Die böse Apothekerin liess mich verhaften!?!

fakescript

Übersetzung:

Ich bin zu Walgreens gegangen um ein gefälschtes Rezept für Percocet einzulösen, nachdem ich Monatelang gefälschte Rezepte bei anderen Apotheken ohne Probleme eingelöst habe. Bei der seltenen Gelegenheit bei dem eine Apotheke es als gefälscht verdächtigt hat, war das Schlimmste dass sie mir gesagt haben, dass ich zurückkommen müsste, nachdem sie die Echtheit mit dem Arzt überprüft haben. Aber Walgreens hat es nicht ausgeführt oder mir gesagt, das ginge nicht, Nein, die hatten den Nerv mir zu sagen, es wäre in 30 Minuten bereit, so dass ich gewartet habe – dann haben sie die Polizei gerufen und ich wurde verhaftet! Ich musste ins Gefängnis und bekam 3 Jahre Bewährung und jetzt habe ich eine Vorstrafe. Wenn die das nicht ausführen wollten, hätte es gereicht wenn sie Nein gesagt haben, wie die anderen Apotheken, es war nicht nötig, mich zu verhaften! Es hatte ja keinen Effekt auf den Apotheker egal wie!

Hähähähähä. Sorry – hämisches Lachen wieder abstell‘. Nein, da habe ich habe kein Mitleid mit ihr- Amerika hat ein riesiges Problem mit Opioidhaltigen Schmerzmitteln und davon abhängigen / sie missbrauchenden Leuten. Und ja, doch – selbst wenn das Mittel selber bezahlt wurde und das ausnahmsweise nicht auf der Strasse landet zum weiterverkaufen … der Apotheker macht sich bei der Abgabe auf ein gefälschtes Rezept auch strafbar … und die DEA – die Drogenvollzugs-Behörde, die in Amerika Vergehen mit Drogen verfolgt hat schon einige Arztpraxen und Apotheken geschlossen, weil die in ihren Augen zu viele opioide Schmerzmittel abgegeben haben. Das hat inzwischen direkten Einfluss auf die Erhältlichkeit von den Mitteln für die richtigen Schmerz-Patienten. So: Nein, es hat einen Effekt auf Apotheker und den Rest der Öffentlichkeit, wenn Rezepte (systematisch) gefälscht werden. Also: kein Mitleid, wenn das wirklich so passiert ist.

Das Original findet immer noch hier auf der Beurteilungs-Seite Consumeraffairs.com (ziemlich unten).

34 Kommentare zu „Die böse Apothekerin liess mich verhaften!?!

  1. Aua… Soviel Dummheit muss doch megamäßig weh tun… klick brauchte sie vielleicht deswegen die Opiate? 😈
    Mitleid hab ich nur mit ihrem Umfeld, das soviel Doofheit auf einen Haufen ertragen muss…

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  2. Weia, und dann soll bei soviel Blödheit auch noch der Apotheker schuld sein.

    Da die gefakten Privatrezepte mittlerweile bei uns (Apotheke in einem Problemviertel einer Großstadt) derart an Qualität gewonnen haben, dass sie nicht mehr von richtigen Arztrezepten zu unterscheiden sind, bin ich mittlerweile dazu übergegangen, bei Benzodiazepinen den Arzt direkt vor dem Kunden kurz zu googeln und mir die Krankenversichertenkarte oder den Ausweis zur Kontrolle des Namens zeigen zu lassen. Ich hoffe, dass ich damit zumindest einen kleinen Teil der gefakten Rezepte erkenne.

    Es ist immer wieder interessant, wie klein mit Hut die Junkies doch werden, wenn man sie direkt mit der Tatsache konfrontiert.

    Zum nächsten Weihnachten würde ich mir allerdings wünschen, dass die Ärzteschaft mal fälschungssichere Privatrezepte einführen würde. Also irgendwas, was man nicht einfach mal so mit einem einfachen Laserdrucker erstellen kann.

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    1. Ja, eine Zeitlang habe ich auch grundsätzlich bei jedem Benzodiazepin Rezept das nicht via Krankenkasse abgerechnet werden sollte, beim Arzt anrufen lassen um die Echtheit zu bestätigen. Mühsam.

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      1. Das mit dem Arzt zurückrufen, mach ich aus drei Gründen nicht:
        a) Normalerweise bekommt man die gefälschten Rezepte zu Zeitpunkten, zu denen der Arzt nicht erreichbar ist.
        b) Ich wurde schon von Ärzten am Telefon angepfiffen, warum ich mir einbilde, mich in seine Behandlung einzumischen. Ich vermute hier bei mir stark, dass hier einige Ärzte Schmiergelder annehmen (nochmal: Großstadt, Problembezirk). Lass es mich so sagen: Es ist richtig, dass Flunitrazepam und Tramadol nur noch auf BTM-Rezept verschrieben werden dürfen und das soll auch gerne auf Paracodin, andere Benzodiazepine und auf Tilidin ausgeweitet werden, weil: fälschungssichere Rezepte und Kontrolle der Ärzte.
        c) Bei einem gefakten Rezept ist der Kunde nach drei Minuten eh wieder draußen, wenn ich nach hinten verschwinde und nicht sofort wiederkomme. Der Anruf beim Arzt rentiert daher nicht.

        Normalerweise reicht der Check des Namens durch den Personalausweis aus, da jemand mit gefälschtem Rezept den Ausweis nicht hergeben wird. Im Zweifelsfall warte ich einfach im Hintergrund drei Minuten. Falls es ein gefälschtes Rezept ist, verschwindet der Junkie von selbst. Falls er nicht verschwindet, geht das Rezept aber ab.

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        1. Ja, ich wurde auch schon von Ärzten am Telefon angepfiffen – was ich als Probleme mit dem Selbstbewusstsein und Selbstzweifel deute (und als schlechtes Benehmen an sich). Aber ich hatte auch einige, die waren dankbar für die Rückmeldung.
          Aber Schmiergelder … huh. Übel.
          Wenn der Kunde verduftet während den paar Minuten, die ich brauche … ja. Auch eine Lösung :-)

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          1. Ärzte, die dankbar für den Rückruf sind, kenne ich auch.

            Aber 4 Privatrezepte mit 50 Stück Diazepam an einen Junkie, alle ausgestellt am selben Tag und vom selben Arzt: Da ruft man schon mal den Arzt zurück.
            Wenn ich dann zurück bekomme, dass das alles seine Ordnung habe und dass ich mich nicht einmischen solle: Was soll ich mir dann denken?

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    2. Auf das „fälschungssichere Privatrezept“ kannst man in D warten, bis das Verordnen auf Papier verboten wird. Der Gesetzgeber hatte die Möglichkeit, zumindest ein einheitliches Privatrezept zu fordern, und zwar in dem Augenblick, wo die Apotheken (Anfang 2011?) verdonnert wurden, Privatrezepte maschinenlesbar (angelehnt an das Verordnungsmuster der GKV) zu bedrucken, damit die arme PKV die Rezepte einfacher auswerten (und den GKV-Herstellerrabatt einfordern) kann. Trotzdem dürfen die Ärzte Privatverordnungen immer noch auf jeden Zeitungsrand kritzeln – ob ich das dann anschließend maschinenlesbar bedrucken kann oder nicht, interessiert den Verschreibenden meistens weniger. Das führt nun dazu, dass ich auf 3/4 aller Verordnungen vorne einen Stempel draufnagel samt meiner Unterschrift und dem Hinweis „Bitte wenden!“ – und das Rezept auf der Rückseite maschinenlesbar bedrucke, nochmal stempele und noch mal unterschreibe. Zumindest die im Oktober 2010 von der PKV und der Politik eingeforderten „maschinenlesbaren Abrechnungsblätter“ sind bis heute noch nicht genauer definiert geschweige denn umgesetzt…
      .
      Wenn die Einwohner Schildas noch was lernen wollen, dürfen die gerne mal nen Praktikum in unsrerer Apotheke machen…

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      1. au ja – wenn die Schildaner dann noch ein paar Säcke Licht mitbringen, spart Ihr in der dunklen Jahreszeit auch noch den teueren Strom… ;-)

        Soll nicht mittelfristig der einheitliche EU-Rezeptvordruck kommen? Beireits heute solltet Ihr ja Rezepte aus der gesamten EU einlösen!

        http://europa.eu/rapid/press-release_IP-12-1422_de.htm

        Knick, was würdest Du machen, wenn in Deiner Apotheke wirklich jemand mit bulgarischem oder griechischen Rezept erscheinen würde…?

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        1. Wenns in lateinischen Buchstaben ausgeschrieben ist, schaue ich mir an:
          – ob ich den Verordner erkennen kann (also rein technisch erst mal)
          – ob das Medi in D überhaupt existiert
          – ob das Rezept (erstaunlicher Weise) für ein Medi ausgestellt ist, welches als Dopingmittel mißbraucht werden könnte
          – ob das Rezept gegen anderweitige Gesetzte verstößt (BtM, TFG, T-Kartei, ChemVerbotsV usw.)
          – ob es vom Gesamtkonzept halbwegs sinnig ist
          .
          Wenn das alles hin haut (selten genug – meist scheitert es an Punkt 2) behandel ich es als Privatrezept.

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          1. Knick,

            Du sollstest Staatssekritär für Pharmazie im Gesundheitsministerium werden!

            Vermisse übrigens die „Knicke“ in Deinem Blog.. :-(

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  3. Da möchte ich auch nicht in eurer (also der Apotheker…) Haut stecken.

    Wie ist denn die Lage für euch, wenn ihr Benzos und Co. auf ein „nicht auf den ersten Blick als gefälscht“ erkennbares Rezept abgebt?
    Bzw. wie viel Aufwand wird denn von euch verlangt?

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    1. Falls die Person den Magen hat das auch noch via Kasse abrechnen zu lassen – dann bleibe ich als Minimum als Apotheke auf dem Geld dafür sitzen. Falls nicht und es kommt raus, dass das Rezept gefälscht war, könnte ich wegen Mithilfe an Urkundenfälschung, Betrug, Zuwiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, Nicht Einhalten der Sorgfaltspflicht und derartigem belangt werden. Vor allem, wenn es sich um mehrere Fälle handelt. (Wie das ausgeht, wenn das wirklich schlecht als Fälschung erkennbar ist, weiss ich auch nicht). Das kann dann Enden in von Eintrag ins Leumundszeugnis, Strafregister, Geld-und Haft-Strafe … und natürlich Verlust der Berufsbewilligung.

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      1. Ach du Schande…

        Ja das ist so in etwa das was ich vermutet hätte, dass ihr da im Prinzip eure komplette berufliche Existenz abschreiben könnt.

        Immer wieder spaßig wenn alles mögliche irgendwie reguliert wird – nur in Bereichen wo es tatsächlich vernünftig wäre (sowohl aus Sucht- als auch aus Rechtssicherheitsgründen) zieht es sich mal wieder wie Kaugummi.

        Ist wohl der „Kostenschmerz“ bei den Kassen nicht sonderlich hoch, die holen sich das Geld dann ja im Zweifel von der Apo/dem Arzt wieder – oder sind die Gewinne der Industrie da so dick? Doch eher nicht, sind doch (fast?) alles Generika.

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  4. hmm – mal zum Thema zurück.

    Da die gute Amanda ihre Sucht nach dem Medikament vermutlich nicht über Nacht los wird – was wird sie nun tun?

    Den Dealer an der Ecke kontaktieren, der die Einnahmen sicher korrekt versteuert…

    Oder sich dubiose Quellen aus dem Internet suchen, wo sie weiß der Teufel was kriegen wird…

    Besser?!

    P.S.: @Pharmamama: Könntest Du bitte mal den Jahresrückblick vom 31.12. freischalten…

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    1. Ich habe ihn nicht gesperrt (und keine Ahnung, wie man das freihaltet). Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich die Kommentare momentan nach meinem Bedroher mehr unter Kontrolle halte technisch. Das werde ich vorläufig auch so lassen.

      Die „gute Amanda“ könnte sich einen richtigen Arzt suchen und sich unter Kontrolle weiter behandeln lassen und/oder zusammen mit ihm ein Abbauschema in Auge fassen. Das wäre wohl besser (wenn natürlich auch etwas blauäugig von mir).

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      1. DANKE! :-) Hochinteressant – 44 Besuche aus Saudi-Arabien und das als ApothekerIN – die (wenn es sie dort gibt – ich weiß es nicht…) nicht mal mit dem Auto zur Arbeit fahren dürfte und ohne schriftliche Erlaubnis Deines Kuschelbären die Stadt alleine nicht verlassen dürfte!

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  5. Irgendwie scheine ich mit dem Post einen Nerv getroffen zu haben. Jedenfalls ist das das erste Mal (dessen ich mir bewusst bin), dass ich auf Twitter geblockt wurde von jemandem … hmmmm.

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  6. Ein paar der anderen Kommentare finde ich aber (versorgungstechnisch) viel schlimmer. Z.B. dass laut den Kommentaren in den USA der Apotheker entscheiden kann, ob er einem Patienten das verschriebene Medikament wirklich aushändigen möchte oder dass die Patienten mehrer Apotheken abklappern müssen, um ihr Medikament zu erhalten. Unschön.

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    1. Ja, sehr unschön. Das mit dem sich weigern ein Rezept auszuführen gilt hierzulande allerdings auch. Wir dürfen das genauso, wenn uns etwas seltsam vorkommt, wir Missbrauch vermuten oder das Rezept offensichtlich fehlerhaft ist. Dass das jetzt in den USA vermehrt auftritt hängt eben mit dem beschriebenen Missbrauch zusammen … Und der Reaktion der DEA darauf. Da wurden schon Apothekenketten mit millionenbussen belegt wegen angeblicher zu viel Abgabe von diesen starken Schmerzmitteln. Das ist jetzt die Reaktion darauf. Die Apotheker haben teils wirklich Angst davor belangt zu werden … Die Ketten kontigieren die Medikamente, damit nicht zuviel rausgeht, man gibt per Telefon nicht mehr Auskunft ob man das überhaupt an Lager hat (auch weil das so gerne mit Waffengewalt gestohlen wird), man setzt neu Regeln auf, eigentlich um Missbrauch zu bekämpfen, dass die Apotheke nur noch Rezepte von ÄRzten aus der Nähe ausführt, nur noch von Stammkunden, nur noch wenn das vis Krankenkasse geht … Alles zusammengenommen kann man sich vorstellen, was das auch für einen legitimen Bezüger für Probleme aufwerfen kann. Unglaublich.

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  7. da verstehe ich die DEA in den USA schon irgendwie… Es fällt halt auf, wenn normalerweise in einer Stadt mit, sagen wir mal 250.000 Einwohnern, 40.000 Tabletten im Monat/Jahr (was weiss ich…) verordnet werden und dann in einem Dorf mit 5.000 Einwohnern plötzlich die selbe Menge… Da ist doch was faul…

    Gibt es übrigens auch hier. Ist zwar schon ca. 15. Jahre her. An meiner damaligen Tramhaltestelle gab es eine Apotheke, die offenbar nicht unter übermäßigen Kundenansturm litt.

    Fast TÄGLICH waren im Abfalleimer und/oder im Wartehäuschen drei,vier, fünf frisch ausgepackte Umkartone 20 St. Flunitrazepam zu finden gewesen…

    Da muss eine Großfamilie aber arge Schlafprobleme gehabt haben… ;-)

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    1. Hat sich seit dem 01.11.2011 in D erledigt. Seit diesem Tag ist Flunitrazepam wieder uneingeschränkt in BtM-Kategorie III eingeordnet (meint: verordnungsfähig nur auf BtM-Rezept). Seit dem ist der herzlich geringe Abverkauf bei uns komplett weggefallen…

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  8. Verkauft doch alles ohne Rezept, von Asthma-Spray bis Hydromorphon . Dann habt ihre Ruhe vor den Junkies. Zugleich tut Ihr etwas gutes für sie, denn sie müssen sich schon mal keinen Straßendreck reinschiessen. Die Preise sollten daher viel angepasster sein. Es kann nicht sein das dich ne N3 Packung Tramal 200 Retard umbringt , und das nur für 25Euro. Also hier in Germany

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