Apotheken aus aller Welt, 592: Halle, Deutschland

Die Bilder wollte ich schon lange einmal machen und dir senden. Gestern bin ich mal wieder daran vorbeigefahren und habe kurz angehalten.
Wie du sicher weisst, dürfen in Deutschland nur Präsenzapotheken Medikamente verschicken. Daher musste „Zur Rose“ in Dtl. einen passenden Standort eröffnen.
Die Apotheke liegt idyllisch im Umfeld von alten Industriebrachen; Wohnhäuser oder Einkaufsmöglichkeiten gibt’s dort auf mehrere hundert Meter nicht viele. Lediglich direkt gegenüber sind alte Industriehallen, welche u.a. für eine relativ große Jugendwerkstatt (guter, betreuter Jugendclub) und eine KfZ-Werkstatt genutzt werden.
Nicht ideal also, um von Laufkundschaft zu leben ;)

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Ugh, meine absolute Nicht-Lieblings-Apotheke, die Zur Rose. Aber: Doch, Danke für die Bilder, Thomas. Erstaunlich, dass in dem Gebäude auch eine öffentliche Apotheke ist. Darin sitzt wahrscheinlich ein sehr gelangweilter Apotheker …

4 Kommentare zu „Apotheken aus aller Welt, 592: Halle, Deutschland

  1. Ich sah mal einen schlecht gewaschenen Lieferwagen. Darauf war mit einer simplen Folie in der Mitte der Fahrzeugseite das „Zur Rose“-Logo draufgebappt. Schöne Gestaltung sieht anders aus…

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  2. Ich nehme mal an, dass der Grund für die Apotheke ist, dass die Versendung rechtlich aus einer öffentlichen Apotheke erfolgen muss. Also setzt man – pro forma – eine Apotheke mitten in ein Industriegebiet, die die rechtlichen Anforderungen erfüllt, und hat damit dem Gesetz genüge getan. Kunden müssen ja keine kommen.

    So uninteressant stelle ich mir die Tätigkeit bei einem Versandhändler übrigens als Apotheker gar nicht mal vor. Der Apotheker wird sicher nicht physisch in der Apotheke vorhanden sein. Da reicht ja eine PTA aus, die ja auch günstiger ist. Der Apotheker muss sich nur irgendwo im gesamten Versandgebäude aufhalten und zumindest theoretisch erreichbar sein.

    Der Apotheker wird sich wohl eher mit der Logistik und der Buchhaltung beschäftigen, was ja auch eine Hauptaufgabe eines Apothekers ist, der selbst eine Apotheke besitzt. Ich kann mir sogar vorstellen, dass dieser Apotheker ein Gehalt bekommt, welches der Industrie ebenbürtig ist. Grund: Man braucht da Profis, die vernünftig Preise mit der Pharmaindustrie verhandeln können.

    Die Aufgabe ist sicherlich anders als das Aufgabengebiet in einer „normalen“ Apotheke. Ich kann mir vorstellen, dass das auch mit Messebesuchen und von der Apotheke finanzierten Fortbildungen in betriebswirtschaftlicher Hinsicht verbunden sein. Für jemanden, der „was mit Menschen“ machen will, ist sowas wahrscheinlich nichts. Falls die „Soft-Skills“ aber anders gelagert sind, stelle ich mir das durchaus nicht langweilig vor.

    Das soll keine Werbung für den Versand sein. Als Pharmazeut bin ich aus eher idealistischen Gründen dagegen. Aber der Versandhandel ist in Deutschland halt Realität.

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  3. drin sitzen und Daumendrehen wird da weder ein Apotheker noch ein/e PTA. Könnte mir vorstellen, dass die anwesende Person gleichzeitig am PC Telefondienst für den Versand etc. macht.

    Könnte ja mal wer aus der Gegend nachschauen, wenn er gerade in der Nähe ist… ;-)

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  4. als ich gelernt hatte – in einem Industriebetrieb und in „grauer Vorzeit“ – gab es eine werksärztliche Abteilung, die die Medikamente (und sicher auch Dinge wie Verbandsmaterial etc.) in der Apotheke der Zentrale bezog. Ein Industrie- und Handwerksbezirk kann sicherlich eine halbwegs einkömmliche Einnahmequelle sein.
    Aber vielleicht bin ich zu gutgläubig :-(

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