Betrug in der Apotheke

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Dass die Apotheke ein … ich sag jetzt mal sehr hilfsbereiter Ort ist, hat sich leider auch bei Personen herumgesprochen, die das ausnutzen.

In Bern zum Beispiel hat es Fälle gegeben, wo ein Mann in die Apotheke gekommen ist und darum gebeten hat, dass er der Apotheke sofort ein Mail schicken darf und die Apotheke den Mail-Anhang für ihn ausdruckt. Er sei in einer Notlage, er brauche den Ausdruck dringend für einen Termin in der Botschaft.

Hört sich harmlos an, aber genau mit solchen Mailanhängen kommen Viren und Trojaner auf den Computer … und was dann passieren kann, haben diverse Spitäler und andere Institutionen letztens erfahren müssen: deren Systeme wurden verschlüsselt und sie wurden von Betrügern um Geld erpresst, damit sie wieder Zugang auf ihre eigenen Daten haben.

Und noch ein Fall, wirklich so passiert (aber nicht bei uns):

Da wollte die Kundin (ausländischer Herkunft) Kindernahrung kaufen. Bei der Bezahlung hatte sie aber kein Geld dabei, worauf sie jammerte und klagte und bei der anwesenden Kundschaft Mitleid erregte, sodass ihr das Produkt bezahlt wird. Man kann sich das vorstellen: „Mein armes Baby hat Hunger und ich kein Geld …“  Sie verlangt den Kassabon … und kommt (kurz) darauf wieder zurück und will das Produkt gegen Bargeld umtauschen.

Ist doch nett, wenn die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen so ausgenützt wird.

Nicht.

 

 

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9 comments on “Betrug in der Apotheke

  1. Ich hatte mal einen, der war staatsanwaltschaftlich dafür bekannt (wie ich erst später erfuhr), mit seiner (in der Zwischenzeit gesperrten) EC-Karte Dinge zu kaufen und dann (teilweise) wieder gegen Bargeld zurückzutauschen. Blöd, dass so eine Kartensperre bei Lastschriftverfahren nicht hinterfragt wird. Schaden – ca. 150€.

    In der Zwischenzeit biete ich EC-Karten nur noch per PIN und Online-Kontenprüfung an. Damit hat sich dieses Problem erledigt.

    Nervig für Händler ist allerdings, dass jetzt (angeblich) auch PIN-abgesicherte Zahlungen rückbuchbar werden sollen (und dies den Händlern auch noch als „Fortschritt“ und „Verbesserung“ verkauft wird, weil der Kunde dann mehr Vertrauen ins System bekommt )… Sowas hatte ich nämlich bei Lastschriften auch schon: Jemand bezahlt den korrekten Betrag, und 3 Wochen später löst derjenige eine Rückbuchung aus, die mich zusätzlich noch ca. 10€ Bearbeitungsgebühr kostet. grrrrr Wenn das jetzt bei PIN-geschützen Vorgängen Schule macht, überlege ich mir wohl für die Zukunft, den EC-Mindestabbuchungsbetrag auf 100€ hochzusetzen…

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  2. Irene sagt:

    Ich gebe den Kassenbon in solchen Fällen der Person, die bezahlt hat…

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  3. turtle of doom sagt:

    Pfui… 😦

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  4. Lu07 sagt:

    Das war in meiner Umgebung auch häufiger der Fall. Mittlerweile wird die Dame polizeilich gesucht… Es war zusätzlich noch eine sehr teure Spezialnahrung, mit der sie das abgezogen hat.

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  5. ApothekerinAD sagt:

    Wir sind mittlerweile sehr restriktiv, was die Rückgabe von Medikamenten anbelangt. Bei entsprechenden „Vorfällen“ dürfen wir nichts mehr zurück nehmen.

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  6. Sarah Krüml sagt:

    Ich bin immer wieder geschockt darüber, wie dreist die Menschen doch sein können. Traurig 😦

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