bei Kindern > 6 Jahren mit Symptomen wird ein PCR-Test empfohlen (in Testzentren, beim Arzt etc.).

Wieviele Selbststests sind gratis? Pro Person und Monat (= 30 Kalendertage) sind 5 Selbststests gratis. Bitte merken: Die Apotheke kann nicht nachkontrollieren, ob innert einem Monat (woanders) schon bezogen wurde – Aber die Krankenkasse kann das! Die schickt für zu viel oder zu früh bezogene Tests dann die Rechnung an den Patienten.

Kann ich die Tests einzeln beziehen? Theoretisch schon, aber praktisch werden sie wohl grad in den 5er Einheiten zu beziehen sein. Die Tests müssen von der Apotheke vorher nämlich aus Grosspackungen ausgeeinzelt werden – und das bedeutet jedesmal in ein Plastikbeutel abfüllen: Teststreifen, Röhrchen mit Extraktionspuffer, Spenderkappen, sterile Wattestäbchen plus Packungsbeilage – und alles Dolumentieren. Vom Aufwand her, vom Material und vom Abrechnen nachher ist das vernünftiger das grad einmal für die 5 Tests zu machen als 5 x einzeln.

Kann ich mehr Tests bekommen, wenn ich selber bezahle? Nein.

Kann ich Tests vor- oder nachbeziehen? Nein. 5 Tests pro Monat, wenn man sie einmal nicht gebraucht oder geholt hat, kann man sie nicht nachbeziehen. Auch nicht früher beziehen und die Apotheke rechnet das dann im nächsten Bezugsmonat ab. Start der Abgabe ist der 7.4.2021 – nicht vorher!

Hilft die Apotheke mir bei der Durchführung der Tests? Nein. diese Dienstleistung können wir nicht anbieten. Es wird wegen der Testabgabe ein enormer Mehraufwand erwartet und das liegt einfach nicht drin. Der Test ist aber sehr einfach, so dass man ihn sehr gut selbstständig durchführen kann. Nur ein Tipp von mir zur Durchführung: verwende eine Wäscheklammer als Halterung für das Röhrchen mit Extraktionspuffer.

Können mit den Tests die bestehenden Hygiene- und Sicherheitsmassnahmen gelockert werden? Nein. Der Selbsttest ist kein Ersatz für Hygiene-, Abstands-und Verhaltensregeln und bestehende Schutzkonzepte.

Wann ist ein Selbsttest sinnvoll? Bei Personen ohne Symptome und ohne Kontakt zu Covid-19-Fällen, die einen Test zu Hause vornehmen möchten. Zum Beispiel vor einem Besuch von der Familie oder Freunden.

Wann sollte kein Selbsttest gemacht werden? Bei Personen, die Krankheits-Symptome haben. Diese sollten einen PCR-Test oder Antigen-Schnelltest in einem Spital, einer Arztpraxis, einem Testcenter oder einer Apotheke durchführen. Ebenfalls kein Selbsttest vor einem Besuch von besonders gefährdeten Personen und Gesundheitseinrichtungen wie Altersheim oder Spital – der Selbsttest zählt da nicht.

Zählt der Selbsttest als Covid-Test vor einer Reise? Das lässt sich leider nicht verbindlich beantworten, aber meist werden PCR Tests verlangt. Bitte schau dir die Angaben für das Reiseland auf deren Botschaftsseite an oder die Übersicht auf der offiziellen BAG Seite.

Was mache ich bei einem positiven Resultat des Selbsttests? Nach Anweisung des BAG: Isolation. Ausserdem muss zur Bestätigung des Resultates ein PCR-Test durchgeführt werden. Der Test wird dann auch vom BAG bezahlt und kann in den Testzentren durchgeführt werden.

Was mache ich bei einem negativen Resultat des Selbststests? Das Testresultat ist nur am Testtag gültig. Hygiene-, Abstands- und Verhaltensregeln des BAG müssen weiterhin befolgt werden.

Das ist alles, was ich bis jetzt darüber weiss. Ich hoffe, es hilft.

15 Kommentare zu „Gratis Selbsttests aus der Apotheke – so geht’s

  1. Vielen Dank, vor allem für die Infos „kein weiterer Bezug als Selbstzahler möglich“ und „Keine Kumulation in einem späteren Monat möglich“.
    Ich denke, so ein Test macht zB. Sinn vor dem Arbeitsstart Anfang Woche. Zumal ich viele Kontakte in der Arbeit habe.
    Ich finde es nervig (für euch), dass ihr da noch so viel Zusatzarbeit habt.

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  2. Vielen Dank, das ist sehr hilfreich! Und es klingt einigermassen praktikabel, für alle. Ich habe mich angesichts des deutschen Masken-Abgabe-Debakels nämlich schon gefragt, wie man das besser hinkriegen kann.
    Vielleicht wäre im Hinblick aufs schöne Wetter und die kommenden Monate noch der Hinweis hilfreich, dass man die Tests undbedingt bei vernünftigen Temperaturen transportieren und aufbewahren sollte, sonst funktionieren sie nicht mehr richtig. Also beispielsweise (wie eig. alle Medikamente) nicht im Auto in der Sonne liegen lassen…

    LG, Julia

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  3. Weswegen kann man die Tests bei Euch in der Schweiz nicht käuflich erwerben?
    Hier in Deutschland gibt es die Dinger zwischenzeitlich in jedem Discounter – teilweise bekommt man sie nur auf Anfrage an der Kasse in limitierter Stückzahl (5 Stück); ich habe sie aber auch schon in der Schütte zum Mitnehmen liegen gesehen. Der Kostenpunkt ist hier 5 Euro pro Test.

    Ich muss da als Apotheker leider dazusagen, dass die Tests dort auch deutlich günstiger sind als in der Apotheke. Daher habe ich mich selbst dort eingedeckt und nicht über meinen Arbeitgeber.

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    1. Das ist inzwischen schon wieder Makulatur – in Zukunft dürften wir sie auch verkaufen können. Aber denk daran: Im Gegensatz zu Deutschland ist in der Schweiz erst der Roche Test zugelassen – und aktuell haben wir immer noch ein Beschaffungsproblem. Heute haben wir schon etwa die Hälfte unserer Testsets abgegeben (immerhin an die 500 bei uns). Ich hoffe, es kommt bald Nachschub.

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      1. Danke für Deine Antwort. Mich hatte es nur gewundert, weil ich es ja an und für sich positiv finde, dass sich jemand öfters auf eigene Kosten selbst testet, wenn er das möchte (beispielsweise weil er beruflich viel mit Leuten zu tun hat).

        Was übrigens die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse betrifft, stehe ich da ein wenig skeptisch da: Letztendlich zahlt man es über die Krankenkassenbeiträge doch nur selbst. Und ich habe das hier in Deutschland gesehen, dass sich da viele nur deswegen mit den Gratismasken eingedeckt haben, weil die Nummer halt kostenlos war. Ich will gar nicht wissen, wie viele dieser Masken in einem Jahr ungetragen in den Müll wandern werden.

        Irgendwie bin ich da der Ansicht, man kann die Kosten für so einen Test auch selbst tragen (Sozialhilfeempfänger mal ausgenommen).

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        1. Naja, Sozialhilfeempfänger mal bei seirw: ich verdiene grob 2300 netto, meine Frau noch mal etwa mehr. Ich kenne Menschen die vollzeit arbeiten und 1200 brutto verdienen. 8 Euro test kosten für mich sind nicht das selbe 8 Euro für Geringverdiener. Das ist halt der Vorteil bei der Kasse. Es hängt nicht vom Gehalt ab.

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        2. Naja, Sozialhilfeempfänger mal bei seirw: ich verdiene grob 2300 netto, meine Frau noch mal etwa mehr. Ich kenne Menschen die vollzeit arbeiten und 1200 brutto verdienen. 8 Euro test kosten für mich sind nicht das selbe 8 Euro für Geringverdiener. Das ist halt der Vorteil bei der Kasse. Es hängt nicht vom Gehalt ab.

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  4. Aaaaalsooooo, dann sag ich mal auch was zu diesem „Problem“ aus meiner Sicht:

    1) Das Auseinzeln von Schnelltests (egal ob Laien- oder Profivariante) ist in Deutschland mit Höchststrafe verboten, wenn auf dem Mehrfachpack nicht angegeben ist, dass das Auseinzeln explizit erlaubt ist. (Dies kann aber meines bescheidenen Verständnisses nicht angeben werden, da dies der CE-Kennung der auszueinzelden Packung widersprechen würde, da das CE-Zertifikat IMMER an die GANZE Packung gebunden ist.)
    2) Gerade beim Roche-Test fände ich die Auseinzelung schwierig, da die „Tropfkappen mit Filter“ in diesem „Plaskebehälter zum rausnehmen“ daher kommen und nicht einzeln eingeschweißt sind. Hier hätte ich tatsächlich etwas Angst, dass diese Tropfer beim Auseinzelen irgendwie kontaminiert werden könnten.
    3) Die Preisen in den Apotheken sind deshalb so hoch, weil Apotheken nur kleinere Mengen einkaufen können, und dies zu Preisen, die über den Verkaufspreisen der Discounter liegen. Das befeuert natürlich mal wieder die „Apotheken-Preise“-Diskussion.
    3a) Es geht das Gerücht, dass die großen Discounter aus Werbezwecken die Tests unter Einkaufspreis verkaufen. Dies wäre laut juristisch nicht statthaft. Aber selbst wenn sie die zum Einkaufspreis + MwSt. raushauen, halte ich das für ein Unding, denn ->3b)
    3b) Die Discounter haben dem BMG und insbesondere Herrn Spahn die ständige Lieferfähigkeit zugesagt. Herr Spahn bezeichte dies als „die neue Qualität in der Versorgung“. Trotzdem sehe ich die Tests in den Discountern immer nur „Schütte voll“ oder „ausverlauft“. Die „ständige Lieferfähigkeit“ dort ist alles andere als gegeben. Nur stört dies offensichtlich niemanden bei den verantwortlichen Personen.
    3c) Auch erklärungstechnisch wird man bei den Discountern maximal auf das Internet und Herstellerseiten und/oder Videos verwiesen. Die Dinger sind aber für Menschen, die das noch nie gemacht haben, durchaus erklärungsbedürftig! Ich selber habe die auch schon (mal wieder ganz ohne Verkauf) Hinz und Kunz und gar der Leitung einer Berufsschule erklärt. Labern kostet ja nix (außer Zeit), also gibt es das kostenlos! (Also in der Apotheke…)
    4) Ich renne seit Wochen kurzfristiger Belieferung zu fairen Preisen mit solchen Tests hinterher – ich weigere mich aber, bei mir unbekannten und unseriös vorkommenden Quellen zu bestellen. Wenn ein ehemaliger Modeladen plötzlich zulassungspflichtige Medizinprodukte verkauft – habe ich als Händler keine Zeit, die Seriosität dieses Angebots zu überprüfen. Das muss ich aber, denn es wurden auch schon gefälschte Testkits im Handel gefunden!

    Aus all dem folgt:
    Entweder ich kann nicht liefern, weil ich nix da habe.
    Oder ich kann schon liefern, dann aber viel teurer (und mit passendem Service).
    Und auseinzeln wered ich nicht, da ich keine Lust habe, wegen Menschenfreundlichkeit eine Anzeige zu bekommen.

    Ich finde das alles langsam zum wegrennen!
    PS: Der 25ger Roch-Laien-Test ist zur Zeit seit 1,5 Woche mal wieder nicht über den Großhandel lieferbar bei mir!

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    1. Gedankenknick, wie Du ja weißt, bin ich auch Apotheker.
      Ein paar Gedanken zu Deinen Gedanken:
      zu 1.) Mittlerweile gibt es die Covid19-Tests in Deutschland überall zu kaufen – für den, der sie haben will. Ein Auseinzeln aus größeren Gebinden ist daher gegenwärtig definitiv nicht mehr notwendig. Und das mit der „Höchststrafe“: Soweit mir bekannt ist, ist es zwar verboten, die Tests auszueinzeln. Es gibt aber – meines Wissens nach – keine Strafe, wenn man es dennoch macht (=stumpfes Schwert).

      zu 3) Das von Dir geschriebene ändert aber nichts an der Tatsache, dass es die Tests in den Discountern für 5 Euro pro Test gibt, während sie in Apotheken 7-9 Euro pro Test kosten. Mir ist schon klar, dass der EK in Apotheken bei 5 Euro ohne MwSt. liegt und man die Tests daher nicht so günstig anbieten kann.
      Hey, da kaufe ich auch als Apotheker für den privaten Bedarf im Discounter ein. Die sind auch lieferfähig.

      zu 3c) Es steht ja jedem frei, den Test in einer Apotheke für einen etwas höheren Preis zu beziehen und ihn sich dort erklären zu lassen. Ich mache das als Apotheker auch gerne. Allerdings verstehe ich auch jeden, der sich die Dinger bei Aldi mitnimmt.

      Das einzige, was ich nicht mag und auch nicht mache: Ich erkläre niemandem, der sich die Tests bei Aldi gekauft hat, wie der Test funktioniert. Ich hatte auch Kunden da, die sich im Internet FFP2-Masken gekauft haben und auf einmal Zweifel an deren Schutzwirkung hatten. Ich habe da auch niemandem gesagt, dass es sich bei seiner Maske offensichtlich um eine Partikelschutzmaske handelt, die keinerlei Schutz vor Covid19 bietet.

      PS, und was die Schnelltest-Testung durch Apotheken betrifft: Davon bin ich auch geheilt. Ich hatte mir kurz vor Ostern in einer anderen Apotheke einen Schnelltest machen lassen (wir führen sowas gottseidank nicht durch). Mein Gegenüber (=Apotheker; der Inhaber) hatte weder ein Faceshield auf noch ein Schutzbrille. Der Testraum war quasi in der Offizin, was ich arbeitsschutztechnisch gegenüber den Angestellten als suboptimal befand – zumal ich da auch noch eine offensichtlich schwangere Mitarbeiterin im Handverkauf gesehen habe (was macht die da noch?). Über den Einweg-Arbeitskittel lasse ich noch mit mir reden, wenngleich dieser nicht aus Polypropylen, sondern aus einem saugfähigem Material bestand.
      Beim nächsten Mal geht es wieder ins Testzentrum.

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      1. Zu1) Mir lag ein Schreiben vor (ich glaube von meiner lokalen Apothekerkammer), dass das Auseinzeln von Covid-19-Tests mit bis zu 25.000€ pro belegtem Fall bestraft werden kann. Bei einem 5-10€-Produkt mit einer realisierten Gewinnspanne von 0,50-1,00€ kommt mir das ziemlich angeschärft vor, das stumpfe Schwert.

        Zu3) Ich versuche, möglichst selten einkaufen zu gehen. Aber „…im Discounter… Die sind auch lieferfähig.“ Ich hatte es genauso oft, dass bei dem die Schütte voll lag wie dass nicht mal ein Preisauszeichungsschnild an der üblichen Stelle war. „Dauerhaft lieferfähig“ sieht für mich halt anders aus. Die Discounter nehmen die Tests als „Marketing-Instrument“, und spielen dieses Instrument gekonnt. Der Leidtragende ist der „kleine“ Einzelhändler, der mal wieder als der „Böse“ rüberkommt. Und dies nennt Spahn bewußt „die neue Qualität“. Dass Herr Spahn dem Großkapital weit mehr zugänglich ist als den kleinen Leistungserbringern, hat er m.E.n. oft genug bewiesen. Und das wird in den nächsten Jahren noch einigen (kleinen) Apotheken die Beine brechen.

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        1. Hmm, auf die Abgabe eines verschreibungspflichtigen Medikaments gibt es in Deutschland auch bis zu zwei Jahre Haftstrafe. Und dennoch könnte ich mir durchaus vorstellen (und ich drücke mich jetzt bewusst – aus juristischen Gründen – vorsichtig aus), dass ich am Freitag Nachmittag oder am Samstag einer älteren Frau einen Blister ihres Blutdruckmedikaments mitgeben könnte, wenn ich in der Kundenkartei sehen würde, dass sie das Ding dauerhaft einnimmt, es ihr aber erstmalig halt einfach ausgegangen ist und der Arzt nicht erreichbar ist.

          Des Weiteren gibt es in Deutschland für den Inhaber einer Apotheker auch 15.000 Euro Strafe, wenn ein Mitarbeiter EINMALIG das Arbeitzeitgesetz überschreitet. So rein hypothetisch (nochmals: Konjunktiv, weil juristische Gründe) kann ich mir schon vorstellen, dass es während des Urlaubs des Chefs in einer Apotheke auch passieren kann, dass ein angestellter Apotheker einen Tag voll arbeitet, dann einen Notdienst ableistet und dann – wider das Gesetz – noch einen vollen Tag ableistet.

          Verglichen gegen die zwei Jahre Haft bei Abgabe eines Rx ohne Rezept an die 70 jährige Oma sind doch die 25.000 Euro für die Auseinzelung doch echt ein Klacks, zumal das mittlerweile in einigen Bundesländern in Deutschland ja auch erlaubt wurde.

          Zu Deinem zweiten Punkt: Es mag sein, dass die Corona-Tests von den Discountern auch als Marketing-Instrument genutzt werden. Hierzu muss ich aber – selbstkritisch den deutschen Apothekern gegenüber – einwenden, dass diese Maskenparade von einigen unserer Kolleg:innen auch dazu genutzt wurde, hier den Selbstbehalt zu erlassen bzw. noch ein paar Masken zusätzlich abzugeben, um sich zu als Apotheke zu profilieren und auch ja noch den ein oder anderen Bezugsschein dazuzugewinnen und ihn der Konkurrenz abzuluchsen. Wir Apothekers sind da nicht unbedingt moralisch besser als der Rest.

          Ich denke, dass es da einigen Inhabern eher einfach gehörig gegen den Strich geht, dass die Abgabe der Tests nicht nur über Apotheken erfolgt. Das mag durchaus auch das Ehrgefühl verletzen, was ich durchaus verstehen kann. Aber im Sinne dessen, dass diese Tests möglichst günstig sein sollen, halte ich es mittlerweile für richtig, dass die Tests auch über Discounter abgegeben werden (wenngleich ich mich vor ein paar Wochen beim Kinderdoc da noch anders dazu geäußert habe).

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  5. Also, bei meinem Rewe-Markt in Deutschland gab es die Tests zu 4,95 Euro pro Stück, die waren am ersten Tag komplett weg. Der Markt wird gerne von Müttern besucht, ich möchte lieber nicht wissen, wie vielen Kindern da abends laienhaft in der Nase rumgestochert wurde. Kindesmisshandlung ist übrigens ein Straftatbestand, möchte ich nur mal erwähnt haben.

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    1. Inwieweit ist denn bitte die nasale Entnahme einer Probe zum Test auf Covid19 Kindesmisshandlung? Selbst falls da ein Äderchen verletzt werden sollte und das Bobele Nasenbluten haben sollte, sind wir da von Kindesmisshandlung noch weit entfernt.

      ich weiß es ist seit einem Jahr Covid19 und wir sind alle ein wenig aufgeregt. Aber können wir bitte die Kirche im Dorf lassen… :-)

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      1. Hey, immer ruhig mit die alten Pferde! Die Kirche in meinem Dorf steht noch, ich wohne 50 Meter Luftlinie davon entfernt. Wenn sie fehlen würde, hätte ich davon gehört, bzw. eben gerade nicht mehr.
        Dass ich in meinen Kommentaren im Internet dramatisiere und gerne auch Zynismus als Stilmittel einsetze ist Mittel zum Zweck. An deinem Kommentar merke ich, dass ich mein Ziel erreicht habe. Herzlichen Dank! :o)

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        1. Alwin, hier in Deutschland müssen die Kids seit neuestem zweimal in der Woche vor Beginn des Unterrichts einen Nasenabstrich im Rachenraum durchführen und diesen auf das Testkit tropfen und das Ergebnis der Lehrerin vorzeigen.

          Ich hatte in den letzten Tagen diverseste Helikopter-Mütter in der Apotheke, die mir da die Geschichte vom „Datenschutz“, „medizinischer Selbstbestimmung“, „das Kind könnte einen Schaden nehmen, wenn der Test auf einmal positiv ist“ und „das Kind könnte gehänselt werden, wenn der Test vor Klassenkameraden positiv ist“ erzählt haben.

          ich verstehe das nicht. Und genau deswegen habe ich bei Deinem Post auch reingegrätscht, als Du hier auf einmal von „Kindesmisshandlung“ wegen einem simplen Covid19-Test geschrieben hast.

          Eine Bitte: Wenn Du das zynisch oder mit Humor schreibst und das mit der „Kindesmisshandlung“ ebenfalls wie ich für totalen Quatsch hältst, mache bitte ein Smiley dahinter bzw. schreibe „– Ironie off –„. Dann versteht das jeder.

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